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Amtliche Abkürzung:KWG
Fassung vom:28.05.2015 Fassungen
Gültig ab:03.07.2015
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 7610-1
Gesetz über das Kreditwesen
Kreditwesengesetz
§ 32 Erlaubnis
(1) Wer im Inland gewerbsmäßig oder in einem Umfang, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, Bankgeschäfte betreiben oder Finanzdienstleistungen erbringen will, bedarf der schriftlichen Erlaubnis der Aufsichtsbehörde; die Bundesanstalt hat § 37 Absatz 4 des Verwaltungsverfahrensgesetzes anzuwenden. Der Erlaubnisantrag muß enthalten
1.
einen geeigneten Nachweis der zum Geschäftsbetrieb erforderlichen Mittel;
2.
die Angabe der Geschäftsleiter;
3.
die Angaben, die für die Beurteilung der Zuverlässigkeit der Antragsteller und der in § 1 Abs. 2 Satz 1 bezeichneten Personen erforderlich sind;
4.
die Angaben, die für die Beurteilung der zur Leitung des Instituts erforderlichen fachlichen Eignung der Inhaber und der in § 1 Abs. 2 Satz 1 bezeichneten Personen erforderlich sind;
4a.
die Angaben, die für die Beurteilung, ob die Geschäftsleiter über die zur Wahrnehmung ihrer Aufgabe ausreichende Zeit verfügen, erforderlich sind;
5.
einen tragfähigen Geschäftsplan, aus dem die Art der geplanten Geschäfte, der organisatorische Aufbau und die geplanten internen Kontrollverfahren des Instituts hervorgehen;
6.
sofern an dem Institut bedeutende Beteiligungen gehalten werden:
a)
die Angabe der Inhaber bedeutender Beteiligungen,
b)
die Höhe dieser Beteiligungen,
c)
die für die Beurteilung der Zuverlässigkeit dieser Inhaber oder gesetzlichen Vertreter oder persönlich haftenden Gesellschafter erforderlichen Angaben,
d)
sofern diese Inhaber Jahresabschlüsse aufzustellen haben: die Jahresabschlüsse der letzten drei Geschäftsjahre nebst Prüfungsberichten von unabhängigen Abschlußprüfern, sofern solche zu erstellen sind, und
e)
sofern diese Inhaber einem Konzern angehören: die Angabe der Konzernstruktur und, sofern solche Abschlüsse aufzustellen sind, die konsolidierten Konzernabschlüsse der letzten drei Geschäftsjahre nebst Prüfungsberichten von unabhängigen Abschlußprüfern, sofern solche zu erstellen sind;
6a.
sofern an dem Institut keine bedeutenden Beteiligungen gehalten werden, die maximal 20 größten Anteilseigner;
7.
die Angabe der Tatsachen, die auf eine enge Verbindung zwischen dem Institut und anderen natürlichen Personen oder anderen Unternehmen hinweisen;
8.
die Angabe der Mitglieder des Verwaltungs- oder Aufsichtsorgans nebst der zur Beurteilung ihrer Zuverlässigkeit und Sachkunde erforderlichen Tatsachen sowie Angaben, die für die Beurteilung erforderlich sind, ob sie der Wahrnehmung ihrer Aufgabe ausreichende Zeit widmen können.
Die nach Satz 2 einzureichenden Anzeigen und vorzulegenden Unterlagen sind durch Rechtsverordnung nach § 24 Abs. 4 näher zu bestimmen. Die Pflichten nach Satz 2 Nr. 6 Buchstabe d und e bestehen nicht für Finanzdienstleistungsinstitute.
(1a) Wer neben dem Betreiben von Bankgeschäften oder der Erbringung von Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Absatz 1a Satz 2 Nummer 1 bis 5 und 11 auch Eigengeschäft betreiben will, bedarf auch hierfür der schriftlichen Erlaubnis der Bundesanstalt. Absatz 1 Satz 1 Halbsatz 2 und die Absätze 2, 4 und 5 sowie die §§ 33 bis 38 sind entsprechend anzuwenden.
