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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Verkehr und Infrastruktur
Aktenzeichen:41-2611.2/89
Erlassdatum:17.09.2012
Fassung vom:03.03.2015
Gültig ab:01.04.2015
Gültig bis:31.03.2022
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2133-3
 

Zum Hauptdokument : Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur über die brandschutztechnische Prüfung im baurechtlichen Verfahren (VwV Brandschutzprüfung)



Anlage



Hinweise zu möglichen Inhalten einer brandschutztechnischen
Stellungnahme nach
Ziffer 4 bis 6



Die Baurechtsbehörde kann sich bei der Erstellung der brandschutztechnischen Stellungnahme insbesondere an der folgenden Liste orientieren.



1.

Allgemeines zum Bauvorhaben


 

Bezeichnung des Bauvorhabens


 

Ortsangabe (Adresse, Flurstück) mit Erschließung


 

Bauherr/Bauherrin, ggf. Verantwortung für den Betrieb


 

Brandschutzrelevante Merkmale der Umgebung (Einrichtungen mit erhöhter Brandgefahr oder mit besonderer Gefährdungslage im Brandfall)


 

Bezug auf genau bezeichneten Planungsstand


 

Bestimmungsgemäße Nutzung der Gesamtanlage


 

Bestimmungsgemäße Nutzer (Zahl, Bestimmtheit, brandschutzrelevante Besonderheiten)


 

Brandlasten (insbesondere auch von Lagerflächen)


 

Darstellung und Erläuterung der Schutzziele (Personenschutz, Denkmal-/Sachwertschutz, Umweltschutz usw.)


 

Rechtliche Anforderungen (Bauplanungs- und Bauordnungsrecht) (siehe auch Nr. 16)


 

Besondere Zündquellen


 

Besondere Gefahren, die im Brandfall ausgelöst werden


 

Definition kritischer Punkte im Bauablauf mit Zeitraum und Meldepflichten


 

Zusätzliche Bauvorlagen, besondere Pläne oder geeignete Darstellungsweisen für zu bestimmende Brandschutzmaßnahmen

2.

Flächen für die Feuerwehr


 

Objektspezifische Anforderungen an Zugänglichkeit


 

Zu- und Durchgänge


 

Zu- und Umfahrten


 

Aufstell- und Bewegungsflächen


 

Sicherstellung der Zugänglichkeit, ggf. gemäß Abstimmung mit Brandschutzdienststelle (z.B. Feuerwehrschlüsseldepot)


 

Verknüpfung mit Belangen des Objektschutzes

3.

Löschmittelversorgung


 

Löschmittelbedarf


 

Ggf. spezifische Anforderungen durch Brandschutzdienststelle


 

Verwendbare Löschwasserentnahmestellen und deren Leistungsfähigkeit bzw. Dokumentation der Auskünfte des Wasserversorgungsunternehmens (ggf. Hydrantenplan aus Lageplan)


 

Abgleich zwischen Löschwasserbedarf und -versorgung und geeignete Maßnahmen

4.

Löschmittelbeseitigung


 

Vorhandensein wassergefährdender Stoffe mit Angaben zu Menge, Wassergefährdungsklasse und Ort


 

Anforderungen zur Löschmittelrückhaltung aus einschlägigen Regelwerken


 

Ermittlung des erforderlichen Rückhaltevolumens bzw. Negativvermerk


 

Maßnahmen zur Löschmittelrückhaltung (Rückhalteräume, Löschwasserbarrieren)

5.

Tragkonstruktion


 

Feuerwiderstand der tragenden und aussteifenden Bauteile (Gebäudeklasse)

6.

System der äußeren und inneren Abschottungen


 

Äußere Abschottungen (brandschutztechnisch begründete Abstandsregelungen, Gebäudeabschlusswände als Brandwände, Dachöffnungen bzw. -aufbauten)


 

Abschottungssystem mit Größenangaben (Brandabschnitte, Brandbekämpfungsabschnitte, Rauchabschnitte, sowie sonstige abgetrennte Bereiche)


 

Innere Brandwände und Trennwände mit Anordnung und Verlauf


 

Maßnahmen gegen Brandausbreitung in vertikaler Richtung (Decken, Fassaden, geschossübergreifende Räume)


 

Öffnungsabschlüsse in trennenden Bauteilen (Türen, Fenster usw.)


