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Amtliche Abkürzung:GymPO I
Fassung vom:31.07.2009
Gültig ab:01.09.2010
Gültig bis:31.12.2024
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204-3
Verordnung des Kultusministeriums
über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien
(Gymnasiallehrerprüfungsordnung I - GymPO I)
Vom 31. Juli 2009

Anlage B

Bildende Kunst (Hauptfach)

Im Mittelpunkt des Studiums steht die Entwicklung einer eigenständigen künstlerischen Position als unverzichtbare Grundlage für die Ausbildung zum künstlerischen Lehramt. Die Studienabsolventinnen und -absolventen verfügen außerdem über vernetzte Kompetenzen in der Fach- und Schulpraxis, der Fachwissenschaft und der Fachdidaktik. Fundiertes Wissen und Können in den genannten Bereichen der ersten Phase der Lehrerbildung sind die Basis für die zweite Phase an den Seminaren sowie für die anschließende Phase der Berufsausübung, in der die erworbenen Kompetenzen im Sinne des lebenslangen Lernens kontinuierlich weiterentwickelt werden. Der schulische Unterricht erfordert es, die erworbenen Kompetenzen schülerbezogen einzusetzen.

1

Kompetenzen

Die Studienabsolventen und -absolventinnen

1.1

sind in der Lage, eigenständige künstlerische Fragestellungen und Konzepte zu entwickeln,

1.2

verfügen über breit gefächerte künstlerische und gestalterische Fähigkeiten und kunsttheoretisches Wissen in unterschiedlichen Bereichen,

1.3

sind in der Lage, eigene und fremde künstlerische Arbeit im Kontext historischer und zeitgenössischer Positionen zu reflektieren,

1.4

begreifen ihre eigene künstlerische Arbeit als Impuls kunstpädagogischen Handelns,

1.5

verfügen über Kenntnisse und Fähigkeiten zur Beurteilung und Anwendung kunstdidaktischer und erziehungswissenschaftlicher Ansätze und zur fundierten Planung und Umsetzung von fachlichen Inhalten und Erkenntnissen im Praxisfeld Schule,

1.6

verfügen über Kenntnisse der Grundzüge der Geschichte der Kunst und Architektur und ihrer Theorie. Sie sind mit kunstwissenschaftlicher Methodik vertraut und befähigt zu deren schriftlicher und mündlicher Umsetzung in der Interpretation und Vermittlung.

2

Verbindliche Studieninhalte

Die Studienabsolventen und -absolventinnen des Faches Bildende Kunst haben sich im Bereich der künstlerischen Arbeit mit folgenden Inhalten auseinandergesetzt und mit persönlicher Schwerpunktbildung vertiefte Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben:

2.1

K ü n s t l e r i s c h e  P r a x i s

2.1.1

Künstlerischer Findungs- und Reflexionsprozess

2.1.1.1

Entwicklung und Strukturierung künstlerischer Arbeitsprozesse

2.1.1.2

Experimentelle Erprobung der sinnlichen, emotionalen, sozialen und kognitiven Möglichkeiten künstlerischer Darstellungsmittel

2.1.1.3

Darstellung von sinnlich erfahrbarer Wirklichkeit sowie von ästhetischen, sozialen, psychischen und begrifflichen Zusammenhängen

2.1.1.4

Analyse der eigenen künstlerischen Denk- und Handlungsprozesse

2.1.1.5

Präsentation, Beurteilung und Interpretation eigener und fremder Werke

2.1.2

Bild und Medien

2.1.2.1

Traditionelle und zeitgenössische Verfahren und Techniken in den Bereichen Zeichnung, Malerei, Druckgrafik, Fotografie, Video, Film und computergestützte Gestaltung

2.1.2.2

Technologie, Material- und Werkzeugkunde in den aufgeführten Bereichen

2.1.3

Raum

2.1.3.1

Traditionelle und zeitgenössische Verfahren und Techniken in den Bereichen Bildhauerei, Plastik, Objekt, Installation, Performance und raumbezogene Medien

