Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Suche

Erweiterte Suche Tipps und Tricks

Alle Dokumente

Suchmaske und Trefferliste maximieren
 


Trefferliste

Dokument

  in html speichern drucken pdf Dokument Ansicht maximierenDokumentansicht maximieren
Einzelnorm
Aktuelle GesamtausgabeGesamtausgaben-Liste
Blättern zur vorhergehenden Norm Blättern im Gesetz Blättern zur nachfolgenden Norm
juris-Abkürzung:SGB 5
Fassung vom:06.05.2019 Fassungen
Gültig ab:11.05.2019
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 860-5
Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)
 
§ 39 Krankenhausbehandlung
(1) Die Krankenhausbehandlung wird vollstationär, stationsäquivalent, teilstationär, vor- und nachstationär sowie ambulant erbracht. Versicherte haben Anspruch auf vollstationäre oder stationsäquivalente Behandlung durch ein nach § 108 zugelassenes Krankenhaus, wenn die Aufnahme oder die Behandlung im häuslichen Umfeld nach Prüfung durch das Krankenhaus erforderlich ist, weil das Behandlungsziel nicht durch teilstationäre, vor- und nachstationäre oder ambulante Behandlung einschließlich häuslicher Krankenpflege erreicht werden kann. Die Krankenhausbehandlung umfaßt im Rahmen des Versorgungsauftrags des Krankenhauses alle Leistungen, die im Einzelfall nach Art und Schwere der Krankheit für die medizinische Versorgung der Versicherten im Krankenhaus notwendig sind, insbesondere ärztliche Behandlung (§ 28 Abs. 1), Krankenpflege, Versorgung mit Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, Unterkunft und Verpflegung; die akutstationäre Behandlung umfasst auch die im Einzelfall erforderlichen und zum frühestmöglichen Zeitpunkt einsetzenden Leistungen zur Frührehabilitation. Die stationsäquivalente Behandlung umfasst eine psychiatrische Behandlung im häuslichen Umfeld durch mobile ärztlich geleitete multiprofessionelle Behandlungsteams. Sie entspricht hinsichtlich der Inhalte sowie der Flexibilität und Komplexität der Behandlung einer vollstationären Behandlung.
(1a) Die Krankenhausbehandlung umfasst ein Entlassmanagement zur Unterstützung einer sektorenübergreifenden Versorgung der Versicherten beim Übergang in die Versorgung nach Krankenhausbehandlung. § 11 Absatz 4 Satz 4 gilt. Das Krankenhaus kann mit Leistungserbringern nach § 95 Absatz 1 Satz 1 vereinbaren, dass diese Aufgaben des Entlassmanagements wahrnehmen. § 11 des Apothekengesetzes bleibt unberührt. Der Versicherte hat gegenüber der Krankenkasse einen Anspruch auf Unterstützung des Entlassmanagements nach Satz 1; soweit Hilfen durch die Pflegeversicherung in Betracht kommen, kooperieren Kranken- und Pflegekassen miteinander. Das Entlassmanagement umfasst alle Leistungen, die für die Versorgung nach Krankenhausbehandlung erforderlich sind, insbesondere die Leistungen nach den §§ 37b, 38, 39c sowie alle dafür erforderlichen Leistungen nach dem Elften Buch. Soweit dies für die Versorgung des Versicherten unmittelbar nach der Entlassung erforderlich ist, können die Krankenhäuser die in § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 6 und 12 genannten Leistungen verordnen und die Arbeitsunfähigkeit feststellen; hierfür gelten die Bestimmungen über die vertragsärztliche Versorgung mit der Maßgabe, dass bis zur Verwendung der Arztnummer nach § 293 Absatz 7 Satz 3 Nummer 1 eine im Rahmenvertrag nach Satz 9 erster