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Vorschrift
Normgeber:Innenministerium
Aktenzeichen:3-1160.5-AkadPol/1
Erlassdatum:20.12.1999
Fassung vom:20.12.1999
Gültig ab:01.01.2000
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2030-221
Fundstelle:GABl. 2000, 2
Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums über die Akademie der Polizei Baden-Württemberg (VwV-AkadPol BW)


Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums
über die Akademie der Polizei
Baden-Württemberg (VwV-AkadPol BW)1



Vom 20. Dezember 1999 – Az.: 3-1160.5-AkadPol/1 –



Fundstelle: GABl. 2000, S. 2





1.
Das Land Baden-Württemberg unterhält gemäß § 70 Absatz 2 des Polizeigesetzes für Baden-Württemberg (PolG) in der Fassung vom 13. Januar 1992 (GBl. S. 1) als Fortbildungseinrichtung für die Beschäftigten des Polizeivollzugsdienstes die Akademie der Polizei Baden-Württemberg (AkadPol BW)1.
Sie ist Zentralstelle für die Fortbildung der Polizeibeschäftigten des Landes Baden-Württemberg.


2.
Die Akademie der Polizei Baden-Württemberg (AkadPol BW)1 hat ihren Dienstsitz in Freiburg und eine Außenstelle in Wertheim.


3.
Ziel der Akademie der Polizei Baden-Württemberg (AkadPol BW)1 ist die Förderung der persönlichen, sozialen, methodischen und fachlichen Kompetenz der Bediensteten des Polizeivollzugsdienstes durch aktuelle, bedarfs- und praxisorientierte, interdisziplinäre, systemische, die Lernorte integrierende und das Selbstlernen fördernde Fortbildungsmaßnahmen sowie den effektiven und wirtschaftlichen Einsatz erwachsenengerechter Lehr- und Lernmethoden, insbesondere auch durch moderne Technik und elektronische Medien.
Neben den in der Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums über die Fortbildung der Bediensteten des Polizeivollzugsdienstes in Baden-Württemberg (VwV-FobiPol) und den in der Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums über die Ausstattung des Polizeivollzugsdienstes in Baden-Württemberg mit Fachliteratur und Medien (VwV-MedPol) in den jeweils gültigen Fassungen beschriebenen Aufgaben nimmt sie hierzu insbesondere folgende Aufgaben wahr:
Zentrale Koordinierung der Fortbildung der Polizei Baden-Württemberg
Geschäftsstelle der Bildungskommission
Planung und Durchführung eigener Fortbildungsmaßnahmen
Unterstützung der Fortbildungsmaßnahmen anderer Fortbildungs- und Bedarfsträger durch die Entsendung von Lehrpersonal
Fertigung und Überlassung von Lehr- und Lernunterlagen
Beratung und Unterstützung der polizeilichen Praxis, Betrieb einer Hotline und Wissensdatenbank
Ausbildung nach der Verwaltungsvorschrift über die Qualifizierung für den Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst nach der Polizeiaufstiegsverordnung in der jeweils gültigen Fassung.


4.
Die Akademie der Polizei Baden-Württemberg (AkadPol BW)1 ist gegliedert in
Leiterin bzw. Leiter (L)
Controlling (C)
Öffentlichkeitsarbeit (Ö)
Steuerung und Koordinierung (SKo)
Verwaltung (V)
Fachbereich Ausbildung (A)
Fachbereich Einsatzmanagement (E)
Fachbereich Führungstraining (F)
Fachbereich Kriminalitätsbekämpfung (K)
Medienzentrum der Polizei (MZPol)
Die Außenstelle Wertheim ist Bestandteil der Akademie der Polizei Baden-Württemberg (AkadPol BW)1 und gliedert sich in
Leiterin bzw. Leiter der Außenstelle (L)
Koordinierung (Ko)
Verwaltung (V)
Fachgruppe Ausbildung (FGr A)
Fachgruppe Einsatzmanagement (FGr E)
Fachgruppe Kriminalitätsbekämpfung (FGr K)


5.
Die Lehraufgaben der Akademie der Polizei Baden-Württemberg (AkadPol BW)1 werden von hauptamtlichen Dozentinnen bzw. Dozenten des gehobenen und höheren Dienstes, Lehrbeauftragten sowie von geeigneten Fachkräften der Polizei und sonstiger Institutionen wahrgenommen.
Bei hauptamtlichen Dozentinnen bzw. Dozenten ist deren Eignung vor einer Übernahme festzustellen. Durch eine langfristige, vorausschauende Personalentwicklungsplanung soll sichergestellt werden, dass eine Dozententätigkeit nicht länger als acht bis zwölf Jahre dauert.


6.


