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Aktuelle GesamtausgabeGesamtausgaben-Liste
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Amtliche Abkürzung:GymPO I
Fassung vom:16.11.2012 Fassungen
Gültig ab:13.12.2012
Gültig bis:31.12.2024
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204-3
Verordnung des Kultusministeriums
über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien
(Gymnasiallehrerprüfungsordnung I - GymPO I)
Vom 31. Juli 2009

Anlage G

Fächer, die nur in einer Erweiterungsprüfung gewählt werden können

Andere lebende Fremdsprachen (Beifach)1

Die Studienabsolventinnen und -absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in der Fremdsprachenpraxis, der Sprachwissenschaft, der Literaturwissenschaft, den Landes- und Kulturwissenschaften, der Fachdidaktik und der Schulpraxis. Fundiertes Wissen und Können in den genannten Bereichen sind die Basis für die Phase Berufsausübung, in der die erworbenen Kompetenzen im Sinne des lebenslangen Lernens kontinuierlich weiterentwickelt werden. Der schulische Unterricht erfordert, die erworbenen Kompetenzen schülerbezogen einzusetzen.

1

Kompetenzen

Die Studienabsolventinnen und -absolventen

1.1

verfügen über eine fremdsprachliche Kompetenz, die sich am Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GeR) orientiert und in Einzelkompetenzen der Niveaustufe C 2 entspricht,

1.2

verfügen über Kenntnisse, die sie möglichst im Rahmen eines zusammenhängenden mehrmonatigen Aufenthaltes in Ländern der Zielsprache erworben haben,

1.3

verfügen über vertieftes, strukturiertes und anschlussfähiges Fachwissen in den Teilgebieten der Sprachwissenschaft, der Literaturwissenschat und den Landes- und Kulturwissenschaften und können grundlegende Theorien sowie aktuelle Fragestellungen reflektieren,

1.4

verfügen über Erkenntnis-, Arbeits- und Beschreibungsmethoden des Faches,

1.5

kennen und verwenden fachspezifische Arbeitsmittel,

1.6

können fachliche Fragestellungen und Forschungsergebnisse reflektiert auch in der Fremdsprache darstellen,

1.7

können interdisziplinäre Aspekte erkennen und beschreiben,

1.8

verfügen über ausbaufähiges Orientierungswissen und Problembewusstsein im Hinblick auf fremdsprachliche und interkulturelle Lehr- und Lernprozesse,

1.9

können fachwissenschaftliche Inhalte funktional mit fachdidaktischen Fragestellungen verbinden und für die Schulpraxis nutzbar machen.

2

Verbindliche Studieninhalte

2.1

S p r a c h p r a x i s

2.1.1

Sprachliche Fertigkeiten

2.1.1.1

Hör- und Hör-/Sehverstehen

2.1.1.2

Leseverstehen und Lesestrategien

2.1.1.3

Adressatengerechtes monologisches und dialogisches Sprechen in verschiedenen Kommunikationssituationen

2.1.1.4

Textsorten- und adressatenbezogenes Schreiben in verschiedenen Kontexten

2.1.1.5

Schriftliche und mündliche Formen der Sprachmittlung, auch zur Gewinnung von kontrastiven Einsichten

2.1.2

Sprachliche Mittel

2.1.2.1

Lautbildung und Intonation

2.1.2.2

Differenzierter Wortschatz einschließlich Idiomatik

2.1.2.3

Grammatik

2.1.3

Nutzung verschiedener Medien, auch zum eigenverantwortlichen Spracherwerb

Sprachpraxis wird insbesondere auch dadurch erworben, dass Veranstaltungen in der Zielsprache stattfinden.

2.2

S p r a c h w i s s e n s c h a f t

2.2.1

Grundlegende Theorien und Methoden

2.2.2

Grundlegende Bereiche der allgemeinen und der angewandten Sprachwissenschaft

2.3

L i t e r a t u r w i s s e n s c h a f t

2.3.1

Grundlegende Theorien und Methoden

2.3.2

Theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation

2.3.3

Überblick über die historische Entwicklung der jeweiligen Literatur, auch auf Grund eigener Lektüre ausgewählter Werke in der Originalsprache

2.3.4

Historische und ästhetische Kontextualisierung von Autoren, Texten und medialen Ausdrucksformen

2.3.5

Vertiefte Kenntnisse mindestens einer Epoche, einer Gattung oder eines Autors der jeweiligen Literatur

2.4

L a n d e s-  u n d  K u l t u r w i s s e n s c h a f t e n

2.4.1

Fundierte landeskundliche und kulturelle Kenntnisse der jeweiligen Zielländer

2.4.2

Reflexion (trans-)kultureller Prozesse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

2.4.3

Analyse ausgewählter Phänomene des jeweiligen Kulturraumes auch aus historischer Perspektive

2.4.4

Analyse der jeweiligen Medienkultur und ihrer verschiedenen Ausdrucksformen

2.5

G r u n d l a g e n  d e r  F a c h d i d a k t i k2

Die Studieninhalte orientieren sich an den Inhalten und Erfordernissen der Schulpraxis.

2.5.1

Überblick über grundlegende Theorien und Forschungserkenntnisse zum Fremdsprachenerwerb und -lernen

2.5.2

Grundlagen und Ziele der Didaktik und Methodik des kompetenzorientierten und kommunikativen Fremdsprachenunterrichts

2.5.3

fremdsprachliches und interkulturelles Lernen unter Berücksichtigung des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) und der aktuellen Bildungsstandards

2.5.4

Grundlagen der Beobachtung, Planung, Durchführung und Reflexion von Fremdsprachenunterricht am Gymnasium (Ziele, Inhalte, Unterrichtsformen, Sozialformen, Methoden; Lehr-und Lernmaterialien und Medien)

3

Durchführung der Prüfung

Es findet eine abschließende fachwissenschaftliche mündliche Prüfung statt. Zwei Drittel der Prüfungszeit entfallen auf die Prüfung von Schwerpunkten (vertieftes Wissen und Können wird erwartet), ein Drittel entfällt auf die Prüfung von Grundlagen- und Überblickswissen gemäß Kompetenzen und Studieninhalten (fundiertes Wissen und Können wird erwartet); die Fachdidaktik ist nicht Gegenstand dieser Prüfung. Der Vorsitzende ist für die Einhaltung der formalen und inhaltlichen Vorgaben verantwortlich.

Die Prüfung dauert etwa 45 Minuten. Die Bewerber wählen in Abstimmung mit ihren Prüfern in Literatur- und Sprachwissenschaft je ein Schwerpunktthema. In der Sprachwissenschaft stammt das Thema aus einem gegenwartsbezogenen Fachgebiet, in der Literaturwissenschaft aus dem 19.- 21. Jahrhundert. Etwa ein Drittel dieser Prüfungszeit entfällt auf den sprachwissenschaftlichen Schwerpunkt, ein Drittel auf den literaturwissenschaftlichen Schwerpunkt und ein Drittel auf das Grundlagen- und Überblickswissen. Dieses schließt außer Sprach- und Literaturwissenschaften auch Fragestellungen aus den Landes- und Kulturwissenschaften mit ein. Die Prüfung erfolgt in der Fremdsprache.

