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Amtliche Abkürzung:RahmenVO-KM
Fassung vom:27.04.2015
Gültig ab:01.08.2015
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204
Rechtsverordnung des Kultusministeriums über Rahmenvorgaben für die Umstellung
der allgemein bildenden Lehramtsstudiengänge an den Pädagogischen Hochschulen,
den Universitäten, den Kunst- und Musikhochschulen sowie der Hochschule
für Jüdische Studien Heidelberg auf die gestufte Studiengangstruktur mit Bachelor-
und Masterabschlüssen der Lehrkräfteausbildung in Baden-Württemberg
(Rahmenvorgabenverordnung Lehramtsstudiengänge - RahmenVO-KM)
Vom 27. April 2015

Anlage 1

(zu § 4 Absatz 7 und 14 und § 7 Absatz 6)

Lehramt Grundschule

INHALTSÜBERSICHT

1.

Primarspezifisches Kompetenzprofil

2.

Grundbildung Deutsch/Deutsch als Zweitsprache, Fach Deutsch

3.

Englisch

4.

Bilinguales Lehren und Lernen und kulturelle Diversität im Rahmen des Europalehramts

5.

Evangelische Theologie/Religionspädagogik

6.

Französisch

7.

Islamische Theologie/Religionspädagogik

8.

Katholische Theologie/Religionspädagogik

9.

Kunst

10.

Grundbildung Mathematik, Fach Mathematik

11.

Musik

12.

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht

12.1

Schwerpunktfach Alltagskultur und Gesundheit

12.2

Schwerpunktfach Biologie

12.3

Schwerpunktfach Chemie

12.4

Schwerpunktfach Physik

12.5

Schwerpunktfach Technik

13.

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht

13.1

Schwerpunktfach Geographie

13.2

Schwerpunktfach Geschichte

13.3

Schwerpunktfach Politikwissenschaft

13.4

Schwerpunktfach Wirtschaftswissenschaft

14.

Sport

1.

Primarstufenspezifisches Kompetenzprofil

Im Studium für das Lehramt Grundschule erwerben die Studierenden Kompetenzen, die für ein professionelles Handeln von Lehrerinnen und Lehrern in Grundschulen erforderlich sind. In den Anlagen für das Lehramtsstudium Grundschule werden für die Bildungswissenschaften und die Fächer jeweils bereichs- beziehungsweise fachspezifische Kompetenzprofile beschrieben und dafür relevante Studieninhalte benannt. Diese Beschreibung des Lehramtsstudiums Grundschule orientiert sich an dem von der KMK am 16. Oktober 2008 beschlossenen Fachprofil Grundschulbildung in der Fassung vom 16. Mai 2013:

»Die Studienabsolventinnen und -absolventen haben den Auftrag der Grundschule, Bildung grundzulegen, theoretisch-systematisch und forschungsorientiert erschlossen, anwendungsorientiert erprobt und wissenschaftsbasiert reflektiert. Sie verstehen sich als Vermittler zwischen den Bildungsansprüchen des Kindes und den gesellschaftlich geltenden Bildungsanforderungen. Grundlage dafür ist der respektvolle, wertschätzende Umgang mit den Kindern, der aus einer differenzierten Wahrnehmung und der Erschließung kindlicher Weltzugänge resultiert« (Ländergemeinsame inhaltliche Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken in der Lehrerbildung, Beschluss der KMK vom 16.10.2008 i. d. F. vom 16.05.2013, S. 50).

Die Absolventinnen und Absolventen

haben eine wissenschaftlich reflektierte Vorstellung vom Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule in seiner historischen und gesellschaftlichen Bedingtheit,

überblicken die Aufgaben- und Handlungsfelder der Grundschule und haben ein differenziertes professionstheoretisch begründetes Verständnis von der Bedeutung und den Anforderungen des Berufs einer Grundschullehrerin oder eines Grundschullehrers,

haben eine wissenschaftlich begründete Vorstellung von den anthropologisch und soziokulturell-lebensweltlich bedingten Lernvoraussetzungen von Grundschulkindern,

verstehen grundlegende fachwissenschaftliche und fachdidaktische Methoden, Prinzipien, Strukturen und Konzepte in ausgewählten grundschulrelevanten Bildungsbereichen und Fächern in ihrer Anbindung an wissenschaftliche Fachkulturen und können die Bedeutung von anschlussfähigem Wissen und Können für kompetentes Handeln erläutern,

können kind- und sachgerecht begründete Entscheidungen für die Auswahl und Gestaltung von Lernangeboten treffen, kennen grundlegende Methoden und können unter Berücksichtigung fachdidaktischer und pädagogischer Überlegungen Unterricht ziel-, inhalts- und methodenadäquat reflektieren und dabei Aspekte der Medienbildung einbeziehen,

sind in der Lage, Möglichkeiten in der Grundschule bei der Gestaltung integrativer Erziehungs- und Unterrichtsarbeit, auch in inklusiven Settings und in der interkulturellen Erziehung, zu begründen und in der Praxis anzuwenden,

haben einen differenzierten, diagnostisch begründeten Einblick in die Entwicklung und Förderung kognitiver, sozialer und emotionaler Fähigkeiten von Kindern einschließlich ihrer Sprach- und Kommunikationskompetenz, auch unter besonderer Berücksichtigung der Schuleingangsphase,

können Leistungen von Grundschülerinnen und -schülern im Rückgriff auf reflektierte und begründete Maßstäbe und Formen der Leistungsbeurteilung bewerten und ihr Urteil im Hinblick auf eine kindgerechte Rückmeldung, Beratung und Förderung pädagogisch nutzen,

können Ergebnisse von Leistungsvergleichen in der Grundschule und Erkenntnisse grundschulbezogener Schul- und Unterrichtsforschung reflektiert nutzen,

können die Übergänge vom Kindergarten in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführenden Schulen unter Berücksichtigung der jeweiligen Anforderungen theoretisch reflektieren und praktisch in Kooperation mit den beteiligten Institutionen und Personen sinnvoll gestalten.

2.

Grundbildung Deutsch/Deutsch als Zweitsprache, Fach Deutsch

Die Kompetenzen und die Studieninhalte sind für die Grundbildung Deutsch/Deutsch als Zweitsprache und das Fach Deutsch aufgeführt. Die mit (F) gekennzeichneten Kompetenzen und Studieninhalte sind dem Fach Deutsch zugeordnet und gehen über die Kompetenzen und Studieninhalte der Grundbildung hinaus.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

können mit Methoden der Sprach- und Medienwissenschaft Sprache und andere Medien analysieren und diese in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung verstehen,

können unter Berücksichtigung geeigneter Methoden Literatur in ihren unterschiedlichen medialen Erscheinungsformen analysieren,

kennen und reflektieren Formen und Besonderheiten des Zweitspracherwerbs und der Mehrsprachigkeit und Interkulturalität für sprachliche und literarische Lernprozesse,

kennen Theorien und Konzepte der Spracherwerbs- und Zweitspracherwerbsforschung (F),

können Kommunikationsprozesse in unterschiedlichen Medien analysieren (F),

können Sprache als Mittel des Denkens und sprachliches Handeln als Mittel der Verständigung reflektieren und deren Bedeutung für Kognition, Lernen und soziale Beziehungen einschätzen (F),

können Kenntnisse über den Prozess der literarischen Sozialisation sowie von Theorien der Produktion und Rezeption literarischer Texte für ein Konzept von Literarizität anwenden,

können die Entwicklung der deutsch-sprachigen Literatur in ihren Grundzügen beschreiben (F),

können mit Methoden der Literaturwissenschaft Form, Gehalt und Wirkung von Literatur in verschiedenen Präsentationsformen analysieren (F),

können die Medialität von Sprache und Literatur im Zusammenhang mit Sprach-, Literatur- und Medientheorien reflektieren (F),

verfügen über eine differenzierte Sprachkompetenz und sind in der Lage, eigene Schreib- und Leseprozesse zu reflektieren und weiterzuentwickeln,

wissen um die Wirkung von Sprachvorbildern und reflektieren diese hinsichtlich der eigenen Berufsrolle,

sind in der Lage, ihre Kompetenzen in rhetorischer und ästhetischer Kommunikation adressatengerecht, nicht diskriminierend sowie kommunikativ und medial angemessen zu nutzen und weiterzuentwickeln (F).

Grundlagen der Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik und Textlinguistik

Grammatikmodelle und Sprachtheorien (F)

Soziale, kulturelle und historische Aspekte von Sprache und Sprachgebrauch

Theorien und Modellierungen von Mündlichkeit und Schriftlichkeit

Aspekte von Bildungssprache, Fachsprachen und fachlicher Kommunikation (F)

Sprachwandel (F)

Schriftspracherwerb und Schreibprozesse

Sprachaneignung

Mehrsprachigkeit und Zweitspracherwerb

Beobachtungs- und Diagnoseverfahren zu den Gegenständen des Deutschunterrichts

Sprachvarietäten und deren historischer Hintergrund (F)

Orthografie, einschließlich Interpunktion

Verhältnis von Sprache und Kognition (F)

Autoren, Werke und Medien deutschsprachiger Literatur

Epochen der deutschen Literaturgeschichte, auch im interkulturellen und internationalen Kontext (F)

Gattungen, Textsorten, Textformen

Sachtexte

Themen, Stoffe und Motive (F)

Kinderliteratur in ihren verschiedenen medialen Erscheinungsformen

Filme, Hörspiele, digitale Medien und Medienverbund

Literaturtheorie und Medientheorie (F)

Lese- und literarische Sozialisation

Methoden der Textanalyse und Textinterpretation

Theorien zur Produktion und Rezeption literarischer und pragmatischer Texte

Fachdidaktik

kennen die Besonderheiten sprachlichen und literarischen Lernens und können den Nutzen sprach-, literatur- und mediendidaktischer Modelle für die eigene Praxis einschätzen,

können sprachliche, schriftsprachliche und literarische Lernprozesse sowie Lese- und Schreibprozesse von Kindern analysieren,

können pädagogische und deutschdidaktische Prinzipien exemplarisch für die Gestaltung von Lehr- und Lernarrangements nutzen,

sind mit Theorien, empirischen Studien und Modellen zu Sprach-, Schreib-, Lese-, Medien- und literarischer Kompetenz vertraut und können die Reichweite in Bezug auf den Deutschunterricht in der Primarstufe einordnen (F),

kennen die Bedeutsamkeit präliteraler Fähigkeiten für den Schriftspracherwerb, Deutsch als Zweitsprachespezifischer Ausgangslagen sowie didaktischer Ansätze und können diese kritisch reflektieren,

kennen Theorien und Verfahren zum Wortschatz-, Grammatik-, Orthografie- und Textkompetenzerwerb (F),

können Lernschwierigkeiten im Deutschunterricht identifizieren und kennen entsprechende Förderkonzepte,

kennen Verfahren zur Gestaltung von Lese- und Schreibprozessen im Umgang mit pragmatischen und literarischen Texten und wissen, wie sich produkt- und prozessbezogene Lern-, Rezeptions- und Interpretationshandlungen im Unterricht inszenieren lassen (F),

sind in der Lage, für den Unterricht geeignete Kinderliteratur beziehungsweise Kindermedien interkulturell, geschlechts- und altersstufengerecht auszuwählen und Unterricht zu konzipieren,

können Sprach- und Literaturunterricht reflektiert integrieren und mit anderen Unterrichtsfächern zusammenführen (F),

können das Potenzial unterschiedlicher Medien für sprachliche und literarische Lehr- und Lernprozesse nutzbar machen (F),

können Texte gestalten und wirksam vermitteln,

können ästhetische und performative Lernprozesse anregen, begleiten und reflektieren (F),

können Bildungsstandards und Lehrwerke kritisch reflektieren und evaluieren (F),

wissen um die Heterogenität von Lerngruppen und sind in der Lage, Lernprobleme aus der Perspektive der Aufgaben des Deutschunterrichts und aus der Perspektive besonderer Lerngruppen zu identifizieren (F),

kennen Konzepte zur Aufgabenstellung und zur Bewertung im Deutschunterricht und wissen um die Bedeutung schülerseitiger Selbstevaluationsprozesse,

wissen um Chancen, Probleme und Aufgabenstellungen beim Übergang vom Elementarbereich in den Primarbereich und von dort in weiterführende Schulen,

können ihre Wertvorstellungen und Einstellungen zum Deutschunterricht reflektieren und alternative Entwürfe entwickeln (F),

kennen die Relevanz von Sprache und Literatur in Bildungstheorien und können diese auf fachdidaktische Fragestellungen auch unter Berücksichtigung von Genderaspekten und Transkulturalität beziehen (F),

sind in der Lage, ihre Rolle als Deutschlehrkräfte auch im Hinblick auf Klassenführung und Unterrichtskommunikation zu reflektieren und diese weiterzuentwickeln (F),

können das Verhältnis der Deutschdidaktik zur Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaft und anderen Bezugswissenschaften reflektieren (F),

können an unterrichtsbezogener deutschdidaktischer Forschung mitarbeiten (F).

Theorie und Konzepte des Deutschunterrichts und seiner Lernbereiche, einschließlich der Erprobung im Unterricht

Bildungspläne

Fragestellungen, Arbeitsfelder und Positionen der Deutschdidaktik

Interkulturelle Deutschdidaktik

Schriftspracherwerb

Umgang mit Texten, Filmen, theatralen Formen und elektronischen und digitalen Medien

Methoden und Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation im Unterricht, einschließlich der Anleitung zur angemessenen Anschlusskommunikation

Literaturgeschichtliche, gattungsspezifische, thematische, biographische und interkulturelle Aspekte unter fachdidaktischer Perspektive (F)

Forschungsergebnisse zum Lehren und Lernen im Deutschunterricht (Schreib- und Leseforschung, relevante Nachbarwissenschaften)

Konzepte, Ziele und Aufgaben des Deutschunterrichts im Wandel (F)

Diagnose von Ausgangslagen und Prozessen im Bereich sprachlichen und literarischen Lernens

Umgang mit Heterogenität im Deutschunterricht

Leistungsbeurteilung

Individuelle Erwerbsverläufe sprachlichen und literarischen Lernens (F)

Förderkonzepte und Prinzipien zur Erstellung individueller Förderpläne

3.

Englisch

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Sprachpraxis

können die englische Sprache situationsangemessen mündlich und schriftlich, produktiv und rezeptiv in alltags- und berufsfeldbezogenen Domänen auf C1 Niveau entsprechend dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GeR) anwenden und im Unterricht mit stufenadäquater Lehrersprache interagieren,

können sich sozio- und interkulturell angemessen verständigen,

besitzen eine stufengerechte Erzähl- und Erklärungskompetenz und verfügen über vielfältige Kommunikations- und Darstellungstechniken zur Entwicklung des mündlichen Diskurses,

kennen sachfachbezogene Diskurse und können sie im bilingualen Sachfachunterricht realisieren,

können unterschiedliche Textsorten rezipieren und produzieren und sich an fachsprachlichen und berufsfeldbezogenen Diskursen beteiligen.

Sprachproduktion und Sprachrezeption: mündlicher und schriftlicher situationsangemessener Gebrauch der englischen Sprache

Wortschatz, Grammatik, Stilistik und Idiomatik

Besonderheiten und regionale Ausprägungen der Sprachpraxis des Englischen, fachwissenschaftliche und fachdidaktische Diskurse, unterrichtsbezogene Diskurse

Aussprache (korrekte Lautbildung und Intonation)

Soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz

Rezeption von literarischen und audiovisuellen Texten

Textsortenadäquate Rezeption und Produktion von Sach- und Gebrauchstexten, auch für ausgewählte bilinguale Sachfächer

Rezeptive und produktive visual literacy

Sprachliche Ausdrucksfähigkeit, besonders im Hinblick auf drama techniques, storytelling, Dialoge mit der Handpuppe und andere verwandte Semantisierungstechniken

Sprachwissenschaft

sind mit den grundlegenden sprachwissenschaftlichen Forschungs- und Arbeitsmethoden vertraut und können sie reflektiert anwenden,

kennen Modelle der Sprachwissenschaft und können diese zu Sprachreflexion und -diagnostik heranziehen,

können bei der Anwendung und Reflexion sprachwissenschaftlicher Methoden Mehrsprachigkeit und Interkulturalität berücksichtigen,

beherrschen die Terminologie und Methodik zur Beschreibung beziehungsweise Erhebung des gegenwärtigen Sprachstands einzelner Sprecher im mündlichen wie schriftlichen Diskurs.

