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Aktuelle Gesamtvorschrift
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Normgeber:Bundesministerium der Finanzen
Vorschrift:Zu § 2 EStG EStH 2002
Fassung vom:01.03.2003
Gültig ab:01.01.2002
Quelle:juris Logo


 
§ 2 EStG
Umfang der Besteuerung, Begriffsbestimmungen


S 2113 (1) 1Der Einkommensteuer unterliegen


1. Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft,
2. Einkünfte aus Gewerbebetrieb,
3. Einkünfte aus selbständiger Arbeit,
4. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit,
5. Einkünfte aus Kapitalvermögen,
6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung,
7. sonstige Einkünfte im Sinne des § 22,


die der Steuerpflichtige während seiner unbeschränkten
Einkommensteuerpflicht oder als inländische Einkünfte
während seiner beschränkten Einkommensteuerpflicht
erzielt. 2Zu welcher Einkunftsart die Einkünfte im
einzelnen Fall gehören, bestimmt sich nach den
§§ 13 bis 24.


S 2114 (2) Einkünfte sind


S 2130 1. bei Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und
selbständiger Arbeit der Gewinn (§§ 4 bis 7k),
S 2201 2. bei den anderen Einkunftsarten der Überschuss der
Einnahmen über die Werbungskosten (§§ 8 bis 9a).


S 2117 (3) 1Die Summe der Einkünfte, vermindert um den
S 2118 Altersentlastungsbetrag und den Abzug nach § 13 Abs. 3,
ist der Gesamtbetrag der Einkünfte. 2Bei der Ermittlung
der Summe der Einkünfte sind zunächst jeweils die Summen
der Einkünfte aus jeder Einkunftsart, dann die Summe der
positiven Einkünfte zu ermitteln. 3Die Summe der
positiven Einkünfte ist, soweit sie den Betrag von
51.500 Euro übersteigt, durch negative Summen der
Einkünfte aus anderen Einkunftsarten nur bis zur Hälfte
zu mindern. 4Die Minderung ist in dem Verhältnis
vorzunehmen, in dem die positiven Summen der Einkünfte
aus verschiedenen Einkunftsarten zur Summe der positiven
Einkünfte stehen. 5Übersteigt die Summe der negativen
Einkünfte den nach Satz 3 ausgleichsfähigen Betrag, sind
die negativen Summen der Einkünfte aus verschiedenen
Einkunftsarten in dem Verhältnis zu berücksichtigen, in
dem sie zur Summe der negativen Einkünfte stehen. 6Bei
Ehegatten, die nach den §§ 26, 26b zusammen veranlagt
werden, sind nicht nach den Sätzen 2 bis 5 ausgeglichene
negative Einkünfte des einen Ehegatten dem anderen
Ehegatten zuzurechnen, soweit sie bei diesem nach den
Sätzen 2 bis 5 ausgeglichen werden können; können
negative Einkünfte des einen Ehegatten bei dem anderen
Ehegatten zu weniger als 51.500 Euro ausgeglichen
werden, sind die positiven Einkünfte des einen Ehegatten
über die Sätze 2 bis 5 hinaus um den Unterschiedsbetrag
bis zu einem Höchstbetrag von 51.500 Euro durch die noch
nicht ausgeglichenen negativen Einkünfte dieses
Ehegatten zu mindern, soweit der Betrag der Minderungen
bei beiden Ehegatten nach den Sätzen 3 bis 6 den Betrag
von 103.000 Euro zuzüglich der Hälfte des den Betrag von
103.000 Euro übersteigenden Teils der zusammengefassten
Summe der positiven Einkünfte beider Ehegatten nicht
übersteigt. 7Können negative Einkünfte des einen
Ehegatten bei ihm nach Satz 3 zu weniger als 51.500 Euro
ausgeglichen werden, sind die positiven Einkünfte des
anderen Ehegatten über die Sätze 2 bis 6 hinaus um den
Unterschiedsbetrag bis zu einem Höchstbetrag von
51.500 Euro durch die noch nicht ausgeglichenen
negativen Einkünfte des einen Ehegatten zu mindern,
soweit der Betrag der Minderungen bei beiden Ehegatten
nach den Sätzen 3 bis 7 den Betrag von 103.000 Euro
zuzüglich der Hälfte des den Betrag von 103.000 Euro
übersteigenden Teils der zusammengefassten Summe der
positiven Einkünfte beider Ehegatten nicht übersteigt.
8Die Sätze 4 und 5 gelten entsprechend.








 
S 2112 (4) Der Gesamtbetrag der Einkünfte, vermindert um die
Sonderausgaben und die außergewöhnlichen Belastungen,
ist das Einkommen.


S 2280 (5) 1Das Einkommen, vermindert um die Freibeträge nach
§ 32 Abs. 6, den Haushaltsfreibetrag nach § 32 Abs. 7
und um die sonstigen vom Einkommen abzuziehenden
Beträge, ist das zu versteuernde Einkommen; dieses
bildet die Bemessungsgrundlage für die tarifliche
Einkommensteuer. 2Knüpfen andere Gesetze an den Begriff
des zu versteuernden Einkommens an, ist für deren Zweck
das Einkommen in allen Fällen des § 32 um die
Freibeträge nach § 32 Abs. 6 zu vermindern.
(5a) Knüpfen außersteuerliche Rechtsnormen an die in den
vorstehenden Absätzen definierten Begriffe (Einkünfte,
Summe der Einkünfte, Gesamtbetrag der Einkünfte,
Einkommen, zu versteuerndes Einkommen) an, erhöhen sich
für deren Zwecke diese Größen um die nach § 3 Nr. 40
steuerfreien Beträge und mindern sich um die nach
§ 3c Abs. 2 nicht abziehbaren Beträge.


1) (6) 1Die tarifliche Einkommensteuer, vermindert um die
anzurechnenden ausländischen Steuern und die
Steuerermäßigungen, vermehrt um die Steuer nach
§ 34c Abs. 5, die Nachsteuer nach § 10 Abs. 5 und den
Zuschlag nach § 3 Abs. 4 Satz 2 des
Forstschäden-Ausgleichsgesetzes, ist die festzusetzende
Einkommensteuer. 2Wurde der Gesamtbetrag der Einkünfte
in den Fällen des § 10a Abs. 2 um Sonderausgaben nach
§ 10a Abs. 1 gemindert, ist für die Ermittlung der
festzusetzenden Einkommensteuer der Anspruch auf Zulage
nach Abschnitt XI der tariflichen Einkommensteuer
hinzuzurechnen. 3Gleiches gilt für das Kindergeld, wenn
das Einkommen in den Fällen des § 31 um die Freibeträge
nach § 32 Abs. 6 gemindert wurde.


S 2111 (7) 1Die Einkommensteuer ist eine Jahressteuer. 2Die
Grundlagen für ihre Festsetzung sind jeweils für ein
Kalenderjahr zu ermitteln. 3Besteht während eines
Kalenderjahres sowohl unbeschränkte als auch beschränkte
Einkommensteuerpflicht, so sind die während der
beschränkten Einkommensteuerpflicht erzielten
inländischen Einkünfte in eine Veranlagung zur
unbeschränkten Einkommensteuerpflicht einzubeziehen.
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1) Absatz 6 wurde durch das AVmG geändert.


 


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