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juris-Abkürzung:FFeuerwFBerV BW 2
Fassung vom:23.10.2012
Gültig ab:01.12.2012
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:92
Verordnung der Landesregierung
und des Verkehrsministeriums über Fahrberechtigungen
zum Führen von Einsatzfahrzeugen für die ehrenamtlich tätigen Angehörigen
der Freiwilligen Feuerwehren, der nach Landesrecht anerkannten Rettungsdienste,
des Technischen Hilfswerks und sonstiger Einheiten des Katastrophenschutzes
(Zweite Fahrberechtigungsverordnung)
Vom 23. Oktober 2012

Anlage 2

(zu § 2 Absatz 1 Satz 3)

Inhalt und Umfang der Ausbildung,
Anforderungen an das Ausbildungsfahrzeug

1.

Inhalt der Ausbildung

In der Ausbildung sind mindestens folgende Inhalte zu vermitteln:

1.1.

Zu beachtende Besonderheiten bei der Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten nach §§ 35 und 38 StVO:

-

Rechtsgrundlagen für die Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten nach §§ 35 und 38 StVO

-

Verhalten bei Einsatzfahrten

-

Fahrzeugaufstellung und Absicherung an der Einsatzstelle

1.2

Zu beachtende Besonderheiten beim Führen von Fahrzeugen:

-

Gefahrenbereiche („Toter Winkel“)

-

Größere Fahrzeugabmessungen und damit verbundene Besonderheiten wie größerer Wenderadius und Fahrzeughöhe

-

Beschleunigung, (Not-)Bremsen und Kurvenverhalten bei unterschiedlichen Beladungszuständen

-

Ladungssicherung

1.3

Übungen zur Fahrzeugbeherrschung:

-

Rückwärtsfahren und Rangieren

-

Fahren nach rechts rückwärts unter Ausnutzung einer Einmündung, Kreuzung oder Einfahrt

-

Rückwärtsfahren in eine Parklücke (längs und quer)

1.4

Soweit die Fahrberechtigung auch Fahrzeugkombinationen umfassen soll, zusätzlich:

-

Anhänger ankuppeln und abkuppeln

-

Prüfen der Kupplungseinrichtung (Kontrolle der Befestigung und Sicherung)

-

Funktion der elektrischen Einrichtung des Anhängers

-

Funktion der Bremsanlage

-

Rückwärtsfahren um eine Ecke nach links

-

Sicherung des Anhängers gegen Wegrollen (Feststellbremse, Unterlegkeile)

2.

Umfang der Ausbildung

2.1.

Fahrberechtigung bis 4,75 t nach § 1 Absatz 1 Satz 1:

Die Ausbildung besteht aus mindestens fünf Einheiten zu je 45 Minuten. In einer Einheit hiervon sind die Ausbildungsinhalte nach Nummer 1.1 in einem theoretischen Unterricht zu vermitteln.

2.2.

Fahrberechtigung bis 7,5 t nach § 1 Absatz 1 Satz 4:

Die Ausbildung besteht aus mindestens sieben Einheiten zu je 45 Minuten. In einer Einheit hiervon sind die Ausbildungsinhalte nach Nummer 1.1 in einem theoretischen Unterricht zu vermitteln.

2.3

Aufsteiger von 4,75 t auf 7,5 t:

Für Inhaber einer Fahrberechtigung bis 4,75 t besteht die Ausbildung zum Aufstieg auf eine Fahrberechtigung bis 7,5 t aus mindestens zwei Einheiten zu je 45 Minuten.

2.4.

Fahrzeugkombinationen nach § 2 Absatz 1 Satz 2:

Soweit die Fahrberechtigung auch Fahrzeugkombinationen umfassen soll, sind die Ausbildungsinhalte nach Nummer 1.4 in einer zusätzlichen Einheit von 45 Minuten mit praktischen Übungen zu vermitteln.

3.

Anforderungen an das Ausbildungsfahrzeug

3.1

Fahrberechtigung bis 4,75 t nach § 1 Absatz 1 Satz 1:

Das Ausbildungsfahrzeug muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

-

Einsatzfahrzeug einer Gemeindefeuerwehr, eines nach Landesrecht anerkannten Rettungsdienstes, des Technischen Hilfswerks oder sonstiger Einheiten des Katastrophenschutzes mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 t

-

Mindestlänge des Fahrzeugs 5 m

-

zulässige Höchstgeschwindigkeit mindestens 80 km/h

-

Fahrzeugaufbau kastenförmig oder vergleichbar, mindestens so hoch und breit wie die Führerkabine

3.2

Fahrberechtigung bis 7,5 t nach § 1 Absatz 1 Satz 4:

Es gelten die Voraussetzungen nach Nummer 3.1. Abweichend hiervon gilt:

-

zulässige Gesamtmasse des Einsatzfahrzeugs mindestens 5,5 t

-

Mindestlänge des Fahrzeugs 5,5 m

3.3

Fahrzeugkombinationen nach § 2 Absatz 1 Satz 2:

Soweit die Fahrberechtigung auch Fahrzeugkombinationen umfassen soll, ist eine Kombination aus einem Einsatzfahrzeug und einem Anhänger zu verwenden. Der Anhänger muss eine zulässige Gesamtmasse von mehr als 750 kg haben. Die Gesamtkombination muss eine zulässige Gesamtmasse von

-

mehr als 3,5 t im Falle der Fahrberechtigung bis 4,75 t nach Nummer 3.1

-

mindestens 5,5 t im Falle der Fahrberechtigung bis 7,5 t nach Nummer 3.2

haben. Die Länge der Fahrzeugkombination muss

-

mindestens 7,5 m im Falle der Fahrberechtigung bis 4,75 t nach Nummer 3.1

-

mindestens 9 m im Falle der Fahrberechtigung bis 7,5 t nach Nummer 3.2

betragen.

3.4

In allen Fällen der Nummer 3.1 bis 3.3 muss das Ausbildungsfahrzeug mit zusätzlichen Außenspiegeln ausgestattet sein, soweit die vorhandenen Spiegel der ausbildungsberechtigten Person keine ausreichende Sicht nach hinten ermöglichen.


 


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