Theorien, Methoden und Modelle der anglo-amerikanischen Sprachwissenschaft

Struktureigenschaften des Englischen

Erscheinungsformen und Tendenzen der Weiterentwicklung des Englischen

Pragmatische, psycholinguistische, soziolinguistische und interkulturelle Aspekte der Fremdsprache Englisch

Terminologie und Methodik synchroner Linguistik

Verfahren empirischer sprachdidaktischer Unterrichtsforschung

Einsatz elektronischer Medien bei der Sprachanalyse (zum Beispiel Corpora)

Schriftspracherwerb (auch im Vergleich Deutsch - Englisch)

Literaturwissenschaft

beherrschen die grundlegenden literaturwissenschaftlichen Forschungs- und Arbeitsmethoden und können diese reflektiert anwenden,

sind in der Lage, Texte im Hinblick auf deren interkulturelle, intermediale und intertextuelle Bezüge einzuordnen,

kennen grundlegende Lesetheorien und relevante Lesestrategien,

verstehen literarische Werke und ihre medialen Repräsentationsformen vor dem Hintergrund der eigenen und der Zielkulturen,

können in der Rolle als Leserinnen und Leser die persönlichkeitsbildende Funktion von Literatur reflektieren.

Theorien, Methoden, Modelle der Literaturwissenschaft

Textsorten

Textanalyse, Textinterpretation

Exemplarische Literaturtheorie

Gattungen, Themen, Motive (insbesondere Kinder- und Jugendliteratur, Bilderbücher)

E-Books und Graphic Novels

Elektronische Medien, Literatur und Film

Entwicklung der englischsprachigen Literaturen unter besonderer Berücksichtigung der zeitgenössischen Literatur

Verfahren empirischer literaturdidaktischer Unterrichtsforschung

Kulturwissenschaft

sind vertraut mit der Entwicklung der Kulturen der englischsprachigen Welt,

kennen Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft und des Fremdverstehens,

können kulturelle Entwicklungen einschließlich inter- und transkultureller Phänomene und Mehrsprachigkeit unter Beteiligung des Englischen analysieren und reflektieren,

verfügen über eine adäquate Medienkompetenz.

Soziokulturelles Orientierungswissen

Stereotypen des Selbst- und Fremdbildes

Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft, Modelle der Inter-, Multi- und Transkulturalität

Inter- und transkulturelle Analysen von Texten und Quellen

Visuelle und digitale Medien, Internetquellen

Verfahren kulturdidaktischer Unterrichtsforschung

Fachdidaktik

kennen Sprachlerntheorien und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,

kennen Theorie und Methodik eines kompetenzorientierten kommunikativen, interkulturellen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der Diagnose, Feststellung und Förderung von Schülerleistungen, auch mit dem Sprachenportfolio,

haben ein solides und strukturiertes Wissen über fachdidaktische Forschung (Konzepte, Prinzipien, Lernbereiche, Themen des frühen Fremdsprachenlernens wie beispielsweise der Schriftspracherwerb) und können die dazugehörigen fachwissenschaftlichen beziehungsweise fachpraktischen Inhalte und Methoden unter fachdidaktischen Aspekten analysieren und anwenden,

können differenzieren, individualisieren und entsprechende Lernszenarien entwickeln,

können stufenspezifische Besonderheiten des Fremdsprachenunterrichts darstellen und diese in einen schulübergreifenden Zusammenhang stellen,

kennen sprachdidaktische, spracherwerbstheoretische, kultur- und literaturtheoretische Ansätze und können sie auf schulische und außerschulische Praxisfelder beziehen.

Theorien des Sprachenlernens

Kommunikativer Fremdsprachenunterricht in Theorie und Praxis

Feststellung, Bewertung und Förderung von Schülerleistungen

Inter- und transkulturelles Lernen und seine Umsetzung im Unterricht

Motivationsforschung

Diagnostik und Differenzierungsmaßnahmen (zum Beispiel durch Lernaufgaben)

Verfahren der Klassenforschung

Literatur-, text-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren

Texte (in einem weitem Textverständnis, das heißt nicht-elektronische und elektronische, schriftliche und visuelle, statische und dynamische, künstlerische und nicht-künstlerische)

Künstlerische Medien und Vermittlungsformen

Fächer- und jahrgangsstufenübergreifende Ansätze

Formen des offenen Unterrichts und Individualisierung

Prinzipien des Anfangsunterrichts

Prinzipien des Übergangs

Prinzipien des bilingualen Sachfachunterrichts (Content and Language Integrated Learning)

Außerschulische Lernorte

4.

Bilinguales Lehren und Lernen und kulturelle Diversität im Rahmen des Europalehramts

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Kulturelle Diversität und Europäische Studien

sind in der Lage, Alltags- und Studienerfahrungen vor dem Hintergrund kultureller Diversität zu reflektieren,

verfügen über Orientierungswissen zu Fragestellungen mit Europabezug sowie über vertieftes Verständnis in ausgewählten Bereichen und können dieses anwenden,

verfügen über grundlegende Kenntnisse der europäischen Integrationsprozesse in der neueren Zeit und können sie in eine globale Perspektive einordnen,

kennen und analysieren gegenwärtige europäische sowie globale Transformationsprozesse (insbesondere Mobilität, Migration, Integration),

können Begriffe und Konzepte von Kultur und Diversität kritisch hinterfragen,

können sachfachliche Themen in verschiedenen kulturellen und gesellschaftspolitischen Kontexten verorten und reflektieren.

Theorien zu Stereotypen, Selbst- und Fremdbildern, gegenseitige Einflüsse europäischer Kulturen, gesellschaftliche Dynamiken

Grundlegende kulturelle Entwicklungen Europas (insbesondere geographische, gesellschaftliche, historische, politische, ökonomische) und deren Einordnung auf der globalen Ebene

Bedeutung von Migration und Mehrsprachigkeit sowie kultureller Diversität

Heterogenität und Identitäten in einer globalisierten Welt

Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning

kennen den wissenschaftlichen Diskurs zu verschiedenen Formen von Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning und sind in der Lage, sie mit den jeweiligen bildungspolitischen Ansätzen in Beziehung zu setzen,

können Lernbiographien (einschließlich der eigenen) im Hinblick auf Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning reflektieren, besonders unter dem Aspekt unterschiedlicher Sozialisationsverläufe,

sind zur Bedeutungsaushandlung in interdisziplinären Fachdiskursen fähig und verfügen über die Fähigkeit, zentrale Begriffe, Gegenstandsbereiche und Theorien des Sachfachs fachsprachlich kohärent in ihrer gewählten Zielsprache zu präsentieren,

kennen Formen des Umgangs mit Heterogenität im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning und können diese theoriegeleitet beschreiben.

Zentrale Prinzipien und Schlüsselbegriffe verschiedener Formen von Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning

Entwicklung verschiedener Umsetzungsformen von Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning (insbesondere in Deutschland) inklusive Immersion

Rolle von Alltags- und Fachsprache im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning

Fachdidaktik

kennen Methodenkonzepte des bilingualen Unterrichts/Content and Language Integrated Learning und können diese bewerten,

können Lehr- und Lernmaterialien für den Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning entwickeln, bewerten und sie in Bezug zu didaktischen Konzepten sowie zur Unterrichtspraxis setzen,

können Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning und individuelle Lernprozesse auf der Basis didaktischer Konzepte beobachten und reflektieren,

kennen und reflektieren Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsüberprüfung sowie -bewertung und können angemessene Diagnose- und Fördermöglichkeiten im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning entwickeln,

können altersgerechte Lernarrangements im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning auf der Basis didaktischer Theorien, geeigneter Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und sachfachspezifischer Unterrichtsmethoden konstruieren und reflektieren,

können Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning planen und situationsangemessen durchführen und hinsichtlich der spezifischen Herausforderungen einer Integration von Sachfach und Zielsprache reflektieren,

können fachspezifisch relevante und adäquate Medien nutzen, kennen deren Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten.

Bildungspolitische Rahmenbedingungen (zum Beispiel Bildungsplan, Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GeR))

verschiedene didaktische Konzepte: Bilinguales Lehren und Lernen, Content and Language Integrated Learning, Frühes Fremdsprachenlernen, Immersion, Übergangsdidaktik

Möglichkeiten und Grenzen fächerverbindenden Unterrichts im Zusammenhang mit Bilingualem Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning

Spezifische Formen des methodischen und spontanen Handelns im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning (zum Beispiel Umgang mit vorläufigen Begriffen, Umgang mit Fehlern, heuristische Hilfen, Leistungsbeurteilung, Medieneinsatz)

5.

Evangelische Theologie/Religionspädagogik

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Altes Testament und Neues Testament

verfügen über Grundwissen bezüglich zentraler Texte und Themen des Alten und Neuen Testaments und ihres zeit- und religionsgeschichtlichen Hintergrundes,

können biblische Texte mit den Grundschritten exegetischer Methoden wissenschaftlich auslegen,

sind fähig zum hermeneutisch reflektierten Verständnis, zur Auslegung und Einordnung zentraler Texte und Themen des Alten und Neuen Testaments in ihre historischen, religionsgeschichtlichen und theologischen Kontexte sowie in gegenwärtige Bezugsfelder.

Überblick über die biblischen Schriften, Kenntnis zentraler Texte und Zusammenhänge (Bibelkunde)

Wissenschaftliche exegetische Methoden, Auslegung und Theologie zentraler biblischer Themenkomplexe im Kontext der Geschichte Israels und der frühen Kirche

Schwerpunkte der biblischen Theologie

Kirchengeschichte

sind mit zentralen Problemstellungen und Entwicklungslinien in der Geschichte des Christentums und der Kirchen in evangelischer Perspektive vertraut und können diese bezüglich ihrer historischen Bedeutung, Wirkungsgeschichte und Gegenwartsrelevanz begründet einschätzen,

können kirchen-, theologie- und dogmengeschichtliche Quellentexte wissenschaftlich erschließen.

Überblick über die Geschichte der Kirchen und des Christentums

Reformationsgeschichte

Schwerpunkte der Kirchen- und Theologiegeschichte

Systematische Theologie

können ethische und dogmatische Problemstellungen methodisch und hermeneutisch verantwortet reflektieren,

können das Fach Evangelische Theologie/Religionspädagogik in konfessioneller Perspektive wissenschaftstheoretisch reflektieren und im gesellschaftlichen und interdisziplinären Diskurs positionieren.

Grundlagen der Dogmatik und der Ethik

Exemplarische ethische Themen der Gegenwart

Grundentscheidungen reformatorischer Theologie und ihre Rezeption in der Neuzeit

Einführung in grundlegende religionsphilosophische, -soziologische und -psychologische Ansätze

Theologisch-interdisziplinäre und religionswissenschaftliche Perspektiven:
Ökumene, Religionen und Weltanschauungen

können grundlegende Gemeinsamkeiten und Unterschiede der christlichen Konfessionen darlegen und verfügen über Grundkenntnisse der Weltreligionen,

können Prinzipien und Konzeptionen des ökumenischen und interreligiösen Dialogs erläutern, auf dieser Grundlage ihre eigene theologische Position differenziert und kontextuell reflektieren und sich im ökumenischen und interreligiösen Dialog positionieren.

Ökumenische Bewegung

Geschichte, Inhalte und Formen des jüdischen und islamischen Glaubens in gesellschaftlicher und globaler Perspektive

Religiöse Gruppen und Vereinigungen

Aufgaben und Grenzen des interreligiösen Dialogs

Konzepte der Religionskritik

Weltanschauliche, philosophische und religiöse Strömungen in der Gegenwart

Fachdidaktik

können die Geschichte der Grundkonzepte eines christlichen Bildungs- und Erziehungsverständnisses darstellen und den gegenwärtigen Bildungsauftrag des Religionsunterrichts differenziert erläutern,

haben einen strukturierten Überblick über die Fragestellungen, Erkenntnisse und Theorien der Religionspädagogik,

können ihre eigene Religiosität und Spiritualität reflektieren und Vorstellungen ihrer künftigen Berufsrolle sowie in Ansätzen ein Selbstkonzept als Religionslehrerin beziehungsweise Religionslehrer in der Primarstufe entwickeln,

sind vertraut mit den Grundbegriffen und Grundstrukturen religionsdidaktischer Analyse-, Reflexions- und Entscheidungsprozesse,

können mithilfe sozialisationstheoretischer und entwicklungspsychologischer Erkenntnisse und Befunde die religiösen Herkünfte, Lebenswelten, Erfahrungen, Entwicklungsstufen, Lernstände und Einstellungen der Schülerinnen und Schüler einschätzen und sie auf dieser Grundlage differenziert fördern,

können Bildungsstandards, religionsunterrichtliche Lehr- und Lernmaterialien sowie den Einsatz unterschiedlicher Medien kritisch analysieren und reflektieren und vor diesem Hintergrund unterrichtspraktische Vorschläge skizzieren,

können Lernarrangements auf der Basis fachdidaktischer Erkenntnisse, geeigneter Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und fachspezifischer Unterrichtsmethoden an unterschiedlichen Lernorten unter der Perspektive von Heterogenität konstruieren,

können Konzepte des interreligiösen Lernens und der konfessionellen Kooperation in ihrem Unterricht umsetzen,

kennen und reflektieren Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsfeststellung und -bewertung im Religionsunterricht,

können Religionsunterricht auf der Basis fachdidaktischer Konzepte beobachteten und analysieren,

können sich selbstständig neues Wissen und weitere Kompetenzen auf dem aktuellen Stand der theologischen und religionspädagogischen beziehungsweise -didaktischen Forschung zur professionellen Weiterentwicklung aneignen.

Bildungs- und Erziehungsauftrag des Religionsunterrichts im Rahmen allgemeiner Bildung

Rechtsrahmen und gesellschaftliche Situation des Religionsunterrichts

Religionspädagogische Schlüsselfragen und Leitbegriffe

Didaktische Prinzipien und Ansätze des Religionsunterrichts

Schulform- und schulstufenbezogene Didaktik

Fachdidaktische Erschließung exemplarischer Themen

Religiöse Entwicklung und Sozialisation im Kindes- und Jugendalter

Einführung in die Analyse und Planung des Religionsunterrichts

Konfessionelle Kooperation

Interreligiöses Lernen

6.

Französisch

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Sprachpraxis

verfügen auf der Basis einer soliden transferfähigen Sprachlernkompetenz über ein zielsprachliches Kompetenzniveau in allen Fertigkeitsbereichen von C1 entsprechend den Kriterien des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR),

können ihre Kenntnisse und Kompetenzen in unterschiedlichen Kontexten adressatengerecht und kommunikativ angemessen präsentieren.

insbesondere Phonetik, Wortschatz, Grammatik, Sprachpraxis und Sprachmittlung, Aussprache und Intonationsmuster

Sachfachlicher Wortschatz für grundschulspezifische Themen des Bildungsplans

insbesondere Autonomes Lernen, Sprach- und Sprachlernbewusstheit, Sprachlern- und Kommunikationsstrategien

Sprachwissenschaft

sind mit den grundlegenden Theorien, Methoden und Modellen der Sprachwissenschaft vertraut und können sie reflektiert anwenden,

sind in der Lage, die soziokulturellen und linguistischen Rahmenbedingungen der Sprachverwendung zu reflektieren und sie im eigenen Sprachgebrauch zu berücksichtigen,

können Zusammenhänge von Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Französischen beschreiben und auf unterschiedliche kulturelle Felder und Medien beziehen,

sind mit system-, varietäten- und pragmalinguistischen Fragestellungen vertraut und können diese zum kommunikativen Französischunterricht in Beziehung setzen,

können die Bedeutung und Entwicklung der französischen Sprache in einer globalisierten Welt reflektieren.