Astronomie (Beifach)

Die Studienabsolventinnen und -absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Schulpraxis. Fundiertes Wissen und Können in den genannten Bereichen der ersten Phase der Lehrerbildung sind die Basis für die zweite Phase an den Staatlichen Seminaren sowie für den Vorbereitungsdienst und die anschließende Phase der Berufsausübung, in der die erworbenen Kompetenzen im Sinne des lebenslangen Lernens kontinuierlich weiterentwickelt werden. Der schulische Unterricht erfordert es, die erworbenen Kompetenzen schülerbezogen einzusetzen.

Studienvoraussetzung: gleichzeitiges oder vorausgehendes Studium eines der Fächer Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Naturwissenschaft und Technik, Physik

1

Kompetenzen

Die Studienabsolventinnen und -absolventen

1.1

können astronomische Himmelsbeobachtung durchführen,

1.2

kennen die wichtigsten Bereiche des elektromagnetischen Spektrums und deren astronomisch-astrophysikalische Bedeutung,

1.3

besitzen die Fähigkeit zur physikalischen Interpretation astronomischer Himmelsphänomene,

1.4

können das System Erde - Mensch wissenschaftlich fundiert in den Kontext kosmischer Entwicklungen einbetten,

1.5

sind in der Lage, wesentliche Fragen der aktuellen Forschung sachgerecht zu reflektieren,

1.6

beherrschen das Verfahren der fachdidaktischen Reduktion bei der Vermittlung astronomischer Kenntnisse an Schüler und Schülerinnen,

1.7

besitzen Erfahrungen im Planen und Gestalten astronomischer Unterrichtseinheiten und deren Durchführung.

2

Verbindliche Studieninhalte

2.1

Astronomische Beobachtung und elementare Datenanalyse

2.1.1

Astronomische Praxis:

Kenndaten von Teleskopen und Detektoren, einfache Himmelsbeobachtung mit Feldstecher und Teleskop, Sternbilder und Orientierung am Nachthimmel, Identifikation der wichtigsten Objekte am Nachthimmel, klassische Himmelsfotografie und Umgang mit CCD-Kameras, astrometrische Arbeitstechniken, photometrische Arbeitstechniken, spektroskopische Arbeitstechniken, Grundlagen der Wetterbeobachtung

2.1.2

Grundzüge astronomischer Datengewinnung und Analyse:

Begriff der Wahrscheinlichkeit und der statistischen Signifikanz, Mittelwerte und Varianz, Ausgleichsrechnung und Fitten von Daten

2.2

Basiskenntnisse und physikalische Interpretation celestischer Phänomene und Objekte

2.2.1

Grundlagen der klassischen Astronomie:

Koordinatensysteme, Entfernungsbestimmung, elektromagnetisches Spektrum, Entwicklung des astronomischen Weltbildes von der Antike bis heute

2.2.2

Die Sonne und ihre Planeten: System Erde -Mond, Kenndaten der Sonne, Ursprung und Eigenschaften unseres Planetensystems, Meteoriten und Kometen, Vergleich mit extrasolaren Planeten

2.2.3

Beobachtungsmethoden:

Grundlagen der Optik, Beobachtungen im optischen, infraroten und ultravioletten Bereich, Radio- und sub-mm-Astronomie, Röntgen und Gamma-Beobachtungen, hochenergetische kosmische Strahlung, Neutrino- und Gravitationswellendetektoren

2.2.4

Stellare Astronomie:

Aufbau und Entwicklung von Sternen, nukleare Prozesse und Elemententstehung, Sternatmosphären und Linienspektrum, Sternentstehung, Endstadien der Sternentwicklung: Weiße Zwerge, Neutronensterne und Schwarze Löcher, veränderliche Sterne, Phasen der interstellaren Materie und kosmischer Materiekreislauf, Doppel- und Mehrfachsysteme, Sternhaufen und ihre Entwicklung

2.2.5

Galaktische und Extragalaktische Astronomie:

Aufbau der Milchstraße, dynamische Entwicklung der Milchstraße, Milchstraße als Teil der Lokalen Gruppe, Morphologie und Klassifikation von Galaxien, Entstehung und Entwicklung von Galaxien, aktive Galaxienkerne, Galaxiengruppen und -haufen, intergalaktisches Medium 2.2.6 Kosmologie:

Homogenes Universum und kosmologische Modelle, Inflation und kosmische Hintergrundstrahlung, Dunkle Materie und Dunkle Energie, kosmologische Strukturbildung, Hubble-Expansion und Rotverschiebung, Reionisation, großskalige Galaxienverteilung

2.2.6

Kosmologie:

Homogenes Universum und kosmologische Modelle, Inflation und kosmische Hintergrundstrahlung, Dunkle Materie und Dunkle Energie, kosmologische Strukturbildung, Hubble-Expansion und Rotverschiebung, Reionisation, großskalige Galaxienverteilung

2.3

Mathematisch-Physikalische Grundlagen der Astronomie

2.3.1

Mathematische Grundlagen:

Analysis und Vektoranalysis, lineare Algebra, Statistik, gewöhnliche und partielle Differentialgleichungen

2.3.2

Physikalische Grundlagen:

Mechanik, Elektrodynamik, Quantentheorie, Thermodynamik

2.3.3

Vertiefende Grundlagen der Theoretischen Astrophysik:

Phasenraum und Verteilungsfunktion, Strahlungsprozesse, Hydrodynamik, Plasmaphysik, Stellardynamik

2.4

Mögliche Vertiefungsbereiche

Studienabsolventinnen und -absolventen sollen über vertiefte Kenntnisse in mindestens einem Teilgebiet der modernen Astronomie verfügen. Mögliche Vertiefungsbereiche sind zum Beispiel Astrobiologie, Planetologie, Raumfahrt, Sternentstehung, Chemie des interstellaren Mediums, stellare Population, aktive Galaxien, Hochenergieastrophysik, Schwarze Löcher.

2.5

Grundlagen der Fachdidaktik3

Die Studieninhalte orientieren sich an den Inhalten und Erfordernissen der Schulpraxis.

