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Gericht:VG Stuttgart 7. Kammer
Entscheidungsdatum:06.11.2002
Aktenzeichen:7 K 3309/02
ECLI:ECLI:DE:VGSTUTT:2002:1106.7K3309.02.0A
Dokumenttyp:Urteil
Quelle:juris Logo
Normen:§ 15 Abs 1 GemO BW, § 16 Abs 1 GemO BW, § 42 Abs 5 GemO BW, § 71 Abs 1 GemO BW

Verfahren bei Wahl eines Ortsvorstehers nach Nichtwahl des bisherigen Ortsvorstehers und fehlenden freiwilligen Kandidaten

Leitsatz

Die Mitgliedschaft im Ortschaftsrat reicht aus, um als Kandidat für die Wahl des Ortsvorstehers herangezogen zu werden.

Ein Bürger, der sich nicht freiwillig zu einer ehrenamtlichen Tätigkeit bereitgefunden hat, aber gleichwohl für eine ehrenamtliche Tätigkeit berufen wird, ist aufgrund der sich aus § 15 Abs. 1 GemO ergebenden Bürgerpflicht grundsätzlich zur Annahme der ehrenamtlichen Tätigkeit verpflichtet.Die Gemeindeordnung stellt einen Bürger von seiner Pflicht zu ehrenamtlicher Tätigkeit nur dann frei, wenn in seiner Person Ablehnungsgründe im Sinne des § 16 GemO oder Hinderungsgründe nach § 29 GemO bestehen. Beim Vorliegen von Ablehnungsgründen (§ 16 GemO) wird der betreffende Bürger nicht von Gesetzes wegen von der ehrenamtlichen Tätigkeit freigestellt; erforderlich ist, dass der betreffende Bürger den in seiner Person bestehenden Ablehnungsgrund geltend macht. Das Vorliegen von Ablehnungsgründen nach § 16 GemO oder Hinderungsgründen nach § 29 GemO führt nicht zur Unwirksamkeit einer Wahl für eine ehrenamtliche Tätigkeit.

 


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