Gegenstandsbereiche, aktuelle Erkenntnisse und Theorien der Sprachwissenschaft

Grundlegende Zeichen- und Kommunikationsmodelle, deren Entwicklung und Bedeutung

Aspekte des Spracherwerbs, der Mehrsprachigkeit, des Sprachkontakts, Minderheitensprachen, Sprachenpolitik

Sozio- und interkulturelle Sprachkompetenz

Struktureigenschaften, Erscheinungsformen, Entwicklungstendenzen

Systemlinguistik, Varietätenlinguistik, Pragmalinguistik

Nonverbale Kommunikation

Literaturwissenschaft

können in ihrer Rolle als Leserin und Leser die persönlichkeitsbildende Funktion von Literatur erfahren und reflektieren,

besitzen ein Orientierungswissen über die Entwicklung der frankophonen Literatur und verfügen über detaillierte Leseerfahrungen und ein vertieftes Verständnis in ausgewählten Bereichen,

beherrschen grundlegende literaturwissenschaftliche Theorien, Methoden und Modelle und können diese textsortenbezogen reflektiert anwenden,

können die Bedeutung und Entwicklung der frankophonen Literatur in einer globalisierten Welt reflektieren.

Lektüre und Analyse ausgewählter literarischer Texte

insbesondere Gattungen, Themen, Motive

Ästhetische Zuordnung und historisch-soziale Kontextualisierung von Autoren und Werken der französischsprachigen Literatur

Epochen, zentrale Werke, wichtige Autorinnen und Autoren, aktuelle Strömungen, Kinder- und Jugendliteratur, elektronische Medien, Literatur

Textsortenadäquate Rezeption und Produktion von Sach- und Gebrauchstexten

Kulturwissenschaft

verfügen über ein (zum Beispiel im Rahmen eines zusammenhängenden mehrmonatigen Aufenthalts in Ländern der Zielsprache) erworbenes kulturelles Orientierungswissen über Frankreich und die Frankophonie und können die Bedeutung und Entwicklung der frankophonen Kulturen in einer globalisierten Welt reflektieren,

sind in der Lage, Alltags- und Studienerfahrungen im Herkunfts- und im Zielsprachenland unter einer kulturvergleichenden Perspektive zu reflektieren,

kennen ausgewählte kulturwissenschaftliche Methoden und sind in der Lage, diese auf das Zielsprachenland und das eigene Land zu beziehen.

Historisch-politische Entwicklung Frankreichs und der Frankophonie; grundlegende geographische, gesellschaftliche, kulturelle und ökonomische Gegebenheiten Frankreichs und der Frankophonie

Theorie des Fremdverstehens, stereotype Selbst- und Fremdbilder und ihre Funktionen

Kulturwissenschaftlicher Ländervergleich, Analyse ausgewählter Phänomene des Kulturraums

Interkulturelle Analyse von Texten, visueller Medien und Internetquellen

Aspekte von Heterogenität beziehungsweise Inklusion (insbesondere Mehrsprachigkeit, Gender, kulturelle Diversität)

Fachdidaktik

kennen Konzepte mehrsprachiger (frühkindlicher) Bildung und können die Bedeutung des Schulfachs Französisch an der Grundschule für die Lernenden und die Gesellschaft begründen,

verfügen über grundschul- und sachfachspezifische sprachliche Mittel zur Umsetzung immersiven Sprachenlernens,

können Erkenntnisse der wissenschaftsbasierten Fremdsprachendidaktik für einen kommunikativen Französischunterricht nutzen,

können stufenspezifische Besonderheiten des Französischunterrichts darstellen und diese in einen schulartübergreifenden Zusammenhang stellen,

sind in der Lage, ihre sprach-, literatur- und kulturwissenschaftlichen Kompetenzen unter bildungswissenschaftlichen Aspekten auf Unterrichtsprozesse zu beziehen,

verfügen über erste reflektierte Erfahrungen in der kompetenzorientierten Planung und Durchführung von Französischunterricht,

sind in der Lage, Aspekte von Heterogenität, Individualisierung, Mehrsprachigkeit, Gender, Inklusion und Diversität bei der Entwicklung ganzheitlicher Lernszenarien zu berücksichtigen,

sind in der Lage, didaktische Prinzipien, Konzepte und curriculare Grundlagen bei ihrer Planung von Unterricht einzusetzen und anhand eigener Unterrichtsversuche zu reflektieren,

kennen Formen und Relevanz von Diagnostik, Messung und Förderung von Schülerleistungen sowie Instrumentarien zur Selbstevaluation und Beratung,

kennen unterschiedliche Ansätze, Methoden und Verfahren der Projektarbeit und der kollegialen Teamarbeit und können diese reflektiert und produktiv anwenden,

können sachfachliche Inhalte in didaktischer und methodischer Hinsicht für den Fremdsprachenunterricht aufbereiten,

verfügen über Erkenntnis- und Arbeitsmethoden des Fachs Französisch sowie über einen Habitus des forschenden Lernens,

sind in der Lage, Lehr- und Lernmaterialien sowie den Einsatz unterschiedlicher Medien kritisch zu analysieren, zu reflektieren und zu entwickeln sowie Lernszenarien zu skizzieren.

Theorien und Modelle frühen bilingualen Spracherwerbs, Theorien des Sprachlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs

Verfahren empirischer Unterrichtsforschung, neurobiologische, lern- und entwicklungspsychologische Erkenntnisse

Wichtige didaktische Prinzipien und Schlüsselbegriffe

Prinzipien des Anfangsunterrichts, Prinzipien Bilingualen Lehrens und Lernens beziehungsweise der Immersion, Übergangsdidaktik

Analyse und Didaktisierung von Texten

Aufgaben der Klassenführung, Techniken der Klassenführung

Binnendifferenzierung im Fremdsprachenunterricht

Didaktik der Mehrsprachigkeit

Planung von Fremdsprachenunterricht

Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GeR), Bildungspläne, Bildungsplanentwicklung

Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung im Französischunterricht

Terminologie und Methodik der Beschreibung des gegenwärtigen Sprachstandes

Durchführung eines eigenen Projektes

Prinzip der Immersion

Ausgewählte sachfachliche Themen

Sprach-, literatur-, text-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren

Theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmaterialien

7.

Islamische Theologie/Religionspädagogik

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verfügen über einen theologisch relevanten Grundwortschatz und können arabische Fachbegriffe des islamischen Religionsunterrichts mit Hilfe von Wörterbüchern übersetzen und analysieren.

Grundlagen des Arabischen

Das arabische Alphabet sowie verschiedene Umschriftsysteme

Koranwissenschaft

kennen die zentralen Quellen des islamischen Glaubens (Koran und Sunna) und können sich mit deren Entstehungs-, Auslegungs- und Wirkungsgeschichte auseinandersetzen,

können aufgrund von differenziertem Wissen gegenwärtige Koranexegese selbständig analysieren und einschätzen.

Entstehung, Sammlung und Überlieferung der koranischen Offenbarung

Grundlinien ihrer Auslegungsgeschichte

Inhalt des Korans

Methoden wissenschaftlicher Koranexegese

Hadithwissenschaften

sind in der Lage, die Traditionstexte des Islam angemessen auszulegen,

kennen die Entstehungsgeschichte der Hadithwissenschaften und die Anwendung der Hadithe zum besseren Verständnis des Korans.

Entstehungsgeschichte

Aufbau von Hadithen

Kategorien von Hadithen

Zentrale Hadithe

Anwendung der Hadithe auf den Koran

Islamische Rechtsschulen

Frühgeschichte des Islam

kennen die Lebensgeschichte des Propheten Muhammad in ihrer Bedeutung für die Entstehung des Islam.

Das vorislamische Arabien

Lebensgeschichte des Propheten Muhammad

Wendepunkte der islamischen Geschichte

Entstehung von sunnitischer und schiitischer Theologie

Islamische Glaubenslehre

sind in der Lage, den islamischen Glauben zu reflektieren und seine wesentlichen Inhalte in ihrem Zusammenhang problemorientiert und gegenwartsbezogen darzustellen,

kennen grundlegende Strukturen, Inhalte, Probleme und Schlüsselfragen der islamischen Glaubenslehre und -praxis,

können sich im Wissen um die eigene muslimische Identität kritisch-konstruktiv mit anderen islamischen Rechtsschulen und Denkschulen auseinandersetzen.

Geschichte der islamischen Theologie, zentrale Problemstellungen

Verschiedene theologische Richtungen des Islam

Grundlegende theologische Fragestellungen und Ansichten im historischen und theologiegeschichtlichen Kontext

Islamische Ethik

können den islamischen Glauben in seiner Relevanz für individual- und sozialethische Fragestellungen erörtern,

können den islamischen Glauben argumentativ im Dialog mit Positionen der philosophischen Ethik und anderer theologischer Ethiken reflektieren und vertreten,

sind in der Lage, verantwortungsvoll ethische und dogmatische Problemstellungen methodisch und hermeneutisch zu reflektieren.

Ethik allgemein

Grundfragen islamischer Ethik

Ethische Grundsätze im Islam

Interreligiöses Lernen

können die Glaubensgrundsätze anderer Religionen im Verhältnis zum Islam vergleichen und einen respektvollen Umgang mit den konkurrierenden Wahrheitsansprüchen der Religionen entwickeln,

sind in der Lage, den islamischen Glauben im Rahmen interreligiöser und interkultureller Problemhorizonte theologisch zu diskutieren.

Die großen Weltreligionen

Verhältnis des Islam zu den anderen Religionen

Merkmale der gegenwärtigen Religionen (Gotteshäuser, Gebet, Schriften)

Grundlagen des interreligiösen Dialogs

Fachdidaktik

sind in der Lage, ihre Persönlichkeit und Religiosität im Hinblick auf ihre zukünftige Rolle als Religionslehrkraft zu erläutern und eigene Perspektiven zu entwickeln,

können die Islamische Theologie/Religionspädagogik im gesellschaftlichen und interdisziplinären Diskurs diskutieren,

setzen sich mit religionspädagogischen Grundfragen unter Berücksichtigung der Erziehungswissenschaften, Sozialisationstheorien und der Entwicklungspsychologie auseinander,

können einen begründeten Standpunkt zum Fach Islamische Religionslehre an der Schule und im Kontext mit den anderen Schulfächern einnehmen,

sind in der Lage, die eigene theologisch-religionspädagogische Kompetenz in die Planung von Unterricht und die Strukturierung von Lern- und Bildungsprozessen sachgerecht einzubringen, und bewerten dabei den fachgerechten Einsatz von Methoden und Medien kritisch,

können Religionsunterricht auf der Basis fachdidaktischer Konzepte beobachten und analysieren,

sind in der Lage, fachspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien einzusetzen und die Schülerinnen und Schüler zu deren sachgerechter Nutzung anzuleiten,

können mithilfe sozialisationstheoretischer und entwicklungspsychologischer Erkenntnisse und Befunde die religiösen Herkünfte, Lebenswelten, Erfahrungen, Entwicklungsstufen, Lernstände und Einstellungen der Schülerinnen und Schüler auch unter Genderaspekten differenziert einschätzen,

kennen die Grundlagen zur entwicklungsgerechten Initiierung religiöser Bildungs- und Erziehungsprozesse und zur differenzierten Förderung elementarer theologischer Denkstrukturen bei Schülerinnen und Schülern der Primarstufe,

können den Islamischen Religionsunterricht in der Primarstufe eigenständig planen, gestalten und beurteilen,

können fächerverbindenden und fächerübergreifenden Religionsunterricht in interreligiöser und konfessionell-kooperativer Hinsicht kompetent umsetzen,

sind in der Lage, religionsunterrichtliche Lehr- und Lernmaterialien sowie den Einsatz unterschiedlicher Medien kritisch zu analysieren und zu reflektieren,

kennen den Bildungs- und Erziehungsauftrag des Religionsunterrichts,

können Grundkonzepte eines islamischen Bildungs- und Erziehungsverständnisses in Geschichte und Gegenwart zuordnen,

kennen Entwicklung, Gegenstandsbereiche und aktuelle Fragestellungen, Erkenntnisse und Theorien der Islamischen Religionspädagogik,

kennen die Entstehung und Entwicklung des Islamischen Religionsunterrichts in Deutschland und die verschiedenen Modelle und Konzeptionen,

sind in der Lage, Stellung für das Fach Islamische Theologie im gesellschaftlichen und interdisziplinären Diskurs zu nehmen,

kennen und reflektieren grundlegende Arbeits- und Analysemethoden der Islamischen Theologie/Religionspädagogik.

Entwicklung der Religionspädagogik, zum Beispiel frühere und aktuelle Konzepte

Analysen, Lehr- und Lernforschung

Religiöse Entwicklung und Sozialisation

Rahmenbedingungen des Islamischen Religionsunterrichts

Entwicklung der Islamischen Religionspädagogik

Religiöse Entwicklung und Sozialisation, Islamische Erziehung

Islamische Religionspädagogen

Didaktik und Methodik des Religionsunterrichts der Grundschule

Elementarisierung

Planung und Durchführung von Unterrichtseinheiten unter Einbeziehung des Bildungsplans

Reflexion, Evaluation

Fachdidaktische Ansätze und neuere Entwicklungen

Analyse islamischer Schulbücher und Unterrichtsmaterialien

Methodenvielfalt

Medien, Lehr- und Lernformen

Selbstverständnis der Religionslehrkraft, eigene Reflexion des Glaubens

Interreligiöse Kooperationsmöglichkeiten, zum Beispiel gemeinsame Unterrichtsthemen

Feste, Gebete

8.

Katholische Theologie/Religionspädagogik

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Theologische Grundlegung

sind mit den Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens und den grundlegenden Arbeits- und Analysemethoden der theologischen Wissenschaft vertraut und können diese anwenden und reflektieren,

verfügen über grundlegendes Wissen in der Katholischen Theologie sowie den angrenzenden Wissenschaften und haben somit die Basis für eine in der weiteren Ausbildung sowie im Verlauf der beruflichen Tätigkeit sich entfaltende theologisch-religionspädagogische Kompetenz erworben,

können grundlegende Strukturen, Inhalte, Probleme und Schlüsselfragen der einzelnen theologischen Disziplinen miteinander verbinden.

Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten, Literaturrecherche, Bibliographieren und Zitieren, Verfassen wissenschaftlicher Texte

Grundlegende Inhalte der Biblischen, der Systematischen, der Historischen und der Praktischen Theologie/Religionspädagogik

Biblische Theologie

verfügen über einen vertieften Einblick in die biblische Literatur und einen methodisch geübten sowie hermeneutisch reflektierten Zugang zu den geschichtlichen Traditionen des christlichen Glaubens.

Historisch-kritische Exegese

Biblische Grundthemen (Schöpfung, Vätererzählungen, Exodus, Psalmen, Jesus Christus, Paulus, Aufbau und Entstehung der Bibel/Kanon/Übersetzungen), orientiert am Bildungsplan der Grundschule

Historische Theologie

kennen kirchengeschichtliche Perioden beziehungsweise Themen unter besonderer Berücksichtigung der institutionellen Entwicklung der Kirche, ihrer Glaubensgeschichte sowie ihres pastoralen und spirituellen Lebens und deren Relevanz für die Gegenwart christlicher Soziallehre.

Schwerpunkte der Kirchengeschichte (zum Beispiel frühchristliche Konzilien, Reformation und katholische Reformen, Vatikanische Konzilien)

Systematische Theologie

verfügen über eine differenzierte Argumentations- und Urteilsfähigkeit im Hinblick auf die Glaubens- und Lehrüberlieferungen der Kirche, ihre sittlichen Grundsätze und ihre gelebte Praxis.

Der Glaube der Kirche im Kontext moderner Herausforderungen

Glaube und Vernunft

Grundthemen der Dogmatik (zum Beispiel Jesus Christus und trinitarische Gotteslehre, Menschsein und Schöpfung, Kirche und Sakramente, Ökumene)

Theologie der Religionen (zum Beispiel Judentum, Islam, Interreligiöser Dialog)

Grundfragen der Moraltheologie und der Sozialethik (zum Beispiel Person, Gewissen, Freiheit, Normen und Werte, Verantwortung, Schuld)

Praktische Theologie/Religionspädagogik

verfügen über einen strukturierten Überblick über die Entwicklung, die Gegenstandsbereiche sowie über aktuelle Fragestellungen, Erkenntnisse und Theorien der Religionspädagogik.

