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Aktuelle Gesamtausgabe
Gesamtausgaben-ListeÄnderungshistorie
juris-Abkürzung:LwVOZustV BW
Ausfertigungsdatum:07.12.2009
Gültig ab:23.12.2009
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Fundstelle:GBl. 2009, 759
Gliederungs-Nr:7800
Verordnung der Landesregierung
über Vor-Ort-Zuständigkeiten im Bereich Landwirtschaft
(Vor-Ort-Zuständigkeitsverordnung Landwirtschaft)
Vom 7. Dezember 2009*
Zum 01.10.2020 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 2, 3, 8, 9 und 12 geändert sowie Abschnitt 8 mit § 13 neu eingefügt durch Artikel 1 der Verordnung vom 7. Mai 2020 (GBl. S. 261)

Fußnoten

*
Verkündet als Artikel 1 der Verordnung der Landesregierung über Vor-Ort-Zuständigkeiten im Bereich Landwirtschaft und zur Änderung der Subdelegationsverordnung MLR vom 7. Dezember 2009 (GBl. S. 759)

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Titel

Verordnung der Landesregierung über Vor-Ort-Zuständigkeiten im Bereich Landwirtschaft (Vor-Ort-Zuständigkeitsverordnung Landwirtschaft) vom 7. Dezember 200923.12.2009
Abschnitt 1 - Übertragung von Ermächtigungen23.12.2009
§ 1 - Übertragung auf das Regierungspräsidium Karlsruhe23.12.2009
Abschnitt 2 - Zuständigkeiten der Regierungspräsidien in den Bereichen Markt, Ernährung und landwirtschaftliche Förderung23.12.2009
§ 2 - Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums Karlsruhe13.05.2020
§ 3 - Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums Freiburg13.05.2020
§ 4 - Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums Tübingen18.10.2018
§ 5 - Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums Stuttgart18.10.2018
Abschnitt 3 - Zuständigkeiten im Bereich der landwirtschaftlichen Beratung23.12.2009
§ 6 - Zuständigkeiten der einzelnen Regierungspräsidien23.12.2009
§ 7 - Zuständigkeit des Landwirtschaftlichen Zentrums für Rinderhaltung, Grünlandwirtschaft, Milchwirtschaft, Wild und Fischerei Baden-Württemberg 18.10.2018
Abschnitt 4 - Zuständigkeiten im Bereich der Tierzucht23.12.2009
§ 8 - Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums Tübingen13.05.2020
§ 9 - Zuständigkeiten der Landratsämter Ludwigsburg, Biberach, Schwarzwald-Baar-Kreis und Schwäbisch Hall13.05.2020
Abschnitt 5 - Zuständigkeit im Bereich Hufbeschlag23.12.2009
§ 10 - Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Karlsruhe23.12.2009
Abschnitt 6 - Zuständigkeiten im Bereich Weinrecht20.04.2013
§ 11 - Zuständigkeiten der Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg01.01.2016
Abschnitt 7 - Zuständigkeiten im Bereich der Pflanzenproduktion20.04.2013
§ 12 - Zuständigkeiten einzelner Regierungspräsidien13.05.2020
ABSCHNITT 8 - Zuständigkeiten im Bereich der Fischerei13.05.2020
§ 13 - Zuständigkeiten einzelner Regierungspräsidien13.05.2020

Abschnitt 1
Übertragung von Ermächtigungen

§ 1
Übertragung auf das Regierungspräsidium Karlsruhe

Die Ermächtigungen

1.

nach § 5 Satz 1 LSpG,

2.

nach § 139 Abs. 2 Satz 1 und 2 MarkenG,

werden auf das Regierungspräsidium Karlsruhe übertragen.

