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Amtliche Abkürzung:EStG
Fassung vom:18.07.2016 Fassungen
Gültig ab:01.01.2017
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 611-1
Einkommensteuergesetz
 
§ 41 Aufzeichnungspflichten beim Lohnsteuerabzug
(1) 1Der Arbeitgeber hat am Ort der Betriebsstätte (Absatz 2) für jeden Arbeitnehmer und jedes Kalenderjahr ein Lohnkonto zu führen.2In das Lohnkonto sind die nach § 39e Absatz 4 Satz 2 und Absatz 5 Satz 3 abgerufenen elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale sowie die für den Lohnsteuerabzug erforderlichen Merkmale aus der vom Finanzamt ausgestellten Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug (§ 39 Absatz 3 oder § 39e Absatz 7 oder Absatz 8) zu übernehmen.3Bei jeder Lohnzahlung für das Kalenderjahr, für das das Lohnkonto gilt, sind im Lohnkonto die Art und Höhe des gezahlten Arbeitslohns einschließlich der steuerfreien Bezüge sowie die einbehaltene oder übernommene Lohnsteuer einzutragen; an die Stelle der Lohnzahlung tritt in den Fällen des § 39b Absatz 5 Satz 1 die Lohnabrechnung.4Ferner sind das Kurzarbeitergeld, das Schlechtwettergeld, das Winterausfallgeld, der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach dem Mutterschutzgesetz, der Zuschuss bei Beschäftigungsverboten für die Zeit vor oder nach einer Entbindung sowie für den Entbindungstag während einer Elternzeit nach beamtenrechtlichen Vorschriften, die Entschädigungen für Verdienstausfall nach dem Infektionsschutzgesetz vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045) sowie die nach § 3 Nummer 28 steuerfreien Aufstockungsbeträge oder Zuschläge einzutragen.5Ist während der Dauer des Dienstverhältnisses in anderen Fällen als in denen des Satzes 4 der Anspruch auf Arbeitslohn für mindestens fünf aufeinander folgende Arbeitstage im Wesentlichen weggefallen, so ist dies jeweils durch Eintragung des Großbuchstabens U zu vermerken.6Hat der Arbeitgeber die Lohnsteuer von einem sonstigen Bezug im ersten Dienstverhältnis berechnet und ist dabei der Arbeitslohn aus früheren Dienstverhältnissen des Kalenderjahres außer Betracht geblieben, so ist dies durch Eintragung des Großbuchstabens S zu vermerken.7Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates vorzuschreiben, welche Einzelangaben im Lohnkonto aufzuzeichnen sind und Einzelheiten für eine elektronische Bereitstellung dieser Daten im Rahmen einer Lohnsteuer-Außenprüfung oder einer Lohnsteuer-Nachschau durch die Einrichtung einer einheitlichen digitalen Schnittstelle zu regeln.8Dabei können für Arbeitnehmer mit geringem Arbeitslohn und für die Fälle der §§ 40 bis 40b Aufzeichnungserleichterungen sowie für steuerfreie Bezüge Aufzeichnungen außerhalb des Lohnkontos zugelassen werden.9Die Lohnkonten sind bis zum Ablauf des sechsten Kalenderjahres, das auf die zuletzt eingetragene Lohnzahlung folgt, aufzubewahren.10Die Aufbewahrungsfrist nach Satz 9 gilt abweichend von § 93c Absatz 1 Nummer 4 der Abgabenordnung auch für die dort genannten Aufzeichnungen und Unterlagen.
(2) 1Betriebsstätte ist der Betrieb oder Teil des Betriebs des Arbeitgebers, in dem der für die Durchführung des Lohnsteuerabzugs maßgebende Arbeitslohn ermittelt wird.2Wird der maßgebende Arbeitslohn nicht in dem Betrieb oder einem Teil des Betriebs des Arbeitgebers oder nicht im Inland ermittelt, so gilt als Betriebsstätte der Mittelpunkt der geschäftlichen Leitung des Arbeitgebers im Inland; im Fall des § 38 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 gilt als Betriebsstätte der Ort im Inland, an dem die Arbeitsleistung ganz oder vorwiegend stattfindet.3Als Betriebsstätte gilt auch der inländische Heimathafen deutscher Handelsschiffe, wenn die Reederei im Inland keine Niederlassung hat.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 41: Neugefasst durch Bek. v. 8.10.2009 I 3366
§ 41 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 2 Nr. 22 G v. 7.12.2011 I 2592 mWv 1.1.2012
§ 41 Abs. 1 Satz 7: IdF d. Art. 4 Nr. 16 Buchst. a G v. 18.7.2016 I 1679 mWv 1.1.2017
§ 41 Abs. 1 Satz 10: Eingef. durch Art. 4 Nr. 16 Buchst. b G v. 18.7.2016 I 1679 mWv 1.1.2017

