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Amtliche Abkürzung:EStG
Fassung vom:28.07.2015 Fassungen
Gültig ab:01.08.2015
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 611-1
Einkommensteuergesetz
 
§ 40a Pauschalierung der Lohnsteuer für Teilzeitbeschäftigte und geringfügig Beschäftigte
(1) 1Der Arbeitgeber kann unter Verzicht auf den Abruf von elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (§ 39e Absatz 4 Satz 2) oder die Vorlage einer Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug (§ 39 Absatz 3 oder § 39e Absatz 7 oder Absatz 8) bei Arbeitnehmern, die nur kurzfristig beschäftigt werden, die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz von 25 Prozent des Arbeitslohns erheben.2Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer bei dem Arbeitgeber gelegentlich, nicht regelmäßig wiederkehrend beschäftigt wird, die Dauer der Beschäftigung 18 zusammenhängende Arbeitstage nicht übersteigt und
1.
der Arbeitslohn während der Beschäftigungsdauer 68 Euro durchschnittlich je Arbeitstag nicht übersteigt oder
2.
die Beschäftigung zu einem unvorhersehbaren Zeitpunkt sofort erforderlich wird.
(2) Der Arbeitgeber kann unter Verzicht auf den Abruf von elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (§ 39e Absatz 4 Satz 2) oder die Vorlage einer Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug (§ 39 Absatz 3 oder § 39e Absatz 7 oder Absatz 8) die Lohnsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuern (einheitliche Pauschsteuer) für das Arbeitsentgelt aus geringfügigen Beschäftigungen im Sinne des § 8 Absatz 1 Nummer 1 oder des § 8a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch, für das er Beiträge nach § 168 Absatz 1 Nummer 1b oder 1c (geringfügig versicherungspflichtig Beschäftigte) oder nach § 172 Absatz 3 oder 3a (versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht befreite geringfügig Beschäftigte) oder nach § 276a Absatz 1 (versicherungsfrei geringfügig Beschäftigte) des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch zu entrichten hat, mit einem einheitlichen Pauschsteuersatz in Höhe von insgesamt 2 Prozent des Arbeitsentgelts erheben.
(2a) Hat der Arbeitgeber in den Fällen des Absatzes 2 keine Beiträge nach § 168 Absatz 1 Nummer 1b oder 1c oder nach § 172 Absatz 3 oder 3a oder nach § 276a Absatz 1 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch zu entrichten, kann er unter Verzicht auf den Abruf von elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (§ 39e Absatz 4 Satz 2) oder die Vorlage einer Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug (§ 39 Absatz 3 oder § 39e Absatz 7 oder Absatz 8) die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz in Höhe von 20 Prozent des Arbeitsentgelts erheben.
(3) 1Abweichend von den Absätzen 1 und 2a kann der Arbeitgeber unter Verzicht auf den Abruf von elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (§ 39e Absatz 4 Satz 2) oder die Vorlage einer Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug (§ 39 Absatz 3 oder § 39e Absatz 7 oder Absatz 8) bei Aushilfskräften, die in Betrieben der Land- und Forstwirtschaft im Sinne des § 13 Absatz 1 Nummer 1 bis 4 ausschließlich mit typisch land- oder forstwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt werden, die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz von 5 Prozent des Arbeitslohns erheben.2Aushilfskräfte im Sinne dieser Vorschrift sind Personen, die für die Ausführung und für die Dauer von Arbeiten, die nicht ganzjährig anfallen, beschäftigt werden; eine Beschäftigung mit anderen land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten ist unschädlich, wenn deren Dauer 25 Prozent der Gesamtbeschäftigungsdauer nicht überschreitet.3Aushilfskräfte sind nicht Arbeitnehmer, die zu den land- und forstwirtschaftlichen Fachkräften gehören oder die der Arbeitgeber mehr als 180 Tage im Kalenderjahr beschäftigt.
(4) Die Pauschalierungen nach den Absätzen 1 und 3 sind unzulässig
1.
bei Arbeitnehmern, deren Arbeitslohn während der Beschäftigungsdauer durchschnittlich je Arbeitsstunde 12 Euro übersteigt,
2.
bei Arbeitnehmern, die für eine andere Beschäftigung von demselben Arbeitgeber Arbeitslohn beziehen, der nach § 39b oder § 39c dem Lohnsteuerabzug unterworfen wird.
(5) Auf die Pauschalierungen nach den Absätzen 1 bis 3 ist § 40 Absatz 3 anzuwenden.
(6) 1Für die Erhebung der einheitlichen Pauschsteuer nach Absatz 2 ist die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See zuständig.2Die Regelungen zum Steuerabzug vom Arbeitslohn sind entsprechend anzuwenden.3Für die Anmeldung, Abführung und Vollstreckung der einheitlichen Pauschsteuer sowie die Erhebung eines Säumniszuschlags und das Mahnverfahren für die einheitliche Pauschsteuer gelten dabei die Regelungen für die Beiträge nach § 168 Absatz 1 Nummer 1b oder 1c oder nach § 172 Absatz 3 oder 3a oder nach § 276a Absatz 1 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch.4Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See hat die einheitliche Pauschsteuer auf die erhebungsberechtigten Körperschaften aufzuteilen; dabei entfallen aus Vereinfachungsgründen 90 Prozent der einheitlichen Pauschsteuer auf die Lohnsteuer, 5 Prozent auf den Solidaritätszuschlag und 5 Prozent auf die Kirchensteuern.5Die erhebungsberechtigten Kirchen haben sich auf eine Aufteilung des Kirchensteueranteils zu verständigen und diesen der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See mitzuteilen.6Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See ist berechtigt, die einheitliche Pauschsteuer nach Absatz 2 zusammen mit den Sozialversicherungsbeiträgen beim Arbeitgeber einzuziehen.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 40a: Neugefasst durch Bek. v. 8.10.2009 I 3366
§ 40a Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 21 Buchst. a G v. 7.12.2011 I 2592 mWv 1.1.2012
§ 40a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1: IdF d. Art. 5 Nr. 3 G v. 28.7.2015 I 1400 mWv 1.8.2015
§ 40a Abs. 2: IdF d. Art. 2 Nr. 21 Buchst. a G v. 7.12.2011 I 2592 mWv 1.1.2012 u. d. Art. 2 Nr. 22 Buchst. a G v. 25.7.2014 I 1266 mWv 31.7.2014
§ 40a Abs. 2a: IdF d. Art. 2 Nr. 21 Buchst. a G v. 7.12.2011 I 2592 mWv 1.1.2012 u. d. Art. 2 Nr. 22 Buchst. b G v. 25.7.2014 I 1266 mWv 31.7.2014
§ 40a Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 21 Buchst. a G v. 7.12.2011 I 2592 mWv 1.1.2012
§ 40a Abs. 4 Nr 2: IdF d. Art. 2 Nr. 21 Buchst. b G v. 7.12.2011 I 2592 mWv 1.1.2012
§ 40a Abs. 6 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 25 Buchst. a G v. 26.6.2013 I 1809 mWv 30.6.2013
§ 40a Abs. 6 Satz 3: IdF d. Art. 2 Nr. 25 Buchst. b G v. 26.6.2013 I 1809 mWv 30.6.2013 u. d. Art. 2 Nr. 22 Buchst. b G v. 25.7.2014 I 1266 mWv 31.7.2014 (in Änderungsanweisung bezeichnet als Abs. 6)
§ 40a Abs. 6 Satz 4, 5 u. 6: IdF d. Art. 2 Nr. 25 Buchst. a G v. 26.6.2013 I 1809 mWv 30.6.2013