Abschnitt 2
Zuständigkeiten der Regierungspräsidien in den Bereichen
Markt, Ernährung und landwirtschaftliche Förderung

§ 2
Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist

1.

zuständige Stelle im Sinne von § 3 Absatz 1 des Agrarmarktstrukturgesetzes für Pflanzen und pflanzliche Erzeugnisse sowie für die Gewährung von Beihilfen zur Förderung der Gründung und des Tätigwerdens von nach Agrarmarktstrukturrecht anerkannten Erzeugerorganisationen und deren Vereinigungen für Pflanzen und pflanzliche Erzeugnisse,

2.

zuständige Behörde für die Weiterleitung der Ergebnisse von Kontrollen der Wasseraufnahme bei bestimmten Geflügel und Geflügelteilstücken an das nationale Referenzlabor nach Artikel 18 und 20 der Verordnung (EG) Nr. 543/2008 der Kommission vom 16. Juni 2008 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates hinsichtlich der Vermarktungsnormen für Geflügelfleisch (ABl. L 157 vom 17.6.2008, S. 46, ber. ABl. L 8 vom 13.1.2009, S. 33), die zuletzt durch Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 (ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 671) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung,

3.

zuständige Stelle im Sinne von § 134 des Markengesetzes für die Kontrollen der Einhaltung der Spezifikationen nach Artikel 37 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. November 2012 über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (ABl. L 343 vom 14.12.2012, S. 1) in der jeweils geltenden Fassung,

4.

zuständige Stelle im Sinne von § 4 des Lebensmittelspezialitätengesetzes für die Kontrollen der Einhaltung der Spezifikationen nach Artikel 37 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012,

5.

zuständige Behörde für die Kontrolle der Einhaltung der Produktspezifikation im Sinne von Artikel 43 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 38 Absatz 2 und Artikel 40 der Verordnung (EU) 2019/787 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. April 2019 über die Begriffsbestimmung, Bezeichnung, Aufmachung und Kennzeichnung von Spirituosen, die Verwendung der Bezeichnungen von Spirituosen bei der Aufmachung und Kennzeichnung von anderen Lebensmitteln, den Schutz geografischer Angaben für Spirituosen und die Verwendung von Ethylalkohol und Destillaten landwirtschaftlichen Ursprungs in alkoholischen Getränken sowie zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 110/2008 (ABl. 130 vom 17.5.2019, S. 1), in der jeweils geltenden Fassung für Spirituosen mit geografischen Angaben nach Artikel 33 der Verordnung (EU) 2019/787,

6.

zuständige Behörde für die landesweite Koordination der Kontrollen für die Überwachung der Verwendung von Namen und Bezeichnungen auf dem Markt nach Artikel 38 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. November 2012 über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (ABl. 343 vom 14.12.2012, S. 11) und nach Artikel 43 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 39 Absatz 1 und 2 und Artikel 40 der Verordnung (EU) 2019/787 für Spirituosen mit geografischen Angaben nach Artikel 33 der Verordnung (EU) 2019/787, in der jeweils geltenden Fassung,

7.

zuständige Behörde im Sinne von § 2 Absatz 1 des Öko-Landbaugesetzes und für die Gewährung von Zuwendungen nach der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über Zuwendungen zur Stärkung des ökologischen Landbaus vom 27. August 2018 (GABl. S. 646) und nach der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Wissenstransfer- und Informationsmaßnahmen im ökologischen Landbau vom 3. September 2019 (GABl. S. 331),

8.

zuständige Behörde für die Gewährung von Beihilfen zur Förderung der landwirtschaftlichen Familienberatung,

9.

zuständige Behörde für die Gewährung von Beihilfen zur Förderung von Wissenstransfer und Informationsmaßnahmen nach Artikel 14 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 (ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 487), die zuletzt durch Delegierte Verordnung (EU) 2015/791 (ABl. L 127 vom 22.5.2015, S. 1) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung,

10.

zuständige Behörde für die Gewährung von Beihilfen zur Förderung von Beratungsmodulen nach Artikel 15 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013,

11.

zuständige Behörde für die Übermittlung registrierter Daten gemäß § 5 Absatz 2 Nummer 2 und Absatz 3 Satz 1 Nummer 3 des Legehennenbetriebsregistergesetzes.


