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Amtliche Abkürzung:EStG
Fassung vom:19.06.2020 Fassungen
Gültig ab:30.06.2020
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 611-1
Einkommensteuergesetz
 
§ 41b Abschluss des Lohnsteuerabzugs
(1) 1Bei Beendigung eines Dienstverhältnisses oder am Ende des Kalenderjahres hat der Arbeitgeber das Lohnkonto des Arbeitnehmers abzuschließen.2Auf Grund der Aufzeichnungen im Lohnkonto hat der Arbeitgeber nach Abschluss des Lohnkontos für jeden Arbeitnehmer der für dessen Besteuerung nach dem Einkommen zuständigen Finanzbehörde nach Maßgabe des § 93c der Abgabenordnung neben den in § 93c Absatz 1 der Abgabenordnung genannten Daten insbesondere folgende Angaben zu übermitteln (elektronische Lohnsteuerbescheinigung):
1.
die abgerufenen elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale oder die auf der entsprechenden Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug eingetragenen Lohnsteuerabzugsmerkmale sowie die Bezeichnung und die Nummer des Finanzamts, an das die Lohnsteuer abgeführt worden ist,
2.
die Dauer des Dienstverhältnisses während des Kalenderjahres sowie die Anzahl der nach § 41 Absatz 1 Satz 5 vermerkten Großbuchstaben U,
3.
die Art und Höhe des gezahlten Arbeitslohns sowie den nach § 41 Absatz 1 Satz 6 vermerkten Großbuchstaben S,
4.
die einbehaltene Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer,
5.
das Kurzarbeitergeld, den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach dem Mutterschutzgesetz, die Entschädigungen für Verdienstausfall nach dem Infektionsschutzgesetz vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), zuletzt geändert durch Artikel 11 § 3 des Gesetzes vom 6. August 2002 (BGBl. I S. 3082), in der jeweils geltenden Fassung, die nach § 3 Nummer 28 steuerfreien Aufstockungsbeträge oder Zuschläge sowie die nach § 3 Nummer 28a steuerfreien Zuschüsse,
6.
die auf die Entfernungspauschale nach § 3 Nummer 15 Satz 3 und § 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 4 Satz 5 anzurechnenden steuerfreien Arbeitgeberleistungen,
7.
die auf die Entfernungspauschale nach § 40 Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 2. Halbsatz anzurechnenden pauschal besteuerten Arbeitgeberleistungen,
8.
für die dem Arbeitnehmer zur Verfügung gestellten Mahlzeiten nach § 8 Absatz 2 Satz 8 den Großbuchstaben M,
9.
für die steuerfreie Sammelbeförderung nach § 3 Nummer 32 den Großbuchstaben F,
10.
die nach § 3 Nummer 13 und 16 steuerfrei gezahlten Verpflegungszuschüsse und Vergütungen bei doppelter Haushaltsführung,
11.
Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen und an berufsständische Versorgungseinrichtungen, getrennt nach Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil,
12.
die nach § 3 Nummer 62 gezahlten Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung,
13.
die Beiträge des Arbeitnehmers zur gesetzlichen Krankenversicherung und zur sozialen Pflegeversicherung,
14.
die Beiträge des Arbeitnehmers zur Arbeitslosenversicherung,
15.
den nach § 39b Absatz 2 Satz 5 Nummer 3 Buchstabe d berücksichtigten Teilbetrag der Vorsorgepauschale.
3Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer die elektronische Lohnsteuerbescheinigung nach amtlich vorgeschriebenem Muster binnen angemessener Frist als Ausdruck auszuhändigen oder elektronisch bereitzustellen.4Soweit der Arbeitgeber nicht zur elektronischen Übermittlung nach Absatz 1 Satz 2 verpflichtet ist, hat er nach Ablauf des Kalenderjahres oder wenn das Dienstverhältnis vor Ablauf des Kalenderjahres beendet wird, eine Lohnsteuerbescheinigung nach amtlich vorgeschriebenem Muster auszustellen und an das Betriebsstättenfinanzamt bis zum letzten Tag des Monats Februar des auf den Abschluss des Lohnkontos folgenden Kalenderjahres zu übersenden.5Er hat dem Arbeitnehmer eine Zweitausfertigung dieser Bescheinigung auszuhändigen.6Nicht ausgehändigte Lohnsteuerbescheinigungen hat der Arbeitgeber dem Betriebsstättenfinanzamt einzureichen.
