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Amtliche Abkürzung:KWG
Fassung vom:18.12.2018 Fassungen
Gültig ab:01.01.2019
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 7610-1
Gesetz über das Kreditwesen
Kreditwesengesetz
§ 36 Maßnahmen gegen Geschäftsleiter und Mitglieder des Verwaltungs- oder Aufsichtsorgans
(1) In den Fällen des § 35 Abs. 2 Nr. 3, 4 und 6 kann die Bundesanstalt, statt die Erlaubnis aufzuheben, die Abberufung der verantwortlichen Geschäftsleiter verlangen und diesen Geschäftsleitern auch die Ausübung ihrer Tätigkeit bei Instituten oder Unternehmen in der Rechtsform einer juristischen Person untersagen. Für die Zwecke des Satzes 1 ist § 35 Abs. 2 Nr. 4 mit der Maßgabe anzuwenden, dass bei der Berechnung der Höhe des Verlustes Bilanzierungshilfen, mittels derer ein Verlustausweis vermindert oder vermieden wird, nicht berücksichtigt werden. Im Falle eines Verstoßes gegen die §§ 25i, 25k oder 25m oder gegen die Verordnung (EU) 2015/847 kann die Bundesanstalt den dafür verantwortlichen Geschäftsleitern auch die Ausübung ihrer Tätigkeit bei Verpflichteten nach § 2 Absatz 1 des Geldwäschegesetzes untersagen.
(1a) In den Fällen des Artikels 20 Absatz 1 Buchstabe b bis d der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 kann die Bundesanstalt, statt die Erlaubnis aufzuheben, die Abberufung der verantwortlichen Geschäftsleiter verlangen und diesen Geschäftsleitern auch die Ausübung ihrer Tätigkeit bei Instituten in der Rechtsform einer juristischen Person untersagen. Die Bundesanstalt kann eine Abberufung auch verlangen, wenn die Voraussetzungen des Artikels 27 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 nicht gegeben sind oder die Voraussetzungen des Artikels 31 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 vorliegen.
(1b) In den Fällen des Artikels 20 Absatz 1 Buchstabe b bis d oder des Artikels 57 Absatz 1 Buchstabe b bis d der Verordnung (EU) Nr. 909/2014 kann die Bundesanstalt, statt die Zulassung nach Artikel 20 der Verordnung (EU) Nr. 909/2014 oder die Genehmigung nach Artikel 57 der Verordnung (EU) Nr. 909/2014 zu entziehen, die Abberufung der verantwortlichen Geschäftsleiter verlangen und diesen Geschäftsleitern auch die Ausübung ihrer Tätigkeit bei Instituten in der Rechtsform einer juristischen Person untersagen. Die Bundesanstalt kann eine Abberufung auch dann verlangen, wenn die Voraussetzungen des Artikels 27 der Verordnung (EU) Nr. 909/2014 nicht gegeben sind.
(2) Die Bundesanstalt kann die Abberufung eines Geschäftsleiters auch verlangen und diesem Geschäftsleiter auch die Ausübung seiner Tätigkeit bei Instituten oder Unternehmen in der Rechtsform einer juristischen Person untersagen, wenn dieser vorsätzlich oder leichtfertig gegen die Bestimmungen dieses Gesetzes, der Verordnung (EU) Nr. 575/2013, der Verordnung (EU) Nr. 648/2012, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, der Verordnung (EU) Nr. 600/2014, der Verordnung (EU) Nr. 909/2014, der Verordnung (EU) 2015/2365, der Verordnung (EU) 2016/1011, des Gesetzes über Bausparkassen, des Depotgesetzes, des Geldwäschegesetzes, des Kapitalanlagegesetzbuchs, des Pfandbriefgesetzes, des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes oder des Wertpapierhandelsgesetzes, gegen die Artikel 6, 7, 9, 18 bis 26 oder 27 Absatz 1 oder 4 der Verordnung (EU) 2017/2402, gegen die zur Durchführung dieser Gesetze erlassenen Verordnungen, die zur Durchführung der Richtlinie 2013/36/EU und der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 erlassenen Rechtsakte, die zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, der Verordnung (EU) Nr. 600/2014, der Verordnung (EU) Nr. 909/2014, der Verordnung (EU) 2015/2365, der Verordnung (EU) 2016/1011 oder der Verordnung (EU) 2017/2402 erlassenen Rechtsakte oder gegen Anordnungen der Bundesanstalt verstoßen hat und trotz Verwarnung durch die Bundesanstalt dieses Verhalten fortsetzt.