Weitere Fassungen dieser Norm ausblendenWeitere Fassungen dieser Norm

§ 41 EStG, vom 07.12.2011, gültig ab 01.01.2012 bis 31.12.2016
§ 41 EStG, vom 08.10.2009, gültig ab 01.09.2009 bis 31.12.2011
§ 41 EStG, vom 16.07.2009, gültig ab 23.07.2009 bis 31.08.2009
§ 41 EStG, vom 05.02.2009, gültig ab 12.02.2009 bis 22.07.2009
§ 41 EStG, vom 15.12.2003, gültig ab 20.12.2003 bis 11.02.2009
§ 41 EStG, vom 19.10.2002, gültig ab 21.09.2002 bis 19.12.2003
§ 41 EStG, vom 20.12.2001, gültig ab 23.12.2001 bis 20.09.2002
§ 41 EStG, vom 20.07.2000, gültig ab 01.01.2001 bis (gegenstandslos)
§ 41 EStG, vom 23.10.2000, gültig ab 01.01.2001 bis 22.12.2001
§ 41 EStG, vom 24.03.1999, gültig ab 01.04.1999 bis 31.12.2000
§ 41 EStG, vom 06.08.1998, gültig ab 14.08.1998 bis 31.03.1999
§ 41 EStG, vom 16.04.1997, gültig ab 29.04.1997 bis 13.08.1998
§ 41 EStG, vom 15.12.1995, gültig ab 01.01.1996 bis 28.04.1997
§ 41 EStG, vom 25.02.1992, gültig ab 29.02.1992 bis 31.12.1995
§ 41 EStG, vom 22.12.1989, gültig ab 30.12.1989 bis (gegenstandslos)
§ 41 EStG, vom 07.09.1990, gültig ab 30.12.1989 bis 28.02.1992
§ 41 EStG, vom 20.12.1988, gültig ab 01.01.1989 bis 29.12.1989
§ 41 EStG, vom 25.07.1988, gültig ab 03.08.1988 bis 31.12.1988
§ 41 EStG, vom 27.02.1987, gültig ab 10.03.1987 bis 02.08.1988
§ 41 EStG, vom 15.04.1986, gültig ab 15.04.1986 bis 09.03.1987
§ 41 EStG, vom 19.12.1985, gültig ab 25.12.1985 bis 14.04.1986
§ 41 EStG, vom 12.06.1985, gültig ab 12.06.1985 bis 24.12.1985
§ 41 EStG, vom 24.01.1984, gültig ab 31.01.1984 bis 11.06.1985
§ 41 EStG, vom 20.12.1982, gültig ab 24.12.1982 bis 30.01.1984
§ 41 EStG, vom 22.12.1981, gültig ab 30.12.1981 bis 23.12.1982
§ 41 EStG, vom 06.12.1981, gültig ab 06.12.1981 bis 29.12.1981
§ 41 EStG, vom 21.06.1979, gültig ab 30.06.1979 bis 05.12.1981

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