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Normgeber:Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Aktenzeichen:46-8871.00
Erlassdatum:11.05.2015
Fassung vom:11.05.2015
Gültig ab:01.08.2015
Gültig bis:31.07.2022
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:7815
Fundstelle:GABl. 2015, 451
 

1.5.2
Ländlicher Wegebau


Die ländlichen Wege sind ein wesentlicher Bestandteil der Kulturlandschaft und bilden ein landschaftsgestaltendes und -gliederndes Element. Auf eine schonende Einfügung der Wege in die Landschaft ist daher zu achten. Das Landschaftsbild prägende Objekte sollen bei der Planung in das Wegenetz eingebunden werden.


Des Weiteren ist zu beachten, dass


ökologisch wertvolle Flächen möglichst nicht in Anspruch genommen oder zerschnitten sowie historisch bedeutsame Flureinteilungen berücksichtigt werden,


bei der Wegenetzkonzeption die allgemeinen Leitsätze, ökologischen Voruntersuchungen, ökologische Ressourcenanalyse und weitere Fachplanungen berücksichtigt werden,


eine Optimierung des vorhandenen Wegenetzes Vorrang vor einem Neubau hat,


die Wegenetzverbindungen interkommunal abgestimmt werden,


möglichst weitmaschige, dem Gelände angepasste, abgestufte Wegenetze geplant werden,


eine bewusste Planung multifunktionaler und den Verkehr lenkender Wege unter bestmöglicher Schonung ökologisch wertvoller beziehungsweise sensibler Bereiche, zum Beispiel entlang von Gewässern und Waldrändern, erfolgt,


eine Modernisierung vorhandener Wege zur Reduktion des Flächenverbrauchs unter Berücksichtigung historischer Wegverbindungen priorisiert wird,


sich Wege an Raumkanten (natürliche Gewanngrenzen) orientieren,


ein bedarfsgerechter Ausbaustandard mit dem Ziel der Minimierung der Versiegelung geplant wird und eine Befestigung mit Asphalt nur dort, wo notwendig, erfolgt,


die Erschließung land- und forstwirtschaftlich genutzter Flächen in der Regel nur mit einem befestigten Weg auf der Basis eines unter agrarstrukturellen Gesichtspunkten abgestimmten Nutzungskonzeptes erfolgt,


die Entflechtung des innerörtlichen Verkehrs möglichst durch die Verlagerung des landwirtschaftlichen Verkehrs auf multifunktionale Ortsrandwege erfolgt,


ein entwicklungs- und anpassungsfähiges Wegenetz geplant wird, da sich die Verkehrs- und Bewirtschaftungserfordernisse, unter anderem durch den weitergehenden Strukturwandel in der Landwirtschaft, verändern werden.



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