Religionspädagogische Konzeptionen und Prinzipien für die Grundschule

Erziehungs- und Bildungsauftrag des Religionsunterrichts

Gesetzliche Texte und kirchliche Dokumente zum Religionsunterricht

Fachdidaktik

verfügen über anschlussfähiges fachdidaktisches Wissen und sind in der Lage, Wissensbestände aus den einzelnen theologischen Disziplinen subjektorientiert und altersspezifisch auf Themenfelder des Religionsunterrichts zu beziehen,

verfügen über erste Erfahrungen im Bereich des kompetenzorientierten Unterrichtens,

verfügen über fachdidaktische Fähigkeiten zur Initiierung, Durchführung und Reflexion von Lern- und Bildungsprozessen im Fach Katholische Religionslehre und haben somit die Basis für eine in der weiteren Ausbildung sowie im Verlauf der beruflichen Tätigkeit sich entfaltende theologisch-religionspädagogische Kompetenz erworben,

sind darauf vorbereitet, sich eigenständig mit neuen und veränderten theologischen Fragen und Problemfeldern sowie Sachgebieten vertraut zu machen und sie didaktisch auf den Unterricht hin zu transformieren,

verfügen über sozialisationstheoretische und entwicklungspsychologische Kenntnisse und Befunde über religiöse Herkünfte, die es ermöglichen, Lebenswelten, Erfahrungen, Entwicklungsstand, Lernstände und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern differenziert einzuschätzen und Religionsunterricht so zu gestalten, dass die aktuelle Relevanz seiner Inhalte erkennbar wird,

setzen sich aus theologischer Perspektive und in empathischer Weise mit dem Anliegen und den Konzepten von Inklusion auseinander,

sind in der Lage, mit Blick auf ihre künftige Tätigkeit im bischöflichen Auftrag als Religionslehrerin beziehungsweise Religionslehrer den eigenen Glauben rational zu verantworten und sich mit der Wirklichkeit von Mensch und Welt im Horizont des christlichen Glaubens auseinanderzusetzen,

können Religion und Glaube nicht nur aus der theologischen Binnensicht, sondern auch aus der Außenperspektive anderer Wissenschaften wahrnehmen und reflektieren und sind zu fachübergreifenden und fächerverbindenden Kooperationen in der Lage, insbesondere mit anderen (religiös-) wertbildenden Fächern.

Didaktische Elementarisierung religiöser und lebensweltlicher Inhalte

Planung, Durchführung, Reflexion von Unterrichtssequenzen mit Unterrichtsbeobachtung unter Einbeziehung des Bildungsplans

Didaktik und Methodik des Religionsunterrichts der Grundschule

Aktuelle Fragestellungen im Kontext einer pluralen Gesellschaft

Fachdidaktische Ansätze und aktuelle Entwicklungen (insbesondere Symboldidaktik, Erzähldidaktik, Bilddidaktik, Performativer Religionsunterricht, Theologische Gespräche)

Domänenspezifisches Wissen

Diagnose- und Förderkonzepte

Aktuelle Forschungsfelder, -ansätze und -methoden der Religionspädagogik und -didaktik (Forschendes Lernen)

UN-Behindertenrechtskonvention 2008

Biblische, sozialethische und empathische Begründungsansätze

Berufliches Selbstverständnis von Religionslehrerinnen und -lehrern einschließlich der spirituell-religiösen Dimension

konfessionell-kooperative, interdisziplinäre und interreligiöse Modelle und Projekte

9.

Kunst

Zum Studium des Faches Kunst kann nur zugelassen werden, wer die entsprechende Eignungsprüfung bestanden hat. Einzelheiten regeln die Hochschulen durch Satzung.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verfügen über ein Repertoire an technisch-medialen Fähigkeiten, Fertigkeiten und künstlerischen Ausdrucksformen in den Gestaltungsbereichen Zeichnung, Malerei und Farbe, Druckgrafik, Körper und Raum, Fotografie und digitale Bildbearbeitung, Film und Video, Performance und Spiel und Aktion,

können eigenständig künstlerische Frage- und Problemstellungen, Konzepte, Vorhaben und Strategien in Fläche, Körper, Raum, Bewegung und Prozess entwickeln, realisieren und präsentieren,

verfügen über Einsichten in die spezifischen Gestaltungsstrukturen und Intentionen der Kunst und der Bilderwelt in Alltag und Medien und kennen grundlegende angemessene Analyse- und Interpretationsverfahren,

verfügen über grundlegende und exemplarisch vertiefte Kenntnisse in ausgewählten Bereichen der Kunstwissenschaft (zum Beispiel Epochen, Positionen, Konzepte und Entwicklung der historischen und gegenwärtigen Kunst, Theorien künstlerischer Kreativität),

können zentrale wissenschaftliche Begriffe, Gegenstandsbereiche und Theorien in kunstpädagogischen Bezugsdisziplinen systematisch darstellen und kritisch reflektieren,

können Grundlagen ästhetischer Wahrnehmung und Erfahrung sowie die Bedeutung von Sinnlichkeit und Körperlichkeit in der Welt- und Selbstaneignung von Grundschulkindern vermitteln.

Entwicklung und Strukturierung künstlerischer Arbeitsprozesse

Experimentelle Erprobung künstlerischer Darstellungs- und Ausdrucksmittel

Traditionelle und zeitgenössische Techniken, Verfahren und Konzepte in den Gestaltungsbereichen Zeichnung, Malerei und Farbe, Druckgrafik, Körper und Raum, Fotografie und digitale Bildbearbeitung, Film und Video, Performance und Spiel und Aktion

Analyse, Interpretation, Beurteilung und Präsentation eigener und fremder Werke

Geschichte der Kunst im Überblick (Epochen, Positionen, Konzepte, Medien und Techniken, Gestaltungs- und Ausdrucksweisen) und exemplarische Vertiefung

Exemplarische Aspekte kunstpädagogischer Bezugsdisziplinen (Ästhetik, Kunsttheorie, Wahrnehmungstheorie, Kreativitätstheorie)

Grundzüge von Analyse- und Interpretationsverfahren

Theoriegeleitete Auseinandersetzung mit Werken der Bildenden Kunst und des materiellen Kulturerbes von Originalen

Fachdidaktik

kennen wesentliche historische und gegenwärtige fachdidaktische Positionen und Konzeptionen und können diese kritisch reflektieren,

können kunstpädagogische und kunstdidaktische Ansätze in konkreten Praxissituationen angemessen anwenden,

können situations- und inhaltsbezogen auf eigene Erfahrungen im künstlerisch-kreativen Denken und Handeln zurückgreifen,

können kind- und sachgerechte Entscheidungen für die Auswahl und Gestaltung von Lernangeboten treffen, kennen grundlegende Methoden und können unter Berücksichtigung fachlicher und pädagogischer Überlegungen Unterricht ziel-, inhalts- und methodenadäquat reflektieren,

können Kunstunterricht interdisziplinär und projektorientiert planen, realisieren und reflektieren,

können kreative Prozesse altersgemäß initiieren, entwickeln und begleiten,

können fachliche Sachverhalte in mündlicher, schriftlicher und mediengestützter Form strukturiert kommunizieren und adressatengerecht präsentieren (zum Beispiel mittels fachsprachlicher Kommunikation),

sind in der Lage, das ästhetische und bildnerische Verhalten von Kindern wahrzunehmen, systematisch zu beobachten, zu beschreiben, zu diagnostizieren und zu fördern,

kennen Verfahren empirischer Forschung im Bereich der Kunstpädagogik und können ihre Ergebnisse bei der Gestaltung von Lernprozessen berücksichtigen,

sind in der Lage, Möglichkeiten für einen förderlichen Umgang mit Heterogenität in der Grundschule bei der Gestaltung integrativer Erziehungs- und Unterrichtsarbeit zu begründen,

können Leistungen von Grundschülerinnen und -schülern im Kunstunterricht angemessen beurteilen und bewerten und ihr Urteil im Hinblick auf eine kindgerechte Rückmeldung, Beratung und Förderung nutzen,

kennen die Anforderungen beim Übergang in die Grundschule und auf weiterführende Schulen und Lernbereiche.

Historische und gegenwärtige kunstpädagogische und kunstdidaktische Konzepte und Methoden und deren kritische Reflexion

Wesentliche Lehr-Lern-Theorien aus kunstpädagogischer Sicht

Künstlerische Prozesse und fachwissenschaftliche Sachverhalte aus fachdidaktischer Sicht

Grundlagen und Entwicklung der menschlichen Wahrnehmung bis zum Erwachsenenalter und Grundlagen des Rezeptionsverhaltens

Bildnerische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Ästhetik, Umwelt und Alltag der Kinder als Bezugspunkte für kunstpädagogische Fragestellungen

Modelle und Methoden der Kunstrezeption in Unterricht und kultureller Praxis

Planung, Analyse und Umsetzung von Unterrichtsprozessen auf der Basis eigener und fremder künstlerischer und kunst-didaktischer Erfahrung, interdisziplinärer Bezüge sowie erziehungswissenschaftlich begründeter Vorgehensweisen

Beobachtung, Diagnose und Beurteilung der ästhetischen Prozesse und Produkte von Kindern und Jugendlichen unter Einbeziehung lebensweltlicher Bedingungen

Grundzüge kunstpädagogischer Fragestellungen hinsichtlich Inklusion und heterogener Lerngruppen

Einblick in relevante Methoden und wesentliche Befunde kunstdidaktischer Forschung

10.

Grundbildung Mathematik, Fach Mathematik

Die Kompetenzen und Studieninhalte sind für die Grundbildung Mathematik und das Fach Mathematik aufgeführt. Die mit (F) gekennzeichneten Kompetenzen und Studieninhalte sind dem Fach Mathematik zugeordnet und gehen über die Kompetenzen und Studieninhalte der Grundbildung hinaus.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

können inner- und außermathematische Situationen explorieren, Strukturen erkennen, Vermutungen aufstellen, deren Begründungsnotwendigkeit erkennen und Begründungen finden,

können eigene Lösungswege sowie mathematische Ideen und Zusammenhänge fach- und adressatengerecht strukturieren, darstellen und präsentieren, auch unter Verwendung von Symbolsprache und geeigneter Medien,

können übergreifende und bereichsspezifische Problemlösestrategien anwenden und Problemlöseprozesse bewerten (F),

können mathematische Modelle entwickeln und nutzen sowie Bearbeitungsschritte und Ergebnisse interpretieren,

können mathematische Modelle vergleichen und hinsichtlich ihrer Grenzen bewerten (F),

können die Universalität von mathematischen Modellen an Beispielen aufzeigen (F),

können Begründungen zu schlüssigen Beweisen formalisieren und verschiedene Beweistechniken anwenden (F),

können Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher mathematischer Darstellungen und Werkzeuge beurteilen (F),

können die Struktur und Eigenschaften von Zahlbereichen im Zusammenhang erklären,

können präalgebraische Argumentationsformen zur Darstellung und Lösung arithmetischer Probleme nutzen,

können Zahleigenschaften und -muster mit Hilfe formaler algebraischer Darstellungen beschreiben (F),

können elementare Formen und Symmetrien in der Ebene und im Raum beschreiben und vergleichen,

können elementare Konstruktionen ausführen, beschreiben und begründen,

können geometrische Zusammenhänge argumentativ in Begründungen und Beweisen durchdringen (F),

können funktionale Zusammenhänge in inner- und außermathematischen Situationen mit verschiedenen Darstellungen beschreiben, diese analysieren und interpretieren (F),

können statistische Erhebungen planen, durchführen und auswerten sowie grafische Darstellungen und Kennwerte verwenden und interpretieren (F),

können mit Hilfe von Verteilungen und Wahrscheinlichkeiten modellieren und argumentieren (F),

kennen abstrakte mathematische Strukturierungskonzepte und wenden diese in exemplarischen Inhaltsbereichen an (F),

kennen Anwendungsfelder von Mathematik in Wissenschaft und Technik und beschreiben darin exemplarische Modellierungsprozesse (F).

Elementare Arithmetik und Algebra (zum Beispiel Zahlen und Zahlenmuster, Teilbarkeit und Teiler, Primfaktorzerlegung, systematisch Zählen, Zahldarstellungen)

Elementargeometrie (zum Beispiel Figuren in der Ebene und im Raum, Kongruenzabbildungen in der Ebene)

Zahlentheorie und Arithmetik (F)

Elementare Algebra (F)

Funktionale Zusammenhänge (F)

Daten und Kombinatorik (F)

Geometrie (F)

Fachdidaktik

kennen theoretische Konzepte zu zentralen mathematischen Denkhandlungen,

können zu zentralen Bereichen des Mathematiklernens in der Elementar- und Primarstufe verschiedene Zugangsweisen, Grundvorstellungen und paradigmatische Beispiele, typische Präkonzepte und Verstehenshürden beschreiben,

können begriffliche Vernetzungen und Stufen der begrifflichen Strenge und Formalisierungen und deren altersgemäße Umsetzung beschreiben (F),

kennen curriculare Vorgaben für den Mathematikunterricht und deren Funktion,

kennen Konzepte für schulisches Mathematiklernen und -lehren und können diese bewerten,

können individuelle mathematische Lernprozesse beobachten, analysieren und kennen adäquate individuelle Fördermaßnahmen,

können adäquate individuelle Fördermaßnahmen auswählen und umsetzen (F),

kennen Lernumgebungen mit Diagnose- und Förderpotential,

können ein informelles diagnostisches Gespräch durchführen, auswerten und entsprechende Fördermaßnahmen benennen (F),

kennen Konzepte zum Umgang mit Rechenschwäche und mathematischer Begabung (F),

können Formen des Umgangs mit Heterogenität im Mathematikunterricht beschreiben und bewerten,

kennen Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsfeststellung und -bewertung im Mathematikunterricht (F),

können Ergebnisse von Schulleistungstests und zentralen Lernstandserhebungen angemessen interpretieren (F),

kennen Aufgabenstellungen und Anforderungen beim Übergang aus dem Elementarbereich und zu weiterführenden Schulen (F),

kennen theoretische Konzepte zu Bedingungen und Prozessen der frühen mathematischen Bildung (F),

können Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien anhand fachdidaktischer Theorien beurteilen und Lehr-Lern-Situationen konstruieren,

können Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und fachspezifische Unterrichtsmethoden auf der Basis fachdidaktischer Theorien beurteilen und auswählen sowie ausgehend davon Lehr-Lern-Situationen konstruieren und bewerten (F),

kennen fachspezifische Formen des spontanen Lehrerhandelns,

können Mathematikunterricht auf der Basis fachdidaktischer Konzepte beobachten und analysieren (F),

können selbst geplanten Unterricht situationsangemessen und fachgerecht umsetzen, dabei Formen des spontanen Lehrerhandelns nutzen und kritisch reflektieren (F),

können Einstellungen und Haltungen zur Mathematik und zum Mathematiklernen kritisch reflektieren (F),

können fachdidaktische Forschungsergebnisse rezipieren und diese mit ihren Kenntnissen vernetzen (F),

kennen Verfahren qualitativer und quantitativer empirischer Unterrichtsforschung und können deren Ergebnisse bei der Gestaltung von fachlichen Lernprozessen berücksichtigen (F),

kennen grundlegende Methoden zur Erforschung von mathematikbezogenen Lernprozessen und können diese in umrissenen Forschungsfeldern exemplarisch anwenden (F).

Konzepte zentraler mathematischer Denkhandlungen (zum Beispiel Begriffsbilden, Modellieren, Problemlösen und Argumentieren)

Didaktik mathematischer Inhaltsbereiche (zum Beispiel bezogen auf die Leitideen »Zahlen und Operationen« sowie »Raum und Form«)

Didaktik mathematischer Inhaltsbereiche (zum Beispiel Muster und Strukturen, Größen und Messen, Daten, Häufigkeit, Wahrscheinlichkeit) (F)

Bildungsstandards

Konzepte für schulisches Mathematiklernen (zum Beispiel entdeckendes Lernen, Prinzip der fortschreitenden Schematisierung, genetisches Lernen)

Möglichkeiten des Diagnostizierens im Mathematikunterricht, Unterstützens und Förderns einzelner Kinder sowie von Lerngruppen

Formen des Umgangs mit Heterogenität (zum Beispiel natürliche Differenzierung, individuelles Lernen, gemeinsames Lernen in homogenen und heterogenen Gruppen)

Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsfeststellung und -bewertung (zum Beispiel Standortbestimmungen im Mathematikunterricht und Vergleichsarbeiten) (F)

Theoretische Konzepte zu Bedingungen und Prozessen der frühen mathematischen Bildung (zum Beispiel natürliche Lernsituationen im Elementarbereich) (F)

Fachspezifische Formen des spontanen Lehrerhandelns (zum Beispiel Umgang mit vorläufigen Begriffen und Fehlern, Impulse zur kognitiven Aktivierung)

Mathematikdidaktische Kriterien für guten Unterricht (F)

Methoden zur Erforschung von mathematikbezogenen Lernprozessen (zum Beispiel Analyse von Schülerdokumenten und Videosequenzen unter dem Blickwinkel selbstentwickelter Forschungsfragen) (F)

11.