 

Raumabschließende Feuerwiderstandsdauer trennender Bauteile


 

Anforderungen an Baustoffe, Bekleidungen, Dämmstoffe, Fugen und Beläge von trennenden Bauteilen

7.

Flucht- und Rettungswege


 

Grundsystem der Evakuierung


 

Nachweis 1. und 2. Rettungsweg für jede Nutzungseinheit in jedem Geschoss mit Aufenthaltsraum


 

Länge des 1. Rettungswegs


 

Durchgangsbreite und -höhe der Rettungswege


 

Maßnahmen für besondere Personenkreise (u.a. Behinderte)


 

Ausbildung der Rettungswege (notwendige Flure, notwendige Treppen, notwendige Treppenräume, Ausgänge)


 

Türen und Fenster in Rettungswegen (Öffenbarkeit, elektrische Verriegelung, Feststellanlagen, Freilauftürschließer, automatische Schiebetüren, Erreichbarkeit anleiterbarer Stellen)


 

Kennzeichnung und (Sicherheits-)Beleuchtung, ggf. Fluchtleitsystem

8.

Höchstzulässige Nutzerzahl; nutzungsspezifische Gebäudeauslegung


 

Analyse der geplanten Nutzung hinsichtlich des Auftretens größerer Personenzahlen


 

Leistungsfähigkeit der Rettungswege bzw. des Evakuierungskonzepts mit maximalen Personenzahlen


 

Sonstige brandschutzbedingte Nutzungsbeschränkungen (u.a. Lagerhöhe, Lagerflächengröße, Ausschmückungen bei Versammlungsstätten, Brandlastfreiheit von Rettungswegen, Verortung von Brandlasten)

9.

Haustechnische Anlagen


 

Haustechnische Versorgung mit Zentralen, zugeordneten versorgten Bereichen und ggf. Leistungskenndaten (insbesondere bei brennbaren Leitungen, brennbaren Medien oder gesundheitsgefährdenden elektrischen Spannungen)


 

Schottung bei der Durchdringung von Bauteilen, an die Anforderungen bezüglich des Raumabschlusses gestellt werden


 

Anforderungen an Schächte und Kanäle (ggf. auch Unterdecken und Systemböden)


 

Aufzüge (mit Brandfallsteuerung bei Haltepunkten in mehr als einem Rauchabschnitt)


 

Feuerwehraufzug


 

Anforderungen an äußeren und inneren Blitzschutz mit Angabe der einzuhaltenden Regelwerke


 

Feuerungsanlagen, Heizräume einschließlich Brennstofflagerung und Brennstoffleitungen


 

Explosionsschutz (z.B. Pelletlagerung, Sauganlagen)


 

Lüftungsanlage (Art und Umfang, Standort der Zentrale, versorgte Bereiche, Verhinderung von Brand- und Rauchausbreitung, Baustoffe, Brandfallsteuerung)

10.

Rauch- und Wärmeabzug


 

Erfordernis nach Bauordnungsrecht


 

Grundsystem der Entrauchung und Wärmeableitung mit bauordnungsrechtlichen Anforderungen (z.B. für notwendige Treppenräume, Aufzugsschächte, Technikräume)


 

Entrauchungsmaßnahmen mit zugrundeliegenden Bemessungsvorschriften (ggf. Funktionserhalt) und Brandszenario


 

Querschnitt von natürlichen Entrauchungsmaßnahmen (mit Angabe der aerodynamisch wirksamen Fläche) bzw. Auslegungskriterien bei maschineller Entrauchung oder Differenzdrucksystemen


 

Spezifische Anforderungen an Komponenten der Entrauchungsanlage (Temperaturbeständigkeit von Brandgasventilatoren, Entrauchungs- oder Jalousieklappen)


 

Dimensionierung und Nachweis ausreichender Zuluftführung


 

Auslösung und Steuerung

11.

Brandmeldeanlagen und Alarmierungseinrichtungen


 

Erfordernis nach Bauordnungsrecht


 

Überwachungsumfang durch automatische (bzw. manuelle) Brandmelder, Regelwerke, ggf. Betriebsart (Aufschaltung zur Feuerwehr, Vermeidung von Fehlalarmen)


 

Alarmierungsbereiche, Art der Alarmierung (z.B. Signal, Sprachalarm, optisch), ggf. Sprechstellen und Zuordnung von Sicherheitsklassen


 

Anordnung von Zentralen, ggf. Unterzentralen, Feuerwehrtableaus, Feuerwehrbedienfeld und Auslöseeinrichtungen (manuell bzw. automatisch, Kenngröße der Melder: Ranch bzw. Temperatur)


 

Szenarienabhängige Matrix oder Verknüpfungsplan


 

Feuerwehr-Kommunikationssysteme (z.B. Gebäudefunkanlagen)


 

Gegensprechanlage zur Kommunikation mit Einsatzkräften

12.