Halbsatz zu vereinbarende alternative Kennzeichnung zu verwenden ist. Bei der Verordnung von Arzneimitteln können Krankenhäuser eine Packung mit dem kleinsten Packungsgrößenkennzeichen gemäß der Packungsgrößenverordnung verordnen; im Übrigen können die in § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 6 genannten Leistungen für die Versorgung in einem Zeitraum von bis zu sieben Tagen verordnet und die Arbeitsunfähigkeit festgestellt werden (§ 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 7). Der Gemeinsame Bundesausschuss bestimmt in den Richtlinien nach § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 6, 7 und 12 die weitere Ausgestaltung des Verordnungsrechts nach Satz 7. Die weiteren Einzelheiten zu den Sätzen 1 bis 7, insbesondere zur Zusammenarbeit der Leistungserbringer mit den Krankenkassen, regeln der Spitzenverband Bund der Krankenkassen auch als Spitzenverband Bund der Pflegekassen, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Deutsche Krankenhausgesellschaft unter Berücksichtigung der Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses in einem Rahmenvertrag. Wird der Rahmenvertrag ganz oder teilweise beendet und kommt bis zum Ablauf des Vertrages kein neuer Rahmenvertrag zustande, entscheidet das sektorenübergreifende Schiedsgremium auf Bundesebene gemäß § 89a. Vor Abschluss des Rahmenvertrages ist der für die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Interessen gebildeten maßgeblichen Spitzenorganisation der Apotheker sowie den Vereinigungen der Träger der Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Das Entlassmanagement und eine dazu erforderliche Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten dürfen nur mit Einwilligung und nach vorheriger Information des Versicherten erfolgen. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Information, Einwilligung und Widerruf bedürfen der Schriftform.
(2) Wählen Versicherte ohne zwingenden Grund ein anderes als ein in der ärztlichen Einweisung genanntes Krankenhaus, können ihnen die Mehrkosten ganz oder teilweise auferlegt werden.
(3) Die Landesverbände der Krankenkassen, die Ersatzkassen und die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See gemeinsam erstellen unter Mitwirkung der Landeskrankenhausgesellschaft und der Kassenärztlichen Vereinigung ein Verzeichnis der Leistungen und Entgelte für die Krankenhausbehandlung in den zugelassenen Krankenhäusern im Land oder in einer Region und passen es der Entwicklung an (Verzeichnis stationärer Leistungen und Entgelte). Dabei sind die Entgelte so zusammenzustellen, daß sie miteinander verglichen werden können. Die Krankenkassen haben darauf hinzuwirken, daß Vertragsärzte und Versicherte das Verzeichnis bei der Verordnung und Inanspruchnahme von Krankenhausbehandlung beachten.
(4) Versicherte, die das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben, zahlen vom Beginn der vollstationären Krankenhausbehandlung an innerhalb eines Kalenderjahres für längstens 28 Tage den sich nach § 61 Satz 2 ergebenden Betrag je Kalendertag an das Krankenhaus. Die innerhalb des Kalenderjahres bereits an einen Träger der gesetzlichen Rentenversicherung geleistete Zahlung nach § 32 Abs. 1 Satz 2 des Sechsten Buches sowie die nach § 40 Abs. 6 Satz 1 geleistete Zahlung sind auf die Zahlung nach Satz 1 anzurechnen.
(5) (weggefallen)