Musik

Zum Studium des Faches Musik kann nur zugelassen werden, wer die entsprechende Eignungsprüfung bestanden hat. Einzelheiten regeln die Hochschulen durch Satzung.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verfügen über grundlegende Kenntnisse in Gegenstandsbereichen, Theorien und Arbeitsmethoden der historischen und systematischen Musikwissenschaft,

kennen Grundlagen der allgemeinen Musiklehre, der Musiktheorie, der Gehörbildung und der musikalischen Analyse,

können aktuelle musikalische Entwicklungen und Themenstellungen wissenschaftlich aufbereiten,

können musikalische Sachverhalte in mündlicher, schriftlicher und mediengestützter Form strukturiert kommunizieren, kritisch reflektieren und adressatengerecht präsentieren,

sind in der Lage, Anlage und Qualität wissenschaftlicher Arbeiten kritisch zu bewerten und eigene Arbeiten an wissenschaftlichen Standards zu orientieren,

können Grundlagen ästhetischer Wahrnehmung und Erfahrung sowie die Bedeutung von Sinnlichkeit und Körperlichkeit in der Welt- und Selbstaneignung von Grundschulkindern vermitteln.

Epochen der Musik, Musiksoziologie, Musikpsychologie, Musikethnologie, Medien, Populäre Musik

Beschreibung, Analyse und Interpretation von Notentexten und Hörbeispielen in verschiedenen Stilen und Epochen

Arrangement und Komposition für grundschultypische Besetzungen (inklusive der Verwendung digitaler Medien und elektroakustischer Instrumente)

Digitale Medien, aktuelle musikalische Stilrichtungen, Interkulturalität, Globalisierung

Fachsprache, Präsentationstechniken

aktuelle Publikationen und Studien, Textanalyse und -vergleiche

Fachpraktische Grundlagen

verfügen über vielfältige Erfahrungen und Fähigkeiten im Bereich künstlerischer Praxis: professionell gestaltete, stilistisch versierte und technisch angemessene Produktion und Reproduktion von Musik,

verfügen über breit gefächerte, reflektierte Repertoirekenntnis und -praxis,

können Ensembles leiten,

verfügen über Fertigkeiten und Erfahrungen in Improvisation und Komposition,

verfügen über fundierte Fähigkeiten und Fertigkeiten im schul- und chorpraktischen Instrumentalspiel (Akkordinstrument),

verfügen über ein angemessenes Repertoire im Bereich Musik und Bewegung,

kennen und beherrschen Techniken im Bereich Musik und Medien.

Stimmbildung und Stimmphysiologie, Gesang, Instrumentalspiel, rhythmische Grundschulung: solistisch und im Ensemble (zum Beispiel Orchester, Chor, Big Band, Band, Kammermusik)

Erfahrungen mit der Vielfalt musikalischer Kulturen, insbesondere mit Musik im kindlichen und jugendkulturellen Kontext

Methoden und Techniken der Ensembleleitung (instrumental, vokal, Kinderstimmbildung)

Methoden und Techniken der Improvisation und Komposition, auch für die Klasse

Methoden, Techniken und Einsatzmöglichkeiten des Lehrerinstruments unter Einbeziehung verschiedener Stilrichtungen, Bewegungsbegleitung

Freie und gebundene Bewegung zur Musik, Tänze verschiedener Stilrichtungen

Digitale Produktion von Musik, Umgang mit Musiksoftware, elektroakustische Instrumente und Apparate

Fachdidaktik

kennen die Bedeutung musikalischer Bildung für Gesellschaft und Schulentwicklung,

kennen fachspezifische und fächerübergreifende Modelle, Konzeptionen und Methoden der Musikdidaktik und können diese reflektieren,

können ästhetisch-biografische Erfahrungen reflektieren (einschließlich der eigenen), besonders unter dem Aspekt unterschiedlicher geschlechtstypischer und kulturspezifischer Sozialisationsverläufe,

können die Bildungsstandards und Unterrichtsmaterialien bewerten und sie in Bezug zu didaktischen Konzepten und zur Unterrichtspraxis setzen,

können Möglichkeiten und Grenzen fächerverbindenden Unterrichts im Zusammenhang mit musikalischer Bildung beschreiben,

kennen und nutzen Theorien und Modelle fachspezifischer Forschung zum musikalischen Lehren und Lernen,

können fachdidaktische Forschungsergebnisse reflektieren und mit ihren Kenntnissen vernetzen,

verfügen über unterrichtsbezogene Handlungskompetenzen (Planung, Umsetzung, Diagnose, Förderung, Heterogenität, Leistungsbewertung, Begleitung von schulischen Übergängen).

Begründungsaspekte des Musikunterrichts (insbesondere Bildungswert von Musik, angenommene und tatsächliche Transfereffekte, Bedeutung von Musik für das Schulleben)

Geschichte der Musikpädagogik, historische und aktuelle Vorstellungen von Musikunterricht

Ergebnisse musikalischer Gender-, Sozialisations- und Präferenzforschung

Bildungspläne, Unterrichtsmedien, Fachzeitschriften

Projektarbeit, Musik im Jahreslauf

Musikalische Entwicklungs- und Lerntheorien, empirische Unterrichtsforschung, Testverfahren

Altersgerechte Lernarrangements auf der Basis fachdidaktischer Theorien und Unterrichtsmethoden unter Einbeziehung relevanter Unterrichtsmaterialien

Anleitung von Schülerinnen und Schülern in allen Umgangsweisen mit Musik unter Zuhilfenahme geeigneter Instrumente und Geräte

Erkennen und Beurteilen musikalischer Potenziale von Schülerinnen und Schülern

Altersgemäße Initiation, Entwicklung und Begleitung musikbezogener und kreativer Prozesse

Verfahren für den Umgang mit Heterogenität im Musikunterricht

Ziele, Grundlagen und Instrumente einer ausgewogenen Leistungsmessung und -beurteilung

Chancen, Probleme, Aufgabenstellungen und Anforderungen beim Übergang aus dem Elementarbereich und zu weiterführenden Schulstufen

12.

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht

Der Sachunterricht kann studiert werden als

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht mit einem der Schwerpunktfächer: Alltagskultur und Gesundheit, Biologie, Chemie, Physik, Technik

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht mit einem der Schwerpunktfächer: Geographie, Geschichte, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

können sich mit sachunterrichtsrelevanten Themen aus Gesellschaft, Kultur, Naturwissenschaft, Technik, Alltagskultur und Gesundheit auseinandersetzen,

kennen Inhalte und Methoden aus den naturwissenschaftlichen, technischen, soziokulturellen, räumlichen und zeitlichen Fachperspektiven sowie deren Arbeitsweisen und können sie themenspezifisch vernetzen,

kennen domänenspezifische Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen und können diese anwenden.

Raumvorstellung, Raumorientierung, Zeitbewusstsein, Nachhaltigkeit

Inhalte und Methoden der Vermittlung und des Verstehens kultureller Formen und Regeln des Zusammenlebens

Naturphänomene und Erklärungsmodelle, Körperlichkeit, Wirkung und Funktionsweise von technischen Objekten

Hypothesenbildung und Überprüfung

Fachdidaktik

kennen theoretische Ansätze der Didaktik des Sachunterrichts, können Dimensionen der Lebenswelt von Kindern und Prinzipien unterrichtlicher Welterschließungsprozesse in Beziehung setzen und sich auf unterschiedliche Interpretationen einlassen und reflektieren,

können sich mit Phänomenen und Problemen aus dem Erfahrungsraum von Grundschulkindern sachbezogen und vielperspektivisch auseinandersetzen und sie didaktisch rekonstruieren,

kennen Unterrichtsformen, Methoden, Medien und Materialien zur Gestaltung von integrativen Lehr-Lernsituationen für sachbezogenes Lernen und die Entwicklung sachgerechter Lernstrategien,

kennen Bildungspläne und Standards für ein sachbezogen-welterschließendes Lernen und können sie theorie- und praxisbezogen reflektieren,

können Lehr-Lernsituationen im Sachunterricht planen, gestalten, initiieren, begleiten, analysieren, bewerten,

orientieren sachunterrichtliche Lehr- und Lernprozesse an den anthropologischen, psychologischen und soziokulturellen Voraussetzungen von Kindern im Grundschulalter und wissen um die Aspekte vorschulischer und weiterführender Bildungsarbeit,

kennen Ansätze und Ergebnisse der Lehr- und Lernforschung im Sachunterricht und können selbstständig ausgewählten Forschungsfragen nachgehen.

Konzeptionen und Prinzipien des Sachunterrichts als wissenschaftliche Disziplin, Bildungswert des Sachunterrichts, Geschichte des Sachunterrichts, Kindheit und Lebenswelten (Kindheitsforschung)

Dimensionen (Kind-Sache-Gesellschaft)

Arbeit und Beruf, Bildung, Energie, Familie, Geld, Geschlecht, Gesundheit, Gender, Klima, Konsum, Lebensgestaltung, Macht, Medien, Migration, Mobilität, Ökologie, Technik, Umwelt

Sachgerechte Unterrichtsmethoden und -medien, Vermittlung sachgerechter Lernstrategien sowie Sicherheits- und Unfallschutz

Perspektivrahmen Sachunterricht, aktueller Bildungsplan, Curricula, Standards und Kompetenzmodelle

Unterrichtsanalyse und -planung, Beobachtung, Dokumentation, Diagnose, Förderung, Leistungsbewertung und Evaluation

Übergänge Elementarbereich-Grundschule, Grundschule-Sekundarbereich, Schuleingangsstufe, sprachsensibler Sachunterricht, Lernvoraussetzungen, Heterogenität und Inklusion, Schülervorstellungen

Sachunterrichtsdidaktische und domänenspezifische Lehr- und Lernforschung

12.1

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht: Schwerpunktfach Alltagskultur und Gesundheit

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

beherrschen elementare natur- und kulturwissenschaftliche Arbeitsmethoden,

reflektieren kulturelle, ästhetische, soziale, ökonomische, technologische, ökologische und gesundheitliche Aspekte in der Alltagskultur,

besitzen grundlegende Kenntnisse über soziokulturelle Rahmenbedingungen von Konsumentscheidungen und können diese reflektieren,

reflektieren die Konsumentenrolle in rechtlichen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Zusammenhängen und setzen sich mit Gestaltungsmöglichkeiten einer nachhaltigen Lebensführung auseinander,

setzen sich mit den Gewohnheiten und Routinen des Konsum- und Alltagshandelns auseinander,

verfügen über grundlegende Kenntnisse zu Ernährung und Bekleidung des Menschen und setzen sich damit auch unter Gesundheitsaspekten kritisch auseinander,

besitzen grundlegende Kenntnisse über die kulturellen Voraussetzungen, die Bedeutungen und Funktionen von Lebensmitteln, Mahlzeiten, Textilien und Bekleidung,

reflektieren Gewohnheiten, Moden und Trends in den Bereichen Ernährung und Textil,

setzen sich mit Einflussfaktoren, Begrenzungen und Gestaltungsmöglichkeiten der individuellen Lebensgestaltung auseinander,

reflektieren das Verhältnis von Körper, Körpergestaltung, Bekleidung und Essverhalten,

verfügen über grundlegende Kenntnisse zu Berufen in den Bereichen Textil und Mode sowie Ernährung und Haushalt,

verfügen über grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zum fachgerechten, kulinarisch-ästhetischen Umgang mit Lebensmitteln,

verfügen über grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zum Entwerfen, Gestalten, Experimentieren und Bewerten im Bereich Mode und Textil,

setzen sich mit der Kultur und Technik der Nahrungszubereitung sowie mit der Kultur und Technik der Textilfertigung auseinander und können dazu jeweils Verfahren, Werkzeuge und Geräte der Produktion und der Verarbeitung von Nahrungsmitteln im Unterricht einsetzen.

Anthropologische Grundlagen und kulturethnologische Aspekte

Psychologie und Soziologie des Essens und des Kleidens

Ernährung und Ernährungskonzepte

Mode und Modetheorien

Gender Studies

Biografische und ästhetische Zugangsweisen zur Alltagskultur

Lebensstil und Lebenslagen

Materialkunde, Funktionstextilien

Bekleidungsphysiologie, Textiltechnik und -technologie

Ernährungswissenschaftliche Grundlagen

Lebensmittelkunde, Lebensmittelproduktion

Ernährung, Bekleidung und Gesundheit

Wertschöpfungsketten

Konzepte der Nachhaltigkeit: ökologische, soziale und ökonomische Aspekte bei Produktion, Konsum und Entsorgung von Konsumgütern

Einflussfaktoren auf Konsumentscheidungen und -gewohnheiten

Budget- und Zeitmanagement im privaten Haushalt

Nationale und internationale Gesetzgebung zum Verbrauchermarkt

Berufsorientierung in den Bereichen Mode und Textil sowie Ernährung und Haushalt

Hygiene und Sicherheit

Wahrnehmung und Kreativität

Information, Anleitung und Transformation

Verknüpfung von Fachwissenschaft, Fachpraxis und Fachdidaktik

Kultur und Techniken der Nahrungszubereitung

Gestaltung von Esskultur und -situationen

Kultur und Techniken der Herstellung und Gestaltung von Textilien

Arbeitsplatzgestaltung

Fachdidaktik

kennen Modelle und Konzepte der Analyse, Planung, Organisation, Durchführung und Evaluation der Vermittlung von mode- und textilwissenschaftlichen sowie ernährungs- und haushaltswissenschaftlichen Inhalten und verfügen über reflektierte Erfahrungen im Planen und Gestalten von Unterricht,

reflektieren und nutzen Möglichkeiten der Vernetzung schulischer und außerschulischer fachbezogener Lehr- und Lernarrangements,

verfügen über grundlegende Kenntnisse im Feld Diagnose, Begleitung, Beurteilung fachbezogener Lernprozesse.

Fachdidaktische Positionen, Theorien und Modelle

Fachspezifische Methoden, Lernen in der Unterrichtspraxis

Auswahl und Nutzung fachrelevanter Medien

Berufsbezogene Orientierungs- und Entscheidungsprozesse

Fachspezifische Leistungsbeurteilung, Lerndiagnostik und Beurteilung von Lernprozessen

Entwicklung von Förderstrategien

12.2

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht: Schwerpunktfach Biologie

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

kennen zentrale naturwissenschaftliche Begriffe (zum Beispiel Leben, Reaktion, Energie, System) und können unterschiedliche Begriffsdefinitionen reflektieren,

beherrschen grundlegende naturwissenschaftliche Denkweisen,

kennen grundschulrelevante naturwissenschaftliche Erkenntnis- und Arbeitsmethoden,

verfügen über vernetzte Kompetenzen in Biologie und können die Bezüge zu verschiedenen System- und Komplexitätsebenen darstellen,

kennen die biologischen Basiskonzepte und verfügen über strukturierte Kenntnisse in grundlegenden, insbesondere in den grundschulrelevanten Bereichen der Biologie,

können ihre Kenntnisse der Biologie einsetzen, um die Vielfalt der Lebensformen zu erschließen sowie den nachhaltigen Umgang mit der Natur und gesundheitsfördernde Maßnahmen zu begründen,

können aktuelle Themenstellungen (zum Beispiel erneuerbare Energieversorgung, Nachhaltigkeit, gesunde Lebensführung) Disziplinen übergreifend aufbereiten und beschreiben,

können ausgewählte biologische und interdisziplinäre Themen in verschiedenen Kontexten erschließen,

erkennen die Anwendung biowissenschaftlicher Erkenntnisse in Alltagskontexten und können deren Bedeutung darlegen,

sind vertraut mit erfahrungsbasiertem Lernen vor Ort in verschiedenen Lebensräumen, Tiergärten und Museen, biologischen Stationen oder in Laboren,

können Informationsquellen, wie biologische Originale und andere Medien, erschließen sowie kritisch und gezielt nutzen.