(3) Die Bundesanstalt kann von den in § 25d Absatz 3 Satz 1 und 2 sowie § 25d Absatz 3a Satz 1 genannten Unternehmen die Abberufung einer der in § 25d Absatz 3 Satz 1 und 2 sowie § 25d Absatz 3a Satz 1 bezeichneten Person verlangen und einer solchen Person die Ausübung ihrer Tätigkeit untersagen, wenn
1.
Tatsachen vorliegen, aus denen sich ergibt, dass die Person nicht zuverlässig ist,
2.
Tatsachen vorliegen, aus denen sich ergibt, dass die Person nicht die erforderliche Sachkunde besitzt,
3.
Tatsachen vorliegen, aus denen sich ergibt, dass die Person der Wahrnehmung ihrer Aufgaben nicht ausreichend Zeit widmet,
4.
der Person wesentliche Verstöße des Unternehmens gegen die Grundsätze einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung wegen sorgfaltswidriger Ausübung ihrer Überwachungs- und Kontrollfunktion verborgen geblieben sind und sie dieses sorgfaltswidrige Verhalten trotz Verwarnung durch die Bundesanstalt fortsetzt,
5.
die Person nicht alles Erforderliche zur Beseitigung festgestellter Verstöße veranlasst hat und dies trotz Verwarnung durch die Bundesanstalt auch weiterhin unterlässt,
6.
die Person bereits Geschäftsleiter desselben Unternehmens ist,
7.
die Person Geschäftsleiter desselben Unternehmens war und bereits zwei ehemalige Geschäftsleiter des Unternehmens Mitglied des Verwaltungs- oder Aufsichtsorgans sind,
8.
die nach § 25d Absatz 3 Satz 1 oder Satz 2 bezeichnete Person mehr als vier Kontrollmandate ausübt und die Bundesanstalt ihr nicht die Ausübung weiterer Mandate gestattet hat,
9.
die nach § 25d Absatz 3 Satz 1 oder Satz 2 bezeichnete Person mehr als eine Geschäftsleiter- und zwei Aufsichtsfunktionen ausübt und die Bundesanstalt ihr nicht die Ausübung weiterer Mandate gestattet hat oder
10.
die nach § 25d Absatz 3a Satz 1 bezeichnete Person mehr als fünf Kontrollmandate bei unter der Aufsicht der Bundesanstalt stehenden Unternehmen ausübt.
Bei Instituten, die auf Grund ihrer Rechtsform einer besonderen Rechtsaufsicht unterliegen, erfolgt eine Maßnahme nach Satz 1 erst nach Anhörung der zuständigen Behörde für die Rechtsaufsicht über diese Institute. Soweit das Gericht auf Antrag des Aufsichtsrats ein Aufsichtsratsmitglied abzuberufen hat, kann dieser Antrag bei Vorliegen der Voraussetzungen nach Satz 1 Nummer 1 bis 10 auch von der Bundesanstalt gestellt werden, wenn der Aufsichtsrat dem Abberufungsverlangen der Aufsichtsbehörde nicht nachgekommen ist. Die Abberufung von Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat erfolgt allein nach den Vorschriften der Mitbestimmungsgesetze.
(4) Die Bundesanstalt kann von den in § 25d Absatz 13 genannten Unternehmen die Abberufung eines Mitglieds des Verwaltungs- oder Aufsichtsorgans verlangen und einer solchen Person die Ausübung ihrer Tätigkeit untersagen, wenn
1.