Anlagen und Einrichtungen zur Brandbekämpfung


 

Erfordernis nach Bauordnungsrecht, ggf. nach Arbeitsstättenrecht


 

Definition des Schutzumfangs


 

Wasser- oder Gaslöschanlagen mit Regelwerken (Schutzwert für Sprinkleranlagen)


 

Standort und Auslegung von Wandhydranten; Löschwasseranlagen


 

Erfordernis einer Druckerhöhungsanlage


 

Grundzüge der Ausstattung mit Handfeuerlöschern (Regelwerke, Löschmittel)


 

Sonderlöschmittel und Löschverfahren

13.

Sicherheitsstromversorgung


 

Erfordernis nach Bauordnungsrecht


 

Zusammenstellung der anzuschließenden Verbraucher (u. a. Sicherheitsbeleuchtung) jeweils mit erforderlicher Betriebsdauer


 

Anforderungen an Betriebsräume (z.B. für Batterien oder Stromerzeugungsaggregate)


 

Funktionserhalt elektrischer Leitungsanlagen (z.B. Verteiler)

14.

Feuerwehrpläne


 

Erfordernis nach Bauordnungsrecht (DIN 14095)


 

Besonderheiten des Brandschutzkonzepts, die für die Einsatzkräfte relevant sind

15.

Betriebliche Maßnahmen zur Brandverhütung


 

Bei Bauarbeiten (Dokumente für feuergefährliche Arbeiten, Schweißerlaubnis, Brandwache)


 

Erfordernis von Brandschutzbeauftragten bzw. Sicherheitsingenieuren (Qualifikationsanforderung, Tätigkeitsbeschreibung)


 

Erfordernis von betrieblichen Selbsthilfekräften


 

Erfordernis einer Brandschutzordnung (DIN 14096) und deren Inhalt bzw. Umfang; Einweisung neuer Nutzer bzw. Mitarbeiter


 

Erfordernis von Flucht- und Rettungswegplänen, ggf. mit Inhalt und Aushangsort


 

Erfordernis und Anforderungen an Werkfeuerwein; Betriebsfeuerwehr bzw. Hausfeuerwehr


 

Maßnahmen zur Evakuierung bzw. Räumung des Gebäudes; Festlegung von Sammelplätzen; anzusetzende Übungen


 

Besondere nutzungsbedingte Schutzmaßnahmen (z.B. Laborhygiene, Strahlenschutz)


 

Weitere Maßnahmen zur Brandverhütung (selbstverlöschende Abfalleimer, Materialwahl ohne Kunststoff u.a.)


 

Zusammenstellung der noch vorzulegenden Eignungsnachweise


 

Zusammenstellung der bauordnungsrechtlichen Prüfanforderungen an technische Anlagen (nach »Prüfgrundsätzen«, Qualifikation der Prüfenden, Fristen)


 

Zusammenstellung von Wartungs- bzw. Turnusprüfungen (Fristen, Verantwortlichkeit)


 

Pflichten der für den Betrieb Verantwortlichen

16.

Abweichungen nach § 56 LBO und Erleichterungen nach § 38 LBO


 

Vollständige Zusammenstellung im Abgleich zu den materiellen Anforderungen des Bauordnungsrechts mit den beabsichtigten ausgelichenden Maßnahmen


 

Erläuterungen, wenn ausgleichende Maßnahmen nicht für erforderlich erachtet werden


 

Hinweise auf ggf. notwendige Baulasten

17.

Verwendete Rechenverfahren


 

Rechenverfahren, die im Rahmen der Risikoanalyse für das Brandschutzkonzept oder einzelne Komponenten daraus verwendet wurden


 

Nachweis von Anwendungsbereichen und Eignung der Rechenverfahren für die objektspezifische Geometrie, Brandszenarien


 

Zusammenstellung der wesentlichen für die Berechnung erforderlichen Parameter


 

Geeignete und nachvollziehbare Darstellung der Ergebnisse einschließlich relevanter Zwischenergebnisse



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