Basiskonzepte wie Struktur und Funktion, Stoff- und Energieumwandlung, Kompartimentierung und Emergenz, Steuerung und Regelung, Reproduktion, Stammesgeschichtliche Verwandtschaft, Variabilität und Angepasstheit

Grundlegende Einblicke in die Zellbiologie

Grundlegende Einblicke in die Tier- und Pflanzenphysiologie und Physiologie des Menschen

Morphologie und Systematik

Fortpflanzung und Entwicklung

Grundlegende Einblicke in Soziobiologie und Verhalten

Grundlegende Einblicke in die Genetik

Theorien und Mechanismen der Evolution

Evolution des Menschen und bedeutender Tier- und Pflanzengruppen

Ökologie, Biodiversität

Artenkenntnis häufiger Vertreter der einheimischen Flora und Fauna

Grundschulrelevante biologische Arbeits- und Forschungsmethoden in Klassenzimmer, Labor und Freiland

Wissenschaftliche Grundlagen von Gesundheitsförderung und Suchtprävention

Biologische Grundlagen der Wertschöpfungsketten von Naturprodukten, insbesondere von Nahrungs- und Genussmitteln

Grundlagen der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Fachdidaktik

kennen fachdidaktische Theorien, Modelle und Erkenntnismethoden und können diese kritisch analysieren, beurteilen und auswählen,

können Lehr- und Lernprozesse zu biologischen Themen im Sachunterricht gestalten und reflektieren,

sind in der Lage, Inhalte und Themenstellungen überfachlicher Bildungsaufgaben (zum Beispiel Gesundheitsförderung, Sexualbildung, Bildung für Nachhaltigkeit) didaktisch fundiert aufzubereiten,

können fachdidaktische Forschungsergebnisse rezipieren und sie mit ihren Kenntnissen vernetzen,

sind vertraut mit grundlegenden Verfahren der Diagnose und Evaluation im Unterricht,

kennen und reflektieren Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsüberprüfung und -bewertung,

kennen und beachten relevante Sicherheits-, Krankheitspräventions-, Tier- und Naturschutzvorschriften und Regeln beim Umgang mit Gerätschaften, Stoffen und lebenden und toten Organismen,

können fachspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien nutzen, kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten.

Fachdidaktische Konzeptionen und curriculare Ansätze sowie grundlegende Ergebnisse biologiebezogener Lehr-Lern-Forschung

Präkonzepte, Lernhindernisse sowie Einstellungen, Werthaltungen und motivational-emotionale Orientierungen als Grundlage für die Planung von Lernprozessen

Planung und Gestaltung von Biologieunterricht mit fachdidaktisch begründeter Auswahl von Zielen, Inhalten, Methoden und Medien

Möglichkeit verschiedener Zugänge zu einem Thema (zum Beispiel Forschungs-, Problem-, Alltagsorientierung) auch unter Berücksichtigung heterogener Lerngruppen

Planung und Gestaltung von Unterricht unter Einbezug fachgemäßer und grundschulrelevanter Arbeitsweisen

Grundlagen von individueller Förderung, Differenzierung und fachbezogener Leistungsbeurteilung

Grundlagen biologiebezogenen Kommunizierens und Reflektierens unter Verwendung angemessener Darstellungsformen und der Fachsprache

Exemplarisches fachdidaktisches Forschen und Urteilen

Grundlagen der Unfallverhütung und Hygiene, Kenntnis einheimischer Tiere und Pflanzen, die Krankheiten und Allergien übertragen beziehungsweise auslösen können

12.3

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht: Schwerpunktfach Chemie

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verfügen über anschlussfähiges, für den Grundschulunterricht relevantes Wissen über Inhalte und Tätigkeiten chemienaher Forschungs- und Industrieeinrichtungen,

können chemische Sachverhalte in verschiedenen Anwendungsbezügen erfassen, bewerten und in mündlicher und schriftlicher Form adäquat darstellen,

können chemische Sachverhalte durch adressatenorientierte Fragestellungen strukturieren, vernetzen und Bezüge zum chemiebezogenen Sachunterricht herstellen,

kennen die wesentlichen Arbeits- und Erkenntnismethoden der Chemie,

können im Sachunterricht sicher experimentieren,

kennen ausgewählte chemisch-naturwissenschaftliche Theorien und Begriffe,

kennen den Prozess der Gewinnung chemischer Erkenntnisse (Wissen über Chemie) und können die individuelle und gesellschaftliche Relevanz der Chemie begründen.

Funktion und das Bild der Chemie in der Gesellschaft, Exkursionen zum Beispiel in die chemische Industrie

Chemische Sachverhalte in grundschulrelevante Kontexte setzen, bewerten und präsentieren

Einsatz digitaler Medien zur Präsentation chemischer Sachverhalte

Chemische Sachverhalte strukturieren, vernetzen und Zusammenhänge vermitteln

Gefahrstoffverordnung, Arbeitsschutz, toxikologische Grundlagen, Entsorgung/Umweltfolgen, Gerätekunde, Brandschutz

Grundbegriffe (Stoff, Element, Atom, Energie, Reaktion) und Basiskonzepte der Chemie

»Natur der Naturwissenschaften« (Nature of Science), Entwicklung naturwissenschaftlichen Wissens sowie kulturelle und gesellschaftliche Implikationen, Reflexion des erkenntnistheoretischen Status naturwissenschaftlichen Wissens

Fachdidaktik

können Unterrichtskonzepte und -medien für den chemiebezogenen Sachunterricht gestalten und inhaltlich bewerten,

können die Bedeutung einer Bildung für Nachhaltigkeit chemiebezogen, adressatengerecht und grundschulspezifisch darstellen und begründen,

verfügen über anschlussfähiges fachdidaktisches Wissen,

verfügen über erste reflektierte Erfahrungen des kompetenzorientierten chemiebezogenen Sachunterrichts,

können Grundlagen der Leistungsdiagnose und -beurteilung anwenden,

können fachspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien nutzen, kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten.

Chemiebezogene, empirische Lehr- Lernforschung, fachdidaktische Konzeptionen und curriculare Ansätze

Diagnostische Kompetenz zum Erkennen von Lernschwierigkeiten und Schülervorstellungen in den Themengebieten des chemiebezogenen Sachunterrichts

Grundlagen kompetenzorientierter Lernprozesse des chemiebezogenen Sachunterrichts

Planung und Durchführung chemiebezogenen Sachunterrichts

12.4

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht: Schwerpunktfach Physik

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verfügen über grundlegende Kenntnisse in den für die Grundschule relevanten physikalischen Inhaltsbereichen,

kennen zentrale physikalische Begriffe und können diese erklären,

verfügen über grundlegende Kenntnisse in ausgewählten Bereichen der Physik,

können ihre Kenntnisse der Physik einsetzen, um ausgewählte Phänomene und Alltagssituation zu beschreiben,

sind in der Lage, ausgewählte Aufgaben und Probleme der klassischen Physik zu lösen,

können einfache physikalische Fragestellungen formulieren, Hypothesen beziehungsweise Lösungsideen anhand einschlägiger physikalischer Theorien entwickeln und deren Plausibilität überprüfen,

beschreiben und reflektieren grundlegende physikalische Erkenntnis- und Arbeitsmethoden,

vergleichen und bewerten ausgewählte physikalische Modelle hinsichtlich ihrer Möglichkeiten und Grenzen.

Naturphänomene

Grundlagen der Physik (insbesondere Eigenschaften von Gasen, Sinken und Schwimmen, einfacher elektrischer Stromkreis, Licht und Schatten, optische Abbildung)

Exemplarische Vertiefung in Physik (zum Beispiel in Mechanik, Wärmelehre und Thermodynamik, Elektrizitätslehre und Elektrodynamik sowie Optik)

Experimente zur Physik

Erkenntnismethoden der Physik

Fachdidaktik

können Physik als Disziplin charakterisieren und ihre Funktion und ihr Bild in der Gesellschaft reflektieren,

können zu den zentralen Bereichen des Lernens von Physik in der Primarstufe verschiedene Zugangsweisen und Grundvorstellungen beschreiben,

kennen für die Grundschule relevante domänenspezifische Vorstellungen und Verständnisschwierigkeiten bei Schülerinnen und Schülern,

können fachdidaktische Forschungsergebnisse rezipieren und sie mit ihren Kenntnissen vernetzen,

können die Rolle von Alltagssprache und Fachsprache im Unterricht reflektieren,

verfügen über anschlussfähiges physikdidaktisches Wissen, insbesondere zur kind- und sachgerechten Auswahl und Begründung von Zielen, Inhalten, Methoden und Medien,

können die relevanten Bildungspläne und Bildungsstandards bewerten und sie in Bezug zu physikdidaktischen Konzepten und zur Unterrichtspraxis setzen,

kennen Unterrichtsarrangements, in denen Schülervorstellungen erkannt und weiterentwickelt werden können,

erkennen individuelle auf Physik bezogene Lernprozesse und können adäquate Fördermaßnahmen vorschlagen,

können Ergebnisse empirischer Kompetenzmessung (zum Beispiel zentrale Lernstandserhebungen) interpretieren,

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung und Beurteilung von physikbezogenem Unterricht der Grundschule,

können physikspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien nutzen und kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen,

können Unterricht aus physikdidaktischer Perspektive in ersten Ansätzen analysieren,

können Lehr-Lernarrangements auf der Basis physikdidaktischer Theorien in ersten Ansätzen entwickeln,

können in ersten Ansätzen Formen des Umgangs mit Heterogenität im Physikunterricht auch unter Berücksichtigung von Genderaspekten beschreiben und bewerten,

sind in der Lage, mit einfachen physikalischen Geräten der Grundschulphysik fach- und sachgerecht umzugehen (einschließlich Pflege, Entsorgung),

kennen und beachten beim Experimentieren relevante Sicherheitsvorschriften und Regeln zur Unfallverhütung.

Physikdidaktische Grundlagen (Naturwissenschaftliche Lehr-Lernforschung, insbesondere Nature of Science und Genderaspekte)

Vertiefung Physikdidaktik für die Grundschule

Schülervorstellungen zu physikalischen Phänomenen in der Primarstufe

Lehr-Lern-Arrangements zum Sachunterricht über physikalische Themen (zum Beispiel zum Sinken und Schwimmen)

Physikalische Experimente im Sachunterricht der Primarstufe

Empirische Grundlagen der physikdidaktischen Forschung

Naturwissenschaftliche Bildung im Elementarbereich

Intuitive Physik

Planung von physikbezogenem Sachunterricht

Reflexion von eigenem physikbezogenem Sachunterricht und eigenen Unterrichtserfahrungen in Physik

Sicherheit im Sachunterricht

12.5

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht: Schwerpunktfach Technik

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verfügen über grundlegende Kenntnisse in ausgewählten technikwissenschaftlichen Bereichen (zum Beispiel Maschinen-, Energie-, Bau-, Produktions-, Elektro- und Informationstechnik),

verfügen über grundlegendes Verständnis allgemeintechnologischer Strukturierungen,

können ausgewählte technische Phänomene in ihrem historischen und gegenwärtigen Kontext einordnen und daraus zukünftige Entwicklungsszenarien ableiten,

verfügen über grundlegende Fertigkeiten der technischen Praxis sowie technische Problemlösestrategien in ausgewählten Bereichen,

können techniktypische Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen in den für die Grundschule relevanten technischen Inhaltsbereichen beschreiben, anwenden, kommunizieren, analysieren und bewerten,

können spezifische Fertigungsverfahren, Maschinen, Werkzeuge und Werkstoffe zur Lösung unterschiedlicher technischer Problemstellungen zweckbezogen auswählen sowie sachgerecht, sicher und zielorientiert einsetzen,

kennen und beachten relevante Sicherheitsvorschriften und Regeln zur Unfallverhütung und Arbeitssicherheit bei der Handhabung von Werkzeugen, Werkstoffen, Geräten und Maschinen.

Ausgewählte Technikwissenschaften

Grundlagen der Technikphilosophie, Systemtheorie und Allgemeinen Technologie, Technikbegriff

Kulturelle und historische Bedeutung der Technik

Praktisch-technologische Grundlagen, Fertigungsverfahren

Technische Problemlösestrategien

Technische Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen (zum Beispiel Konstruieren, Fertigen, Optimieren, Analysieren, Experimentieren, Erkunden, Gebrauchen, Bewerten, Warten, Instandsetzen, Entsorgen, Dokumentieren)

Technikbewertung, Technikfolgenabschätzung, zum Beispiel unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten

Umgang mit Messzeugen, Werkzeugen, Werkstoffen, Vorrichtungen, Geräten und Maschinen

Unfallverhütung, Arbeitssicherheit

Fachdidaktik

können Technik als Disziplin charakterisieren sowie ihre Funktion und ihr Bild in der Gesellschaft reflektieren und im Unterricht thematisieren,

können zu den zentralen Bereichen des Lernens von Technik in der Primarstufe verschiedene Zugangsweisen und Grundvorstellungen beschreiben,

kennen technikspezifische Präkonzepte und Verstehenshürden bei Schülerinnen und Schülern,

wissen um die Chancen, Probleme, Aufgabenstellungen und Anforderungen beim Übergang aus dem Elementarbereich und in die weiterführenden Schularten,

verfügen über anschlussfähiges fachdidaktisches Wissen, insbesondere zur kind- und sachgerechten Auswahl und Begründung von Zielen, Inhalten, Methoden und Medien,

können fachspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien nutzen, kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten,

können Möglichkeiten und Grenzen mehrperspektivischen Unterrichts beschreiben,

kennen die relevanten Bildungspläne und Bildungsstandards, analysieren sie kritisch und setzen sie in Bezug zu technikdidaktischen Konzepten und zur Unterrichtspraxis,

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung, Beurteilung und Weiterentwicklung von technikbezogenem Sachunterricht der Grundschule,

können Lernarrangements auf der Basis fachdidaktischer Erkenntnisse, geeigneter Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und fachspezifischer Unterrichtsmethoden an unterschiedlichen (außerschulischen) Lernorten und in unterschiedlichen Fachräumen konstruieren,

können individuelle auf Technik bezogene Lernprozesse beobachten und analysieren und Unterrichtsarrangements mit Diagnostik- und Förderpotenzial wählen,

kennen und reflektieren Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsüberprüfung und -bewertung im technikbezogenen Sachunterricht der Grundschule,

können die Rolle von Alltagssprache und Fachsprache im Unterricht reflektieren,

können Formen des Umgangs mit Heterogenität im technikbezogenen Sachunterricht auch unter Berücksichtigung von Genderaspekten beschreiben und bewerten.

Technische Bildung: Geschichte, Legitimation, Merkmale

Präkonzepte, Zugangsweisen, Übergänge

Fachdidaktische Grundlagen des technikbezogenen Unterrichts der Grundschule

Ansätze des technikbezogenen Unterrichts der Grundschule

Sach- und soziotechnische Aspekte des technikbezogenen Unterrichts der Grundschule

Ziele, Inhalte, Methoden, Medien und außerschulische Lernorte

Technikdidaktische Lehr-Lernforschung

Planung, Durchführung und Evaluation von technikbezogenem Unterricht der Grundschule

Differenzierung und Individualisierung im technikbezogenen Unterricht der Grundschule

Lernstandsdiagnose, Leistungsbewertung und Fördermaßnahmen im technikbezogenen Unterricht der Grundschule

Vertiefung ausgewählter Aspekte der Fachdidaktik

13.

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht

Der Sachunterricht kann studiert werden als

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht mit einem der Schwerpunktfächer: Alltagskultur und Gesundheit, Biologie, Chemie, Physik, Technik

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht mit einem der Schwerpunktfächer: Geographie, Geschichte, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

können sich mit sachunterrichtsrelevanten Themen aus Gesellschaft und Kultur auseinandersetzen und sie didaktisch rekonstruieren,

kennen Inhalte und Methoden aus den sozialwissenschaftlich-kulturellen, geographischen, historischen, politischen und ökonomischen Fachperspektiven sowie deren Arbeitsweisen und können sie themenbezogen vernetzen,

kennen domänenspezifische Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen und können diese anwenden.