(2) 1Ist dem Arbeitgeber die Identifikationsnummer (§ 139b der Abgabenordnung) des Arbeitnehmers nicht bekannt, hat er bis zum Veranlagungszeitraum 2022 für die Datenübermittlung nach Absatz 1 Satz 2 aus dem Namen, Vornamen und Geburtsdatum des Arbeitnehmers ein Ordnungsmerkmal nach amtlich festgelegter Regel für den Arbeitnehmer zu bilden und das Ordnungsmerkmal zu verwenden.2Er darf das lohnsteuerliche Ordnungsmerkmal nur für die Zuordnung der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung oder sonstiger für das Besteuerungsverfahren erforderlicher Daten zu einem bestimmten Steuerpflichtigen und für Zwecke des Besteuerungsverfahrens verarbeiten oder bilden.
(2a) (weggefallen)
(3) 1Ein Arbeitgeber ohne maschinelle Lohnabrechnung, der ausschließlich Arbeitnehmer im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung in seinem Privathaushalt im Sinne des § 8a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch beschäftigt und keine elektronische Lohnsteuerbescheinigung erteilt, hat anstelle der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung eine entsprechende Lohnsteuerbescheinigung nach amtlich vorgeschriebenem Muster auszustellen und an das Betriebsstättenfinanzamt bis zum letzten Tag des Monats Februar des auf den Abschluss des Lohnkontos folgenden Kalenderjahres zu übersenden.2Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer nach Ablauf des Kalenderjahres oder nach Beendigung des Dienstverhältnisses, wenn es vor Ablauf des Kalenderjahres beendet wird, eine Zweitausfertigung der Lohnsteuerbescheinigung auszuhändigen.3Nicht ausgehändigte Lohnsteuerbescheinigungen hat der Arbeitgeber dem Betriebsstättenfinanzamt einzureichen.
(4) 1In den Fällen des Absatzes 1 ist für die Anwendung des § 72a Absatz 4 und des § 93c Absatz 4 Satz 1 der Abgabenordnung sowie für die Anwendung des Absatzes 2a das Betriebsstättenfinanzamt des Arbeitgebers zuständig.2Sind für einen Arbeitgeber mehrere Betriebsstättenfinanzämter zuständig, so ist das Finanzamt zuständig, in dessen Bezirk sich die Geschäftsleitung des Arbeitgebers im Inland befindet.3Ist dieses Finanzamt kein Betriebsstättenfinanzamt, so ist das Finanzamt zuständig, in dessen Bezirk sich die Betriebsstätte mit den meisten Arbeitnehmern befindet.
(5) 1Die nach Absatz 1 übermittelten Daten können durch das nach Absatz 4 zuständige Finanzamt zum Zweck der Anwendung des § 72a Absatz 4 und des § 93c Absatz 4 Satz 1 der Abgabenordnung verarbeitet werden.2Zur Überprüfung der Ordnungsmäßigkeit der Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer können diese Daten auch von den hierfür zuständigen Finanzbehörden bei den für die Besteuerung der Arbeitnehmer nach dem Einkommen zuständigen Finanzbehörden verarbeitet werden.
(6) Die Absätze 1 bis 5 gelten nicht für Arbeitnehmer, soweit sie Arbeitslohn bezogen haben, der nach den §§ 40 bis 40b pauschal besteuert worden ist.

