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juris-Abkürzung:OPWeitBiV BW
Fassung vom:18.07.2017 Fassungen
Gültig ab:05.08.2017
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2123-5
Verordnung des Sozialministeriums
über die Weiterbildung auf dem Gebiet Operationsdienst/Endoskopiedienst für Personen mit Berufserlaubnis nach dem Pflegeberufegesetz
Vom 19. Dezember 2000

§ 2
Dauer, Gliederung und Abschluss der Weiterbildung

(1) Die Weiterbildung erfolgt unabhängig vom Zeitpunkt der Abschlussprüfung als zweijähriger berufsbegleitender Lehrgang mit theoretischem und praktischem Unterricht sowie einer in den Lehrgang eingegliederten praktischen Mitarbeit in den fachspezifischen Aufgabenbereichen unter Wahrung des Weiterbildungsauftrages. Sie erfolgt auf der Grundlage eines detaillierten Lehrplanes mit Lernzielen und zugeordneter Dozentenqualifikation. Auf die Dauer des Lehrganges können abgeleistete Weiterbildungszeiten im Umfang ihrer Gleichwertigkeit durch die Leitung der Weiterbildung angerechnet werden.

(2) Der Lehrgang umfasst:

1.

theoretischen und praktischen Unterricht von mindestens 720 Unterrichtsstunden, deren Dauer jeweils 45 Minuten beträgt,

2.

praktische Weiterbildung durch Mitarbeit an obligatorischen und fakultativen Einsatzplätzen im Umfang von mindestens 2350 Stunden, die unter fachkundiger Praxisanleitung steht,

3.

die Abschlussprüfung.

(3) Der Weiterbildungslehrgang gliedert sich in zwei Abschnitte. Im ersten Abschnitt kann eine gemeinsame Weiterbildung stattfinden. Im zweiten Abschnitt findet die Weiterbildung getrennt entsprechend dem jeweils gewählten Schwerpunktbereich Operationsdienst oder Endoskopiedienst statt. Im ersten Abschnitt werden die theoretischen und praktischen Grundlagen der Weiterbildung vermittelt. Der zweite Abschnitt dient der Vertiefung und Erweiterung des erworbenen Wissens und Könnens sowie dem Erwerb fachspezifischer oder schwerpunktmäßig zu vermittelnder Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen; es soll insbesondere die Fähigkeit zur selbstkritischen, verantwortungsbewussten Zusammenarbeit im operativen beziehungsweise endoskopischen Team vermittelt werden.

(4) Die Lehrgangsteilnehmenden werden durch die Leitung der Weiterbildung den Einsatzbereichen für die praktische Mitarbeit zugewiesen. Über die Bewertung der praktischen Mitarbeit ist eine Bescheinigung zu erteilen. Die praktischen Einsätze der Weiterbildung sind entsprechend dem gewählten Schwerpunktbereich zu leisten:

1.

Schwerpunktbereich Operationsdienst

-

mindestens 800 Stunden in einer hauptamtlich geleiteten allgemein-chirurgischen Fachabteilung,

-

mindestens jeweils 300 Stunden in mindestens zwei weiteren hauptamtlich geleiteten operativen Fachdisziplinen,

-

mindestens 200 Stunden in der Endoskopie, im Anästhesiedienst und im Sterilisationsbereich,

-

die verbleibende Zeit ist auf die vorgenannten Einsatzbereiche und gegebenenfalls vorhandenen weiteren operativen Fachdisziplinen zu verteilen.

2.

Schwerpunktbereich Endoskopiedienst

entweder

-

mindestens 600 Stunden in der endoskopischen Gastroenterologie, mindestens 300 Stunden in der endoskopischen Pneumologie und mindestens 300 Stunden in der endoskopischen Urologie oder

-

mindestens 600 Stunden in der endoskopischen Pneumologie, mindestens 300 Stunden in der endoskopischen Gastroenterologie und mindestens 300 Stunden in der endoskopischen Urologie oder

-

mindestens 600 Stunden in der endoskopischen Urologie, mindestens 300 Stunden in der endoskopischen Gastroenterologie und mindestens 300 Stunden in der endoskopischen Pneumologie,

und zusätzlich mindestens 300 Stunden in der minimalinvasiven Chirurgie, im Anästhesiedienst, in der Röntgenabteilung (interventionelle Radiologie) und im Sterilisationsbereich

Die verbleibende Zeit ist auf die vorgenannten Einsatzbereiche und gegebenenfalls vorhandenen weiteren endoskopischen Einsatzbereiche zu verteilen. Weiterbildungen, die vor dem 1. Januar 2008 begonnen wurden, werden nach bisherigem Recht abgeschlossen.

(5) Über den Unterricht sowie die praktische Weiterbildung, die unter der Leitung der Weiterbildung stehen, sind Nachweise zu führen.

(6) Während des Weiterbildungslehrganges sind schriftliche, mündliche und praktische Leistungsüberprüfungen durchzuführen. Diese Leistungsüberprüfungen können auch als Gruppenarbeiten erbracht werden; dabei müssen die individuellen Leistungen erkennbar sein. Für die Leistungsüberprüfungen sind halbe und ganze Noten zu verwenden.

(7) Zur zeitlich befristeten Erprobung von Weiterbildungsangeboten, die der Fortentwicklung der Pflegeberufe dienen sollen, kann von dieser Weiterbildungsverordnung abgewichen werden. Die Abweichung bedarf der Genehmigung des Sozialministeriums.

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