Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Suche

Erweiterte Suche Tipps und Tricks

Alle Dokumente

Suchmaske und Trefferliste maximieren
 


Trefferliste

Dokument

  in html speichern drucken pdf Dokument Ansicht maximierenDokumentansicht maximieren
Einzelnorm
Aktuelle GesamtausgabeGesamtausgaben-Liste
Blättern zur vorhergehenden Norm Blättern im Gesetz Blättern zur nachfolgenden Norm
Amtliche Abkürzung:StPO
Fassung vom:30.10.2017 Fassungen
Gültig ab:09.11.2017
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 312-2
Strafprozeßordnung
 
§ 53 Zeugnisverweigerungsrecht der Berufsgeheimnisträger
(1) Zur Verweigerung des Zeugnisses sind ferner berechtigt
1.
Geistliche über das, was ihnen in ihrer Eigenschaft als Seelsorger anvertraut worden oder bekanntgeworden ist;
2.
Verteidiger des Beschuldigten über das, was ihnen in dieser Eigenschaft anvertraut worden oder bekanntgeworden ist;
3.
Rechtsanwälte und Kammerrechtsbeistände, Patentanwälte, Notare, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Steuerberater und Steuerbevollmächtigte, Ärzte, Zahnärzte, Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Apotheker und Hebammen über das, was ihnen in dieser Eigenschaft anvertraut worden oder bekanntgeworden ist; für Syndikusrechtsanwälte (§ 46 Absatz 2 der Bundesrechtsanwaltsordnung) und Syndikuspatentanwälte (§ 41a Absatz 2 der Patentanwaltsordnung) gilt dies vorbehaltlich des § 53a nicht hinsichtlich dessen, was ihnen in dieser Eigenschaft anvertraut worden oder bekanntgeworden ist;
3a.
Mitglieder oder Beauftragte einer anerkannten Beratungsstelle nach den §§ 3 und 8 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes über das, was ihnen in dieser Eigenschaft anvertraut worden oder bekanntgeworden ist;
3b.
Berater für Fragen der Betäubungsmittelabhängigkeit in einer Beratungsstelle, die eine Behörde oder eine Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts anerkannt oder bei sich eingerichtet hat, über das, was ihnen in dieser Eigenschaft anvertraut worden oder bekanntgeworden ist;
4.
Mitglieder des Deutschen Bundestages, der Bundesversammlung, des Europäischen Parlaments aus der Bundesrepublik Deutschland oder eines Landtages über Personen, die ihnen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder dieser Organe oder denen sie in dieser Eigenschaft Tatsachen anvertraut haben, sowie über diese Tatsachen selbst;
5.
Personen, die bei der Vorbereitung, Herstellung oder Verbreitung von Druckwerken, Rundfunksendungen, Filmberichten oder der Unterrichtung oder Meinungsbildung dienenden Informations- und Kommunikationsdiensten berufsmäßig mitwirken oder mitgewirkt haben.
Die in Satz 1 Nr. 5 genannten Personen dürfen das Zeugnis verweigern über die Person des Verfassers oder Einsenders von Beiträgen und Unterlagen oder des sonstigen Informanten sowie über die ihnen im Hinblick auf ihre Tätigkeit gemachten Mitteilungen, über deren Inhalt sowie über den Inhalt selbst erarbeiteter Materialien und den Gegenstand berufsbezogener Wahrnehmungen. Dies gilt nur, soweit es sich um Beiträge, Unterlagen, Mitteilungen und Materialien für den redaktionellen Teil oder redaktionell aufbereitete Informations- und Kommunikationsdienste handelt.
(2) Die in Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 bis 3b Genannten dürfen das Zeugnis nicht verweigern, wenn sie von der Verpflichtung zur Verschwiegenheit entbunden sind. Die Berechtigung zur Zeugnisverweigerung der in Absatz 1 Satz 1 Nr. 5 Genannten über den Inhalt selbst erarbeiteter Materialien und den Gegenstand entsprechender Wahrnehmungen entfällt, wenn die Aussage zur Aufklärung eines Verbrechens beitragen soll oder wenn Gegenstand der Untersuchung
1.
