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Amtliche Abkürzung:AufenthV
Fassung vom:01.08.2017 Fassungen
Gültig ab:05.08.2017
Dokumenttyp:Rechtsverordnung
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 26-12-1
Aufenthaltsverordnung
 
§ 39 Verlängerung eines Aufenthalts im Bundesgebiet für längerfristige Zwecke
Über die im Aufenthaltsgesetz geregelten Fälle hinaus kann ein Ausländer einen Aufenthaltstitel im Bundesgebiet einholen oder verlängern lassen, wenn
1.
er ein nationales Visum (§ 6 Absatz 3 des Aufenthaltsgesetzes) oder eine Aufenthaltserlaubnis besitzt,
2.
er vom Erfordernis des Aufenthaltstitels befreit ist und die Befreiung nicht auf einen Teil des Bundesgebiets oder auf einen Aufenthalt bis zu längstens sechs Monaten beschränkt ist,
3.
er Staatsangehöriger eines in Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 539/2001 aufgeführten Staates ist und sich rechtmäßig im Bundesgebiet aufhält oder ein gültiges Schengen-Visum für kurzfristige Aufenthalte (§ 6 Absatz 1 Nummer 1 des Aufenthaltsgesetzes) besitzt, sofern die Voraussetzungen eines Anspruchs auf Erteilung eines Aufenthaltstitels nach der Einreise entstanden sind, es sei denn, es handelt sich um einen Anspruch nach den §§ 16, 17b oder 18d des Aufenthaltsgesetzes,
4.
er eine Aufenthaltsgestattung nach dem Asylgesetz besitzt und die Voraussetzungen des § 10 Abs. 1 oder 2 des Aufenthaltsgesetzes vorliegen,
5.
seine Abschiebung nach § 60a des Aufenthaltsgesetzes ausgesetzt ist und er auf Grund einer Eheschließung oder der Begründung einer Lebenspartnerschaft im Bundesgebiet oder der Geburt eines Kindes während seines Aufenthalts im Bundesgebiet einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis erworben hat,
6.
er einen von einem anderen Schengen-Staat ausgestellten Aufenthaltstitel besitzt und auf Grund dieses Aufenthaltstitels berechtigt ist, sich im Bundesgebiet aufzuhalten, sofern die Voraussetzungen eines Anspruchs auf Erteilung eines Aufenthaltstitels erfüllt sind; § 41 Abs. 3 findet Anwendung,
7.
er seit mindestens 18 Monaten eine Blaue Karte EU besitzt, die von einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union ausgestellt wurde, und er für die Ausübung einer hochqualifizierten Beschäftigung eine Blaue Karte EU beantragt. Gleiches gilt für seine Familienangehörigen, die im Besitz eines Aufenthaltstitels zum Familiennachzug sind, der von demselben Staat ausgestellt wurde wie die Blaue Karte EU des Ausländers. Die Anträge auf die Blaue Karte EU sowie auf die Aufenthaltserlaubnisse zum Familiennachzug sind innerhalb eines Monats nach Einreise in das Bundesgebiet zu stellen,
8.
er die Verlängerung einer ICT-Karte nach § 19b des Aufenthaltsgesetzes beantragt,
9.
er
a)
einen gültigen Aufenthaltstitel eines anderen Mitgliedstaates besitzt, der ausgestellt worden ist nach der Richtlinie 2014/66/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014 über die Bedingungen für die Einreise und den Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen im Rahmen eines unternehmensinternen Transfers (ABl. L 157 vom 27.5.2014, S. 1), und
b)
eine Mobiler-ICT-Karte nach § 19d des Aufenthaltsgesetzes beantragt oder eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck des Familiennachzugs zu einem Inhaber einer Mobiler-ICT-Karte nach § 19d des Aufenthaltsgesetzes beantragt,
10.