2.5.1

Unterrichtsplanung und -gestaltung in der Astronomie

2.5.2

Planung, Durchführung und Auswertung von Himmelsbeobachtungen mit Schülerinnen und Schülern

2.5.3

Experimente im Astronomieunterricht

2.5.4

Rechnereinsatz im Astronomieunterricht (numerische Datenauswertung, Ansteuerung von CCD Kamera und Teleskopführung)

2.5.5

Fachdidaktische Aufbereitung und Reduktion neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse aus den Vertiefungsgebieten der Astronomie und Astrophysik

2.5.6

Auf Astronomieunterricht bezogene Lehr-Lern-Forschung

3

Durchführung der Prüfung

Die Abschlussprüfung ist eine fachwissenschaftliche mündliche Prüfung. Zwei Drittel der Prüfungszeit entfällt auf die Schwerpunktthemen (vertieftes Wissen und Können wird erwartet), ein Drittel auf Grundlagen- und Überblickswissen gemäß Kompetenzen und Studieninhalten (fundiertes Wissen und Können wird erwartet). Die Fachdidaktik ist nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Der Vorsitzende ist für die Einhaltung der formalen und inhaltlichen Vorgaben verantwortlich.

Die Prüfung dauert 45 Minuten. Die Bewerber wählen in Abstimmung mit ihren Prüfern zwei Schwerpunkte, einen Schwerpunkt aus dem Gebiet 2.2.3 und einen Schwerpunkt aus den Bereichen 2.2.2 oder 2.2.4 - 6.

Fach Geologie (Beifach)

Die Studienabsolventinnen und -absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Schulpraxis. Fundiertes Wissen und Können in den genannten Bereichen der ersten Phase der Lehrerbildung sind die Basis für die Phase Berufsausübung, in der die erworbenen Kompetenzen im Sinne des lebenslangen Lernens kontinuierlich weiterentwickelt werden. Der schulische Unterricht erfordert es, die erworbenen Kompetenzen schülerbezogen einzusetzen.

1

Kompetenzen

Die Studienabsolventen und -absolventinnen

1.1

verfügen über anschlussfähiges geowissenschaftliches Fachwissen, das es ihnen ermöglicht, Unterrichtskonzepte fachlich korrekt zu gestalten, inhaltlich zu bewerten, neuere Forschungsergebnisse zu verfolgen und neue Themen adressatengerecht in den Unterricht einzubringen,

1.2

sind vertraut und geübt mit den Arbeits- und Darstellungsmethoden der Geologie, Mineralogie und Paläontologie,

1.3

sind in der Lage, geologische, mineralogische und paläontologische Sachverhalte in verschiedenen Sachzusammenhängen zu erfassen und darzustellen sowie deren gesellschaftliche Relevanz zu begründen,

1.4

sind in der Lage, geowissenschaftliche Inhalte an regionalen Beispielen auf verschiedenen Maßstabsebenen zu verknüpfen sowie räumliche und zeitliche Entwicklungen im erdgeschichtlichen Zusammenhang zu analysieren,

1.5

verfügen über anschlussfähiges fachdidaktisches Grundwissen, insbesondere über Kenntnisse fachdidaktischer Konzeptionen und curricularer Ansätze und kennen neuere Entwicklungen der Fachdidaktik,

1.6

verfügen über erste reflektierte Erfahrungen im Planen und Gestalten strukturierter Unterrichtseinheiten sowie im Durchführen von Unterrichtsstunden.

2

Verbindliche Studieninhalte

2.1

Grundlegende Kenntnisse der Geologie, Mineralogie und Paläontologie

2.1.1

exogene und endogene Dynamik inklusive geologischer und geochemischer Kreisläufe

2.1.2

Minerale und Gesteine inklusive der Grundzüge von Kristallographie und Geochemie

2.1.3

Rohstoffe und ihre Lagerstätten (Energierohstoffe, Metallerze, Wasser, Steine und Erden)

2.1.4

Umwelt- und Hydrogeologie inklusive geochemischer und geophysikalischer Methoden

2.1.5

Erdgeschichte, Evolution und Biodiversität

2.1.6

Stratigraphie und Überblick über den geologischen Aufbau Europas, insbesondere Südwestdeutschlands

2.2

Kenntnis grundlegender Arbeits- und Darstellungsmethoden

2.2.1

Konstruktion und Interpretation geologischer Karten und Profile

2.2.2

Labormethoden (zum Beispiel Polarisationsmikroskopie, Röntgenmethoden, strukturgeologische Methoden)

2.2.3

Geländemethoden einschließlich einer geologischen Kartierung (zum Beispiel Gesteins- und Deformationsanalyse, Tracermethoden)

2.2.4

Computergestützte Modellierung (zum Beispiel geochemische, strukturgeologische oder hydro-geologische Modellierung)

2.2.5

praktisches Arbeiten im Gelände

2.3

Grundlagen der Fachdidaktik5

Die Studieninhalte orientieren sich an den Inhalten und Erfordernissen der Schulpraxis.

2.3.1

fachdidaktische Theorien und Unterrichtskonzeptionen

2.3.2

Schülervorverständnisse und Schülermotivation

2.3.3

Planung, Analyse und Evaluation von Unterricht

2.3.4

fachspezifische Unterrichtsmethoden

3

Durchführung der mündlichen Prüfung

Es erfolgt eine abschließende fachwissenschaftliche mündliche Prüfung. Zwei Drittel der Zeit entfällt auf die Prüfung von Schwerpunkten (vertieftes Wissen und Können wird erwartet), ein Drittel auf die Prüfung von Grundlagen- und Überblickswissen gemäß Kompetenzen und Studieninhalten (fundiertes Wissen und Können wird erwartet); die Fachdidaktik ist nicht Gegenstand der Prüfung. Der Vorsitzende ist für die Einhaltung der formalen und inhaltlichen Vorgaben verantwortlich.

Die Prüfung dauert 45 Minuten. Die Bewerber wählen in Abstimmung mit ihren Prüfern zwei Schwerpunkte aus zwei der folgenden drei Bereiche: Geologie mit Grundzügen der Gesteinskunde oder Mineralogie mit Lagerstättenkunde oder Paläontologie mit Stratigraphie und Regionalgeologie Südwestdeutschlands.

Griechisch-römische Archäologie (Beifach)5

Die Studienabsolventinnen und -absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Schulpraxis. Fundiertes Wissen und Können in den genannten Bereichen der ersten Phase der Lehrerbildung sind die Basis für die zweite Phase an den Seminaren sowie für die anschließende Phase der Berufsausübung, in der die erworbenen Kompetenzen im Sinne des lebenslangen Lernens kontinuierlich weiterentwickelt werden. Der schulische Unterricht erfordert es, die erworbenen Kompetenzen schülerbezogen einzusetzen.

