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Amtliche Abkürzung:EStG
Fassung vom:25.07.2014 Fassungen
Gültig ab:31.07.2014
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 611-1
Einkommensteuergesetz
 
§ 41c Änderung des Lohnsteuerabzugs
(1) 1Der Arbeitgeber ist berechtigt, bei der jeweils nächstfolgenden Lohnzahlung bisher erhobene Lohnsteuer zu erstatten oder noch nicht erhobene Lohnsteuer nachträglich einzubehalten,
1.
wenn ihm elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale zum Abruf zur Verfügung gestellt werden oder ihm der Arbeitnehmer eine Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug mit Eintragungen vorlegt, die auf einen Zeitpunkt vor Abruf der Lohnsteuerabzugsmerkmale oder vor Vorlage der Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug zurückwirken, oder
2.
wenn er erkennt, dass er die Lohnsteuer bisher nicht vorschriftsmäßig einbehalten hat; dies gilt auch bei rückwirkender Gesetzesänderung.
2In den Fällen des Satzes 1 Nummer 2 ist der Arbeitgeber jedoch verpflichtet, wenn ihm dies wirtschaftlich zumutbar ist.
(2) 1Die zu erstattende Lohnsteuer ist dem Betrag zu entnehmen, den der Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer insgesamt an Lohnsteuer einbehalten oder übernommen hat.2Wenn die zu erstattende Lohnsteuer aus dem Betrag nicht gedeckt werden kann, der insgesamt an Lohnsteuer einzubehalten oder zu übernehmen ist, wird der Fehlbetrag dem Arbeitgeber auf Antrag vom Betriebsstättenfinanzamt ersetzt.
(3) 1Nach Ablauf des Kalenderjahres oder, wenn das Dienstverhältnis vor Ablauf des Kalenderjahres endet, nach Beendigung des Dienstverhältnisses, ist die Änderung des Lohnsteuerabzugs nur bis zur Übermittlung oder Ausschreibung der Lohnsteuerbescheinigung zulässig.2Bei Änderung des Lohnsteuerabzugs nach Ablauf des Kalenderjahres ist die nachträglich einzubehaltende Lohnsteuer nach dem Jahresarbeitslohn zu ermitteln.3Eine Erstattung von Lohnsteuer ist nach Ablauf des Kalenderjahres nur im Wege des Lohnsteuer-Jahresausgleichs nach § 42b zulässig.4Eine Minderung der einzubehaltenden und zu übernehmenden Lohnsteuer (§ 41a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1) nach § 164 Absatz 2 Satz 1 der Abgabenordnung ist nach der Übermittlung oder Ausschreibung der Lohnsteuerbescheinigung nur dann zulässig, wenn sich der Arbeitnehmer ohne vertraglichen Anspruch und gegen den Willen des Arbeitgebers Beträge verschafft hat, für die Lohnsteuer einbehalten wurde.5In diesem Fall hat der Arbeitgeber die bereits übermittelte oder ausgestellte Lohnsteuerbescheinigung zu berichtigen und sie als geändert gekennzeichnet an die Finanzverwaltung zu übermitteln; § 41b Absatz 1 gilt entsprechend.6Der Arbeitgeber hat seinen Antrag zu begründen und die Lohnsteuer-Anmeldung (§ 41a Absatz 1 Satz 1) zu berichtigen.
(4) 1Der Arbeitgeber hat die Fälle, in denen er die Lohnsteuer nach Absatz 1 nicht nachträglich einbehält oder die Lohnsteuer nicht nachträglich einbehalten kann, weil
1.
der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber Arbeitslohn nicht mehr bezieht oder
2.