er
a)
einen gültigen Aufenthaltstitel eines anderen Mitgliedstaates besitzt, der ausgestellt worden ist nach der Richtlinie (EU) 2016/801 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2016 über die Bedingungen für die Einreise und den Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen zu Forschungs- oder Studienzwecken, zur Absolvierung eines Praktikums, zur Teilnahme an einem Freiwilligendienst, Schüleraustauschprogrammen oder Bildungsvorhaben und zur Ausübung einer Au-pair-Tätigkeit (ABl. L 132 vom 21.5.2016, S. 21), und
b)
eine Aufenthaltserlaubnis nach § 20b des Aufenthaltsgesetzes beantragt oder eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck des Familiennachzugs zu einem Inhaber einer Aufenthaltserlaubnis nach § 20b des Aufenthaltsgesetzes beantragt oder
11.
er vor Ablauf der Arbeitserlaubnis oder der Arbeitserlaubnisse zum Zweck der Saisonbeschäftigung, die ihm nach § 15a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 der Beschäftigungsverordnung erteilt wurde oder wurden, einen Aufenthaltstitel zum Zweck der Saisonbeschäftigung bei demselben oder einem anderen Arbeitgeber beantragt; dieser Aufenthaltstitel gilt bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde als erteilt.
Satz 1 gilt nicht, wenn eine ICT-Karte nach § 19b des Aufenthaltsgesetzes beantragt wird.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 39 Satz 1: Früher einziger Text gem. Art. 1 Nr. 8 Buchst. b V v. 1.8.2017 I 3066 mWv 5.8.2017
§ 39 Satz 1 Nr. 1 (früher einziger Text Nr. 1): IdF d. Art. 12 Abs. 1 Nr. 7 Buchst. a G v. 22.11.2011 I 2258 mWv 26.11.2011
§ 39 Satz 1 Nr. 3 (früher einziger Text Nr. 3): IdF d. Art. 7 Abs. 4 Nr. 13 Buchst. a G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007, d. Art. 12 Abs. 1 Nr. 7 Buchst. b G v. 22.11.2011 I 2258 mWv 26.11.2011 u. d. Art. 1 Nr. 8 Buchst. a DBuchst. aa V v. 1.8.2017 I 3066 mWv 5.8.2017
§ 39 Satz 1 Nr. 4 (früher einziger Text Nr. 4): IdF d. Art. 1 Nr. 4 V v. 14.10.2005 I 2982 mWv 22.10.2005 u. d. Art. 14 Nr. 5 Buchst. a G v. 20.10.2015 I 1722 mWv 24.10.2015
§ 39 Satz 1 Nr. 5 (früher einziger Text Nr. 5): IdF d. Art. 1 Nr. 4 V v. 14.10.2005 I 2982 mWv 22.10.2005, d. Art. 7 Abs. 4 Nr. 13 Buchst. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007, d. Art. 1 Nr. 3 V v. 22.7.2011 I 1530 mWv 1.9.2011 u. d. Art. 5 Abs. 1 Nr. 5 Buchst. a G v. 1.6.2012 I 1224 mWv 1.8.2012
§ 39 Satz 1 Nr. 6 (früher einziger Text Nr. 6): Eingef. durch Art. 1 Nr. 4 V v. 14.10.2005 I 2982 mWv 22.10.2005; idF d. Art. 5 Abs. 1 Nr. 5 Buchst. b G v. 1.6.2012 I 1224 mWv 1.8.2012 u. d. Art. 1 Nr. 8 Buchst. a DBuchst. bb V v. 1.8.2017 I 3066 mWv 5.8.2017
§ 39 Satz 1 Nr. 7 (früher einziger Text Nr. 7): Eingef. durch Art. 5 Abs. 1 Nr. 5 Buchst. c G v. 1.6.2012 I 1224 mWv 1.8.2012; idF d. Art. 1 Nr. 8 Buchst. a DBuchst. cc V v. 1.8.2017 I 3066 mWv 5.8.2017
§ 39 Satz 1 Nr. 8 bis 11: Eingef. durch Art. 1 Nr. 8 Buchst. a DBuchst. dd V v. 1.8.2017 I 3066 mWv 5.8.2017
§ 39 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 8 Buchst. b V v. 1.8.2017 I 3066 mWv 5.8.2017

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