Studienvoraussetzungen (können durch Reifezeugnis nachgewiesen werden)

Latinum

1

Kompetenzen

Die Studienabsolventen und -absolventinnen

1.1

verfügen über die wissenschaftlichen und didaktischen Kompetenzen, um Vermittlungs-, Lern-und Bildungsprozesse im Beifach Klassische Archäologie (besonders in Verbindung mit den Fächern Geschichte, Latein, Altgriechisch und Kunst) zu initiieren und zu gestalten,

1.2

verfügen über ein strukturiertes Überblickswissen der Epochen, der Geographie und der materiellen Kultur und Kunst des griechisch-römischen Altertums als den Gegenständen des Faches,

1.3

können Grundbegriffe, Methoden und wichtige wissenschaftliche Forschungsansätze des Fachs kritisch reflektieren,

1.4

besitzen ausgeprägte Fähigkeiten in der Erfassung und Beschreibung materieller, formaler und visueller Gegebenheiten und können diese Qualifikationen vermitteln,

1.5

können materielle und visuelle Zeugnisse des griechisch-römischen Altertums als Bestandteile historischer, sozialer und kultureller Prozesse begreifen und verständlich machen,

1.6

sie können die mediale und besonders visuelle Prägung kultureller Zusammenhänge anschaulich machen und zu entsprechender Kritikfähigkeit anleiten,

1.7

können anhand archäologischer Objekte und Befunde, raum-, kulturen- und epochenübergreifende Phänomene darstellen, Problemstellungen erarbeiten und Transfers herstellen,

1.8

sind in der Lage, den Fragment- und Konstruktcharakter von Geschichte anhand archäologischer Objekte und Befunde zu verdeutlichen,

1.9

können anhand musealer Präsentationen archäologischer Zusammenhänge zu historischem Verständnis und Problembewusstsein anleiten,

1.10

sind in der Lage, die wichtigen wissenschaftlichen Hilfsmittel einschließlich der elektronischen Medien und des Internets als Instrumente der Recherche selbstständig und kritisch zu verwenden,

1.11

verfügen über fachdidaktisches Grundwissen, das sie befähigt, adressatengerechte Lehr- und Lernarrangements zu konzipieren und anhand musealer Präsentationen zum kulturhistorischen Verständnis und Problembewusstsein anzuleiten.

2

Verbindliche Studieninhalte

2.1

Grundkenntnisse

2.1.1

Geographie des Mittelmeerraumes und des römischen Imperiums

2.1.2

Periodisierung/Epochen der griechisch-römischen Kultur und ihre Charakteristika

2.1.3

Denkmäler: archäologische Stätten; Architektur; Malerei; Plastik; Keramik

2.1.4

Methoden: Beschreibung und formale Analyse; Datierung und Chronologie; Ikonographie; Feldforschung (passiv); museale Vermittlung

2.2 Vertiefungskenntnisse

2.2

Vertiefungskenntnisse

2.2.1

Gattungen und Funktionen archäologischer Zeugnisse

2.2.2

antike >Kunst< im historischen Zusammenhang ihrer Epochen: Griechische Kunst zur Zeit der athenischen Demokratie; Kunst im Zeitalter des Augustus

2.2.3

Lebensräume und kulturelle Praxis: Städte; politische Räume; Kulträume/Heiligtümer; römisches Haus; Tod und Grab; Römische Provinzen und Militär

2.2.4

Bild und Repräsentation: Bildnisse römischer Kaiser/Individuum und Gesellschaft; >politische< Kunst/römische Staatsreliefs

2.2.5

bildliche Darstellungen des Mythos

2.2.6

Fortwirken archäologischer Zeugnisse in Kunst und Kultur Europas

2.3

Grundlagen der Fachdidaktik6

Die Studieninhalte orientieren sich an den Inhalten und Erfordernissen der Schulpraxis.

2.3.1

Didaktik der musealen Präsentation

2.3.2

Vermittlung von historischem Wissen anhand materieller Manifestationen von Kultur- und Sozialgeschichte

3

Durchführung der Prüfung

Es erfolgt eine abschließende fachwissenschaftliche mündliche Prüfung. Zwei Drittel der Zeit entfällt auf die Prüfung von Schwerpunkten aus Absatz 2.2. (vertieftes Wissen und Können wird erwartet), ein Drittel auf die Prüfung von Grundlagen- und Überblickswissen gemäß Kompetenzen und Studieninhalten (fundiertes Wissen und Können wird erwartet); die Fachdidaktik ist nicht Gegenstand der Prüfung. Der Vorsitzende ist für die Einhaltung der formalen und inhaltlichen Vorgaben verantwortlich.

Die Prüfung dauert 45 Minuten. Die Bewerber wählen in Abstimmung mit ihren Prüfern zwei Schwerpunkte aus zwei der unter 2.2. genannten sechs Vertiefungsbereiche.

Hebräisch (Beifach)

Die Studienabsolventinnen und -absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in der Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Schulpraxis. Fundiertes Wissen und Können in den genannten Bereichen der ersten Phase der Lehrerbildung sind die Basis für die zweite Phase an den Seminaren sowie für die anschließende Phase der Berufsausübung, in der die erworbenen Kompetenzen im Sinne des lebenslangen Lernens kontinuierlich weiterentwickelt werden. Der schulische Unterricht erfordert es, die erworbenen Kompetenzen schülerbezogen einzusetzen.

Studienvoraussetzung (kann auch durch Reifezeugnis nachgewiesen werden)

Hebraicum

1

Kompetenzen

Die Studienabsolventinnen und -absolventen sind in der Lage,

1.1

althebräische Prosatexte ohne Hilfsmittel, althebräische poetische Texte mit Hilfsmitteln zielsprachenorientiert zu übersetzen,

1.2

Formenlehre und Syntax des biblischen Hebräisch - auch sprachgeschichtlich - zu beschreiben,

1.3

einen Konsonantentext aus dem Bereich der althebräischen Prosa korrekt zu vokalisieren,

1.4

die Unterschiede zwischen unvokalisiertem Konsonantentext und vokalisiertem (masoretischen) Text historisch zu erläutern,

1.5

die geschichtliche Entwicklung der hebräischen Sprache in ihren Hauptepochen darzustellen und zu erläutern,

1.6

hebräische Texte in ihren historischen, geistesgeschichtlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrund einzuordnen,

1.7

die Geschichte der Überlieferung des hebräischen Bibeltextes (Masora) in ihren Grundzügen und Hauptvertretern darzustellen und zu erläutern,

1.8

fachwissenschaftliche Kenntnisse sowohl im Sprach- als auch im Lektüreunterricht in Unterrichtskonzepte umzusetzen.

