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Amtliche Abkürzung:RahmenVO-KM
Fassung vom:27.04.2015
Gültig ab:01.08.2015
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204
Rechtsverordnung des Kultusministeriums über Rahmenvorgaben für die Umstellung
der allgemein bildenden Lehramtsstudiengänge an den Pädagogischen Hochschulen,
den Universitäten, den Kunst- und Musikhochschulen sowie der Hochschule
für Jüdische Studien Heidelberg auf die gestufte Studiengangstruktur mit Bachelor-
und Masterabschlüssen der Lehrkräfteausbildung in Baden-Württemberg
(Rahmenvorgabenverordnung Lehramtsstudiengänge - RahmenVO-KM)
Vom 27. April 2015

Anlage 3

(zu § 5 Absatz 3, 6 und 12)

Lehramt Sekundarstufe I

INHALTSÜBERSICHT

1.

Allgemeines Kompetenzprofil

2.

Alltagskultur und Gesundheit

3.

Bilinguales Lehren und Lernen und kulturelle Diversität im Rahmen des Europalehramts

4.

Technik

1.

Allgemeines Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen aller Studienfächer

haben ein solides und strukturiertes Fachwissen zu den grundlegenden Gebieten ihrer Fächer erworben, sie können darauf zurückgreifen und dieses Fachwissen ausbauen,

verfügen aufgrund ihres Überblickwissens über den Zugang zu den aktuellen grundlegenden Fragestellungen ihrer Fächer,

können sich aufgrund ihres Einblicks in andere Disziplinen weiteres Fachwissen erschließen und damit fachübergreifende Qualifikationen entwickeln,

sind mit den Erkenntnis- und Arbeitsmethoden ihrer Fächer vertraut,

sind in der Lage, diese Methoden in zentralen Bereichen ihrer Fächer anzuwenden,

haben eine wissenschaftlich reflektierte Vorstellung vom Bildungs- und Erziehungsauftrag,

haben ein solides und strukturiertes Wissen über fachdidaktische Positionen und Strukturierungsansätze und können fachwissenschaftliche beziehungsweise fachpraktische Inhalte unter didaktischen Aspekten analysieren,

kennen und nutzen Ergebnisse fachdidaktischer und lernpsychologischer Forschung über das Lernen in ihren Fächern,

kennen Grundlagen der Diagnose und Leistungsbeurteilung,

haben Kenntnisse über Merkmale von Schülerinnen und Schülern, die den Lernerfolg fördern oder hemmen können und darüber, wie daraus Lernumgebungen differenziert zu gestalten sind,

sind in der Lage, heterogene Lernvoraussetzungen sowie individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen,

kennen Möglichkeiten der Gestaltung integrativer Erziehungs- und Unterrichtsarbeit, auch in inklusiven Settings und in der interkulturellen Erziehung und reflektieren diese,

verfügen über Kenntnisse zur Auswahl und Nutzung fachrelevanter Medien,

verfügen über Querschnittskompetenzen: Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache, Medienkompetenz und -erziehung, Prävention, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Fragen der Berufsethik und Gendersensibilität.

2.

Alltagskultur und Gesundheit

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über die Kompetenzen des Faches Alltagskultur und Gesundheit, das sich als lebensweltbezogenes Fach versteht, welches zu alltagskulturellen, gegenwarts- und zukunftsbezogenen Themen fachwissenschaftlich begründet Erkenntnisse ermöglicht, Kompetenzen entwickelt und für die private Lebensführung relevante Lernprozesse initiiert.

Das Studium des Faches Alltagskultur und Gesundheit ist den folgenden Herausforderungen verpflichtet:

Zu beachten ist die starke gegenseitige Beeinflussung der soziokulturellen Identität der Lehrperson und ihrer Wahrnehmung von Alltagskultur, Lebenswirklichkeit und Lebensbewältigung bei sich und den Schülerinnen und Schülern einerseits und der Interpretation von Bildungsauftrag und damit verbundenen Unterrichtsinhalten andererseits.

