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Amtliche Abkürzung:BVerfSchG
Fassung vom:19.06.2020 Fassungen
Gültig ab:27.06.2020
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 12-4
Gesetz über die Zusammenarbeit des Bundes und der Länder in Angelegenheiten des Verfassungsschutzes und über das Bundesamt für Verfassungsschutz
Bundesverfassungsschutzgesetz
§ 18 Übermittlung von Informationen an die Verfassungsschutzbehörden
(1) Die Behörden des Bundes und der bundesunmittelbaren juristischen Personen des öffentlichen Rechts unterrichten von sich aus das Bundesamt für Verfassungsschutz oder die Verfassungsschutzbehörde des Landes über die ihnen bekanntgewordenen Tatsachen, die sicherheitsgefährdende oder geheimdienstliche Tätigkeiten für eine fremde Macht oder Bestrebungen im Geltungsbereich dieses Gesetzes erkennen lassen, die durch Anwendung von Gewalt oder darauf gerichtete Vorbereitungshandlungen gegen die in § 3 Abs. 1 Nr. 1, 3 und 4 genannten Schutzgüter gerichtet sind. Über Satz 1 hinausgehende Unterrichtungspflichten nach dem Gesetz über den Militärischen Abschirmdienst oder dem Gesetz über den Bundesnachrichtendienst bleiben unberührt.
(1a) Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge übermittelt von sich aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz, die Ausländerbehörden eines Landes übermitteln von sich aus der Verfassungsschutzbehörde des Landes ihnen bekannt gewordene Informationen einschließlich personenbezogener Daten über Bestrebungen oder Tätigkeiten nach § 3 Abs. 1, wenn tatsächliche Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Übermittlung für die Erfüllung der Aufgaben der Verfassungsschutzbehörde erforderlich ist. Die Übermittlung dieser personenbezogenen Daten an ausländische öffentliche Stellen sowie an über- und zwischenstaatliche Stellen nach § 19 Abs. 3 unterbleibt auch dann, wenn überwiegende schutzwürdige Belange Dritter entgegenstehen. Vor einer Übermittlung nach § 19 Abs. 3 ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu beteiligen. Für diese Übermittlungen des Bundesamtes für Verfassungsschutz gilt § 8b Absatz 3 entsprechend. Die Zuständigkeit und das Verfahren für die Entscheidung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zu Übermittlungen nach Satz 1 sind in einer Dienstvorschrift zu regeln, die der Zustimmung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat bedarf.
(1b) Die Staatsanwaltschaften und, vorbehaltlich der staatsanwaltschaftlichen Sachleitungsbefugnis, die Polizeien, die Behörden des Zollfahndungsdienstes sowie andere Zolldienststellen, soweit diese Aufgaben nach dem Bundespolizeigesetz wahrnehmen, unterrichten von sich aus das Bundesamt für Verfassungsschutz oder die Verfassungsschutzbehörde des Landes über alle ihnen bekanntgewordenen Informationen einschließlich personenbezogener Daten über Bestrebungen und Tätigkeiten nach § 3 Absatz 1, wenn tatsächliche Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Übermittlung für die Erfüllung der Aufgaben der Verfassungsschutzbehörde erforderlich ist. Auf die Übermittlung von Informationen zwischen Behörden desselben Bundeslandes findet Satz 1 keine Anwendung.
(2) Der Bundesnachrichtendienst darf von sich aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz oder der Verfassungsschutzbehörde des Landes auch alle anderen ihm bekanntgewordenen Informationen einschließlich personenbezogener Daten über Bestrebungen nach § 3 Absatz 1 übermitteln, wenn tatsächliche Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Übermittlung für die Erfüllung der Aufgaben der Verfassungsschutzbehörde erforderlich ist.
(3) Das Bundesamt für Verfassungsschutz darf zur Erfüllung seiner Aufgaben die Staatsanwaltschaften und, vorbehaltlich der staatsanwaltschaftlichen Sachleitungsbefugnis, die Polizeien sowie andere Behörden um Übermittlung der zur Erfüllung seiner Aufgaben erforderlichen Informationen einschließlich personenbezogener Daten ersuchen, wenn sie nicht aus allgemein zugänglichen Quellen oder nur mit übermäßigem Aufwand oder nur durch eine den Betroffenen stärker belastende Maßnahme erhoben werden können. Unter den gleichen Voraussetzungen dürfen Verfassungsschutzbehörden der Länder
1.