eine Straftat des Friedensverrats und der Gefährdung des demokratischen Rechtsstaats oder des Landesverrats und der Gefährdung der äußeren Sicherheit (§§ 80a, 85, 87, 88, 95, auch in Verbindung mit § 97b, §§ 97a, 98 bis 100a des Strafgesetzbuches),
2.
eine Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung nach den §§ 174 bis 176, 177 Absatz 2 Nummer 1 des Strafgesetzbuches oder
3.
eine Geldwäsche, eine Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte nach § 261 Abs. 1 bis 4 des Strafgesetzbuches
ist und die Erforschung des Sachverhalts oder die Ermittlung des Aufenthaltsortes des Beschuldigten auf andere Weise aussichtslos oder wesentlich erschwert wäre. Der Zeuge kann jedoch auch in diesen Fällen die Aussage verweigern, soweit sie zur Offenbarung der Person des Verfassers oder Einsenders von Beiträgen und Unterlagen oder des sonstigen Informanten oder der ihm im Hinblick auf seine Tätigkeit nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 5 gemachten Mitteilungen oder deren Inhalts führen würde.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 53 Überschrift: Eingef. durch Art. 1 Nr. 13 G v. 17.7.2015 I 1332 mWv 25.7.2015
§ 53 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 (früher Abs. 1 Nr. 3): IdF d. Bek v. 17.9.1965 I 1373, d. Art. 5 Nr. 1 nach Maßgabe d. Art. 10 u.11 G v. 16.6.1998 I 1311 mWv 1.1.1999 u. d. Art. 10 Nr. 1 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 31.8.1998 I 2585 mWv 8.9.1998; jetzt Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 gem. Art. 1 Nr. 1 Buchst. a DBuchst. bb G v. 15.2.2002 I 682 mWv 23.2.2002; idF d. Art. 4 G v. 21.12.2015 I 2517 mWv 1.1.2016 u. d. Art. 2 Nr. 2 G v. 30.10.2017 I 3618 mWv 9.11.2017
§ 53 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3a (früher Abs. 1 Nr. 3a): IdF d. Art. 14 Nr. 1 G v. 27.7.1992 I 1398 mWv 5.8.1992 u. d. Art. 9 Abs. 2 G v. 21.8.1995 I 1050 mWv 1.10.1995; jetzt Abs. 1 Satz 1 Nr. 3a gem. Art. 1 Nr. 1 Buchst. a DBuchst. bb G v. 15.2.2002 I 682 mWv 23.2.2002
§ 53 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3b (früher Abs. 1 Nr. 3b): Eingef. durch Art. 1 Nr. 1 Buchst. a G v. 23.7.1992 I 1366 mWv 31.7.1992; jetzt Abs. 1 Satz 1 Nr. 3b gem. Art. 1 Nr. 1 Buchst. a DBuchst. bb G v. 15.2.2002 I 682 mWv 23.2.2002
§ 53 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4: IdF d. Art. 1 Nr. 1 G v. 26.6.2009 I 1597 mWv 1.8.2009
§ 53 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 (früher Abs. 1 Nr. 5): IdF d. Art. 1 Nr. 1 Buchst. a DBuchst. aa G v. 15.2.2002 I 682 mWv 23.2.2002; jetzt Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 gem. Art. 1 Nr. 1 Buchst. a DBuchst. bb G v. 15.2.2002 I 682 mWv 23.2.2002
§ 53 Abs. 1 Satz 2 u. 3: Eingef. durch Art. 1 Nr. 1 Buchst. a DBuchst. bb G v. 15.2.2002 I 682 mWv 23.2.2002
§ 53 Abs. 2 Satz 1 (früher Abs. 2): IdF d. Art. 1 Nr. 1 Buchst. b G v. 23.7.1992 I 1366 mWv 31.7.1992 u. d. Art. 1 Nr. 1 Buchst. b DBuchst. aa G v. 15.2.2002 I 682 mWv 23.2.2002; jetzt Abs. 2 Satz 1 gem. Art. 1 Nr. 1 Buchst. b DBuchst. bb G v. 15.2.2002 I 682 mWv 23.2.2002
§ 53 Abs. 2 Satz 2 u. 3: Eingef. durch Art. 1 Nr. 1 Buchst. b DBuchst. bb G v. 15.2.2002 I 682 mWv 23.2.2002
§ 53 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2: IdF d. Art. 2 Abs. 5 Nr. 1 G v. 4.11.2016 I 2460 mWv 10.11.2016

Weitere Fassungen dieser Norm ausblendenWeitere Fassungen dieser Norm

§ 53 StPO wird von folgenden Dokumenten zitiert ausblenden§ 53 StPO wird von folgenden Dokumenten zitiert

Dieses Gesetz wurde von 16 Normen geändert ausblendenDieses Gesetz wurde von 16 Normen geändert

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten:
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=BJNR006290950BJNE010213311&psml=bsbawueprod.psml&max=true

Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=StPO+%C2%A7+53&psml=bsbawueprod.psml&max=true


Blättern zur vorhergehenden Norm Blättern im Gesetz Blättern zur nachfolgenden Norm