Auf der Basis von grundlegendem Wissen sind die individuellen und soziokulturellen Differenzen der Alltagsgestaltung - bezogen vor allem auf Geschlecht, Alter, Ethnie, Religion, Sozialmilieu - zu respektieren und zu reflektieren.

Die gesellschaftlichen Wandlungsprozesse erfordern eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit neuen Inhalten sowie Methoden und Strategien, um Wissen zu generieren und Werte gestützte Orientierung zu entwickeln.

Die fachpraktische Auseinandersetzung ist Grundlage für den Erwerb von Handlungskompetenzen und grundsätzlich durch Fachwissenschaft und Fachdidaktik zu legitimieren.

Die Absolventinnen und Absolventen

beherrschen grundlegendes, strukturiertes und ausbaufähiges Wissen und sind mit zentralen Fragestellungen des Faches und mit entsprechenden fachspezifischen Methoden und Arbeitstechniken vertraut,

vernetzen Fachwissen über Alltagskultur und Gesundheit im Hinblick auf Kinder und Jugendliche,

analysieren und reflektieren aktuelle fachdidaktische und fachmethodische Konzeptionen und Forschungsergebnisse.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I

Fachwissenschaft

beherrschen elementare natur- und kulturwissenschaftliche Arbeitsmethoden und reflektieren kulturelle, ästhetische, ökonomische, technologische, ökologische, soziale und gesundheitliche Aspekte in der Alltagskultur,

benennen Grundlagen soziokultureller Rahmenbedingungen von Konsumentscheidungen und können diese kritisch reflektieren,

beschreiben Konzepte zur kurz- und langfristigen Ressourcenplanung im privaten Haushalt im Hinblick auf Lebensgestaltung und Daseinsvorsorge,

reflektieren die Konsumentenrolle in rechtlichen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Zusammenhängen und setzen sich mit den Gestaltungsmöglichkeiten einer nachhaltigen Lebensführung auseinander,

setzen sich mit den Gewohnheiten und Routinen des Konsum- und Alltagshandelns auseinander,

verfügen über fundierte Kenntnisse zu Ernährung und Bekleidung des Menschen und setzen sich damit auch unter Gesundheitsaspekten kritisch auseinander,

verstehen, bewerten und wenden Nachhaltigkeit, Gesundheit und Funktionalität als zentrale Kriterien bei der Beurteilung von Konsumgütern und Dienstleistungen an,

besitzen grundlegende Kenntnisse über die kulturellen Voraussetzungen, die Bedeutungen und Funktionen von Lebensmitteln, Mahlzeiten, Textilien und Bekleidung,

reflektieren Gewohnheiten, Moden und Trends in den Bereichen Ernährung und Textil,

setzen sich mit Einflussfaktoren, Begrenzungen und Gestaltungsmöglichkeiten der individuellen Lebensgestaltung auseinander,

setzen Körperbilder und ihre gesellschaftliche Bedeutung in Beziehung,

reflektieren das Verhältnis von Körper, Körpergestaltung, Bekleidung und Essverhalten,

verfügen über grundlegende Kenntnisse der Berufe in den Bereichen Textil und Mode sowie Ernährung und Haushalt.

Anthropologische Grundlagen und kulturethnologische Aspekte

Psychologie und Soziologie des Essens und des Kleidens

Mode und Modetheorien

Gender Studies

Biografische und ästhetische Zugangsweisen zur Alltagskultur

Lebensstil und Lebenslagen

Materialkunde, Funktionstextilien und technische Textilien

Bekleidungsphysiologie, Textiltechnik und -technologie

Ernährungswissenschaftliche Grundlagen

Lebensmittelkunde, Lebensmittelproduktion

Ernährung, Bekleidung und Gesundheit

Wertschöpfungsketten

Konzepte der Nachhaltigkeit: ökologische, soziale und ökonomische Aspekte bei Produktion, Konsum und Entsorgung von Konsumgütern