Fußnoten ausblendenFußnoten

(+++ § 41b: Zur Anwendung vgl. § 52 +++)
§ 41b: Neugefasst durch Bek. v. 8.10.2009 I 3366
§ 41b Abs. 1 Satz 2 Eingangssatz: IdF d. Art. 4 Nr. 18 Buchst. a DBuchst aa aaa G v. 18.7.2016 I 1679 mWv 1.1.2017
§ 41b Abs. 1 Satz 2 Nr. 1: IdF d. Art. 4 Nr. 18 Buchst. a DBuchst aa bbb G v. 18.7.2016 I 1679 mWv 1.1.2017
§ 41b Abs. 1 Satz 2 Nr. 2: IdF d. Art. 4 Nr. 18 Buchst. a DBuchst aa ccc G v. 18.7.2016 I 1679 mWv 1.1.2017
§ 41b Abs. 1 Satz 2 Nr. 3: IdF d. Art. 2 Nr. 23 Buchst. a DBuchst. aa aaa G v. 25.7.2014 I 1266 mWv 31.7.2014
§ 41b Abs. 1 Satz 2 Nr. 5: IdF d. Art. 4 Nr. 18 Buchst. a DBuchst aa ddd G v. 18.7.2016 I 1679 mWv 1.1.2017 u. d. Art. 2 Nr. 4 G v. 19.6.2020 I 1385 mWv 30.6.2020
§ 41b Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 u. 7: IdF d. Art. 1 Nr. 20 G v. 12.12.2019 I 2451 mWv 18.12.2019
§ 41b Abs. 1 Satz 2 Nr. 8: IdF d. Art. 1 Nr. 9 G v. 20.2.2013 I 285 mWv 1.1.2014
§ 41b Abs. 1 Satz 3: IdF d. Art. 4 Nr. 18 Buchst. a DBuchst bb G v. 18.7.2016 I 1679 mWv 1.1.2017
§ 41b Abs. 1 Satz 4: IdF d. Art. 2 Nr. 23 Buchst. a DBuchst. cc G v. 25.7.2014 I 1266 mWv 31.7.2014 u. d. Art. 2 Nr. 17 Buchst. a DBuchst. aa G v. 12.12.2019 I 2451 mWv 1.1.2020
§ 41b Abs. 1 Satz 5: IdF d. Art. 2 Nr. 23 Buchst. a DBuchst. bb G v. 7.12.2011 I 2592 mWv 1.1.2012 u. d. Art. 2 Nr. 17 Buchst. a DBuchst. bb b G v. 12.12.2019 I 2451 mWv 1.1.2020
§ 41b Abs. 1 Satz 6: IdF d. Art. 2 Nr. 23 Buchst. a DBuchst. bb G v. 7.12.2011 I 2592 mWv 1.1.2012 u . d. Art. 4 Nr. 18 Buchst. a DBuchst cc G v. 18.7.2016 I 1679 mWv 1.1.2017
§ 41b Abs. 2: IdF d. Art. 2 Nr. 23 Buchst. b G v. 25.7.2014 I 1266 mWv 31.7.2014
§ 41b Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 17 Buchst. b G v. 12.12.2019 I 2451 mWv 1.1.2020
§ 41b Abs. 2 Satz 2: IdF d. Art. 74 Nr. 7 Buchst. a G v. 20.11.2019 I 1626 mWv 26.11.2019
§ 41b Abs. 2a: Aufgeh. durch Art. 74 Nr. 7 Buchst. b G v. 20.11.2019 I 1626 mWv 26.11.2019
§ 41b Abs. 2a Satz 1: IdF d. Art. 4 Nr. 18 Buchst. b G v. 18.7.2016 I 1679 mWv 1.1.2017
§ 41b Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 23 Buchst. b DBuchst. aa G v. 7.12.2011 I 2592 mWv 1.1.2012 u. d. Art. 2 Nr. 17 Buchst. c DBuchst. aa G v. 12.12.2019 I 2451 mWv 1.1.2020
§ 41b Abs. 3 Satz 2: IdF d. Art. 4 Nr. 18 Buchst. c G v. 18.7.2016 I 1679 mWv 1.1.2017 u. d. Art. 2 Nr. 17 Buchst. c DBuchst. bb G v. 12.12.2019 I 2451 mWv 1.1.2020
§ 41b Abs. 3 Satz 3: IdF d. Art. 4 Nr. 18 Buchst. c G v. 18.7.2016 I 1679 mWv 1.1.2017
§ 41b Abs. 4 bis 6: Früher Abs. 4 gem. u. idF d. Art. 4 Nr. 18 Buchst. d G v. 18.7.2016 I 1679 mWv 1.1.2017
§ 41b Abs. 5 Satz 1: IdF d. Art. 74 Nr. 7 Buchst. c DBuchst. aa G v. 20.11.2019 I 1626 mWv 26.11.2019
§ 41b Abs. 5 Satz 2: IdF d. Art. 74 Nr. 7 Buchst. c DBuchst. bb G v. 20.11.2019 I 1626 mWv 26.11.2019