2.1.3.2

Technologie, Material- und Werkzeugkunde in den aufgeführten Bereichen

2.1.4

Angewandte Gestaltung

2.1.4.1

Grundzüge der Architektur

2.1.4.2

Grundzüge des Industrialdesigns

2.1.4.3

Grundzüge des Kommunikationsdesigns

2.1.4.4

Grundzüge der Schriftgestaltung

2.2

K u n s t t h e o r i e  u n d  K u n s t w i s s e n s c h a f t

2.2.1

Geschichte der Kunst

2.2.1.1

Geschichte der europäischen und außereuropäischen Kunst im Überblick

2.2.1.2

Grundzüge der Architektur-, Design- und Schriftgeschichte

2.2.1.3

Grundkenntnisse in christlicher und profaner Ikonographie

2.2.2

Theorie der Kunst

2.2.2.1

Kritische Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher und kunsttheoretischer Literatur in schriftlicher und mündlicher Form

2.2.2.2

Grundzüge der Ästhetik und Philosophie

2.2.3

Kunstwissenschaftliche Methodik

2.2.3.1

Bild- und Architekturanalyse und -interpretation

2.2.3.2

Auseinandersetzung mit der Präsentation von Kunst in Ausstellungen, Galerien, Museen, im Öffentlichen Raum und im Außenraum

2.3

G r u n d l a g e n  d e r  F a c h d i d a k t i k

Die Studieninhalte orientieren sich an den Inhalten und Erfordernissen des Schulpraxissemesters und legen ausgewählte theoretische und praktische Grundlagen für die zweite Phase der Lehrerbildung an Seminar und Schule.

2.3.1

Kunstdidaktische Konzeptionen und Theoriebildung

2.3.1.1

Reflexion künstlerischer Prozesse und fachwissenschaftlicher Sachverhalte in fachdidaktischer Sicht

2.3.1.2

Einblick in relevante Methoden und wesentliche Befunde kunstdidaktischer Forschung

2.3.1.3

Modelle und Methoden der Kunstrezeption im Unterricht

2.3.2

Entwicklung des bildnerischen Handelns bei Kindern und Jugendlichen

2.3.2.1

Grundlagen der Wahrnehmung und deren Entwicklung bis zum Erwachsenenalter und Grundlagen des Rezeptionsverhaltens

2.3.2.2

Jugendästhetik, Umwelt und Alltag als Bezugspunkt für kunstpädagogische Fragestellungen

2.3.2.3

Beurteilung und Diagnose der ästhetischen Prozesse und Produkte von Kindern und Jugendlichen

2.3.3

Planung, Analyse und Umsetzung von Unterrichtsprozessen auf der Basis kunstdidaktisch fundierter Reflexion der eigenen künstlerischen Erfahrung sowie erziehungswissenschaftlich begründeter Vorgehensweisen

3

Durchführung der abschließenden Prüfung

Im Fach Kunst erfolgt die abschließende Prüfung in den beiden Teilprüfungen Kunsttheorie und Kunstwissenschaft (3.1) und Künstlerische Praxis (3.2). Fachdidaktik ist nicht Gegenstand dieser Prüfungen. Der Vorsitzende ist jeweils für die Einhaltung der formalen und inhaltlichen Vorgaben verantwortlich. Die Note der abschließenden Prüfung setzt sich aus den beiden Teilprüfungen im Verhältnis 1: 3 zusammen.

3.1

K u n s t t h e o r i e  u n d  K u n s t w i s s e n s c h a f t

Es erfolgt eine mündliche Prüfung im Umfang von etwa 30 Minuten, sie bezieht sich auf den Bereich 2.2. Die Studierenden wählen einen Schwerpunkt in Absprache mit den Prüfern, auf diesen entfällt etwa die Hälfte der Zeit (vertieftes Wissen wird erwartet), die andere Hälfte auf die Überprüfung von Grundlagen und Überblickswissen (fundiertes Wissen wird erwartet). Diese Prüfung wird in einem früheren Semester als die Prüfung in Künstlerischer Praxis, frühestens nach dem sechsten Semester absolviert.

3.2

K ü n s t l e r i s c h e  P r a x i s

Hierbei handelt es sich um eine integrative, vom ganzheitlichen Verständnis des Faches getragene Prüfung, in der auf Grund der Eigenart des Studiums künstlerische und reflektorische Teile in engem Bezug zueinander stehen müssen. Der notwendige ganzheitliche Ansatz der künstlerischen Arbeit schließt sowohl im Praktischen wie im Theoretischen die Verzahnung von Schwerpunkten und Grundlagen- und Überblickswissen ein. Dies entspricht den Studieninhalten und den angestrebten Kompetenzen. Die drei Teile der Prüfung der Künstlerischen Praxis beinhalten sowohl Schwerpunktfindungen, in denen vertieftes Wissen und Können erwartet wird, als auch Bereiche des Grundlagen- und Überblickswissens.