§ 3
Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums Freiburg

Das Regierungspräsidium Freiburg ist

1.

zuständige Stelle im Sinne von § 3 Absatz 1 des Agrarmarktstrukturgesetzes in Verbindung mit der Obst-Gemüse-Erzeugerorganisationendurchführungsverordnung,

2.

zuständige Behörde für die Gewährung von Zuwendungen an Landjugendverbände mit Geschäftssitz in den Regierungsbezirken Freiburg und Karlsruhe nach dem Jugendbildungsgesetz in Verbindung mit der Richtlinie des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum zur Förderung der Landjugend im Rahmen des Landesjugendplans,

3.

zuständige Behörde für die Abwicklung der Gewährung von Beihilfen nach der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zur Verbesserung der Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen für Bienenzuchterzeugnisse (VwV Imkereiförderung) sowie für die Abwicklung der Gewährung von Beihilfen zur Förderung der Bekämpfung der Varroose und damit zusammenhängender Krankheiten (VwV Varroabekämpfung)..


§ 4
Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums Tübingen

Das Regierungspräsidium Tübingen ist

1.

zuständige Stelle im Sinne von § 3 Absatz 1 des Agrarmarktstrukturgesetzes für Tiere und tierische Erzeugnisse, sowie für die Gewährung von Beihilfen zur Förderung der Gründung und des Tätigwerdens bei nach Agrarmarktstrukturrecht anerkannten Erzeugerorganisationen und deren Vereinigungen für Tiere und tierische Erzeugnisse,

2.

zuständige Behörde für die Gewährung von Beihilfen zur Förderung der Gründung und des Tätigwerdens bei Erzeugerzusammenschlüssen für Qualitätsprodukte gemäß Artikel 16 Absatz 1 Buchstaben a und b der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013,

3.

zuständige Behörde für die Gewährung von Beihilfen zur investiven Förderung der Verbesserung der Verarbeitungs- und Vermarktungsstruktur bei überwiegender Erfassung und Vermarktung von Qualitätsprodukten gemäß Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013,

4.

zuständige Behörde für die Gewährung von Beihilfen zur Fischereiförderung nach der Verordnung (EU) Nr. 508/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014 über den Europäischen Meeres- und Fischereifonds und zur Aufhebung der Verordnungen (EG) Nr. 2328/2003, (EG) Nr. 861/2006, (EG) Nr. 1198/2006 und (EG) Nr. 791/2007 des Rates und der Verordnung (EU) Nr. 1255/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 149 vom 20.5.2014, S. 1), in der jeweils geltenden Fassung,

5.

zuständige Behörde für die Gewährung von Beihilfen nach der VwV-EU-Schulprogramm,

6.

zuständige Behörde und Überwachungsstelle im Sinne der Butterverordnung,

7.

zuständige Behörde und Überwachungsstelle im Sinne der Käseverordnung,

8.

zuständige Behörde für die Durchführung der Milch-Güteverordnung und der Verordnung zur Durchführung der Milch-Güteverordnung sowie für die Überwachung der gemäß § 2 Absatz 8 der Milch-Güteverordnung zugelassenen Untersuchungsstellen.


§ 5
Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums Stuttgart

Das Regierungspräsidium Stuttgart ist

1.

zuständige Behörde für die Gewährung von Beihilfen zur investiven Förderung der Verbesserung der Verarbeitungs- und Vermarktungsstruktur bei überwiegender Erfassung und Vermarktung von Qualitätsprodukten gemäß Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013,

2.

zuständige Behörde für die Gewährung von Zuwendungen an Landjugendverbände mit Geschäftssitz in den Regierungsbezirken Stuttgart und Tübingen nach dem Jugendbildungsgesetz in Verbindung mit der Richtlinie des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum zur Förderung der Landjugend im Rahmen des Landesjugendplans,

3.

zuständige Behörde für die Förderung des Projekts Lernort Bauernhof der nach §§ 2 und 4 des Jugendbildungsgesetzes anerkannten Landjugendverbände in Baden-Württemberg oder deren zentralem Dachverband,

4.

zuständige Behörde für die Gewährung von Beihilfen nach der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zur Förderung der Beratung von landwirtschaftlichen Familien in sozialen Fragen,

5.

zuständige Behörde für die Gewährung von Beihilfen nach der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zur Förderung der Dorfhelferinnen- und Betriebshelfereinrichtungen,

6.

zuständige Behörde für die Gewährung von Beihilfen zur Förderung der Zusammenarbeit (Europäische Innovationspartnerschaften und Pilotprojekte) nach Artikel 35 in Verbindung mit den Artikeln 55 bis 57 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013,

7.

zuständige Behörde für die Gewährung von Beihilfen nach der VwV Bio-Musterregionen.