2

Verbindliche Studieninhalte

2.1

Sprache

2.1.1

Aneignung eines für die Lektüre der hebräischen Bibel notwendigen Wortschatzes

2.1.2

Elemente der Sprache und ihre Funktionen (Phonologie, Morphologie, Syntax)

2.1.3

Grundkenntnisse der historischen Laut- und Formenlehre und der geschichtlichen Perioden der hebräischen Sprache (Althebräisch/Kanaanäisch, Mittelhebräisch, Neuhebräisch/Ivrit)

2.1.4

Grundkenntnisse in einer weiteren semitischen Sprache, vorzugsweise im Aramäischen

2.1.5

Nachleben der hebräischen Sprache in den europäischen Sprachen, insbesondere im Deutschen oder im Jiddischen

2.2

Literatur

2.2.1

Auf eigener Lektüre beruhender Überblick über Texte aus den drei Teilen des biblischen Kanons (Tanak), einzelner nichtbiblischer Texte aus Qumran, zumindest eines Traktats der Mishna (zum Beispiel Pirqe Avot)

2.2.2

Grundkenntnisse der Epochen hebräischer Literatur

2.2.3

Kenntnis der wichtigsten hebräischen Prosa- und Dichtungsgattungen

2.2.4

Kenntnis textimmanenter und textexterner Methoden der Textinterpretation

2.3

Geschichte, Religion und Kultur

2.3.1

Grundkenntnisse der Geschichte der altorientalischen Reiche (Assyrer, Babylonier, Ägypter, Perser), der Griechen im Zeitalter des Hellenismus und der Römer

2.3.2

Grundkenntnisse der Religion Israels in vorexilischer und exilischer Zeit (Familienreligion, Kult, Prophetie)

2.3.3

Grundkenntnisse der Religion des Judentums im Zeitalter des Neuen Testaments (Pharisäer, Sadduzäer, Essener)

2.3.4

Grundkenntnisse der Entstehung des rabbinischen Judentums (Hillel, Schammai, Aqiba)

2.3.5

Grundkenntnisse des jüdischen Gemeinde- und Familienlebens (Jom kippur, Pesach, Sukkot, Bar Mizwa, Kaschrut)

2.4

Grundlagen der Fachdidaktik7

Die Studieninhalte orientieren sich an den Inhalten und Erfordernissen der Schulpraxis.

2.4.1

Bildungsstandards: Kompetenzen und Inhalte

2.4.2

Arbeit mit Lehrbüchern: Grammatikmodelle; Einführung von Grammatikphänomenen; Übungsformen; Textarbeit

2.4.3

Formen der Textarbeit: Textauswahl; Texter-schließungs- und Übersetzungsmethoden; Interpretationsverfahren

2.4.4

Interdependenz von Inhalten (Unterrichtsgegenstand), Lernzielen und Unterrichtsformen

3

Durchführung der Prüfung

Die mündliche Prüfung dauert 45 Minuten. Die Bewerber wählen in Absprache mit ihren Prüfern zwei Schwerpunkthemen: einen Abschnitt aus den erzählenden Texten der hebräischen Bibel im Umfang von 12-15 Kapiteln (zum Beispiel Urgeschichte, Vätergeschichte, Josephsgeschichte, Exoduserzählung), einen Abschnitt von 20-50 Versen (je nach Schwierigkeit) aus den poetischen Texten der hebräischen Bibel (vorzugsweise den Psalmen). Die Prüfung der zwei Schwerpunktthemen (30 Minuten) erfasst die unter 1.1. und 1.2. aufgeführten sprachlichen, sprachwissenschaftlichen, literaturwissenschaftlichen und kulturwissenschaftlichen Kompetenzen. 15 Minuten der Prüfung beziehen sich auf Grundlagen- und Überblickwissen gemäß Kompetenzen und Studieninhalten.

Kunstwissenschaft (Beifach)8

Die Studienabsolventinnen und -absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Schulpraxis. Fundiertes Wissen und Können in den genannten Bereichen der ersten Phase der Lehrerbildung sind die Basis für die Phase der Berufsausübung, in der die erworbenen Kompetenzen im Sinne des lebenslangen Lernens kontinuierlich weiterentwickelt werden. Der schulische Unterricht erfordert es, die erworbenen Kompetenzen schülerbezogen einzusetzen.

1

Kompetenzen

Die Studienabsolventen und -absolventinnen

1.1

verfügen über grundlegende Kenntnisse der Geschichte und Theorie der abendländischen Kunst und Architektur,

1.2

sind in der Lage, kunstwissenschaftliche Fragestellungen zu beurteilen und selbständig in Wort und Schrift zu entwickeln,

1.3

verfügen über umfassende, auch historische Kenntnisse kunstwissenschaftlicher Methoden und Arbeitstechniken,

1.4

sind in der Lage, kunstwissenschaftliche Zusammenhänge kompetent zu vermitteln,

1.5

verfügen über fachwissenschaftliche und fachdidaktische Kenntnisse, die es ermöglichen, kunstgeschichtliche und kunstwissenschaftliche Inhalte im Unterricht zu bearbeiten.

2

Verbindliche Studieninhalte

2.1

Geschichte der Kunst

2.1.1

Auseinandersetzung mit den Denkmälern der abendländischen Kunst nach Epochen und Gattungen, einschließlich der Kunst der Gegenwart

2.1.2

christliche und profane Ikonographie

2.1.3

Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Forschungsliteratur zu speziellen Fragen

2.2

Theorie

2.2.1

Quellenkunde, Theorie der Kunst

2.2.2

Geschichte und Methodologie der Kunstgeschichte

2.3

Praxis

2.3.1

Erarbeitung und eigenständige Formulierung kunstwissenschaftlicher Problemstellungen auf dem aktuellen Forschungsstand in mündlicher und schriftlicher Form

2.3.2

Erläuterung und Interpretation von Objekten vor dem Original

2.4

Fachdidaktik9

Die Studieninhalte orientieren sich an den Inhalten und Erfordernissen der Schulpraxis.

2.4.1

didaktische Bedeutung von Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft für den Unterricht in unterschiedlichen Fächern und aus Fächer verbindender Sicht

2.4.2

Modelle und Methoden der Kunstrezeption im Unterricht in den Bezugsfeldern Kunstwissenschaft und Kunstgeschichte unter Berücksichtigung des Bildungsplans

2.4.3

Museumspädagogik

3

Durchführung der Prüfung

Im Beifach Kunstgeschichte findet eine abschließende fachwissenschaftliche mündliche Prüfung von 45 Minuten Dauer statt. Vorab sind im Einvernehmen mit dem Prüfer zwei Schwerpunktthemen zu wählen; beide Schwerpunkte können aus dem Bereich 2.1. (Geschichte der Kunst) gewählt werden. Alternativ darf einer der beiden Schwerpunkte auch aus dem Bereich 2.2. (Theorie) stammen. Etwa 30 Minuten der Prüfung entfallen auf die Behandlung der Schwerpunktthemen und etwa 15 Minuten auf die des Grundlagen- und Überblickswissens. Die Fachdidaktik ist nicht Gegenstand dieser Prüfung. Der Vorsitzende ist für die Einhaltung der formalen und inhaltlichen Vorgaben verantwortlich.