Behörden des Bundes und der bundesunmittelbaren juristischen Personen des öffentlichen Rechts,
2.
Staatsanwaltschaften und, vorbehaltlich der staatsanwaltschaftlichen Sachleitungsbefugnis, Polizeien des Bundes und anderer Länder um die Übermittlung solcher Informationen ersuchen.
(3a) Das Bundesamt für Verfassungsschutz und die Verfassungsschutzbehörden der Länder dürfen zur Erfüllung ihrer Aufgaben die Finanzbehörden um Auskunft ersuchen, ob eine Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse die Voraussetzungen des § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes erfüllt. Die Finanzbehörden haben der ersuchenden Behörde die Auskunft nach Satz 1 zu erteilen.
(4) Würde durch die Übermittlung nach Absatz 3 Satz 1 der Zweck der Maßnahme gefährdet oder der Betroffene unverhältnismäßig beeinträchtigt, darf das Bundesamt für Verfassungsschutz bei der Wahrnehmung der Aufgaben nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 bis 4 sowie bei der Beobachtung terroristischer Bestrebungen amtliche Register einsehen.
(5) Die Ersuchen nach Absatz 3 sind aktenkundig zu machen. Über die Einsichtnahme nach Absatz 4 hat das Bundesamt für Verfassungsschutz einen Nachweis zu führen, aus dem der Zweck und die Veranlassung, die ersuchte Behörde und die Aktenfundstelle hervorgehen; die Nachweise sind gesondert aufzubewahren, gegen unberechtigten Zugriff zu sichern und am Ende des Kalenderjahres, das dem Jahr ihrer Erstellung folgt, zu vernichten.
(6) Die Übermittlung personenbezogener Daten, die auf Grund einer Maßnahme nach § 100a der Strafprozeßordnung bekanntgeworden sind, ist nach den Vorschriften der Absätze 1b und 3 nur zulässig, wenn tatsächliche Anhaltspunkte dafür bestehen, daß jemand eine der in § 3 Abs. 1 des Artikel 10-Gesetzes genannten Straftaten plant, begeht oder begangen hat. Auf die einer Verfassungsschutzbehörde nach Satz 1 übermittelten Kenntnisse und Unterlagen findet § 4 Abs. 1 und 4 des Artikel 10-Gesetzes entsprechende Anwendung.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 18 Abs. 1: Früherer Satz 3 aufgeh. durch Art. 1 Nr. 13 Buchst. a DBuchst. bb G v. 17.11.2015 I 1938 mWv 21.11.2015
§ 18 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 6 Buchst. a G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002 (Maßgaben vgl. Art. 22 Abs. 2 u. 3 G v. 9.1.2002 I 361 iVm Art. 2 G v. 5.1.2007 I 2, Art. 11 G v. 5.1.2007 I 2 iVm Art. 6 Nr. 2 G v. 7.12.2011 I 2576, Art. 9 G v. 7.12.2011 I 2576); idF d. Art. 9 Nr. 1 G v. 16.8.2002 I 3202 mWv 24.8.2002, d. Art. 2 G v. 21.6.2005 I 1818 mWv 1.7.2005 u. d. Art. 1 Nr. 13 Buchst. a DBuchst. aa G v. 17.11.2015 I 1938 mWv 21.11.2015
§ 18 Abs. 1a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 6 Buchst. c G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002 (Maßgaben vgl. Art. 22 Abs. 2 u. 3 G v. 9.1.2002 I 361 iVm Art. 2 G v. 5.1.2007 I 2, Art. 11 G v. 5.1.2007 I 2 iVm Art. 6 Nr. 2 G v. 7.12.2011 I 2576, Art. 9 G v. 7.12.2011 I 2576)