Einflussfaktoren auf Konsumentscheidungen und -gewohnheiten

Budgetplanung, Zeit- und Finanzmanagement im privaten Haushalt

Markt- und Wirtschaftssystem

nationale und internationale Gesetzgebung zum Verbrauchermarkt

Berufsorientierung in den Bereichen Mode und Textil sowie Ernährung und Haushalt

Hygiene und Sicherheit

Fachpraxis

können fachgerecht und kulinarisch-ästhetisch mit Lebensmitteln umgehen,

verfügen über fundierte Kenntnisse und Fertigkeiten zum Entwerfen, Gestalten, Experimentieren und Bewerten im Bereich Mode und Textil,

diskutieren Kultur und Technik der Nahrungszubereitung und können dazu Verfahren, Werkzeuge und Geräte der Produktion und der Verarbeitung von Nahrungsmitteln im Unterricht einsetzen,

beschreiben und erklären Kultur und Technik der Textilfertigung und setzen dazu Verfahren, Werkzeuge und Geräte der Produktion und der Verarbeitung von Textilien im Unterricht ein.

Wahrnehmung und Kreativität

Information, Anleitung und Transformation

Techniken der Nahrungszubereitung

Gestaltung von Esskultur und -situationen

Techniken der Herstellung und Gestaltung von Textilien

Arbeitsplatzgestaltung

Hygiene und Sicherheit

Fachdidaktik

beschreiben Modelle und Konzepte der Analyse, Planung, Organisation, Durchführung und Evaluation der Vermittlung von mode- und textilwissenschaftlichen sowie ernährungs- und haushaltswissenschaftlichen Inhalten und verfügen über reflektierte Erfahrungen im Planen und Gestalten von Unterricht,

reflektieren und nutzen Möglichkeiten der Vernetzung schulischer und außerschulischer fachbezogener Lehr-Lernarrangements,

können Lehr- und Lernprozesse im Unterricht der Alltagskultur und Gesundheit in Ansätzen planen, erproben, analysieren, kennen unterschiedliche Lernstrategien sowie fachspezifische und fachübergreifende Unterrichtsmethoden und können diese in Ansätzen zielorientiert einsetzen,

diskutieren Ergebnisse fachdidaktischer Forschung und können diese auf Fragestellungen des Unterrichts übertragen.

fachdidaktische Positionen, Theorien, Modelle und Methoden

Verbraucherbildung

fachspezifische Methoden: Lernen in der Unterrichtspraxis

Auswahl und Nutzung fachrelevanter Medien

Fachadäquate Leistungsbeurteilung, Lerndiagnostik und Beurteilung von Lernprozessen

Entwicklung von Förderstrategien

Berufsbezogene Orientierungs- und Entscheidungsprozesse

3.

Bilinguales Lehren und Lernen und kulturelle Diversität im Rahmen des Europalehramts

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen des Europalehramts verfügen - neben den Kompetenzen in der gewählten Zielsprache und dem studierten Bilingualfach - über fachwissenschaftliche und fachdidaktische Kompetenzen in den Bereichen »Kulturelle Diversität/Europäische Studien« und »Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning (Content and Language Integrated Learning)«.

Sie

verfügen über Auslandserfahrungen, interkulturelle Kompetenzen und Kenntnisse zu Europa, die sie auch im Rahmen eines Auslandssemesters (vorzugsweise in Europa) erworben und im Rahmen des Studiums reflektiert haben,

verfügen über Kompetenzen in den Bereichen Methodik und Didaktik des Bilingualen Lehrens und Lernens/Content and Language Integrated Learning sowie über sachfachbezogene Sprachkompetenzen, um Inhalte aus ihrem Sachfach in der Zielsprache vermitteln zu können,

besitzen eine kulturreflektierte sowie europabezogene Handlungskompetenz, die es ihnen ermöglicht, Schülerinnen und Schülern den Europagedanken näher zu bringen und sie auf die Herausforderungen in einer globalisierten Welt vorzubereiten.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I