Musikwissenschaft (Beifach)10

Die Studienabsolventinnen und -absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Schulpraxis. Fundiertes Wissen und Können in den genannten Bereichen der ersten Phase der Lehrerbildung sind die Basis für die zweite Phase an den Seminaren sowie für die anschließende Phase der Berufsausübung, in der die erworbenen Kompetenzen im Sinne des lebenslangen Lernens kontinuierlich weiterentwickelt werden. Der schulische Unterricht erfordert es, die erworbenen Kompetenzen schülerbezogen einzusetzen.

1

Kompetenzen

Die Absolventinnen und Absolventen

1.1

besitzen einen Überblick über die gesamte Musikgeschichte einschließlich vertiefter Kenntnisse konkreter Werke aus allen Epochen sowie Grundkenntnisse über Teilgebiete der außereuropäischen Musik,

1.2

verfügen über musiktheoretische Grundkenntnisse,

1.3

beherrschen Methoden der musikalischen Analyse,

1.4

beherrschen die fachspezifischen Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens, den gewissenhaften Umgang mit der Forschungsliteratur sowie die fundierte Erarbeitung eigener Thesen,

1.5

beherrschen Methoden der disziplinären und interdisziplinären Forschung,

1.6

sind in der Lage, musikwissenschaftliche Zusammenhänge auf der Basis fachdidaktischer und erziehungswissenschaftlicher Kenntnisse adressatengerecht zu vermitteln.

2

Verbindliche Studieninhalte

2.1

Musikgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart

2.1.1

Epochen im Überblick

2.1.2

Wichtige Gattungen

2.1.3

Repräsentative Einzelwerke

2.1.4

Lektüre musikästhetischer Schriften

2.2

Musiktheorie

2.2.1

Formenlehre, Satzlehre, Harmonielehre

2.2.2

Text-Musik-Verhältnis

2.2.3

Gehörbildung

2.3

Musikalische Analyse

2.3.1

Unterschiedliche Methoden (Grundkenntnisse) der musikalischen Analyse

2.3.2

Anwendung der Methoden auf spezifische Werke

2.4

Grundlagen der Fachdidaktik11

Die Studieninhalte orientieren sich an den Inhalten und Erfordernissen der Schulpraxis.

2.4.1

Didaktische Aspekte der Musikgeschichte, der Musiktheorie und der musikalischen Analyse

2.4.2

Modelle und Methoden fächerverbindenden Arbeitens, zum Beispiel in Verknüpfung mit dem jeweiligen Hauptfach

2.4.3

Auseinandersetzung mit der ästhetischen Gegenwart von Musik (Interpretationsgeschichte und -praxis)

3

Durchführung der Prüfung

Es erfolgt eine abschließende fachwissenschaftliche mündliche Prüfung. Zwei Drittel der Zeit entfällt auf die Prüfung von Schwerpunkten (vertieftes Wissen und Können wird erwartet), ein Drittel auf die Prüfung von Grundlagen- und Überblickswissen gemäß Kompetenzen und Studieninhalten (fundiertes Wissen und Können wird erwartet); die Fachdidaktik ist nicht Gegenstand dieser Prüfung. Der Vorsitzende ist für die Einhaltung der zeitlichen und inhaltlichen Vorgaben verantwortlich.

Die Prüfung dauert 45 Minuten. Die Bewerber wählen in Abstimmung mit ihren Prüfern zwei Schwerpunkte, die sich inhaltlich nicht überschneiden dürfen: eine Epoche und eine Gattung.

Psychologie (Beifach)

Die Studienabsolventinnen und -absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Schulpraxis. Fundiertes Wissen und Können in den genannten Bereichen der ersten Phase der Lehrerbildung sind die Basis für die zweite Phase an den Staatlichen Seminaren sowie für die anschließende Phase der Berufsausübung, in der die erworbenen Kompetenzen im Sinne des lebenslangen Lernens kontinuierlich weiterentwickelt werden. Der schulische Unterricht erfordert es, die erworbenen Kompetenzen schülerbezogen einzusetzen.

1

Kompetenzen

Die Studienabsolventinnen und -absolventen

1.1

Methoden wissenschaftlichen Arbeitens und Forschens

1.1.1

beherrschen Methoden wissenschaftlichen Arbeitens und Forschens,

1.1.2

verfügen über Methoden der Datenerhebung, -analyse und -auswertung,

1.1.3

kennen qualitative Ansätze,

1.1.4

können unterschiedliche Richtungen psychologischer Theoriebildung unterscheiden,

1.1.5

können wissenschaftliche Publikationen lesen, verstehen und kritisch reflektieren,

1.1.6

können wissenschaftliche Texte verfassen und adressatengerecht präsentieren,

1.2

Lernen und Lehren

1.2.1

verfügen über Grundlagen der Lernpsychologie und deren Relevanz für Lernen und Lehren,

1.2.2

kennen motivationale Voraussetzungen für Lernprozesse,

1.2.3

können kooperationsfördernde Lernumgebungen gestalten,

1.2.4

können individuelle Unterschiede bei Lehr-Lern-Prozessen berücksichtigen,

1.3

Entwicklung und Erziehung in sozialen Kontexten

1.3.1

verfügen über entwicklungspsychologische Grundlagen,

1.3.2

können Grundbegriffe (Reifung, Lernen, Prägung) und Bereiche des Entwicklungsgeschehens (kognitiv, emotional) unterscheiden,

1.3.3

können Konzepte der Persönlichkeitsentwicklung und der Bedeutung für Erziehungsprozesse einschätzen,

1.3.4

verfügen über Kenntnisse zu Zielen, Stilen und Gender-Aspekten der Erziehung,

1.4

Kommunikation und Interaktion

1.4.1

verfügen über Grundkenntnisse zur sozialen Wahrnehmung,

1.4.2

kennen Konzepte zur Analyse von Kommunikations- und Interaktionsprozessen,

1.4.3

können Gruppenprozesse systematisch beobachten und analysieren,

1.4.4

können Konflikte analysieren und damit umgehen,

1.5

Pädagogisch-psychologische Diagnostik und Evaluation

1.5.1

kennen traditionelle und neuere Konzepte der Lernstandserhebung und Leistungskontrolle,

1.5.2

können Testmethoden und Beobachtungsverfahren zur Leistungs- und Verhaltensbeurteilung adressatengerecht einsetzen,

1.5.3

kennen diagnostische Verfahren zur Analyse von Lern- und Verhaltensschwierigkeiten,

1.5.4

können Forschungsergebnisse zur Unterrichtsqualität interpretieren,

1.5.5

kennen Verfahren zur Evaluation von Unterricht,

1.6

Beratung und Intervention

1.6.1

können Instrumente der Beratung, der Prävention und Intervention einsetzen,

1.6.2

kennen Verfahren zur Förderung individueller Kompetenzen,

1.6.3

verfügen über Grundhaltungen und -fertigkeiten der Gesprächsführung und Beratung,