§ 18 Abs. 1a Satz 1: IdF d. Art. 6 Abs. 1 G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 18 Abs. 1a Satz 2 bis 4: Früher Satz 2 gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 5 nach Maßgabe d. Art. 11 G v. 5.1.2007 I 2 mWv 11.1.2007
§ 18 Abs. 1a Satz 4: IdF d. Art. 1 Nr. 13 Buchst. b G v. 17.11.2015 I 1938 mWv 21.11.2015
§ 18 Abs. 1a Satz 5. Eingef. durch Art. 1 Nr. 5 nach Maßgabe d. Art. 9 G v. 7.12.2011 I 2576 mWv 10.1.2012; idF d. Art. 16 V v. 19.6.2020 I 1328 mWv 27.6.2020
§ 18 Abs. 1b: Eingef. durch Art. 1 Nr. 13 Buchst. c G v. 17.11.2015 I 1938 mWv 21.11.2015
§ 18 Abs. 2: Früherer Satz 2 aufgeh., früherer Satz 1 jetzt einziger Text gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 13 Buchst. d DBuchst. aa u. bb G v. 17.11.2015 I 1938 mWv 21.11.2015
§ 18 Abs. 3a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 3 Buchst. a G v. 31.7.2009 I 2499 mWv 5.8.2009
§ 18 Abs. 4: IdF d. Art. 1 Nr. 6 Buchst. b G v. 9.1.2002 I 361 (Maßgaben vgl. Art. 22 Abs. 2 u. 3 G v. 9.1.2002 I 361 iVm Art. 2 G v. 5.1.2007 I 2, Art. 11 G v. 5.1.2007 I 2 iVm Art. 6 Nr. 2 G v. 7.12.2011 I 2576, Art. 9 G v. 7.12.2011 I 2576)
§ 18 Abs. 6 Satz 1: IdF d. Art. 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. a G v. 26.6.2001 I 1254 mWv 29.6.2001, d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. b G v. 31.7.2009 I 2499 mWv 5.8.2009 u. d. Art. 1 Nr. 13 Buchst. e G v. 17.11.2015 I 1938 mWv 21.11.2015
§ 18 Abs. 6 Satz 2: IdF d. Art. 3 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. b G v. 26.6.2001 I 1254, 2298 mWv 29.6.2001

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§ 18 BVerfSchG, vom 03.12.2015, gültig ab 10.01.2021 bis (gegenstandslos)
§ 18 BVerfSchG, vom 03.12.2020, gültig ab 10.01.2021 bis (gegenstandslos)
§ 18 BVerfSchG, vom 07.12.2011, gültig ab 10.01.2016 bis (gegenstandslos)
§ 18 BVerfSchG, vom 17.11.2015, gültig ab 10.01.2016 bis (gegenstandslos)
§ 18 BVerfSchG, vom 03.12.2015, gültig ab 10.01.2016 bis 26.06.2020
§ 18 BVerfSchG, vom 17.11.2015, gültig ab 21.11.2015 bis 09.01.2016
§ 18 BVerfSchG, vom 05.01.2007, gültig ab 10.01.2012 bis (gegenstandslos)
§ 18 BVerfSchG, vom 31.07.2009, gültig ab 10.01.2012 bis (gegenstandslos)
§ 18 BVerfSchG, vom 07.12.2011, gültig ab 10.01.2012 bis 20.11.2015
§ 18 BVerfSchG, vom 31.07.2009, gültig ab 05.08.2009 bis 09.01.2012
§ 18 BVerfSchG, vom 19.08.2007, gültig ab 28.08.2007 bis 04.08.2009
§ 18 BVerfSchG, vom 09.01.2002, gültig ab 11.01.2007 bis (gegenstandslos)
§ 18 BVerfSchG, vom 16.08.2002, gültig ab 11.01.2007 bis (gegenstandslos)
§ 18 BVerfSchG, vom 21.06.2005, gültig ab 11.01.2007 bis (gegenstandslos)
§ 18 BVerfSchG, vom 05.01.2007, gültig ab 11.01.2007 bis (gegenstandslos)
§ 18 BVerfSchG, vom 05.01.2007, gültig ab 11.01.2007 bis 27.08.2007
§ 18 BVerfSchG, vom 21.06.2005, gültig ab 01.07.2005 bis 10.01.2007
§ 18 BVerfSchG, vom 16.08.2002, gültig ab 24.08.2002 bis 30.06.2005
§ 18 BVerfSchG, vom 09.01.2002, gültig ab 01.01.2002 bis 23.08.2002
§ 18 BVerfSchG, vom 26.06.2001, gültig ab 29.06.2001 bis 31.12.2001
§ 18 BVerfSchG, vom 20.12.1990, gültig ab 30.12.1990 bis 28.06.2001

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