Kulturelle Diversität und Europäische Studien

sind in der Lage, Alltags- und Studienerfahrungen vor dem Hintergrund kultureller Diversität zu reflektieren,

verfügen über Orientierungswissen zu Fragestellungen mit Europabezug sowie über vertieftes Verständnis in ausgewählten Bereichen und können dieses anwenden,

verfügen über grundlegende Kenntnisse der europäischen Integrationsprozesse in der neueren Zeit und können sie in eine globale Perspektive einordnen,

kennen und analysieren gegenwärtige europäische sowie globale Transformationsprozesse (insbesondere Mobilität, Migration, Integration),

können Begriffe und Konzepte von Kultur und Diversität kritisch hinterfragen,

können sachfachliche Themen in verschiedenen kulturellen und gesellschaftspolitischen Kontexten verorten und reflektieren.

Theorien zu Stereotypen, Selbst- und Fremdbilder, gegenseitige Einflüsse europäischer Kulturen, gesellschaftliche Dynamiken

Grundlegende kulturelle Entwicklungen Europas (insbesondere geographische, gesellschaftliche, historische, politische, ökonomische) und deren Einordnung auf der globalen Ebene

Bedeutung von Migration und Mehrsprachigkeit sowie kultureller Diversität

Heterogenität und Identitäten in einer globalisierten Welt

Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning

kennen den wissenschaftlichen Diskurs zu verschiedenen Formen des Bilingualen Lehrens und Lernens/Content and Language Integrated Learning und sind in der Lage, sie mit den jeweiligen bildungspolitischen Ansätzen in Beziehung zu setzen,

können Lernbiographien (einschließlich der eigenen) im Hinblick auf Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning reflektieren, besonders unter dem Aspekt unterschiedlicher Sozialisations-verläufe,

sind zur Bedeutungsaushandlung in interdisziplinären Fachdiskursen fähig und verfügen über die Fähigkeit, zentrale Begriffe, Gegenstandsbereiche und Theorien des Sachfachs fachsprachlich kohärent in ihrer gewählten Zielsprache zu präsentieren,

kennen Formen des Umgangs mit Heterogenität im bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning und können diese theoriegeleitet beschreiben.

Zentrale Prinzipien und Schlüsselbegriffe verschiedener Formen von Bilingualem Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning

Entwicklung verschiedener Umsetzungsformen von Bilingualem Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning (insbesondere in Deutschland) inklusive Immersion

Rolle von Alltags- und Fachsprache im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning

Fachdidaktik

kennen Methodenkonzepte des Bilingualen Unterrichts/Content and Language Integrated Learning und können diese bewerten,

können Lehr-Lernmaterialien für den Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning entwickeln, bewerten und sie in Bezug zu didaktischen Konzepten sowie zur Unterrichtspraxis setzen,

können Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning und individuelle Lernprozesse auf der Basis didaktischer Konzepte beobachten und reflektieren,

kennen und reflektieren Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsüberprüfung sowie -bewertung und können in Ansätzen angemessene Diagnose- und Fördermöglichkeiten im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning entwickeln,

können altersgerechte Lernarrangements im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning auf der Basis didaktischer Theorien, geeigneter Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und sachfachspezifischer Unterrichtsmethoden konstruieren und reflektieren,

können in Ansätzen Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning planen und durchführen und hinsichtlich der spezifischen Herausforderungen einer Integration von Sachfach und Zielsprache reflektieren.

können fachspezifisch relevante und adäquate Medien nutzen, kennen deren Möglichkeiten und Grenzen und können in Ansätzen Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten.

Bildungspolitische Rahmenbedingungen (zum Beispiel Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GeR))

verschiedene didaktische Konzepte: Bilinguales Lehren und Lernen, Content and Language Integrated Learning, Frühes Fremdsprachenlernen, Immersion, Übergangsdidaktik

Möglichkeiten und Grenzen fächerverbindenden Unterrichts im Zusammenhang mit Bilingualem Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning

Spezifische Formen des methodischen und spontanen Handelns im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning

4.