(1b) Die Erlaubnis für das eingeschränkte Verwahrgeschäft im Sinne des § 1 Absatz 1a Satz 2 Nummer 12 kann nur erteilt werden, wenn die Erlaubnis zur Erbringung mindestens einer Finanzdienstleistung im Sinne des § 1 Absatz 1a Satz 2 Nummer 1 bis 4 oder zum Betreiben eines Bankgeschäfts im Sinne des § 1 Absatz 1 Satz 2 vorliegt oder gleichzeitig erteilt wird; mit Erlöschen oder Aufhebung dieser Erlaubnis erlischt die Erlaubnis für das eingeschränkte Verwahrgeschäft.
(2) Die Bundesanstalt kann die Erlaubnis unter Auflagen erteilen, die sich im Rahmen des mit diesem Gesetz verfolgten Zweckes halten müssen. Sie kann die Erlaubnis auf einzelne Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen beschränken.
(3) Vor Erteilung der Erlaubnis hat die Bundesanstalt die für das Institut in Betracht kommende Sicherungseinrichtung zu hören.
(3a) Mit der Erteilung der Erlaubnis ist dem Institut, sofern es nach den Vorschriften des Zweiten Abschnittes des Einlagensicherungsgesetzes oder nach § 8 Absatz 1 des Anlegerentschädigungsgesetzes beitragspflichtig ist, die Entschädigungseinrichtung mitzuteilen, der das Institut zugeordnet ist.
(4) Die Bundesanstalt hat die Erteilung der Erlaubnis im Bundesanzeiger bekannt zu machen.
(5) Die Bundesanstalt hat auf ihrer Internetseite ein Institutsregister zu führen, in das sie alle inländischen Institute, denen eine Erlaubnis nach Absatz 1, auch in Verbindung mit § 53 Abs. 1 und 2, erteilt worden ist, mit dem Datum der Erteilung und dem Umfang der Erlaubnis und gegebenenfalls dem Datum des Erlöschens oder der Aufhebung der Erlaubnis einzutragen hat. Das Bundesministerium der Finanzen kann durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, nähere Bestimmungen zum Inhalt des Registers und den Mitwirkungspflichten der Institute bei der Führung des Registers erlassen.
(6) Soweit einem Zahlungsinstitut eine Erlaubnis nach § 8 Abs. 1 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes oder einem E-Geld-Institut eine Erlaubnis nach § 8a Absatz 1 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes erteilt worden ist und dieses zusätzlich Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 erbringt, bedarf dieses Zahlungsinstitut oder E-Geld-Institut keiner Erlaubnis nach Absatz 1. Die Anzeigepflicht nach § 14 Abs. 1 ist zu erfüllen und § 14 Abs. 2 bis 4 anzuwenden.
(7) Auf den Beschlussentwurf der Bundesanstalt nach Artikel 14 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1024/2013 sind die Absätze 1, 2 Satz 1 und Absatz 3 entsprechend anzuwenden. Die Aufgaben nach den Absätzen 3a bis 5 obliegen der Bundesanstalt unbeschadet davon, ob die Erlaubnis durch die Europäische Zentralbank oder die Bundesanstalt erteilt wird.

Fußnoten ausblendenFußnoten

(+++ § 32: Zur Nichtanwendung vgl. § 2 Abs. 9a Satz 1 +++)
§ 32 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 34 Buchst. a G v. 22.4.2002 I 1310 mWv 1.5.2002, Art. 31 Nr. 1 G v. 21.8.2002 I 3322 mWv 1.2.2003 u. d. Art. 2 Nr. 17 Buchst. a G v. 10.12.2014 I 2091 mWv 19.12.2014
§ 32 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 59 Buchst. a G v. 28.8.2013 I 3395 mWv 1.1.2014
§ 32 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 59 Buchst. b G v. 28.8.2013 I 3395 mWv 1.1.2014