1.6.4

kennen Strategien zur Bewältigung von Problemen,

1.7

Grundlagen der Fachdidaktik

1.7.1

kennen den Erziehungs- und Bildungsauftrag des Psychologie-Unterrichts,

1.7.2

kennen fachdidaktische Positionen, Theorien und Forschungsergebnisse und reflektieren diese kritisch,

1.7.3

können Bildungspläne, Lehr- und Arbeitsmittel des Faches analysieren,

1.7.4

können Unterrichtsstunden planen und ihre Planungsgesichtspunkte darlegen,

1.8

Selbstkompetenz und soziale Kompetenzen

1.8.1

können sich in andere Personen hineinversetzen und so an deren Erleben teilhaben und zwischen verschiedenen Perspektiven wechseln (Empathiefähigkeit),

1.8.2

können die eigenen Lernerfahrungen, Wahrnehmungs- und Interpretationsmuster reflektieren und einordnen. Sie können ihr eigenes Lernen aktiv gestalten, das heißt selbst steuern und organisieren, evaluieren und weiter entwickeln (biographische Kompetenz),

1.8.3

können in sozialen Situationen ihre eigenen Anliegen kommunizieren und adressatengemäße Gespräche führen (Kommunikations- und Beziehungsfähigkeit),

1.8.4

können mit inner- und außerschulischen Partnern zusammenarbeiten (Kooperations- und Teamfähigkeit),

1.8.5

können in sozialen Situationen der Situation und den Beteiligten entsprechend angemessen handeln (Urteilsvermögen und Handlungskompetenz).

2

Verbindliche Studieninhalte

2.1

Methoden wissenschaftlichen Arbeitens und Forschens

2.1.1

Grundlagen der Wissenschaftstheorie und theoretischen Richtungen

2.1.2

Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens

2.1.3

Quantitative Forschungsmethoden und empirische Erhebung und Auswertung

2.2

Lernen und Lehren

2.2.1

Kognitive Grundlagen des Lernens und Lehrens (Wissenserwerb, Problemlösen, Kompetenzentwicklung, Metakognition)

2.2.2

Motivationale und emotionale Voraussetzungen des Lernens und Lehrens

2.2.3

Soziale und unterrichtliche Bedingungen des Lernens und Lehrens

2.2.4

Instruktion und Konstruktion

2.3

Entwicklung und Erziehung in sozialen Kontexten

2.3.1

Grundlagen und theoretische Fundierung von Entwicklung und Erziehung

2.3.2

Entwicklungsbereiche und Sozialisationseinflüsse (kognitiv, motivational, sozio-emotional, Werthaltungen)

2.3.3

Konzepte der Persönlichkeitsentwicklung

2.3.4

Entwicklungsgemäßes Erziehen und Unterrichten

2.3.5

Geschlechtsspezifische Aspekte von Entwicklung und Erziehung

2.4

Kommunikation und Interaktion

2.4.1

Soziale Wahrnehmung

2.4.2

Kommunikations- und Interaktionstheorien

2.4.3

Ursachen und Bewältigung von Konflikten

2.4.4

Sozialpsychologie von Gruppenprozessen (Strukturen, Rollen)

2.8

Pädagogisch-psychologische Diagnostik und Evaluation

2.8.1

Grundlagen, Ziele, Methoden und Verfahren (Test, Befragungsmethoden)

2.8.2

Diagnostische Aufgaben und Anwendungsbereiche

2.8.3

Evaluation und Qualitätssicherung

2.9

Beratung und Intervention

2.9.1

Grundbegriffe, Prinzipien und Techniken

2.9.2

Formen der Beratung

2.9.3

Lern- und Leistungsauffälligkeiten

2.9.4

Sozial-emotional auffälliges Verhalten

2.9.5

Bewältigungsstrategien

2.10

Fachdidaktik12

Die Studieninhalte orientieren sich an den Inhalten und Erfordernissen der Schulpraxis und der zweiten Phase der Lehrerbildung an Seminar und Schule.

2.10.1

Legitimation und Bildungsauftrag des Faches, Stellung im Fächerkanon

2.10.2 Fachdidaktische Theorien, curriculare Grundlegung des Fachunterrichts und didaktische Prinzipien

2.10.2

Fachdidaktische Theorien, curriculare Grundlegung des Fachunterrichts und didaktische Prinzipien

2.10.3

Unterrichtsformen zur Vermittlung von Wissen und pädagogisch-psychologischen Handlungskompetenzen

2.10.4

Kategoriensystem zur Beobachtung, Analyse und Planung von pädagogisch-psychologischen Prozessen

2.10.5

Entwicklung, Erprobung und Reflexion von Lehr- und Lernprozessen, unter besonderer Berücksichtigung von eigenverantwortlichem, systematischem Lernen, der Förderung kooperativer Lernformen und der Einbeziehung außerschulischer Lernorte

3

Durchführung der Prüfung

Es erfolgt eine abschließende fachwissenschaftliche mündliche Prüfung. Die Prüfung dauert 45 Minuten. Die Bewerber wählen in Abstimmung mit ihren Prüfern zwei Schwerpunktthemen aus zwei der Bereiche 2.2 bis 2.6. Zwei Drittel der Zeit entfallen auf die Prüfung der einzelnen Schwerpunktthemen (vertieftes Wissen und Können wird erwartet), ein Drittel auf die Prüfung von Grundlagen- und Überblickswissen gemäß Kompetenzen und Studieninhalten (fundiertes Wissen und Können wird erwartet). Die Fachdidaktik ist nicht Gegenstand dieser Prüfung. Der Vorsitzende ist für die Einhaltung der formalen und inhaltlichen Vorgaben verantwortlich.

Ur- und frühgeschichtliche Archäologie (Beifach)13

Die Studienabsolventinnen und -absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Schulpraxis. Fundiertes Wissen und Können in den genannten Bereichen der ersten Phase der Lehrerbildung sind die Basis für die Phase der Berufsausübung, in der die erworbenen Kompetenzen im Sinne des lebenslangen Lernens kontinuierlich weiterentwickelt werden. Der schulische Unterricht erfordert es, die erworbenen Kompetenzen schülerbezogen einzusetzen.