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§ 40a EStG, vom 25.07.2014, gültig ab 31.07.2014 bis 31.07.2015
§ 40a EStG, vom 26.06.2013, gültig ab 30.06.2013 bis 30.07.2014
§ 40a EStG, vom 07.12.2011, gültig ab 01.01.2012 bis 29.06.2013
§ 40a EStG, vom 08.10.2009, gültig ab 01.09.2009 bis 31.12.2011
§ 40a EStG, vom 13.12.2006, gültig ab 01.01.2007 bis 31.08.2009
§ 40a EStG, vom 13.12.2006, gültig ab 19.12.2006 bis 31.12.2006
§ 40a EStG, vom 09.12.2004, gültig ab 01.10.2005 bis (gegenstandslos)
§ 40a EStG, vom 09.12.2004, gültig ab 01.10.2005 bis 18.12.2006
§ 40a EStG, vom 09.12.2004, gültig ab 16.12.2004 bis 30.09.2005
§ 40a EStG, vom 23.12.2002, gültig ab 01.01.2003 bis 15.12.2004
§ 40a EStG, vom 19.10.2002, gültig ab 21.09.2002 bis 31.12.2002
§ 40a EStG, vom 19.12.2000, gültig ab 01.01.2002 bis 20.09.2002
§ 40a EStG, vom 24.03.1999, gültig ab 01.04.1999 bis 31.12.2001
§ 40a EStG, vom 16.04.1997, gültig ab 29.04.1997 bis 31.03.1999
§ 40a EStG, vom 20.12.1996, gültig ab 28.12.1996 bis 28.04.1997
§ 40a EStG, vom 11.10.1995, gültig ab 21.10.1995 bis 27.12.1996
§ 40a EStG, vom 21.12.1993, gültig ab 30.12.1993 bis 20.10.1995
§ 40a EStG, vom 25.02.1992, gültig ab 29.02.1992 bis 29.12.1993
§ 40a EStG, vom 25.07.1988, gültig ab 03.08.1988 bis (gegenstandslos)
§ 40a EStG, vom 07.09.1990, gültig ab 03.08.1988 bis 28.02.1992
§ 40a EStG, vom 27.02.1987, gültig ab 10.03.1987 bis 02.08.1988
§ 40a EStG, vom 15.04.1986, gültig ab 15.04.1986 bis 09.03.1987
§ 40a EStG, vom 12.06.1985, gültig ab 12.06.1985 bis 14.04.1986
§ 40a EStG, vom 24.01.1984, gültig ab 31.01.1984 bis 11.06.1985
§ 40a EStG, vom 16.12.1982, gültig ab 19.12.1982 bis 30.01.1984
§ 40a EStG, vom 22.12.1981, gültig ab 30.12.1981 bis 18.12.1982
§ 40a EStG, vom 06.12.1981, gültig ab 06.12.1981 bis 29.12.1981
§ 40a EStG, vom 18.08.1980, gültig ab 29.08.1980 bis 05.12.1981
§ 40a EStG, vom 21.06.1979, gültig ab 30.06.1979 bis 28.08.1980

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