§ 32 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7: IdF d. Art. 1 Nr. 9 G v. 29.7.2009 I 2305 mWv 1.8.2009
§ 32 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8: Eingef. durch Art. 1 Nr. 9 G v. 29.7.2009 I 2305 mWv 1.8.2009; idF d. Art. 1 Nr. 59 Buchst. c G v. 28.8.2013 I 3395 mWv 1.1.2014
§ 32 Abs. 1a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 35 G v. 19.11.2010 I 1592 mWv 31.12.2010
§ 32 Abs. 1a Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 6 G v. 7.8.2013 I 3090 mWv 31.1.2014
§ 32 Abs. 1b: Eingef. durch Art. 18 Nr. 7 G v. 4.7.2013 I 1981 mWv 22.7.2013
§ 32 Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 34 Buchst. b DBuchst. aa G v. 22.4.2002 I 1310 mWv 1.5.2002
§ 32 Abs. 2 Satz 2: IdF d. Art. 2 Nr. 34 Buchst. b DBuchst. bb G v. 22.4.2002 I 1310 mWv 1.5.2002
§ 32 Abs. 3: IdF d. Art. 2 Nr. 34 Buchst. c G v. 22.4.2002 I 1310 mWv 1.5.2002
§ 32 Abs. 3a: IdF d. Art. 3 Nr. 3 G v. 28.5.2015 I 786 mWv 3.7.2015
§ 32 Abs. 4: IdF d. Art. 2 Nr. 34 Buchst. d G v. 22.4.2002 I 1310 mWv 1.5.2002, d. Art. 1 Nr. 27 G v. 21.12.2004 I 3610 mWv 1.1.2005 u. d. Art. 2 Abs. 72 G v. 22.12.2011 I 3044 mWv 1.4.2012
§ 32 Abs. 5: Eingef. durch Art. 3 Nr. 12 G v. 16.7.2007 I 1330 mWv 1.11.2007, soweit § 32 Abs. 5 Satz 2 eingefügt wird, mWv 20.7.2007
§ 32 Abs. 6: Eingef. durch Art. 2 Nr. 9 G v. 25.6.2009 I 1506 mWv 31.10.2009
§ 32 Abs. 6 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 25 G v. 1.3.2011 I 288 mWv 30.4.2011
§ 32 Abs. 7: Eingef. durch Art. 2 Nr. 17 Buchst. b G v. 10.12.2014 I 2091 mWv 19.12.2014

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§ 32 KWG, vom 30.06.2016, gültig ab zukünftig
§ 32 KWG, vom 10.12.2014, gültig ab 19.12.2014 bis 02.07.2015
§ 32 KWG, vom 07.08.2013, gültig ab 31.01.2014 bis 18.12.2014
§ 32 KWG, vom 28.08.2013, gültig ab 01.01.2014 bis 30.01.2014
§ 32 KWG, vom 04.07.2013, gültig ab 22.07.2013 bis 31.12.2013
§ 32 KWG, vom 22.12.2011, gültig ab 01.04.2012 bis 21.07.2013
§ 32 KWG, vom 01.03.2011, gültig ab 30.04.2011 bis 31.03.2012
§ 32 KWG, vom 19.11.2010, gültig ab 31.12.2010 bis 29.04.2011
§ 32 KWG, vom 25.06.2009, gültig ab 31.10.2009 bis (gegenstandslos)
§ 32 KWG, vom 29.07.2009, gültig ab 31.10.2009 bis 30.12.2010
§ 32 KWG, vom 29.07.2009, gültig ab 01.08.2009 bis 30.10.2009
§ 32 KWG, vom 16.07.2007, gültig ab 01.11.2007 bis 31.07.2009
§ 32 KWG, vom 16.07.2007, gültig ab 20.07.2007 bis 31.10.2007
§ 32 KWG, vom 21.12.2004, gültig ab 01.01.2005 bis 19.07.2007
§ 32 KWG, vom 21.08.2002, gültig ab 01.02.2003 bis 31.12.2004
§ 32 KWG, vom 22.04.2002, gültig ab 01.07.2002 bis 31.01.2003
§ 32 KWG, vom 22.04.2002, gültig ab 01.05.2002 bis 30.06.2002
§ 32 KWG, vom 16.07.1998, gültig ab 01.08.1998 bis (gegenstandslos)
§ 32 KWG, vom 09.09.1998, gültig ab 01.08.1998 bis 30.04.2002
§ 32 KWG, vom 22.10.1997, gültig ab 01.01.1998 bis 31.07.1998
§ 32 KWG, vom 22.01.1996, gültig ab 31.12.1995 bis 31.12.1997
§ 32 KWG, vom 30.06.1993, gültig ab 01.07.1993 bis 30.12.1995
§ 32 KWG, vom 21.12.1992, gültig ab 01.01.1993 bis 30.06.1993
§ 32 KWG, vom 11.07.1985, gültig ab 01.07.1985 bis 31.12.1992

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