Technik

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über jene technikwissenschaftlichen, technikdidaktischen und fachpraktischen Kompetenzen, die für eine berufliche Tätigkeit als Techniklehrerin oder Techniklehrer erforderlich sind.

Sie

verfügen über technikwissenschaftliches Fachwissen und Strukturverständnis,

können technische Sachverhalte und technisches Handeln in gesellschaftlichen, ökonomischen, ökologischen und historischen Zusammenhängen erfassen, analysieren und bewerten,

sind vertraut mit technischen Problemstellungen und -lösungen in den Bereichen Planen, Konstruieren, Herstellen, Nutzen, Instandhalten und Warten sowie Verwerten und Entsorgen,

verfügen über fachpraktische Fähigkeiten und Fertigkeiten in Bezug auf schulrelevante Werkzeuge, Maschinen und Vorrichtungen,

verfügen über grundlegendes Wissen und Kompetenzen, um im Rahmen der vorberuflichen Orientierung arbeitsweltbezogene Aspekte der Technik und der Organisation der Arbeit, einschließlich gesellschaftlicher Geschlechterstereotypen bezüglich technisch geprägter Berufe aufzubereiten.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I

Fachwissenschaft

 

Mensch - Technik - Gesellschaft - Natur

verfügen über techniktheoretisches und technikphilosophisches Überblickswissen,

können spezifische Merkmale der Technik in Bezug auf human-soziale und naturale Dimensionen benennen,

können Zusammenhänge zwischen technischen Entwicklungen und Mensch, Gesellschaft und Natur erkennen,

kennen Verfahren der Technikbewertung und Technikfolgenabschätzung und können diese anwenden.

Wechselwirkungen zwischen Mensch, Technik, Gesellschaft und Natur

Grundlagen der Technikphilosophie, Allgemeine Technologie und Systemtheorie, Technikbegriff

kulturelle und historische Bedeutung der Technik

Technikbewertung, Technikfolgenabschätzung

Technische Entwicklung und Innovation

 

Technische Methoden und Handlungsformen

kennen relevante sozio- und sachtechnische Denk- und Handlungsformen und können sie anwenden,

beherrschen Problemlösestrategien bei technischen Fragestellungen,

können die Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Technik und deren Auswirkungen auf die Organisation, die Gestaltung der Arbeit und den Menschen einschätzen,

kennen einschlägige Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften und Maßnahmen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes sowie der Gefahrenstoffverordnung.

Technikbezogene Kommunikation, technografische Kommunikation

Technische Problemlösungsstrategien und -verfahren

Arbeitsorganisation, Arbeitsgestaltung, technikinduzierte Veränderungen in der Arbeitswelt

Arbeitssicherheit, Unfallverhütung, Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Nachhaltigkeit

 

Stoffumsetzende Systeme und Prozesse

verfügen über grundlegende Struktureinsichten zu stoffumsetzenden Systemen und Prozessen,

kennen die wesentlichen Phasen des Produktlebenszyklus und Methoden beziehungsweise Verfahren zur Einschätzung und Bewertung,

verstehen den Interdependenzzusammenhang von Entwicklung, Herstellung, Verwendung und Verwertung beziehungsweise Entsorgung technischer Produkte,

kennen Verfahren und Prozesse der Bearbeitung von Stoffen und ihre Bedeutung für die technische Entwicklung,

kennen Merkmale und Wirkzusammenhänge in den Teilbereichen der Bautechnik.