Abschnitt 3
Zuständigkeiten im Bereich der landwirtschaftlichen Beratung

§ 6
Zuständigkeiten der einzelnen Regierungspräsidien

(1) Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist zuständig für die übergebietliche Beratung für den Tabakbau.

(2) Das Regierungspräsidium Freiburg ist zuständig für die übergebietliche Beratung für die Geflügelhaltung in den Regierungsbezirken Freiburg und Karlsruhe.

(3) Das Regierungspräsidium Tübingen ist zuständig für die übergebietliche Beratung für die Geflügelhaltung in den Regierungsbezirken Tübingen und Stuttgart.

§ 7
Zuständigkeit des Landwirtschaftlichen Zentrums für
Rinderhaltung, Grünlandwirtschaft, Milchwirtschaft,
Wild und Fischerei Baden-Württemberg

Das Landwirtschaftliche Zentrum für Rinderhaltung, Grünlandwirtschaft, Milchwirtschaft, Wild und Fischerei Baden-Württemberg ist zuständig für die übergebietliche Beratung im Bereich Biogas.

Abschnitt 4
Zuständigkeiten im Bereich der Tierzucht

§ 8
Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums Tübingen

Das Regierungspräsidium Tübingen ist zuständige Behörde im Sinne von § 10 Absatz 1 bis 3, § 14 Absatz 3 Satz 2, § 15 Absatz 3 Satz 4, § 17 Absatz 2 Satz 4, § 22 Absatz 1 bis 5 des Tierzuchtgesetzes sowie im Sinne von § 3 Nummer 13 Buchstabe a und § 4 Absatz 1 der Samenverordnung.

Zu den fachlichen Aufgaben gehören insbesondere

1.

die Durchführung der Überwachung von Zuchtorganisationen, Besamungsstationen und Embryo-Entnahmeeinheiten und Embryo-Erzeugungseinheiten,

2.

die Koordination bei der Überwachung der Leistungsprüfung,

3.

die Fortbildung, Überwachung und Weiterentwicklung auf nationaler und internationaler Ebene im Bereich der Leistungsprüfungen,

4.

die Durchführung und Überwachung von Fördermaßnahmen in der Tierzucht.


§ 9
Zuständigkeiten der Landratsämter Ludwigsburg,
Biberach, Schwarzwald-Baar-Kreis und Schwäbisch Hall

Soweit nichts anderes bestimmt ist, ist im Bereich der Tierzucht

1.

für Pferde, Schweine, Schafe und Ziegen, bei Schafen und Ziegen einschließlich der Durchführung und Nachprüfung von Feldprüfungen, das Landratsamt Ludwigsburg für das ganze Land zuständig,

2.

für Rinder

a)

das Landratsamt Ludwigsburg für das ganze Land zuständig

aa)

für die Mitwirkung bei der Überwachung von Zuchtorganisationen, Besamungsstationen und Embryo-Entnahmeeinheiten und Embryo-Erzeugungseinheiten,

bb)

für die Überwachung von Lehrgängen über künstliche Besamung und Embryonentransfer sowie die Mitwirkung bei der Durchführung,

cc)

für die Durchführung von Fördermaßnahmen in der Fleischrinderzucht,

b)

das Landratsamt Biberach zuständig

aa)

für den Regierungsbezirk Tübingen,

bb)

für das ganze Land im Bereich der Zuchtleitung für die Rasse Braunvieh alter Zuchtrichtung,

c)

das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis zuständig

aa)

für den Regierungsbezirk Freiburg,

bb)

für das ganze Land im Bereich der Zuchtleitung für die Rassen Vorder- und Hinterwälder,

d)

das Landratsamt Schwäbisch Hall zuständig

aa)

für die Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe,

bb)

für das ganze Land im Bereich der Zuchtleitung für die Rasse Limpurger,

3.

für die Gewährung von Zuwendungen an die Verbände der Kleintierzucht (Kleintierzuchtförderung) das Landratsamt Ludwigsburg für das ganze Land zuständig.


