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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Aktenzeichen:28-8410.00
Erlassdatum:22.11.2019
Fassung vom:22.11.2019
Gültig ab:28.12.2019
Gültig bis:30.11.2026
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:7802
Fundstelle:GABl. 2019, 492
Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über die Durchführung von Zwischenprüfungen in den Ausbildungsberufen der Landwirtschaft (VwV Zwischenprüfung Landwirtschaft)

Verwaltungsvorschrift des
Ministeriums für Ländlichen Raum und
Verbraucherschutz über die Durchführung
von Zwischenprüfungen in den
Ausbildungsberufen der Landwirtschaft
(VwV Zwischenprüfung Landwirtschaft)



Vom 22. November 2019 – Az.: 28-8410.00 –



Fundstelle: GABl. 2019, S. 492



1


Diese Verwaltungsvorschrift wird nach Anhörung des Berufsbildungsausschusses erlassen und enthält nähere Ausführungen zur Durchführung von Zwischenprüfungen in den Ausbildungsberufen der Landwirtschaft. Ihr Ziel ist die Regelung von Details, für welche bisher lediglich ein Rahmen definiert wurde.


2


Rechtsgrundlagen für diese Verwaltungsvorschrift sind:






in der jeweils geltenden Fassung.


3


3.1


Prüfungsgegenstand ist die Ermittlung des jeweiligen Ausbildungsstandes, um gegebenenfalls korrigierend auf die weitere Ausbildung einwirken zu können.


3.2


3.2.Die nach § 4 BBiG-ZuVO jeweils zuständige Stelle gibt die Prüfungstermine einschließlich der Anmeldefristen ortsüblich mindestens drei Monate vorher bekannt und fordert die Auszubildenden zur Teilnahme an der Zwischenprüfung auf.


3.2.2.
Die schriftliche Prüfung soll innerhalb eines Berufes an einem landeseinheitlichen Termin stattfinden.


3.3


3.3.Die Zwischenprüfung erfolgt nach den Vorschriften der aktuellen Ausbildungsordnungen.


3.3.Mehrere nach § 4 BBiG-ZuVO zuständige Stellen können gemeinsame Zwischenprüfungen durchführen.


3.3.Der verpflichtende schriftliche Ausbildungsnachweis ist vom Prüfling vor beziehungsweise am Tag der betrieblichen beziehungsweise praktischen Zwischenprüfung vorzulegen. Wird vom Prüfling ein Berichtsheft geführt, ist dieses vorzulegen. Dem Prüfling ist über die Führung des Ausbildungsnachweises beziehungsweise des Berichtsheftes Rückmeldung zu geben.


3.4


Für die Zwischenprüfung werden die Prüfungsausschüsse, die für die Abschlussprüfung berufen wurden, eingesetzt.


3.5


3.5.Um ein einheitliches Prüfungsniveau in der betrieblichen beziehungsweise praktischen Prüfung sicherzustellen, sollen landeseinheitliche Aufgabensammlungen je Beruf oder Fachrichtung erarbeitet werden. Die nach § 4 BBiG-ZuVO jeweils zuständige Stelle oder die mit der Vorbereitung der Prüfung beauftragte Stelle legt im Einvernehmen mit dem zuständigen Prüfungsausschuss die Aufgaben auf der Grundlage der Aufgabensammlung fest.


3.5.Für die schriftliche Prüfung sollen die Aufgaben innerhalb eines Berufes landeseinheitlich gestellt werden.


3.6


3.6.Bei der Zwischenprüfung werden der Ausbildungsstand, besondere Stärken und wesentliche Mängel schriftlich niedergelegt.


3.6.Die Leistungen der schriftlichen und praktischen beziehungsweise betrieblichen Prüfung werden folgendermaßen bewertet: überdurchschnittlich, durchschnittlich, unterdurchschnittlich.


3.7


3.7.Über den Verlauf der Prüfung einschließlich der Feststellung des Ausbildungsstandes, insbesondere etwaiger Mängel und besonderer Stärken, ist eine Niederschrift zu fertigen. Sie ist von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterschreiben.


3.7.Für die Niederschrift stellt die zuständige Stelle einen Vordruck zur Verfügung.


3.8


Unmittelbar nach Abschluss der Prüfung wird dem Auszubildenden eine Bescheinigung über die Teilnahme an der Zwischenprüfung ausgehändigt.


3.9


Eine Mitteilung über das Ergebnis der Zwischenprüfung wird dem Auszubildenden innerhalb einer angemessenen Frist zugesandt. Die Ergebnisse werden zusätzlich mitgeteilt:


der Ausbildungsberatung,


bei Minderjährigen den Erziehungsberechtigten,


auf Verlangen dem Ausbildenden,


der Berufsschule nach ausdrücklicher Zustimmung des Auszubildenden, bei Minderjährigen der Erziehungsberechtigten.