Die Länge der Prüfung ist auf Grund der komplexen Prüfungsanforderungen abhängig von der Wahl der Medien, dem künstlerischen Ansatz und der Präsentationsform.

Inhalte und Verlauf des Prüfungsgesprächs sollen sich anlässlich der abschließenden umfassenden künstlerischen und mündlichen Präsentation der Abschlussarbeit entwickeln.

Die integrative Prüfung in Künstlerischer Praxis besteht aus den Teilen

1.

Abschlussarbeit und ihre künstlerische Präsentation,

2.

schriftliche Reflexion und Dokumentation der Abschlussarbeit,

3.

mündliche Präsentation der Abschlussarbeit und Prüfungsgespräch. Präsentation und Gespräch umfassen dabei Kommentierung und Reflexion vor dem Hintergrund historischer und/oder zeitgenössischer Strömungen und ästhetischer Phänomene.

Die Prüfungskommission setzt am Schluss eine Note für die gesamte integrative Teilprüfung in künstlerischer Praxis fest.

Die Abschlussarbeit ist im Regelfall eine praktisch-künstlerische Arbeit. Alternativ kann eine schriftliche Arbeit in Kunsttheorie oder in Kunstwissenschaft angefertigt werden; das Thema muss auf die fachspezifischen Kompetenzen und die Studieninhalte von 2.2 bezogen sein. Die integrative Prüfung besteht in diesem Fall aus den Teilen

1.

Abschlussarbeit und ihre Präsentation im Raum,

2.

Mündliche Präsentation der Abschlussarbeit und Prüfungsgespräch. Präsentation und Gespräch umfassen dabei Kommentierung und Reflexion vor dem Hintergrund historischer und/oder zeitgenössischer Strömungen und ästhetischer Phänomene.

Für die Abschlussarbeit stehen in diesem Fall vier Monate zur Verfügung; vier Exemplare dieser Arbeit sind dem Prüfer, der das Thema gestellt hat, oder einer beauftragten Hochschulperson, auch zur Aushändigung an die Prüfungskommission, ein weiteres Exemplar dem Prüfungsamt vorzulegen. Die Präsentation im Raum muss zum Termin des Prüfungsgesprächs fertig gestellt werden.

Bildende Kunst/Intermediales Gestalten (Verbreiterungsfach)

Im Mittelpunkt des Studiums Bildende Kunst/Intermediales Gestalten steht die Entwicklung einer eigenständigen künstlerischen Position als unverzichtbare Grundlage für die Ausbildung im künstlerischen Lehramt. Die Studienabsolventinnen und -absolventen verfügen außerdem über vernetzte Kompetenzen in Fach- und Schulpraxis, Fachwissenschaft und Fachdidaktik. Fundiertes Wissen und Können in den genannten Bereichen der ersten Phase der Lehrerbildung sind die Basis für die zweite Phase an den Seminaren sowie für die anschließende Phase der Berufsausübung, in der die erworbenen Kompetenzen im Sinne des lebenslangen Lernens kontinuierlich weiterentwickelt werden. Der schulische Unterricht erfordert es, die erworbenen Kompetenzen schülerbezogen einzusetzen.

1

Kompetenzen

Die Studienabsolventinnen und -absolventen

1.1

sind in der Lage, auf der Basis einer entwickelten künstlerischen Position Fragestellungen und Konzepte im Intermedialen Gestalten zu entwickeln,

1.2

verfügen über gestalterische, künstlerisch-praktische, methodische und theoretische Fertigkeiten im Bereich des Intermedialen Gestaltens,

1.3

verfügen über grundlegende Kenntnisse zu theatergeschichtlichen, mediengeschichtlichen und kommunikationsgeschichtlichen Fragen,

1.4

können themenzentrierte Konzepte unter Einbeziehung interdisziplinärer Ansätze entwickeln und sind in der Lage, diese auf dem Hintergrund kunst- und mediendidaktischer Ansätze im Praxisfeld Schule umzusetzen.