Abschnitt 5
Zuständigkeit im Bereich Hufbeschlag

§ 10
Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Zuständige Behörde im Sinne des Hufbeschlaggesetzes und der auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen ist das Regierungspräsidium Karlsruhe.

Abschnitt 6
Zuständigkeiten im Bereich Weinrecht

§ 11
Zuständigkeiten der Regierungspräsidien Stuttgart,
Karlsruhe und Freiburg

Die Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg in ihren jeweiligen Regierungsbezirken sowie im Regierungsbezirk Tübingen das Regierungspräsidium Stuttgart für das bestimmte Anbaugebiet Württemberg und das Regierungspräsidium Freiburg für das bestimmte Anbaugebiet Baden und außerhalb der bestimmten Anbaugebiete das Regierungspräsidium Stuttgart sind zuständig für

1.

§ 6 Absatz 1 Satz 1, § 7c Absatz 1 Satz 5, § 7d Absatz 2 und § 7e Absatz 1 des Weingesetzes,

2.

§ 2 Absatz 3 und 4 sowie § 15 Absatz 2 und 5 bis 7 der Verordnung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zur Durchführung weinrechtlicher Vorschriften,

3.

die Fachaufsicht im Rahmen der Beihilfen für die Umstrukturierung und Umstellung von Rebflächen nach Abschnitt B der VwV Förderung Weinbau,

4.

Artikel 5 der Delegierten Verordnung (EU) 2015/560 der Kommission vom 15. Dezember 2014 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich des Genehmigungssystems für Rebpflanzungen (ABl. L 93 vom 9.4.2015, S. 1), in der jeweils geltenden Fassung,

5.

Artikel 9 Absatz 3 und Artikel 12 Absatz 1 und 2 der Durchführungsverordnung (EU) 2015/561 der Kommission vom 7. April 2015 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich des Genehmigungssystems für Rebpflanzungen (ABl. L 93 vom 9.4.2015, S. 12), in der jeweils geltenden Fassung.


Abschnitt 7
Zuständigkeiten im Bereich der Pflanzenproduktion

§ 12
Zuständigkeiten einzelner Regierungspräsidien

(1) Das Regierungspräsidium Stuttgart ist zuständige Behörde nach § 12 Absatz 1 des Düngegesetzes, mit Ausnahme des Vollzugs der Düngeverordnung, welcher den unteren Landwirtschaftsbehörden obliegt.

(2) Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist zuständige Behörde für

1.

die Saatgutverkehrskontrolle nach § 3 Absätze 1 bis 3 des Saatgutverkehrsgesetzes, wobei die Probenahme des im Handel befindlichen Saatgutes den unteren Landwirtschaftsbehörden obliegt und

2.

die Anerkennung der Düngeberatung nach § 9 Absatz 4 Düngeverordnung und der Beratung nach § 6 Absatz 5 Stoffstrombilanzverordnung.


ABSCHNITT 8
Zuständigkeiten im Bereich der Fischerei

§ 13
Zuständigkeiten einzelner Regierungspräsidien

(1) Das Regierungspräsidium Tübingen ist zuständige Behörde

1.

für den Bodensee-Obersee einschließlich Überlinger See bis Konstanz-Rheinbrücke und

2.

nach der Gemeinsamen Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und des Ministeriums für Finanzen über die Ausgabe der Fischereipatente für den Bodensee-Obersee (VwV Berufsfischerpatente Obersee).

(2) Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist zuständige Behörde für die Anerkennung von Vorbereitungslehrgängen nach § 16 der Landesfischereiverordnung.