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Amtliche Abkürzung:APrOGymn
Fassung vom:16.11.2012 Fassungen
Gültig ab:13.12.2012
Gültig bis:31.12.2024
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204-3
Verordnung des Kultusministeriums über den Vorbereitungsdienst
und die Zweite Staatsprüfung für die Laufbahn des höheren Schuldienstes an Gymnasien
(APrOGymn)
Vom 10. März 2004

§ 2
Zulassungsvoraussetzungen

(1) Zum Vorbereitungsdienst wird zugelassen, wer

1.

die persönlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllt,

2.

ein Zeugnis besitzt, das allgemein zum Studium an einer Wissenschaftlichen Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland oder zum Studium von Studiengängen, die mit der Prüfung nach Nummer 3 abschließen, berechtigt,

3.
a)

in Baden-Württemberg die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien in einer für Baden-Württemberg zugelassenen Fächerverbindung bestanden hat oder

b)

außerhalb Baden-Württembergs mit einer in Baden-Württemberg für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst zulässigen Fächerverbindung eine Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien, an der Oberstufe, für das Amt des Studienrats, das Lehramt für die Sekundarstufe II oder eine gleichartige und gleichwertige Prüfung bestanden hat,

4.

nach amtsärztlichem Gesundheitszeugnis die gesundheitliche Eignung für die Übernahme in den Vorbereitungsdienst und die angestrebte Laufbahn besitzt oder als Schwerbehinderter über ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verfügt,

5.

als Bewerber mit dem Fach Sport ein Vereinspraktikum im Umfang von mindestens 24 Übungsdoppelstunden in einem Zeitraum von drei bis sechs Monaten absolviert und die Rettungsfähigkeit im Schwimmunterricht nachgewiesen hat,

6.

als Bewerber ohne das Fach Sport ein Betriebs- oder Sozialpraktikum im Umfang von mindestens vier Wochen oder eine vergleichbare Tätigkeit mit Kindern oder Jugendlichen absolviert hat,

7.

in den letzten zwei Jahren vor dem Zulassungstermin an einer Ausbildung in Erster Hilfe teilgenommen hat und

8.

ein Schulpraxissemester oder eine vergleichbare sonstige Schulpraxis erfolgreich absolviert hat.

(2) Zum Vorbereitungsdienst können Ausländer, die nicht Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sind, zugelassen werden, wenn sie im Übrigen die Voraussetzungen des Absatzes 1 erfüllen.

(3) Zum Vorbereitungsdienst können ebenfalls Personen mit einer universitären Abschlussprüfung zugelassen werden, sofern durch diese zwei Fächer in einer für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst zulässigen Fächerverbindung nachgewiesen werden und sofern sie durch ihre Ausbildung sowie eine darauf aufbauende berufliche Lehrtätigkeit als besonders qualifiziert ausgewiesen sind. Über die Zulassung entscheidet das Kultusministerium erforderlichenfalls nach einer Feststellungsprüfung.

(4) Das Kultusministerium kann bei Bedarf andere Studienabschlüsse im Sinne von § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 LBG als die in Absatz 1 Nr. 3 Buchst. a und b genannten Prüfungen als Zulassungsvoraussetzung für den Vorbereitungsdienst anerkennen, sofern mindestens zwei in der Stundentafel des Gymnasiums vertretene Unterrichtsfächer in hinreichendem Umfang studiert worden sind.

(5) Wurde die in Absatz 1 Nummer 3 genannte Erste Staatsprüfung ganz oder teilweise mehr als vier Jahre vor dem Zulassungstermin abgelegt, so kann das örtlich zuständige Regierungspräsidium in einem Kolloquium überprüfen lassen, ob die Kenntnisse und Fähigkeiten für einen erfolgreichen Vorbereitungsdienst noch vorhanden sind. Auf die Überprüfung kann verzichtet werden, wenn der weiteren Ausbildung förderliche Tätigkeiten oder entsprechende Aus- oder Weiterbildung nachgewiesen werden. In Fächern mit fachpraktischer Prüfung kann die Überprüfung durch einen fachpraktischen Teil ergänzt werden.

(6) Das Regierungspräsidium bestimmt für die Überprüfung ein Seminar, das eine Kommission bildet. Sie besteht aus einem Vertreter der Kultusverwaltung als Vorsitzendem und aus einem Fachvertreter des Seminars. Der Vorsitzende ist gleichzeitig Fachprüfer, wenn mehr als ein Fach geprüft wird. Die Überprüfung dauert pro Fach etwa 30 Minuten und enthält neben fachwissenschaftlichen Themen fachdidaktische und erziehungswissenschaftliche Elemente. Die Dauer eines fachpraktischen Teils wird durch das Seminar festgelegt.

(7) Die Leistungen werden unmittelbar nach der Überprüfung beurteilt und mit »bestanden« oder »nicht bestanden« bewertet. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. Er eröffnet dem Bewerber unmittelbar nach der Überprüfung das Ergebnis, auf Wunsch auch die tragenden Gründe der Bewertung, und unterrichtet unverzüglich das Regierungspräsidium. Die Überprüfung kann einmal binnen Jahresfrist wiederholt werden. § 16 gilt entsprechend.

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