Zentrale Themenbereiche des Sachunterrichts: zum Beispiel Nachhaltigkeit, Regionalität und Globalisierung, Demokratie, Gerechtigkeit, Formen und Regeln des Zusammenlebens, Interkulturalität, Informations- und Kommunikationstechnologie

Gesellschaftliche und kulturelle Phänomene und entsprechende Erklärungsmodelle, Raumorientierung, Zeitbewusstsein, Raumverhalten, Partizipation, Urteilsbildung, domänenspezifische Lernvoraussetzungen

Domänenspezifische Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen: zum Beispiel Befragung, Beobachtung, Karten- und Quellenarbeit

Fachdidaktik

kennen theoretische Ansätze der Didaktik des Sachunterrichts, können Dimensionen der Lebenswelt von Kindern und Prinzipien unterrichtlicher Welterschließungsprozesse in Beziehung setzen und sich auf unterschiedliche Interpretationen einlassen und diese reflektieren,

können sich mit Phänomenen und Problemen aus dem Erfahrungsraum von Grundschulkindern sachbezogen und vielperspektivisch auseinandersetzen und sie didaktisch rekonstruieren,

kennen Unterrichtsformen, Methoden, Medien und Materialien zur Gestaltung von integrativen Lehr-Lernsituationen für sachbezogenes Lernen und die Entwicklung sachgerechter Lernstrategien,

kennen Bildungspläne und Standards für ein sachbezogen-welterschließendes Lernen und können sie theorie- und praxisbezogen reflektieren,

können integrative Lehr-Lernsituationen im Sachunterricht planen, gestalten, initiieren, begleiten, analysieren und bewerten,

können sachunterrichtliches Lernen anschließen an Lernvoraussetzungen, an vor- und außerschulisches, an ästhetisches, sprachliches und mathematisches und an weiterführendes schulisches Lernen,

kennen Ansätze und Ergebnisse der Lehr- und Lernforschung im Sachunterricht und können selbstständig ausgewählten Forschungsfragen nachgehen.

Konzeptionen und Prinzipien des Sachunterrichts als wissenschaftliche Disziplin, Bildungswert des Sachunterrichts, Geschichte des Sachunterrichts, Kindheit und Lebenswelten (Kindheitsforschung)

Dimensionen (Kind-Sache-Gesellschaft), Ziele, Inhalte, Methoden, Bedingungen, Prinzipien des Sachunterrichts

Inhaltliche Bezüge zum Erfahrungsraum von Grundschulkindern wie Ökologie, Gesundheit, Mobilität, Medien, Familie, Umwelt, Energie, Geld, Konsum, Migration, Bildung, Arbeit und Beruf, Macht, Gender

Unterrichtsformen und Methoden wie Erkundung, Interview, Modellbau, Beobachtung, Experiment, Projekt, Differenzierung und Individualisierung, Dokumentation

Perspektivrahmen Sachunterricht; Bildungsplan, Fächerverbund, Curricula, Standards und Kompetenzmodelle

Didaktische Netze, Unterrichtsanalyse und -planung, Beobachtung und Evaluation, Leistungsbewertung und Förderung

Übergänge, Schuleingangsstufe, sprachsensibler Sachunterricht, ästhetische Zugänge, Lernvoraussetzungen, Heterogenität und Inklusion, Anthropologie des kindlichen Lernens

Lehr-Lernforschung, Forschungsfragen im Sachunterricht

13.1

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht: Schwerpunktfach Geographie

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

kennen zentrale geowissenschaftliche Begriffe, Kategorien, Gegenstandsbereiche, Modelle und Theorien und können diese systematisch darstellen, anwenden und kritisch reflektieren,

können aktuelle Themenstellungen als disziplinübergreifende Phänomene aufbereiten und beschreiben,

können das Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren im System Erde-Mensch beschreiben und analysieren,

sind in der Lage, geographische Phänomene, Strukturen und Prozesse in ihrer räumlichen und zeitlichen Veränderung zu analysieren, in einen systemischen Kontext einordnen und daraus zukünftige Entwicklungsszenarien abzuleiten,

können globale, regionale und lokale, räumliche Strukturen und Prozesse nach ausgewählten Merkmalen beschreiben, gegeneinander abgrenzen, vergleichen und bewerten,

können Raumanalysen vor Ort durchführen (Geländepraktika, Exkursionen),

können die Geographie als geowissenschaftliche Disziplin und ihre Brückenfunktion zwischen den Natur- und Gesellschaftswissenschaften charakterisieren,

können die Funktion und die Wahrnehmung der geowissenschaftlichen Bildung in der Gesellschaft reflektieren,

entwickeln die Fähigkeit, Räume auf den verschiedenen Maßstabsebenen als natur- und humangeographische Systeme zu erfassen und Wechselbeziehungen (zwischen Mensch und Umwelt) analysieren zu können,

entwickeln Orientierungskompetenz,

sind in der Lage, geowissenschaftliche Fragestellungen zu formulieren, Hypothesen zu entwickeln, deren Plausibilität zu überprüfen und zu begründen,

können ausgewählte geowissenschaftliche Fragestellungen und Probleme erkennen, mit geeigneten geographischen Methoden bearbeiten und spezifische Antworten und Lösungskonzepte entwickeln und reflektieren,

können geowissenschaftliche Erkenntnisse und gesellschaftliche Sachverhalte in mündlicher, schriftlicher und mediengestützter Form strukturiert kommunizieren und adressatengerecht präsentieren,

sind in der Lage, die Qualität geowissenschaftlicher Arbeiten kritisch zu bewerten und eigene Arbeiten an wissenschaftlichen Standards zu orientieren,

sind in der Lage, Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher geowissenschaftlicher Methoden abzuwägen.

Wissenschaftstheoretische, disziplinsystematische und -historische Grundlagen der Geographie

Grundlegende Konzepte: Struktur, Funktion, Prozess, System, Raumbegriffe, Maßstabsebenen sowie unterschiedliche Ansätze geographischer Erkenntnisgewinnung

Grundlegende Inhalte, Theorien und Modelle aus den Teildisziplinen Geomorphologie, Klimageographie, Hydrogeographie, Bodengeographie, Vegetationsgeographie

Physisch-geographisch relevante Sachverhalte aus weiteren geowissenschaftlichen Disziplinen

Grundlegende Inhalte, Theorien und Modelle aus den Teildisziplinen Bevölkerungs- und Stadtgeographie, Wirtschafts-, Verkehrs- und Tourismusgeographie, Geographie des ländlichen Raumes, Raumordnung, Entwicklungsforschung

Humangeographisch relevante Sachverhalte aus weiteren raumwissenschaftlichen Disziplinen

Humanökologie, politische Ökologie, geographische Entwicklungsforschung, Hazardforschung, Landschafts- und Stadtökologie

Syndromkonzept, Kernprobleme im globalen Wandel, Naturrisiken, nachhaltige Entwicklung von Räumen

Ansätze regionaler Geographie unter länderkundlichen, dynamischen, vergleichenden, problemorientierten Aspekten

Regionalisierung: Typen, Maßstabsebenen, Regionen unterschiedlichen Typs und Maßstabs (Nahraum, Deutschland, Europa, außereuropäische Räume, Geozonen)

Fach- und erkenntnistheoretische Verfahrensweisen: verstehend, erklärend; qualitativ, quantitativ

Informationsbeschaffung im Gelände: Exkursionen und Medien

Räumliche Orientierung: topographisches Orientierungswissen, Kartenkompetenz, Orientierung in Realräumen, Reflexion von Raumwahrnehmungen

Geographische Darstellungsmittel

Informationsverarbeitung und -auswertung zum Beispiel Kartographie, Statistik

Fach- und adressatengemäße Präsentation

Fachdidaktik

kennen wesentliche Ergebnisse geographiedidaktischer Forschung und können auf dieser Grundlage schüler-, ziel- und fachgerechte Unterrichtskonzepte entwickeln,

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung und Beurteilung von kompetenzorientiertem Unterricht für heterogene Lerngruppen in der Grundschule,

können Lernvoraussetzungen erfassen und als Grundlage der Unterrichtsplanung nutzen,

können fachspezifische Medien und Medien aus dem Alltag nutzen und reflektieren, kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten,

können Lernarrangements auf der Basis fachlicher und fachdidaktischer Erkenntnisse konstruieren und geeignete Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und fachspezifische Unterrichtsmethoden einsetzen und reflektieren,

können Unterricht auf der Basis fachdidaktischer Konzepte beobachten und analysieren,

kennen Grundlagen der Leistungsdiagnose und -beurteilung,

kennen Möglichkeiten und Grenzen fächerverbindenden Unterrichts im Zusammenhang mit dem Fach Geographie.

Wissenschaftstheoretische, disziplinsystematische und -historische Grundlagen der Geographiedidaktik

Grundfragen, Erkenntnismethoden und grundlegende Ergebnisse geographiedidaktischer Forschung

Gesellschaftliche sowie lern- und entwicklungspsychologische Voraussetzungen und Bedingungen geographischen und geowissenschaftlichen Lehrens und Lernens

Bildungsbeitrag, Ziele, Kompetenzmodelle, Bildungsstandards, Inhalte, curriculare Konzepte und Strukturen des Geographieunterrichts

Bedeutung und Struktur der Geographie im Sachunterricht (Perspektivrahmen Sachunterricht)

Aufgabenkultur im Geographieunterricht

Fachspezifische Methoden, Unterrichtsmethoden und Medien, Unterrichtsprinzipien, kompetenzorientierte Unterrichtsplanung und -analyse, Lernerfolgskontrolle und Leistungsbeurteilung

Perspektivenvernetzendes Arbeiten: zum Beispiel Bildung für nachhaltige Entwicklung, globales Lernen, interkulturelles Lernen, Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt, Verbraucherbildung, Medienbildung

13.2

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht: Schwerpunktfach Geschichte

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verstehen Geschichte als ein in der Zeit und im Raum wandelbares gesellschaftliches Konstrukt, das sich gegenwartsgebunden über Vergangenheit äußert, und verfügen so über ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein,

kennen das geschichtswissenschaftliche Konzept der Quelle, können sich kritisch mit Quellen auseinandersetzen und textanalytische Methoden anwenden,

kennen zentrale historische Begriffe und Vorgehensweisen und können diese kritisch reflektieren,

verfügen über strukturiertes Grundwissen aus ausgewählten historischen Epochen,

können ausgewählte komplexe historische Sachverhalte einordnen und aus der Perspektive geschichtswissenschaftlicher Forschungsansätze beschreiben,

erarbeiten sich ausgewählte epochenübergreifende Themen und stellen daran Bezüge zu anderen sachunterrichtlichen Perspektiven her,

verfügen über regional- und lokalgeschichtliche Kenntnisse und können sie in den größeren Zusammenhang der allgemeinen Geschichte einordnen,

können Phänomene der Geschichtskultur als zeit- und gesellschaftsgebunden erklären und beurteilen,

können geschichtswissenschaftliche Erkenntnisse und Sachverhalte in mündlicher, schriftlicher und mediengestützter Form strukturiert und an wissenschaftlichen Standards orientiert kommunizieren und adressatengerecht präsentieren,

sind in der Lage, das im Studium erworbene Grundwissen stetig und dem wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt des Fachs Geschichte entsprechend zu ergänzen.

Konzept der Quelle, Quellenkritik

Quellenkunde (Text- und Bildquellen, Sachquellen)

Historische Methoden, geschichtswissenschaftliche Arbeitstechniken

Zentrale historische Begriffe, zum Beispiel Objektivität und Parteilichkeit, synchrone und diachrone Betrachtungsweisen

Epochen und Epochengrenzen

Geschichtswissenschaftliches Orientierungswissen zu ausgewählten historischen Epochen

Ausgewählte geschichtswissenschaftliche Zugänge (zum Beispiel Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft, Gender)

Ausgewählte epochenübergreifende Themen, zum Beispiel wirtschaftlicher und technischer Wandel, Strukturen sozialer Ordnung, Kindheit im Wandel, Mobilität, Nachhaltigkeit

Regionale und lokale Geschichte, historische Monumente in der Region

Geschichtskulturelle Phänomene in der Lebenswelt

Unterschiedliche Darstellungs- und Präsentationsformen

Fachdidaktik

kennen und beurteilen zentrale Begriffe und Prinzipien sowie Methoden des frühen historischen Lernens,

kennen Kompetenzmodelle frühen historischen Lernens und reflektieren ihre Bedeutung für die Unterrichtspraxis,

kennen und beurteilen die Dimensionen des Geschichtsbewusstseins und reflektieren ihre Bedeutung für die Unterrichtspraxis,

kennen Institutionen und Formen der Geschichtskultur und beurteilen deren geschichtsdidaktisches Potential,

kennen und beurteilen unterschiedliche Quellen im Hinblick auf die Unterrichtspraxis,

können fachspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien nutzen, kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten,

können geschichtsdidaktische Forschungsergebnisse rezipieren und diese mit ihren Kenntnissen vernetzen,

können Curricula und Bildungspläne unter geschichtsdidaktischer Perspektive bewerten,

kennen Möglichkeiten der Vernetzung historischen Lernens mit weiteren fachlichen Perspektiven,

können in Bezug auf historisches Lernen Heterogenität in Lerngruppen erkennen und reflektieren unterschiedliche Zugangsweisen,

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung und Reflexion von frühem historischem Lernen,

kennen und reflektieren Ziele und Methoden der perspektivenbezogenen Leistungsbeurteilung.

Orientierung in der historischen Zeit, Zeitleiste; Historizität

Alterität und Identität, Perspektivität

Fakten und Fiktion

Orientierung an Phänomenen und Kinderfragen, Lebensweltbezug

Forschendes und entdeckendes Lernen

Historische Frage-, Sach-, Methoden-, Medien-, Narrations- und Orientierungskompetenz

Geschichtsbewusstsein und seine Dimensionen

Historische Stätten, Museen, Ausstellungen, Denkmäler, Gedenkstätten

Historische Bilder, Filme, Bücher, »Living History«/Reenactment

Akten, Briefe, Tagebücher, Historienbilder, Fotos, historische Filme, archäologische Funde, Zeitzeugenaussagen

Historische Darstellungen, Schulbuch, Filme, Digitale Medien

Empirische Studien

Bildungsplan, Zielsetzungen und Kompetenzorientierung frühen historischen Lernens

Perspektivrahmen Sachunterricht, Didaktische Netze

Vorwissen, Präkonzepte

Visuelle, textliche, gegenständliche Zugänge, Szenisches Spiel

Unterrichtsplanung, Unterrichtsentwurf

Leistungsdokumentationen (insbesondere Portfolio, Lerntagebuch, Präsentation)

13.3

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht: Schwerpunktfach Politikwissenschaft

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

kennen und reflektieren die Grundbegriffe der Politikwissenschaft, die Gliederung des Faches sowie seine Erkenntnisinteressen und zentralen theoretischen Ansätze,

verfügen über Kenntnisse des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union und können deren Strukturen, Arbeitsweisen und Funktionslogiken bewerten,

können unterschiedliche politische Systemtypen und Politikfelder systematisch darstellen, vergleichen und analysieren,

kennen die Bedeutung und Funktionsbedingungen internationaler Politik in der globalisierten Welt und können die Arbeit inter- und transnationaler Akteure beurteilen,

sind vertraut mit den Grundzügen der Geschichte politischer Ideen und den Grundbegriffen der politischen Theorie,

können sozialwissenschaftliche Erkenntnisse und politische Sachverhalte in mündlicher, schriftlicher und mediengestützter Form strukturiert kommunizieren, adressatengerecht präsentieren und eigene Arbeiten an wissenschaftlichen Standards ausrichten und überprüfen,

können aktuelle politische Sachverhalte (zum Beispiel Globalisierung, Interkulturalität, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit) vor dem Hintergrund fachwissenschaftlichen und methodischen Wissens reflektieren, ihre disziplinübergreifenden Charakteristika beschreiben und ihre Bedeutung für die politische Bildung in der Grundschule bewerten,

beurteilen zentrale Ergebnisse der politischen Kultur-, Sozialisations- und Partizipationsforschung für die Bedeutung politischer Bildung in der Grundschule,

können, ausgehend von eigenen Forschungsfragen, kleine Forschungsvorhaben planen, durchführen, auswerten und dokumentieren.

