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Aktuelle Gesamtausgabe
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Amtliche Abkürzung:LMVO
Fassung vom:19.04.2004
Gültig ab:09.07.2004
Gültig bis:31.07.2022
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2206-5
Verordnung des Kultusministeriums
über die notwendigen Lernmittel
(Lernmittelverordnung - LMVO)
Vom 19. April 2004

A. Erläuterungen

1.

Die notwendigen Lernmittel sind im Lernmittelverzeichnis, soweit dies geboten ist, nach Schulart, Schultyp, Unterrichtsfach, Klasse/Jahrgangsstufe und Art näher bezeichnet. Die zum ständigen Gebrauch notwendigen Lernmittel sind in der Regel mindestens fünf Jahre zu verwenden. Dies gilt vor allem für Schulbücher und sonstige Druckwerke. Atlanten sind hiervon ausgenommen; sie sind regelmäßig länger (während der gesamten Schulzeit) zu verwenden.

2.

Im Lernmittelverzeichnis sind die zur Umsetzung des Kerncurriculums, bei den beruflichen Schulen der Lehr- und Bildungspläne notwendigen Lernmittel enthalten. Die darüber hinaus bei den allgemein bildenden Schulen zur Vertiefung und Erweiterung im Rahmen des Schulcurriculums weiter erforderlichen Lernmittel sind in angemessenem Umfang zur Verfügung zu stellen, soweit die Inhalte nicht aus den im Lernmittelverzeichnis aufgeführten Lernmitteln vermittelt werden können.

Die Schulträger sollen den Schulen ferner für die Beschaffung von nicht einzeln im Lernmittelverzeichnis aufgeführten Lernmitteln und anderen Gegenständen je Schüler einen Pauschbetrag aus der bei der/dem jeweiligen Schulart/Schultyp genannten Bandbreite zur selbständigen Bewirtschaftung gemäß § 48 Abs. 2 SchG zur Verfügung stellen.

Die finanzielle Ausstattung der Schulen hinsichtlich der Zweckbestimmung der zugewiesenen Mittel (z. T. verbunden mit anderen Schulkosten) sowie pädagogische Entscheidungen über den Einsatz von Lernmitteln unterscheiden sich erheblich. Deshalb ist bei den Pauschbeträgen teilweise eine Bandbreite vorgesehen, die diese Unterschiede berücksichtigt. Die Schulen entscheiden nach pflichtgemäßem Ermessen selbständig über die Verwendung des ihnen zur Verfügung stehenden Betrags.

3.

Zur Gewährleistung eines zweckentsprechenden Gesetzesvollzugs können solche Lernmittel, bei denen die Möglichkeit des nicht zweckentsprechenden Gebrauchs besteht, sowie Gegenstände, deren Beschaffung bzw. Kostenerstattung einen Verwaltungsaufwand verursacht, der in keinem Verhältnis zu dem Zweck der Lernmittelfreiheit steht, im Rahmen der Auslegung des Begriffs »Gegenstände geringen Werts« vom Schulträger von der Lernmittelfreiheit ausgenommen werden. Hierzu gehören insbesondere Papier, Hefte, Ordner, Schreib- und Malgeräte, also auch Blei- und Buntstifte sowie Farbkasten.

4.

Keine Lernmittel sind Gegenstände, die zur Einrichtung der Schule, insbesondere der Fachräume, Werkräume, Werkstätten und Schulküchen gehören (z. B. Kopier- und andere Geräte, Musikinstrumente, Werkzeuge, Maschinen, Bügeleisen, Scheren u. ä.). Keine Lernmittel sind ferner Gegenstände, die der gewöhnlichen Eigenausstattung der Schüler zuzuordnen sind. Danach sind keine Lernmittel solche Gegenstände, deren Verwendung die Schule den Schülern freistellt oder die sie ohnehin besitzen, z. B. Schulranzen, Mäppchen, Sport- oder Schwimmbekleidung. Auf die Ausstattungspflicht der Eltern nach § 85 Abs. 1 Satz 2 SchG wird ergänzend hingewiesen.

5.

Lehr- und andere Bücher, die in Fächern und Fächerverbünden über mehrere Klassen notwendiges Lernmittel sind, können in mehreren Teilbänden beschafft werden.

6.

In die für die einzelnen Klassen/Jahrgangsstufen vorgesehenen Spalten sind einfache Kreuze, doppelte Kreuze oder Zahlen eingetragen. Dabei bedeuten:

a)

das einfache Kreuz Ä: In dieser Klasse/Jahrgangsstufe ist das angegebene Lernmittel für jeden Schüler während des gesamten Schuljahres zum ständigen Gebrauch notwendig;

b)

das doppelte Kreuz (xx): In dieser Klasse/Jahrgangsstufe ist das angegebene Lernmittel für den Schüler während des Schuljahres in der Regel nur zum vorübergehenden Gebrauch (Klassensätze) bestimmt. Bei der Zahl der an der Schule vorzuhaltenden Klassensätze sind die Zahl der Klassen (Parallelklassen/Züge bzw. Klassenstufen, in denen das Lernmittel benötigt wird) sowie die organisatorischen Möglichkeiten der Mehrfachnutzung zu berücksichtigen;

c)

eine Zahl: notwendige Anzahl des angegebenen Lernmittels in der betreffenden Klasse/Jahrgangsstufe je Schüler. Eine Zahl in Klammern gesetzt bezieht sich auf die Anzahl der Klassensätze.

Weiter bedeuten: 2-st. = zweistündiger Kurs, 4-st. = vierstündiger Kurs.

7.

Es bedeuten

a)

Themenhefte: Schriften, die sich mit einzelnen, im Lehrplan vorgesehenen Themen schwerpunktmäßig befassen und wie Lehrbücher verwendet werden, also nicht zum Verbrauch bestimmt sind.

b)

Arbeitshefte: Druckwerke, die Aufgaben oder sonstige Arbeitsaufforderungen enthalten und vom Schüler bearbeitet werden. In der Regel sind Arbeitshefte nach Verwendung durch den Schüler verbraucht.

c)

Arbeitsbücher: Druckwerke, die Aufgabenstellungen und Übungen enthalten, die jedoch nicht im Arbeitsbuch selbst gelöst werden; Arbeitsbücher können mehrfach verwendet werden.

d)

Arbeitsmittel: Unterrichtsmaterialien, die Aufgaben oder sonstige Arbeitsaufforderungen enthalten und für die Hand der Schüler bestimmt sind.

e)

Materialien/Materialsätze: Bei den im Lernmittelverzeichnis genannten Materialien und Materialsätzen handelt es sich nur um solche Gegenstände, die die Schüler im Unterricht verwenden und die nicht zum Verbrauch bestimmt sind (z. B. Thermometer). Materialien und Materialsätze, die zum Verbrauch bestimmt sind, fallen unter § 1 Abs. 2; sie sind im Pauschbetrag berücksichtigt.

f)

Grafikfähige Taschenrechner: Das Kultusministerium kann in Abstimmung mit den kommunalen Landesverbänden Empfehlungen zur Beschaffenheit der grafikfähigen Taschenrechner herausgeben.

8.

Bei einer Änderung der Bezeichnung eines Unterrichtsfachs sowie für Schulversuche gilt das Lernmittelverzeichnis entsprechend. Fächerübergreifende Themen oder Bezeichnungen gelten als Unterrichtsfach.


 


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