4


4.1


Die praktische Prüfung soll in einem geeigneten forstwirtschaftlichen Betrieb, den die nach § 4 Absatz 3 Nummer 8 BBiG-ZuVO zuständige Stelle bestimmt, abgehalten werden.


4.2


4.2.Die Zwischenprüfung findet im Herbst oder Frühjahr nach Ablauf des ersten Ausbildungsjahres statt. Der Termin für die praktische Prüfung wird von der nach 4 BBiG-ZuVO zuständigen Stelle oder der beauftragten Stelle festgesetzt.


4.2.Die schriftliche Prüfung, ohne das Prüfungsgebiet »Erkennen von Pflanzen«, dauert 75 Minuten. Das Prüfungsgebiet »Erkennen von Pflanzen« wird im Rahmen der praktischen Prüfung geprüft. Die Dauer hierfür beträgt 15 Minuten.


4.2.Die praktische Prüfung soll in einem geeigneten gärtnerischen Betrieb, den die nach § 4 BBiG-ZuVO zuständige Stelle bestimmt, abgehalten werden. Die Prüfungsdauer der praktischen Prüfung beträgt für jede Aufgabe höchstens 60 Minuten.


4.3


4.3.Die Zwischenprüfung findet im Frühjahr des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die betriebliche Prüfung soll zeitnah zur schriftlichen Prüfung durchgeführt werden.


4.3.Die nach § 4 BBiG-ZuVO zuständige Stelle oder die mit der Prüfung beauftragte Stelle bestimmen die Prüfungsorte.


4.3.Die schriftliche Prüfung dauert 90 Minuten; die betriebliche Prüfung dauert je Aufgabe 60 Minuten.


4.3.Die Mitteilungen über die Prüfungsergebnisse sind der Prüfungsniederschrift beizufügen.


4.4


Die Prüfungsdauer der praktischen Prüfung beträgt für jede Aufgabe einschließlich Prüfungsgespräch 45 Minuten.


5


Diese Verwaltungsvorschrift tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft und am 30.11.2026 außer Kraft. Gleichzeitig mit dem Inkrafttreten treten die Grundsätze des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt für die Durchführung von Zwischenprüfungen vom 16. März 1973 (Az. 43-2181), die Durchführungsbestimmungen des Ministeriums Ländlicher Raum für die Zwischenprüfung im Ausbildungsberuf Landwirt/Landwirtin vom 30. Januar 1996 (Az.: 45-8412.71), die Durchführungsbestimmungen des Ministeriums Ländlicher Raum für die Zwischenprüfung im Ausbildungsberuf Gärtner/Gärtnerin vom 7. April 1997 (Az.: 45-8412.71), die Durchführungsbestimmungen des Ministeriums Ländlicher Raum für die Zwischenprüfung im Ausbildungsberuf Winzer/Winzerin vom 27. März 1998 (Az.: 45-8412.71), die Durchführungsbestimmungen des Ministeriums Ländlicher Raum für die Zwischenprüfung im Ausbildungsberuf Forstwirt/Forstwirtin vom 18. Januar 1999 (Az.: 56-8614.00), die Durchführungsbestimmungen des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum für die Zwischenprüfung im Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin vom 7. März 2002 (Az.: 47-8412.71), die Durchführungsbestimmungen des Ministeriums Ländlicher Raum für die Zwischenprüfung im Ausbildungsberuf Tierwirt vom 6. November 1991 (Az.: 45-8410.08), die Durchführungsbestimmungen für die Zwischenprüfung im Ausbildungsberuf Fischwirt vom 16. Dezember 1982 (Az.: 43-2181/1), die Durchführungsbestimmungen des Ministeriums Ländlicher Raum für die Zwischenprüfung im Ausbildungsberuf Molkereifachmann/Molkereifachfrau vom 25. März 1997 (Az.: 45-8412.71), die Durchführungsbestimmungen des Ministeriums Ländlicher Raum für die Zwischenprüfung im Ausbildungsberuf Milchwirtschaftlicher Laborant/Milchwirtschaftliche Laborantin vom 2. Januar 1997 (Az.: 45-8412.71) und Nummer 1, 7, 15, 19, 26, 30, 35, 36 und 39 der Bekanntmachung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über Verwaltungsvorschriften der Berufsbildung im Agrarbereich vom 16. Mai 2016 (GABl. S. 488) außer Kraft.

 


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