2

Verbindliche Studieninhalte

2.1

K ü n s t l e r i s c h e  P r a x i s

2.1.1

Künstlerischer Findungsprozess

2.1.1.1

Auseinandersetzung mit spezifischen künstlerischen Denk- und Handlungsformen in den Bereichen Medien, Darstellung, Szene, Performance, Spiel und Regie

2.1.1.2

Entwicklung des Bewusstseins für die körperliche und geistige Präsenz im Raum oder auf der Bühne

2.1.1.3

Untersuchung von Darstellung und Szenischen Aktionen und Entwicklung eigener Konzepte

2.1.1.4

laborhafte Untersuchung von inszenierungsfähigem Material

2.1.2

Darstellung

2.1.2.1

Präsenz in Körper, Sprache und Bewegung, in Aktion, Handlung, Performance, Spiel

2.1.2.2

Differenzierung von Darstellungsformen als Performer, als Akteur, in Rollenarbeit und in Improvisationen

2.1.2.3

Choreografie und Sprachgestaltung

2.1.3

Inszenierung

2.1.3.1

Inszenierungsformen von Aktion, Handlung, Performance, Theater

2.1.3.2

Szenographie: Medien, Raum und Bühne

2.1.3.3

Inszenierung von Objekt und virtuellen Medien

2.1.3.4

Inszenierung und Gestaltung mit Ton, Musik, Licht und Bewegung

2.1.3.5

Bühnen- und Szenenbild

2.1.3.6

Formen der Dramaturgie und des Szenischen

2.2

T h e o r i e  d e r  I n t e r m e d i a l e n  G e s t a l t u n g

Überblick über historische Entwicklung und aktuelle Tendenzen zu Spiel, Aktion, Performance, Theater, Film, Medien und Kommunikation

2.3

G r u n d l a g e n  d e r  F a c h d i d a k t i k

Die Studieninhalte orientieren sich an den Inhalten und Erfordernissen der Schulpraxis und legen ausgewählte theoretische und praktische Grundlagen für die zweite Phase der Lehrerbildung an Seminar und Schule.

2.3.1

didaktische Ansätze des Intermedialen Gestaltens als integrierte Disziplin im Unterrichtsfach Bildende Kunst

2.3.2

der Bildungsplan Bildende Kunst und der Beitrag des Intermedialen Gestaltens aus fachpraktischer, lerntheoretischer und pädagogischer Sicht

2.3.3

prozessorientiertes, experimentelles und projektorientiertes Arbeiten in ganzheitlichen ästhetischen Lern- und Erkenntnisprozessen

2.3.4

relevante medien-, spiel- und theaterpädagogische Konzepte

3

Durchführung der abschließenden Prüfung

Abschließend erfolgt im Verbreiterungsfach Bildende Kunst/Intermediales Gestalten eine vom ganzheitlichen Verständnis des Faches getragene integrative, das heißt mündliche und künstlerisch-praktische Prüfung, in der auf Grund der Eigenart des Studiums künstlerische und reflektorische Teile in engem Bezug zueinander stehen müssen. Der notwendige ganzheitliche Ansatz der intermedialen Arbeit schließt sowohl im Praktischen wie im Theoretischen die Verzahnung von Schwerpunkten und Grundlagen- und Überblickswissen ein. Dies entspricht den Studieninhalten und den angestrebten Kompetenzen. Beide Teile der Prüfung beinhalten sowohl Schwerpunktfindungen, in denen vertieftes Wissen und Können erwartet wird, als auch Bereiche des Grundlagen- und Überblickswissens. Die Fachdidaktik ist nicht Gegenstand dieser Prüfung. Der Vorsitzende ist für die Einhaltung der formalen und inhaltlichen Vorgaben verantwortlich.

Die integrative Prüfung umfasst zwei Prüfungsteile mit jeweils weiterführenden Prüfungsgesprächen:

3.1

Präsentation der Abschlussarbeit (Aufführungspräsentation), einschließlich schriftlicher Reflexion und Dokumentation,

3.2

Prüfungsarbeit (Improvisation) in einer Aufführungspräsentation.

Die beiden Teile werden gleich gewichtet. Die Länge der Prüfung ist auf Grund der komplexen Prüfungsanforderungen abhängig von der Wahl der Medien, dem künstlerischen Ansatz und der Präsentationsform. Inhalte und Verlauf des Prüfungsgesprächs sollen sich aus der Abschlussarbeit und der Prüfungsarbeit (Improvisation) entwickeln.


 


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