der Arbeitgeber nach Ablauf des Kalenderjahres bereits die Lohnsteuerbescheinigung übermittelt oder ausgeschrieben hat,
dem Betriebsstättenfinanzamt unverzüglich anzuzeigen.2Das Finanzamt hat die zu wenig erhobene Lohnsteuer vom Arbeitnehmer nachzufordern, wenn der nachzufordernde Betrag 10 Euro übersteigt.3§ 42d bleibt unberührt.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 41c: Neugefasst durch Bek. v. 8.10.2009 I 3366
§ 41c Abs. 1 Satz 1 Nr. 1: IdF d. Art. 2 Nr. 24 Buchst. a G v. 7.12.2011 I 2592 mWv 1.1.2012
§ 41c Abs. 3 Satz 4 bis 6: Eingef. durch Art. 2 Nr. 24 G v. 25.7.2014 I 1266 mWv 31.7.2014
§ 41c Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 u. 2: Frühere Nr. 1 aufgeh., frühere Nr. 2 u. 3 jetzt Nr. 1 u. 2 gem. Art. 2 Nr. 24 Buchst. b G v. 7.12.2011 I 2592 mWv 1.1.2012

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§ 42b EStG, gültig ab 01.01.2017
Artikel 2 DBAZusAbkG FRA 2015, gültig ab 27.11.2015
§ 42b EStG, gültig ab 01.01.2015 bis 31.12.2016
§ 42d EStG, gültig ab 30.06.2013
§ 42b EStG, gültig ab 01.01.2012 bis 31.12.2014
§ 42d EStG, gültig ab 01.01.2012 bis 29.06.2013
§ 15 KonsVerCHEV, gültig ab 23.12.2010
§ 39d EStG, gültig ab 01.09.2009 bis 31.12.2011
§ 42b EStG, gültig ab 01.09.2009 bis 31.12.2011
§ 42d EStG, gültig ab 01.09.2009 bis 31.12.2011
§ 39d EStG, gültig ab 23.07.2009 bis 31.08.2009
§ 42b EStG, gültig ab 23.07.2009 bis 31.08.2009
§ 42b EStG, gültig ab 12.02.2009 bis 22.07.2009
§ 39d EStG, gültig ab 01.01.2009 bis 22.07.2009
§ 42b EStG, gültig ab 25.12.2008 bis 11.02.2009
§ 42d EStG, gültig ab 01.01.2007 bis 31.08.2009
§ 42d EStG, gültig ab 19.12.2006 bis 31.12.2006
§ 39d EStG, gültig ab 01.01.2005 bis (gegenstandslos)
§ 39d EStG, gültig ab 01.01.2005 bis 31.12.2008
§ 42b EStG, gültig ab 01.01.2005 bis (gegenstandslos)
§ 42b EStG, gültig ab 01.01.2005 bis 24.12.2008
§ 39d EStG, gültig ab 16.12.2004 bis 31.12.2004
§ 42d EStG, gültig ab 16.12.2004 bis 18.12.2006
§ 42b EStG, gültig ab 01.01.2004 bis 31.12.2004
§ 39d EStG, gültig ab 20.12.2003 bis 15.12.2004
§ 42b EStG, gültig ab 20.12.2003 bis 31.12.2003
§ 42d EStG, gültig ab 20.12.2003 bis 15.12.2004
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§ 42d EStG, gültig ab 01.01.2002 bis (gegenstandslos)
§ 42d EStG, gültig ab 01.01.2002 bis 20.09.2002
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§ 42b EStG, gültig ab 01.01.2001 bis (gegenstandslos)
§ 42b EStG, gültig ab 01.01.2001 bis 22.12.2001
§ 39d EStG, gültig ab 01.01.2000 bis 22.12.2001
§ 42b EStG, gültig ab 01.01.2000 bis 31.12.2000
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§ 39d EStG, gültig ab 01.04.1999 bis 31.12.1999
§ 39d EStG, gültig ab 01.01.1999 bis 31.03.1999
§ 42b EStG, gültig ab 01.01.1999 bis 31.12.1999
§ 42b EStG, gültig ab 14.08.1998 bis 31.12.1998
§ 42d EStG, gültig ab 01.01.1998 bis 31.12.2001
§ 39d EStG, gültig ab 29.04.1997 bis 31.12.1998
§ 42b EStG, gültig ab 29.04.1997 bis 13.08.1998
§ 42d EStG, gültig ab 29.04.1997 bis 31.12.1997
§ 42b EStG, gültig ab 01.01.1996 bis 28.04.1997
§ 39d EStG, gültig ab 23.12.1995 bis 28.04.1997
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