Tatsachen vorliegen, aus denen sich ergibt, dass die Person nicht zuverlässig ist,
2.
Tatsachen vorliegen, aus denen sich ergibt, dass die Person nicht die erforderliche Sachkunde besitzt,
3.
Tatsachen vorliegen, aus denen sich ergibt, dass die Person der Wahrnehmung ihrer Aufgaben nicht ausreichend Zeit widmet,
4.
der Person wesentliche Verstöße des Unternehmens gegen die Grundsätze einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung wegen sorgfaltswidriger Ausübung ihrer Überwachungs- und Kontrollfunktion verborgen geblieben sind und sie dieses sorgfaltswidrige Verhalten trotz Verwarnung durch die Bundesanstalt fortsetzt oder
5.
die Person nicht alles Erforderliche zur Beseitigung festgestellter Verstöße veranlasst hat und dies trotz Verwarnung durch die Bundesanstalt auch weiterhin unterlässt.
Soweit das Gericht auf Antrag des Verwaltungs- oder Aufsichtsorgans ein Mitglied des Verwaltungs- oder Aufsichtsorgans abzuberufen hat, kann dieser Antrag bei Vorliegen der Voraussetzungen nach Satz 1 auch von der Bundesanstalt gestellt werden, wenn das Verwaltungs- oder Aufsichtsorgan dem Abberufungsverlangen der Bundesanstalt nicht nachgekommen ist. Die Abberufung von Arbeitnehmervertretern im Verwaltungs- oder Aufsichtsorgan erfolgt allein nach den Vorschriften der Mitbestimmungsgesetze.

Fußnoten ausblendenFußnoten

(+++ § 36: Zur Nichtanwendung vgl. § 2 Abs. 5 +++)
(+++ § 36 Abs. 3 Satz 1 u. 2: Zur Nichtanwendung vgl. § 2 Abs. 9a Satz 1 +++)
§ 36 Überschrift: IdF d. Art. 1 Nr. 9 Buchst. a G v. 18.12.2018 I 2626 mWv 1.1.2019
§ 36 Abs. 1 Satz 1 (früher Abs. 1): IdF d. Art. 2 Nr. 40 Buchst. a G v. 22.4.2002 I 1310 mWv 1.5.2002; jetzt Abs. 1 Satz 1 gem. Art. 6 Nr. 29 Buchst. b G v. 21.6.2002 I 2010 mWv 1.7.2002; idF d. Art. 6 Nr. 19 Buchst. a G v. 23.6.2017 I 1693 mWv 3.1.2018
§ 36 Abs. 1 Satz 2: Eingef. durch Art. 6 Nr. 29 Buchst. b G v. 21.6.2002 I 2010 mWv 1.7.2002
§ 36 Abs. 1 Satz 3: Eingef. durch Art. 17 Nr. 3 G v. 23.6.2017 I 1822 mWv 26.6.2017
§ 36 Abs. 1a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 10 Buchst. a G v. 13.2.2013 I 174 mWv 16.2.2013
§ 36 Abs. 1b: Eingef. durch Art. 3 Nr. 13 Buchst. a G v. 30.6.2016 I 1514 mWv 2.7.2016
§ 36 Abs. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 9 Buchst. b G v. 18.12.2018 I 2626 mWv 1.1.2019
§ 36 Abs. 3: IdF d. Art. 1 Nr. 64 Buchst. c G v. 28.8.2013 I 3395 mWv 1.1.2014
§ 36 Abs. 3 Satz 1 Eingangssatz: IdF d. Art. 1 Nr. 25 Buchst. b DBuchst. aa G v. 15.7.2014 I 934 mWv 19.7.2014