1

Kompetenzen

Die Studienabsolventen und -absolventinnen

1.1

verfügen über die wissenschaftlichen und fachdidaktischen Kompetenzen, um Vermittlungs-, Lern- und Bildungsprozesse im Beifach Ur- und frühgeschichtliche Archäologie zu initiieren und zu gestalten,

1.2

verfügen über ein strukturiertes Überblickswissen, das zentrale Aspekte (Epochen, Geographie und materielle Hinterlassenschaften) der Ur- und Frühgeschichte ebenso einschließt wie die regionale Archäologie,

1.3

können die ur- und frühgeschichtlichen Grundbegriffe anwenden und verfügen über klare geographische Vorstellungen,

1.4

sind vertraut mit den grundlegenden Methoden und Arbeitstechniken des Fachs,

1.5

können unter Einbeziehung archäologischer Funde und Befunde raum-, kulturen- und epochenübergreifende Phänomene darstellen, Problemstellungen erarbeiten und Transfers herstellen,

1.6

können thematische Schwerpunkte setzen, ur-und frühgeschichtliche Probleme ordnen und Zusammenhänge herstellen sowie das Wissen um die prähistorischen Wurzeln gegenwärtiger kultureller Phänomene vermitteln,

1.7

beherrschen die kritische Auseinandersetzung sowohl mit archäologischen Quellen als auch mit den wichtigen Ansätzen und Ergebnissen ur- und frühgeschichtlicher Forschung und können diese vermitteln,

1.8

können den Fragment- und Konstruktcharakter von Geschichte anhand der kritischen Auseinandersetzung mit archäologischen Quellen verdeutlichen sowie relevante Ansätze, Ergebnisse und Kontroversen archäologischer Forschung in Gegenstände historischen Lernens umwandeln,

1.9

sind in der Lage, die wichtigen wissenschaftlichen Hilfsmittel einschließlich der elektronischen Medien und des Internets als Instrumente der Recherche selbstständig und kritisch zu verwenden,

1.10

verfügen über fachdidaktisches Grundwissen, das sie befähigt, adressatengerechte Lehr- und Lernarrangements zu konzipieren und anhand musealer Zusammenhänge zu kulturhistorischem Verständnis und Problembewusstsein anzuleiten.

2

Verbindliche Studieninhalte

2.1

Grundkenntnisse

2.1.1

Periodisierung/Epochen

2.1.2

Quellenkunde und Quellenkritik der Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie

2.1.3

Methoden und Konzepte in der Ur- und Frühgeschichte: relative und absolute Chronologie, Stratigraphie, Typologie, Grundlagen naturwissenschaftlicher Datierungsmethoden, technologische/räumliche/Funktionsanalyse

2.1.4

feldarchäologische Grundlagen/Lehrgrabung

2.2

Vertiefungskenntnisse

2.2.1

ur- und frühgeschichtliche Epochen und ihre Charakteristika

2.2.2

Epochen und Fundgattungen übergreifende Ansätze in der Archäologie: Siedlungsarchäologie, Sozial- und Wirtschaftsarchäologie, Gräberarchäologie, Naturwissenschaftliche Archäologie

2.2.3

archäologische Quellengattungen und ihr Aussagepotential: Steingeräte, Keramik, Metallobjekte, organische Artefakte

2.2.4

regionale Archäologie

2.3

Grundlagen der Fachdidaktik14

Die Studieninhalte orientieren sich an den Inhalten und Erfordernissen der Schulpraxis.

2.3.1

Didaktik der musealen Präsentation

2.3.2

Vermittlung von historischem Wissen anhand materieller Manifestationen von Kultur und sozialen Gruppierungen

3

Durchführung der Prüfung

Es erfolgt eine abschließende fachwissenschaftliche mündliche Prüfung. Zwei Drittel der Zeit entfällt auf die Prüfung von Schwerpunkten (vertieftes Wissen und Können wird erwartet), ein Drittel auf die Prüfung von Grundlagen- und Überblickswissen gemäß Kompetenzen und Studieninhalten (fundiertes Wissen und Können wird erwartet); die Fachdidaktik ist nicht Gegenstand dieser Prüfung. Der Vorsitzende ist für die Einhaltung der formalen und inhaltlichen Vorgaben verantwortlich.

Die Prüfung dauert 45 Minuten. Die Bewerber wählen in Abstimmung mit ihren Prüfern zwei Schwerpunkte, einen aus dem Bereich der Epochen (Archäologie des Paläolithikums/Mesolithikums, Neolithikums, der Metallzeiten oder des Mittelalters), einen aus den Bereichen der Epochen und Fundgattungen übergreifenden Ansätze in der Archäologie oder der archäologischen Quellengattungen und ihres Aussagepotentials oder der regionalen Archäologie. Die beiden Schwerpunkte dürfen sich nicht überschneiden.


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Fußnoten ausblendenFußnoten

1

Nur in wenigen Fällen sind andere lebende Fremdsprachen Fächer allgemein bildender Gymnasien in Baden-Württemberg.

2

In den »Anderen lebenden Fremdsprachen« kann die Fachdidaktik auch in einem affinen Fach besucht werden, das heißt in den modernen Fremdsprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch oder Russisch.

3

In Astronomie kann die Fachdidaktik auch in Physik besucht werden.

5

In Geologie kann die Fachdidaktik auch in einem affinen Fach besucht werden, das heißt in Geographie.

5

Dieses Fach führt nicht zu einer Unterrichtserlaubnis für ein Fach an allgemein bildenden Gymnasien in Baden-Württemberg.

6

In Griechisch-Römischer Archäologie kann die Fachdidaktik auch in einem affinen Fach besucht werden, das heißt in Latein, Griechisch oder Geschichte.

7

Im Fach Hebräisch kann die Fachdidaktik auch in einem affinen Fach besucht werden, das heißt in den alten Sprachen Latein und Griechisch oder im Fach Jüdische Religionslehre.

8

Dieses Fach führt nicht zu einer Unterrichtserlaubnis für ein Fach an allgemein bildenden Gymnasien in Baden-Württemberg.

9

In Kunstwissenschaft kann die Fachdidaktik auch in einem affinen Fach besucht werden, das heißt in Bildende Kunst oder in Bildende Kunst / Intermediales Gestalten, alternativ in Geschichte.

10

Dieses Fach führt nicht zu einer Unterrichtserlaubnis für ein Fach an allgemein bildenden Gymnasien in Baden-Württemberg.

11

In Musikwissenschaft kann die Fachdidaktik auch in einem affinen Fach besucht werden, das heißt in Musik oder Musik/Jazz und Popularmusik, alternativ in Geschichte.

12

In Psychologie kann die Fachdidaktik auch in einem affinen Fach besucht werden, das heißt in Politikwissenschaft/Wirtschaftswissenschaft, Philosophie/Ethik oder Theologien beziehungsweise Religionslehren, alternativ kann eine weitere Veranstaltung des Bereichs 2.2 besucht werden.

13

Dieses Fach führt nicht zu einer Unterrichtserlaubnis für ein Fach an allgemein bildenden Gymnasien in Baden-Württemberg.

14

In ur- und frühgeschichtlicher Archäologie kann die Fachdidaktik auch in einem affinen Fach besucht werden, das heißt in Geschichte.

 


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