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 39 Abs. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 23 Buchst. a G v. 21.12.1992 I 2266 mWv 1.1.1993; früherer Satz 4 bis 6 aufgeh. durch Art. 1 Nr. 9 Buchst. a G v. 16.7.2015 I 1211 mWv 23.7.2015
§ 39 Abs. 1 Satz 1 u. 2: IdF d. Art. 5 Nr. 1 Buchst. a G v. 19.12.2016 I 2986 mWv 1.1.2017
§ 39 Abs. 1 Satz 3: IdF d. Art. 5 Nr. 11 nach Maßgabe d. Art. 67 G v. 19.6.2001 I 1046 mWv 1.7.2001
§ 39 Abs. 1 Satz 4 u. 5: Eingef. durch Art. 5 Nr. 1 Buchst. b G v. 19.12.2016 I 2986 mWv 1.1.2017
§ 39 Abs. 1a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 9 Buchst. b G v. 16.7.2015 I 1211 mWv 23.7.2015
§ 39 Abs. 1a Satz 6: Eingef. durch Art. 1 Nr. 17 Buchst. a G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 39 Abs. 1a Satz 7 (früher Satz 6): IdF d. Art. 8 Nr. 2 G v. 18.7.2017 I 2757 mWv 29.7.2017; früher Satz 6 jetzt Satz 7 gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 17 Buchst. a u. b G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 39 Abs. 1a Satz 8: Früher Satz 7 jetzt Satz 8 gem. Art. 1 Nr. 17 Buchst. a G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 39 Abs. 1a Satz 9: Früher Satz 8 jetzt Satz 9 gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 17 Buchst. a u. c G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 39 Abs. 1a Satz 10: Früher Satz 9 jetzt Satz 10 gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 17 Buchst. a u. d G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 39 Abs. 1a Satz 11: Eingef. durch Art. 1 Nr. 17 Buchst. d G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 39 Abs. 1a Satz 12: Früher Satz 10 jetzt Satz 12 gem. Art. 1 Nr. 17 Buchst. a u. d G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 39 Abs. 1a Satz 13: Früher Satz 11 jetzt Satz 13 gem. Art. 1 Nr. 17 Buchst. a u. d G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 39 Abs. 1a Satz 14: Früher Satz 12 jetzt Satz 14 gem. Art. 1 Nr. 17 Buchst. a u. d G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 39 Abs. 1a Satz 15: Früher Satz 13 jetzt Satz 15 gem. Art. 1 Nr. 17 Buchst. a u. d G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 39 Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 6 Nr. 3 G v. 9.12.2004 I 3242 mWv 1.10.2005, d. Art. 1 Nr. 24 G v. 26.3.2007 I 378 mWv 1.7.2008 u. d. Art. 5 Nr. 3 Buchst. a G v. 19.12.2007 I 3024 iVm Bek. v. 28.12.2007 I 3305 mWv 28.12.2007
§ 39 Abs. 3 Satz 3: IdF d. Art. 1 Nr. 23 Buchst. b G v. 21.12.1992 I 2266 mWv 1.1.1993
§ 39 Abs. 4: IdF d. Art. 1 Nr. 23 Buchst. c G v. 21.12.1992 I 2266 mWv 1.1.1993
§ 39 Abs. 4 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 11 Buchst. a G v. 1.11.1996 I 1631 mWv 1.1.1997, d. Art. 1 Nr. 11 nach Maßgabe d. Art. 17 G v. 23.6.1997 I 1520 mWv 1.7.1997, d. Art. 1 Nr. 5 G v. 23.10.2001 I 2702 mWv 1.1.2002, d. Art. 1 Nr. 30 Buchst. a G v. 14.11.2003 I 2190 mWv 1.1.2004 u. d. Art. 3 Nr. 2 G v. 17.3.2009 I 534 mWv 25.3.2009
§ 39 Abs. 4 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 30 Buchst. b G v. 14.11.2003 I 2190 mWv 1.1.2004
§ 39 Abs. 4: Früherer Satz 3 aufgeh. durch Art. 2 Nr. 11 Buchst. b G v. 1.11.1996 I 1631 mWv 1.1.1997
§ 39 Abs. 5: Aufgeh. durch Art. 5 Nr. 3 Buchst. b G v. 19.12.2007 I 3024 iVm Bek. v. 28.12.2007 I 3305 mWv 28.12.2007

Weitere Fassungen dieser Norm ausblendenWeitere Fassungen dieser Norm

§ 39 SGB 5 wird von folgenden Dokumenten zitiert ausblenden§ 39 SGB 5 wird von folgenden Dokumenten zitiert

Dieses Gesetz wurde von 15 Normen geändert ausblendenDieses Gesetz wurde von 15 Normen geändert

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten:
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=BJNR024820988BJNE012216817&psml=bsbawueprod.psml&max=true

Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=SGB+5+%C2%A7+39&psml=bsbawueprod.psml&max=true


Blättern zur vorhergehenden Norm Blättern im Gesetz Blättern zur nachfolgenden Norm