§ 36 Abs. 3 Satz 1 Nr. 6 u. 7: IdF d. Art. 1 Nr. 25 Buchst. b DBuchst. bb G v. 15.7.2014 I 934 mWv 19.7.2014 u. d. Art. 2 Nr. 19 Buchst. a G v. 2.11.2015 I 1864 mWv 6.11.2015
§ 36 Abs. 3 Satz 1 Nr. 8: IdF d. Art. 1 Nr. 25 Buchst. b DBuchst. cc G v. 15.7.2014 I 934 mWv 19.7.2014
§ 36 Abs. 3 Satz 1 Nr. 9: IdF d. Art. 1 Nr. 25 Buchst. b DBuchst. dd G v. 15.7.2014 I 934 mWv 19.7.2014
§ 36 Abs. 3 Satz 1 Nr. 10: Eingef. durch Art. 1 Nr. 25 Buchst. b DBuchst. ee G v. 15.7.2014 I 934 mWv 19.7.2014
§ 36 Abs. 3 Satz 3: IdF d. Art. 2 Nr. 19 Buchst. b G v. 2.11.2015 I 1864 mWv 6.11.2015
§ 36 Abs. 4: Eingef. durch Art. 6 Nr. 19 Buchst. c G v. 23.6.2017 I 1693 mWv 3.1.2018

Weitere Fassungen dieser Norm ausblendenWeitere Fassungen dieser Norm

§ 36 KWG, vom 23.06.2017, gültig ab 03.01.2018 bis 31.12.2018
§ 36 KWG, vom 23.06.2017, gültig ab 01.01.2018 bis 02.01.2018
§ 36 KWG, vom 23.06.2017, gültig ab 26.06.2017 bis 31.12.2017
§ 36 KWG, vom 23.06.2017, gültig ab 25.06.2017 bis 25.06.2017
§ 36 KWG, vom 30.06.2016, gültig ab 02.07.2016 bis 24.06.2017
§ 36 KWG, vom 02.11.2015, gültig ab 06.11.2015 bis 01.07.2016
§ 36 KWG, vom 15.07.2014, gültig ab 19.07.2014 bis 05.11.2015
§ 36 KWG, vom 28.08.2013, gültig ab 01.01.2014 bis 18.07.2014
§ 36 KWG, vom 27.06.2013, gültig ab 04.07.2013 bis 31.12.2013
§ 36 KWG, vom 13.02.2013, gültig ab 16.02.2013 bis 03.07.2013
§ 36 KWG, vom 20.03.2009, gültig ab 01.01.2011 bis (gegenstandslos)
§ 36 KWG, vom 25.06.2009, gültig ab 01.01.2011 bis (gegenstandslos)
§ 36 KWG, vom 09.12.2010, gültig ab 01.01.2011 bis 15.02.2013
§ 36 KWG, vom 17.10.2008, gültig ab 01.01.2011 bis (gegenstandslos)
§ 36 KWG, vom 25.06.2009, gültig ab 31.10.2009 bis (gegenstandslos)
§ 36 KWG, vom 29.07.2009, gültig ab 31.10.2009 bis 31.12.2010
§ 36 KWG, vom 29.07.2009, gültig ab 01.08.2009 bis 30.10.2009
§ 36 KWG, vom 20.03.2009, gültig ab 26.03.2009 bis 31.07.2009
§ 36 KWG, vom 17.10.2008, gültig ab 18.10.2008 bis 25.03.2009
§ 36 KWG, vom 22.05.2005, gültig ab 19.07.2005 bis 17.10.2008
§ 36 KWG, vom 15.12.2003, gültig ab 01.01.2004 bis 18.07.2005
§ 36 KWG, vom 21.06.2002, gültig ab 01.07.2002 bis 31.12.2003
§ 36 KWG, vom 22.04.2002, gültig ab 01.05.2002 bis 30.06.2002
§ 36 KWG, vom 09.09.1998, gültig ab 01.08.1998 bis 30.04.2002
§ 36 KWG, vom 22.10.1997, gültig ab 01.01.1998 bis 31.07.1998
§ 36 KWG, vom 22.01.1996, gültig ab 31.12.1995 bis 31.12.1997
§ 36 KWG, vom 30.06.1993, gültig ab 01.07.1993 bis 30.12.1995
§ 36 KWG, vom 11.07.1985, gültig ab 01.07.1985 bis 30.06.1993

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