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§ 41b EStG, vom 12.12.2019, gültig ab 01.01.2020 bis 29.06.2020
§ 41b EStG, vom 12.12.2019, gültig ab 18.12.2019 bis 31.12.2019
§ 41b EStG, vom 20.11.2019, gültig ab 26.11.2019 bis 17.12.2019
§ 41b EStG, vom 18.07.2016, gültig ab 01.01.2017 bis 25.11.2019
§ 41b EStG, vom 25.07.2014, gültig ab 31.07.2014 bis 31.12.2016
§ 41b EStG, vom 20.02.2013, gültig ab 01.01.2014 bis 30.07.2014
§ 41b EStG, vom 07.12.2011, gültig ab 01.01.2012 bis 31.12.2013
§ 41b EStG, vom 08.10.2009, gültig ab 01.09.2009 bis 31.12.2011
§ 41b EStG, vom 16.07.2009, gültig ab 23.07.2009 bis 31.08.2009
§ 41b EStG, vom 20.12.2007, gültig ab 29.12.2007 bis 22.07.2009
§ 41b EStG, vom 13.12.2006, gültig ab 19.12.2006 bis 28.12.2007
§ 41b EStG, vom 05.07.2004, gültig ab 01.01.2005 bis 18.12.2006
§ 41b EStG, vom 15.12.2003, gültig ab 20.12.2003 bis 31.12.2004
§ 41b EStG, vom 19.10.2002, gültig ab 21.09.2002 bis 19.12.2003
§ 41b EStG, vom 26.06.2001, gültig ab 01.01.2002 bis (gegenstandslos)
§ 41b EStG, vom 20.12.2001, gültig ab 01.01.2002 bis 20.09.2002
§ 41b EStG, vom 20.12.2001, gültig ab 23.12.2001 bis 31.12.2001
§ 41b EStG, vom 20.07.2000, gültig ab 01.01.2001 bis (gegenstandslos)
§ 41b EStG, vom 23.10.2000, gültig ab 01.01.2001 bis (gegenstandslos)
§ 41b EStG, vom 21.12.2000, gültig ab 01.01.2001 bis 22.12.2001
§ 41b EStG, vom 24.03.1999, gültig ab 01.04.1999 bis 31.12.2000
§ 41b EStG, vom 06.08.1998, gültig ab 14.08.1998 bis 31.03.1999
§ 41b EStG, vom 16.04.1997, gültig ab 29.04.1997 bis 13.08.1998
§ 41b EStG, vom 15.12.1995, gültig ab 01.01.1996 bis 28.04.1997
§ 41b EStG, vom 21.12.1993, gültig ab 30.12.1993 bis 31.12.1995
§ 41b EStG, vom 25.02.1992, gültig ab 29.02.1992 bis 29.12.1993
§ 41b EStG, vom 20.12.1988, gültig ab 01.01.1989 bis (gegenstandslos)
§ 41b EStG, vom 07.09.1990, gültig ab 01.01.1989 bis 28.02.1992
§ 41b EStG, vom 25.07.1988, gültig ab 03.08.1988 bis 31.12.1988
§ 41b EStG, vom 27.02.1987, gültig ab 10.03.1987 bis 02.08.1988
§ 41b EStG, vom 15.04.1986, gültig ab 15.04.1986 bis 09.03.1987
§ 41b EStG, vom 12.06.1985, gültig ab 12.06.1985 bis 14.04.1986
§ 41b EStG, vom 14.12.1984, gültig ab 01.01.1985 bis 11.06.1985
§ 41b EStG, vom 24.01.1984, gültig ab 31.01.1984 bis 31.12.1984
§ 41b EStG, vom 20.12.1982, gültig ab 24.12.1982 bis 30.01.1984
§ 41b EStG, vom 22.12.1981, gültig ab 30.12.1981 bis 23.12.1982
§ 41b EStG, vom 06.12.1981, gültig ab 06.12.1981 bis 29.12.1981
§ 41b EStG, vom 18.08.1980, gültig ab 29.08.1980 bis 05.12.1981
§ 41b EStG, vom 16.08.1980, gültig ab 22.08.1980 bis 28.08.1980
§ 41b EStG, vom 21.06.1979, gültig ab 30.06.1979 bis 21.08.1980

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