Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Suche

Erweiterte Suche Tipps und Tricks

Alle Dokumente

Suchmaske und Trefferliste maximieren
 


Trefferliste

Dokument

  in html speichern drucken pdf Dokument Ansicht maximierenDokumentansicht maximieren
Einzelnorm
Aktuelle GesamtausgabeGesamtausgaben-Liste
Blättern zur vorhergehenden Norm Blättern im Gesetz Blättern zur nachfolgenden Norm
juris-Abkürzung:SGB 5
Fassung vom:06.05.2019 Fassungen
Gültig ab:11.05.2019
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 860-5
Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)
 
§ 117 Hochschulambulanzen
(1) Ambulanzen, Institute und Abteilungen der Hochschulkliniken (Hochschulambulanzen) sind zur ambulanten ärztlichen Behandlung der Versicherten und der in § 75 Absatz 3 genannten Personen
1.
in dem für Forschung und Lehre erforderlichen Umfang sowie
2.
für solche Personen, die wegen Art, Schwere oder Komplexität ihrer Erkrankung einer Untersuchung oder Behandlung durch die Hochschulambulanz bedürfen,
ermächtigt. In den Fällen von Satz 1 Nummer 2 kann die ambulante ärztliche Behandlung nur auf Überweisung eines Facharztes in Anspruch genommen werden. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Deutsche Krankenhausgesellschaft vereinbaren die Gruppe derjenigen Patienten, die wegen Art, Schwere oder Komplexität der Erkrankung einer Versorgung durch die Hochschulambulanzen bedürfen. Sie können zudem Ausnahmen von dem fachärztlichen Überweisungsgebot in den Fällen von Satz 1 Nummer 2 vereinbaren. Wird eine Vereinbarung ganz oder teilweise beendet und kommt bis zum Ablauf der Vereinbarungszeit keine neue Vereinbarung zustande, entscheidet auf Antrag einer Vertragspartei das sektorenübergreifende Schiedsgremium auf Bundesebene gemäß § 89a. Ist ein Vertrag nach Satz 3 zustande gekommen, können Hochschulen oder Hochschulkliniken zur Berücksichtigung regionaler Besonderheiten mit den Kassenärztlichen Vereinigungen im Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und der Ersatzkassen gemeinsam und einheitlich durch Vertrag Abweichendes von dem Vertrag nach Satz 3 regeln.
(2) Absatz 1 gilt entsprechend für die Ermächtigung der Hochschulambulanzen an Psychologischen Universitätsinstituten im Rahmen des für Forschung und Lehre erforderlichen Umfangs sowie für solche Personen, die wegen Art, Schwere oder Komplexität ihrer Erkrankung einer Untersuchung oder Behandlung durch die Hochschulambulanzen bedürfen. Für die Vergütung gilt § 120 Abs. 2 bis 4 entsprechend.
(3) Ambulanzen an Ausbildungsstätten nach § 6 des Psychotherapeutengesetzes sind zur ambulanten psychotherapeutischen Behandlung der Versicherten und der in § 75 Absatz 3 genannten Personen in Behandlungsverfahren, die vom Gemeinsamen Bundesausschuss nach § 92 Absatz 6a anerkannt sind, ermächtigt, sofern die Krankenbehandlung unter der Verantwortung von Personen stattfindet, die die fachliche Qualifikation für die psychotherapeutische Behandlung im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung erfüllen. Für die Vergütung gilt § 120 Absatz 2 Satz 1 und 2 entsprechend mit der Maßgabe, dass dabei eine Abstimmung mit Entgelten für vergleichbare Leistungen erfolgen soll. Im Übrigen gilt § 120 Absatz 3 Satz 2 und 3 sowie Absatz 4 Satz 1 entsprechend.
(4) Untersuchungs- und Behandlungsmethoden können Gegenstand des Leistungsumfangs der Hochschulambulanzen nach den Absätzen 1 und 2 sein, soweit der Gemeinsame Bundesausschuss im Rahmen der Beschlüsse nach § 137c für die Krankenhausbehandlung keine ablehnende Entscheidung getroffen hat. § 137c Absatz 3 gilt entsprechend.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 117 Überschrift: IdF d. Art. 1 Nr. 3a Buchst. a G v. 23.4.2002 I 1412 mWv 1.1.2003
§ 117 Abs. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 53 Buchst. a G v. 16.7.2015 I 1211 mWv 23.7.2015; früherer Satz 6, 7, 8 aufgeh. durch Art. 1 Nr. 64 Buchst. b G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 117 Abs. 1 Satz 5: IdF d. Art. 1 Nr. 64 Buchst. a G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 117 Abs. 1 Satz 6: Früher Satz 9 jetzt Satz 6 gem. Art. 1 Nr. 64 Buchst. b G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 117 Abs. 2: Eingef. durch Art. 2 Nr. 14 Buchst. b G v. 16.6.1998 I 1311 mWv 1.1.1999
§ 117 Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 3a Buchst. c DBuchst. aa G v. 23.4.2002 I 1412 mWv 1.1.2003, d. Art. 1 Nr. 86 Buchst. a G v. 14.11.2003 I 2190 mWv 1.1.2004 u. d. Art. 1 Nr. 53 Buchst. b DBuchst. aa G v. 16.7.2015 I 1211 mWv 23.7.2015
§ 117 Abs. 2 Satz 2 (früher Satz 3): IdF d. Art. 1 Nr. 86 Buchst. b G v. 14.11.2003 I 2190 mWv 1.1.2004; früherer Satz 2 aufgeh., früherer Satz 3 jetzt Satz 2 gem. Art. 1 Nr. 53 Buchst. b DBuchst. aa u. bb G v. 16.7.2015 I 1211 mWv 23.7.2015
§ 117 Abs. 3: Eingef. durch Art. 1 Nr. 53 Buchst. c G v. 16.7.2015 I 1211 mWv 23.7.2015
§ 117 Abs. 3 Satz 2: IdF d. Art. 6 Nr. 12b Buchst. a G v. 10.12.2015 I 2229 mWv 1.1.2016
§ 117 Abs. 3 Satz 3: IdF d. Art. 6 Nr. 12b Buchst. b G v. 10.12.2015 I 2229 mWv 1.1.2016
§ 117 Abs. 4: Eingef. durch Art. 1 Nr. 6a G v. 4.4.2017 I 778 mWv 11.4.2017

Weitere Fassungen dieser Norm ausblendenWeitere Fassungen dieser Norm

§ 117 SGB 5 wird von folgenden Dokumenten zitiert ausblenden§ 117 SGB 5 wird von folgenden Dokumenten zitiert

Dieses Gesetz wurde von 8 Normen geändert ausblendenDieses Gesetz wurde von 8 Normen geändert

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten:
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=BJNR024820988BJNE020008817&psml=bsbawueprod.psml&max=true

Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=SGB+5+%C2%A7+117&psml=bsbawueprod.psml&max=true


Blättern zur vorhergehenden Norm Blättern im Gesetz Blättern zur nachfolgenden Norm