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Amtliche Abkürzung:GPO I
Fassung vom:20.05.2011
Gültig ab:01.10.2011
Gültig bis:30.12.2021
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204-1
Verordnung des Kultusministeriums
über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen
(Grundschullehramtsprüfungsordnung I - GPO I)
Vom 20. Mai 2011

§ 20
Ermittlung der Endnoten und der Gesamtnote

(1) Nach Abschluss der Prüfung stellt das Prüfungsamt die Endnote in den einzelnen Prüfungsfächern und der wissenschaftlichen Arbeit fest. Die Endnote errechnet sich aus den Noten der studienbegleitenden Modulprüfungen und gegebenenfalls dem Ergebnis der abschließenden Prüfungen. Berücksichtigt werden die Noten der studienbegleitenden Modulprüfungen in den Bereichen Bildungswissenschaften, den vier Kompetenzbereichen und den beiden Vertiefungsfächern. Die jeweiligen Modulnoten fließen dabei anteilig nach ihrer Leistungspunktegewichtung ein. In den beiden Hauptfächern wird die Endnote aus der Durchschnittsnote der Modulnoten und der Note der mündlichen Prüfung im Verhältnis 2:1 berechnet. In Erziehungswissenschaft wird die Endnote aus dem arithmetischen Mittel der Noten der studienbegleitenden Modulprüfungen und der Note der mündlichen Prüfung im Verhältnis von 2:1 berechnet. In Psychologie wird die Endnote aus dem arithmetischen Mittel der Noten der studienbegleitenden Modulprüfung in Psychologie und der Note der mündlichen Prüfung berechnet. Das arithmetische Mittel wird bis auf die zweite Stelle nach dem Komma abbrechend ausgewiesen. In den beiden nicht vertieften Kompetenzbereichen gilt das arithmetische Mittel aus den Modulnoten als Endnote. Die Endnote wird bis auf die zweite Stelle nach dem Komma abbrechend ausgewiesen.

(2) Ein nach Absatz 1 errechneter Durchschnitt von

1,00 bis 1,24 ergibt die Note »sehr gut« (1,0),
1,25 bis 1,74 ergibt die Note »sehr gut bis gut« (1,5),
1,75 bis 2,24 ergibt die Note »gut« (2,0),
2,25 bis 2,74 ergibt die Note »gut bis befriedigend« (2,5),
2,75 bis 3,24 ergibt die Note »befriedigend« (3,0),
3,25 bis 3,74 ergibt die Note »befriedigend bis ausreichend« (3,5),
3,75 bis 4,00 ergibt die Note »ausreichend« (4,0),
4,01 bis 4,74 ergibt die Note »ausreichend bis mangelhaft« (4,5),
4,75 bis 5,24 ergibt die Note »mangelhaft« (5,0),
5,25 bis 5,74 ergibt die Note »mangelhaft bis ungenügend« (5,5),
5,75 bis 6,00 ergibt die Note »ungenügend« (6,0).

(3) Die Prüfung für das Lehramt an Grundschulen ist bestanden, wenn in sämtlichen Modulprüfungen nach § 5 Absatz 3, in der wissenschaftlichen Arbeit und in den mündlichen Prüfungen jeweils mindestens die Note »ausreichend« (4,0) erzielt wurde.

(4) Wer in einem der beiden Vertiefungsfächer die Endnote »ausreichend« (4,0) nicht erreicht hat, aber in einer Erweiterungsprüfung in einem weiteren Vertiefungsfach im selben Prüfungstermin mindestens »ausreichende« (4,0) Leistungen erbringt, kann im Rahmen des § 6 auf Antrag das Fach der Erweiterungsprüfung an die Stelle des nicht bestandenen Vertiefungsfaches treten lassen, falls die wissenschaftliche Arbeit in einem anderen erfolgreich abgeschlossenen Fach angefertigt wurde.

(5) Die Gesamtnote der Prüfung ergibt sich aus dem auf die zweite Dezimale hinter dem Komma abbrechend errechneten Durchschnitt der Endnoten nach Absatz 1. Der Berechnung werden die Endnoten mit zwei Dezimalen hinter dem Komma zugrunde gelegt.

(6) Bei der Ermittlung der Gesamtnote zählen

1.

die Endnote in Erziehungswissenschaft zweifach

2.

die Endnote in Psychologie einfach

3.

die Endnoten der beiden nicht vertieften Kompetenzbereiche je einfach

4.

die Endnoten der Hauptfächer je dreifach und

5.

die Note der wissenschaftlichen Arbeit zweifach.

(7) Die Gesamtnote lautet bei einem Durchschnitt von

1,0 bis 1,4 »mit Auszeichnung bestanden«,
1,5 bis 2,4 »gut bestanden«,
2,5 bis 3,4 »befriedigend bestanden«,
3,5 bis 4,0 »bestanden«.

(8) Das Nichtbestehen der Prüfung wird im Anschluss an die betreffende Prüfung im jeweiligen Fach vom Prüfungsamt festgestellt und dem Prüfling schriftlich mitgeteilt.

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