6.1
Regelmäßige Arbeitszeit
Für die beamteten Lehrkräfte der Akademie der Polizei BW (AkadPol BW)1 gilt die regelmäßige Arbeitszeit gemäß § 1 Abs. 1 der Verordnung der Landesregierung über die Arbeitszeit der Beamten und Richter des Landes (AZVO) in der jeweils gültigen Fassung.
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit wird erbracht durch das Ableisten der Lehrverpflichtung (Deputatsleistung) gemäß Nummer 6.2 und – soweit erforderlich – durch die Wahrnehmung sonstiger Tätigkeiten gemäß Nummer 6.3.


6.2
Lehrverpflichtung
Begriff der Lehrverpflichtung
Die Lehrverpflichtung bestimmt das Maß der Unterrichtsverpflichtung je Kalenderwoche (Wochenstunden) als Teil der im Rahmen der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit zu erbringenden Dienstleistung.
Die Lehrverpflichtung beinhaltet neben den zu leistenden Unterrichtsstunden (US) die Vor- und Nachbereitung der Unterrichtsstunden im Rahmen der Lehrverpflichtung, Erstellung, Durchführung und Korrektur von Leistungskontrollen, Erstellung von Unterrichtsbegleitunterlagen, Teilnahme an den im Zusammenhang mit dem Lehrbetrieb stattfindenden Besprechungen, Konferenzen.
Umfang der Lehrverpflichtung
Der Umfang der Lehrverpflichtung im Rahmen der durchschnittlichen, regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit beträgt 22 Unterrichtsstunden.
Diese Lehrverpflichtung ist in 42 Unterrichtswochen innerhalb eines Kalenderjahres zu erbringen (Jahresdeputatsleistung von 924 Unterrichtsstunden).
Die Zeitdauer einer Unterrichtsstunde wird allgemein auf 45 Minuten festgelegt.
Unter- und Überschreitung der Lehrverpflichtung
Unter Berücksichtigung des § 1 Abs. 1 AZVO ist zur Berechnung der Lehrverpflichtung ein Zeitraum von sechs Monaten zugrunde zu legen. Insoweit können durch Deputatsleistungen verursachte Unter- und Überschreitungen der Lehrverpflichtung zur Erfüllung der durchschnittlichen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit im Laufe eines Kalenderhalbjahres ausgeglichen werden.


6.3
Sonstige Tätigkeiten
Wird die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit nur teilweise durch die Lehrverpflichtung erbracht, so ist die Differenz (Minderarbeitszeit) durch eine dem statusrechtlichen Amt angemessene sonstige Tätigkeit zu erfüllen und nachzuweisen.
Für die Berechnung dieser Arbeitszeit ist ein Umrechnungsfaktor von 1,8 zugrunde zu legen; d. h. für jede nicht erbrachte Unterrichtsstunde sind 1,8 Std. Arbeitszeit im Rahmen der sonstigen Tätigkeiten zu erbringen.
Die sonstigen Tätigkeiten sind grundsätzlich bei der Dienststelle zu leisten. Ausnahmen sind zulässig, wenn die zu erfüllende Aufgabe dies als zweckmäßig erscheinen lässt.
Die Akademie der Polizei Baden-Württemberg (AkadPol BW)1 trifft weitere Regelungen zur Durchführung der sonstigen Tätigkeiten insbesondere bezüglich der täglichen Arbeitszeit, der Kernarbeitszeit sowie des Arbeitszeitausgleichs im Rahmen der §§ 3 ff. AZVO.


7.
Diese Verwaltungsvorschrift tritt am 1. Januar 2000 in Kraft. Sie ist gemäß Abschnitt IV Nr. 3 Buchst. c der Bereinigungsanordnung vom 16. Dezember 1981 (GABl. 1982 S. 14), geändert durch Bekanntmachung vom 8. Januar 1997 (GABl. S. 74), vom automatischen Außerkrafttreten ausgenommen.


8.
Die Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums über Aufgaben und Organisation der Landes-Polizeischule Baden-Württemberg (VwV-Landes-Polizeischule) vom 1. Januar 1987 Az.: III 7710/131, die Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums über die Lehrverpflichtung der als Lehrer an der Landes-Polizeischule tätigen Polizeibeamten vom 29. Februar 1984, Az.: III 6725/542, verlängert durch Erlass vom 1. Dezember 1994 Az.: 3-1160.5-LPS/7, die Nummer 3 der Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums über Herstellung und Einsatz audiovisueller Medien bei der Polizei des Landes Baden-Württemberg (VwV-Herstellung und Einsatz AV-Medien) vom 2. November 1994 Az.: 3-1168.6/21 und der Erlass des Innenministeriums Baden-Württemberg vom 4. Dezember 1995 Az.: 3-1165.0/28 über die Fortbildung der Führungskräfte der Polizei des Landes sowie andere Verwaltungsvorschriften, die dieser Verwaltungsvorschrift entsprechen oder widersprechen, treten zum gleichen Zeitpunkt außer Kraft.


 


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