Grundzüge der Politikwissenschaft (zum Beispiel Grundbegriffe, zentrale theoretische Ansätze und Teilgebiete)

Politische Kommunikation und Politische Akteure (zum Beispiel Parteien, Verbände, soziale Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen)

Staat und Institutionen (zum Beispiel Parlament, Regierung, Verwaltung, Rechtssystem der Bundesrepublik Deutschland)

Politisches System der Europäischen Union und Theorien der europäischen Integration

Politische Systeme (zum Beispiel Analyse politischer Strukturen und Prozesse in Deutschland und anderen Ländern, Grundlagen der vergleichenden Methode, Politikzyklus)

Internationale Beziehungen (zum Beispiel Problemlösung und Konfliktbewältigung in einer globalisierten Welt; internationale und transnationale Institutionen, Organisationen und Netzwerke, Außen- und Sicherheitspolitik)

Politische Theorie (zum Beispiel Geschichte politischer Ideen, Grundbegriffe der politischen Theorie, Demokratietheorien)

Politische Kultur (zum Beispiel Politische Sozialisation, Politische Partizipation)

Methoden und Arbeitstechniken der Politikwissenschaft

Fachdidaktik

sind mit den Zielen politischer Bildung vertraut und setzen sich kritisch mit ihnen auseinander,

kennen Konzeptionen und Kompetenzmodelle der Politikdidaktik, können diese analysieren, vergleichen, bewerten und diese mit ihren Kenntnissen vernetzen,

kennen Verfahren qualitativer und quantitativer empirischer Unterrichtsforschung und können deren Ergebnisse bei der Gestaltung von Lernprozessen berücksichtigen,

kennen die sozialwissenschaftlichen Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen,

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung und Reflexion von kompetenzorientiertem Politikunterricht in der Grundschule,

können Unterricht auf der Basis fachdidaktischer Konzepte beobachten, analysieren und reflektieren und kennen Mitgestaltungsmöglichkeiten für Grundschülerinnen und -schüler am Schulleben und im Unterricht,

können Lernarrangements auf der Basis fachlicher und fachdidaktischer Erkenntnisse konstruieren und geeignete Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und fachspezifische Unterrichtsmethoden einsetzen und reflektieren,

kennen Ansätze der politischen Kommunikation und demokratischer Aushandlungsprozesse,

können auf der Grundlage der Unterscheidung zwischen objektiven Tatbeständen und Werturteilen Wege zur rationalen Urteilsbildung aufzeigen,

können Alltagsvorstellungen von Lernenden erkennen, analysieren und mögliche Verstehenshürden beschreiben,

können individuelle politische Lernprozesse beobachten, analysieren und reflektieren,

kennen und reflektieren Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsüberprüfung und Leistungsbewertung im Sachunterricht,

können Elemente sozialen Lernens von politischem Lernen abgrenzen und Überschneidungen aufzeigen,

können eigene fachdidaktische Forschungsfragen formulieren und kleine Forschungsvorhaben planen, durchführen, auswerten und dokumentieren.

Ziele politischer Bildung

Wissens-, Kompetenz-, Urteils- und Einstellungserwerb

Politikdidaktische Ansätze und Konzeptionen

Kompetenzmodelle und kompetenzorientierte politische Bildung

Politikdidaktische Forschungsrezeption

Lehr-Lern-Forschung

Bildungsstandards, Basis- und Fachkonzepte der politischen Bildung

Bezugswissenschaften der politischen Bildung

Politikwissenschaftliche Perspektiven der sozialwissenschaftlichen Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen

Frühes politisches Lernen

Planung, Analyse und Reflexion von Politikunterricht

Mikro- und Makromethoden und Unterrichtsmedien

Projektorientiertes politisches Lernen

Außerschulische Lernorte

Schülervorstellungen, Lernhaltungen, Lernvoraussetzungen

Differenzierung, Individualisierung und Leistungsüberprüfung

Politik- und Demokratielernen

13.4

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht: Schwerpunktfach Wirtschaftswissenschaft

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

kennen zentrale ökonomische und sozialwissenschaftliche Begriffe, können diese im fachlichen Kontext anwenden und kritisch reflektieren,

verfügen über strukturierte Kenntnisse zu den grundlegenden, insbesondere schulrelevanten, Teilgebieten der Wirtschaftswissenschaft,

kennen zentrale ökonomische Theorien und Modelle, können diese systematisch darstellen und hinsichtlich ihrer Potenziale vergleichen, bewerten und kritisch reflektieren,

kennen aktuelle ökonomische Problemlagen (Strukturen und Prozesse) und können diese systematisch darstellen und die Vor- und Nachteile verschiedener Ansätze abwägen,

sind in der Lage, ökonomische und sozialwissenschaftliche Frage- und Problemstellungen zu formulieren und zu untersuchen, Hypothesen zu entwickeln, deren Plausibilität zu überprüfen, anhand einschlägiger ökonomischer Theorien zu begründen sowie spezifische Lösungskonzepte entwickeln,

verfügen über grundlegende Kenntnisse ökonomischer Strukturen, Prozesse, Handlungen und Strategien, die am Leitbild der Nachhaltigkeit ausgerichtet sind,

können zwischen objektiven Tatbeständen und Werturteilen unterscheiden und Wege zur rationalen Urteilsbildung aufzeigen,

können grundlegende Fragen der Wirtschaftsethik diskutieren und reflektieren,

sind in der Lage, das Verhältnis zwischen Politik und Ökonomie unter Berücksichtigung unterschiedlicher Wertorientierungen zu analysieren,

können ökonomische und sozial-wissenschaftliche Erkenntnisse und gesellschaftliche Sachverhalte in mündlicher, schriftlicher und mediengestützter Form strukturiert kommunizieren und adressatengerecht präsentieren,

sind in der Lage, Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher sozialwissenschaftlicher Methoden abzuwägen.

Zentrale ökonomische Begriffe wie Wirtschaftssystem, Wirtschaftsordnung, Wirtschaftskreislauf

Stellung der privaten Haushalte, Unternehmen sowie Staat und Ausland im Wirtschaftsgeschehen

Funktionen des Staates in einer marktwirtschaftlichen Ordnung

Wirtschaftsordnung eines Landes als Gestaltungsaufgabe

Private Haushalte in funktionaler Perspektive, Strukturentwicklung und Haushaltstypologien

Zentrale Handlungsfelder privater Haushalte, wie Konsumverhalten und Finanzkompetenz (zum Beispiel Umgang mit Geld und Lebensrisiken, Altersvorsorge, ökonomische versus ökologische Kaufentscheidungen)

Aufgaben und Umfeld von Unternehmen in der Gesellschaft

Unternehmen als ökonomische und soziale Aktionszentren

Die Bedeutung von Unternehmertum und Innovationsentwicklung für die Gesellschaft

Arbeitsmarkt, Arbeit und Beruf

Internationale Wirtschaftsbeziehungen und Globalisierung

Konsumökonomik, Arbeitsökonomik und Gesellschaftsökonomik sowie Mikro- und Makroökonomie

Nachhaltigkeit und Wirtschaftsethik

Gesellschaftliche Grundwerte (Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit, Fortschritt)

Stellenwert digitaler Medien und Heterogenität im wirtschaftlichen Kontext

Grenzen des Wachstums

Fachdidaktik

kennen Konzepte von ökonomischer Bildung und können diese bewerten,

verfügen über theoretische Konzepte des wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Lernens in der Grundschule,

kennen und beurteilen zentrale Prinzipien und Methoden des frühen ökonomischen Lernens,

können typische Präkonzepte und Verstehenshürden beschreiben,

können die Bildungsstandards auf der Grundlage didaktischer Konzepte analysieren und bewerten,

können Möglichkeiten und Grenzen fächerverbindenden Arbeitens in der Grundschule im Zusammenhang mit dem Fach Wirtschaftslehre beschreiben und analysieren,

können Unterricht auf der Basis fachdidaktischer Konzepte beobachteten und analysieren,

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung und Beurteilung von sozialwissenschaftlichem Unterricht der Grundschule,

können Lernarrangements auf der Basis fachlicher und fachdidaktischer Erkenntnisse konstruieren und geeignete Aufgaben zum Aufbau ökonomischer Kompetenzen entwickeln,

können Lehr- und Lernmaterialien und fachspezifische Unterrichtsmethoden treffend auswählen und einsetzen,

können fachspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien nutzen, kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten.

Konzepte und Leitbilder der Wirtschaftsdidaktik (insbesondere kategorial, handlungstheoretisch, institutionenökonomisch, konstruktivistisch, alltags- und lebenssituativ)

Kompetenzmodelle des Sachunterrichts

Zentrale didaktische Prinzipien der ökonomischen Bildung, wie zum Beispiel Problemorientierung, Handlungsorientierung, Entscheidungsorientierung, Multiperspektivität, Kontroversität, Lebens- und Alltagsorientierung

Orientierung an Phänomenen und Kinderfragen, Lebensweltbezug, Propädeutik, forschendes, entdeckendes und außerschulisches Lernen

Kategorien, Bildungsstandards, Kompetenzbereiche, Bildungsplan der Grundschule

Konzepte zu Bildung für nachhaltige Entwicklung

Perspektiven (sozialwissenschaftlich, naturwissenschaftlich, historisch, geographisch, technisch)

Gestaltung von Lernsituationen, Theorie der Unterrichtsentwicklung und -evaluation

Modelle der Aufgabenstruktur und Aufgabenanalyse

Einschlägige Methoden mit Affinität zu ökonomischen Denkweisen (insbesondere Projektarbeit, Wettbewerbe, ökonomische Experimente, Planspiele, Schülerfirmen, Fallstudien)

Medien sozialwissenschaftlicher Bildung

14.

Sport

Zum Studium des Fachs Sport kann nur zugelassen werden, wer die entsprechende Eignungsprüfung bestanden hat. Einzelheiten regeln die Hochschulen durch Satzung.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

kennen zentrale sportwissenschaftliche Gegenstandsbereiche, Theorien, Methoden und empirische Ergebnisse aus den Bereichen Sport und Gesellschaft, Sport und Erziehung, Sport und Bewegung und Training,

sind in der Lage, sportwissenschaftliche Fragestellungen zu sozialisatorischen Prozessen und der Aneignung sportiver Kulturtechniken sowie zum Umgang mit Heterogenität (Geschlecht, Ethnie, Milieu) im Sportunterricht nachzuvollziehen und zu reflektieren,

können die Zusammenhänge von Körper, Spiel, Sport und Bewegung hinsichtlich Gesundheit und Prävention im Lebenslauf und in der Lebensführung von Kindern theoriegeleitet reflektieren,

verfügen über ein handlungsorientiertes sportwissenschaftliches Fachwissen, das sie zur Anleitung und Reflexion von (zum Beispiel inklusiven) Bewegungssituationen befähigt,

sind in der Lage, sich auf der Grundlage ausgewählter sozialwissenschaftlicher Theorien mit sozialen Ungleichheiten in Gesellschaft und Sport sowie Integration und Inklusion in unterschiedlichen Settings auseinanderzusetzen und einen wissenschaftlich begründeten Standpunkt zu formulieren,

können die Rolle der Sportlehrerin und des Sportlehrers unter Berücksichtigung der eigenen Biografie und in gesellschaftlichen Kontexten reflektieren,

sind in der Lage, Professionalität in der didaktischen Gestaltung von Lehr-Lernprozessen zu entwickeln,

kennen unterschiedliche Methoden der Unterrichtsforschung und können Ergebnisse bei der Gestaltung von Lernprozessen berücksichtigen,

kennen Konzepte schulischer und außerschulischer Sport- und Bewegungserziehung inklusive Gesundheitserziehung und können diese kritisch-konstruktiv beurteilen und umsetzen,

kennen Ansätze zur psychomotorischen Entwicklung und zu motorischem Lernen, zu Diagnoseverfahren und entsprechenden Förderkonzepten im Sportunterricht und in der Leistungsmessung.

Sport und Gesellschaft:

Sportwissenschaftliche Grundlagen: zum Beispiel Bewegung, Spiel und Sport in kindlichen Lebenswelten, Soziologie des Körpers und des Sports, Geschichte des Sports, soziale Ungleichheit und Geschlechterkonstruktionen im Sport, Sozialisation im und durch Sport, Sport und Nachhaltigkeit

Themenbezogene Vertiefung, zum Beispiel Fußball in Sport und Gesellschaft, Trendsport und Jugendkultur, Fitness und Gesundheit im Spiegel sozialwissenschaftlicher Reflexion, Umgang mit dem Körper und mit Geschlechterkonstruktionen in Sport und Gesellschaft, Gewalt im Sport; Sportliche Aktivität im Lebenslauf, soziale Ungleichheiten im Sport

Sport und Erziehung:

Sportwissenschaftliche Grundlagen: zum Beispiel Interkulturelle Erziehung, Heterogenität/Diversität im Sportunterricht, Inklusion in Schule und Sportunterricht

Themenbezogene Vertiefung, zum Beispiel Integration/Inklusion im Sportunterricht, Angst im Sportunterricht, Genderkompetenz im Sportunterricht; unterrichtsbezogene didaktische Konzepte und deren Umsetzung

Sport und Bewegung:

Sportwissenschaftliche Grundlagen: zum Beispiel psychologisch-physische Leistungsvoraussetzungen, Prozessformen der motorischen Entwicklung, Prinzipien und Methoden des sportlichen Trainings

Themenbezogene Vertiefung, zum Beispiel motorische Entwicklung und motorisches Lernen, Leistungsdiagnostik und Bewegungsanalyse

Diagnosegestützte Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht

Qualitative und quantitative empirische Methoden, hermeneutisch-phänomenologische Methoden

Forschendes Lernen: Durchführung von forschungsbasierten Projekten

Fachdidaktik

erwerben eine solide Basis eigener motorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten fundamentaler spiel- und bewegungsbezogener Inhalte,

kennen methodisch verschiedene Handlungs- und Vermittlungsformen des Sportunterrichts und können diese in den verschiedenen Feldern von Bewegung, Spiel und Sport anwenden,

können grundlegende spiel- und bewegungsbezogene Inhalte kindgerecht erklären, demonstrieren, korrigieren und sichernd unterstützen,

sind in der Lage, ausgewählte Besonderheiten des Spielens und Bewegens auf der Grundlage pädagogisch-didaktischer Perspektiven zu nutzen, um selbst gesteuertes Lernen und selbstständiges Handeln im und durch Sport bei Schülerinnen und Schülern zu entwickeln,

können den bewussten Umgang mit dem eigenen Körper (Wahrnehmungsschulung, Förderung koordinativer und konditioneller Fähigkeiten) schulen und in den verschiedenen Bewegungsfeldern mit geeigneten pädagogisch-didaktischen Perspektiven gestalten,

sind in der Lage, gesundheits- oder lebensgefährdende Situationen zu erkennen und diese angemessen bei der Planung und Durchführung von Unterricht zu berücksichtigen. Im Notfall ist die Lehrkraft in der Lage, einen Schüler oder eine Schülerin aus einer gesundheits- oder lebensgefährdenden Situation aus dem Wasser zu befreien,

vertiefen und erweitern die eigenen motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Beispiel durch ausgewählte Bereiche von Bewegung, Spiel und Sport,

können eine inhaltliche Auswahl von Unterrichtsinhalten in Rückgriff auf sportdidaktische Konzepte kompetenzorientiert begründen,

kennen unterschiedliche Ansätze, Methoden und Verfahren der Projektarbeit und der kollegialen Teamarbeit und können diese reflektieren und anwenden,

kennen die theoretischen Begründungszusammenhänge einer bewegungsfreudigen Grundschule im schulischen Alltag und reflektieren diese in Bezug auf die Anwendung in der beruflichen Praxis.

Integrative Sportspielvermittlung (Zielschussspiele und Rückschlagspiele)

Bewegen und Turnen an und mit Geräten

Laufen, Springen, Werfen

Bewegen im Wasser, Anfängerschwimmen, Wasserrettung

Gestalten, Tanzen, Darstellen

Psychomotorik, Erlebnispädagogik

Outdoorsport, Trendsport

Ringen, Raufen, Kämpfen

Rollen und Fahren

 


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