Werkstoffe und Werkstoffwissenschaft; Ressourcenproblematik

Fertigungs-, Verfahrenstechnik

Bautechnik: Merkmale und Wirkzusammenhänge, Entwicklungstrends in der Produktionstechnik

Mittel und Verfahren der Produktplanung und -gestaltung, der Herstellung und Verteilung, der Inbetriebnahme, der Nutzung, der Instandhaltung, Wartung und Pflege sowie der Verwertung und Entsorgung

 

Energieumsetzende Systeme und Prozesse

verfügen über Struktureinsichten zur Energieumwandlungskette und können Möglichkeiten der Energieeinsparung aufzeigen,

kennen den Aufbau des gegenwärtigen Energieversorgungssystems und können Entwicklungsperspektiven zum Einsatz regenerativer und nicht-regenerativer Energien einschätzen,

analysieren Maschinensysteme unter strukturaler, funktionaler und hierarchischer Perspektive.

Energiebegriff

Energieträger, Energiearten, Energiewertigkeit, Energieeinsparung

Geräte, Maschinen und Prozesse zur Bereitstellung, Verteilung, Umwandlung, Anwendung und Speicherung von Energie

Energienetze, Energiesysteme und Entwicklungstrends in der Energieversorgung, Energiewirtschaft

Maschinentechnik, Maschinenbegriff, Einteilung von Maschinen, Maschinenanalyse

 

Informationsumsetzende Systeme und Prozesse

kennen Aufbau und Funktion informationsverarbeitender technischer Systeme und können konkrete Probleme mit Hilfe informationstechnischer Systeme lösen,

kennen Funktionselemente der Elektrotechnik beziehungsweise Elektronik, deren Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten,

können Eigenschaften und Zustände elektrotechnischer Systeme mit Hilfe von Messgeräten quantitativ erfassen,

kennen die technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnik und können neue Entwicklungstrends einschätzen.

Informationsbegriff, Informationstechnik, Kommunikationstechnik

Elektrotechnik beziehungsweise Elektronik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik

Geräte, Maschinen und Prozesse zur Wandlung, zum Transport, zur Speicherung und zur Nutzung von Informationen

Informationsnetze und Entwicklungstrends in der Informations- und Kommunikationstechnik

Fachpraxis

kennen einschlägige Sicherheitsbestimmungen, Unfallverhütungsvorschriften sowie die Gefahrenstoffverordnung und können sie anwenden,

können Werkzeuge und Maschinen auswählen und sicher, zielorientiert und fachgerecht handhaben,

können Prozesse und Verfahren mit stoff-, energie- und informationsumsetzenden Systemen für eine technische Problemstellung auswählen, planen, fachgerecht umsetzen und auswerten.

Berücksichtigung relevanter Vorschriften zur Unfallverhütung und Arbeitssicherheit

Planung, Organisation, Durchführung, Auswertung, Dokumentation und Präsentation von Prozessen und Verfahren mit stoff-, energie- und informationsumsetzenden Systemen

Fachgerechte Auswahl und fachgerechter Einsatz von Messzeugen, Werkzeugen, Vorrichtungen und Maschinen

Fachdidaktik

können Ansätze und Ziele der Technikdidaktik unterscheiden und wesentliche Merkmale bestimmen,

können Lehr- und Lernprozesse im Technikunterricht in Ansätzen planen, erproben, analysieren,

kennen unterschiedliche Lernstrategien sowie fachspezifische und fachübergreifende Unterrichtsmethoden und können diese in Ansätzen zielorientiert einsetzen,

können in Ansätzen Unterrichtsmedien auswählen, selbst herstellen und angemessen einsetzen,

kennen Ergebnisse technikdidaktischer Forschung und können die Forschungsergebnisse auf Fragestellungen des Technikunterrichts übertragen.

Ansätze und Modelle der Technikdidaktik

Verfahren und Ergebnisse technikdidaktischer Forschung

Bestimmung und didaktische Legitimation von Zielen, Inhalten und Methoden des Technikunterrichts

Spezifika einer allgemeinen technischen Bildung in Abgrenzung zur beruflichen Bildung

Unterrichtsmedien

Lernorte, auch außerschulische

Fachraummanagement

Sicherheitserziehung

grundlegende schulpraxisbezogene Planung, Organisation und Durchführung von Technikunterricht

Lerndiagnostik und Leistungsbeurteilung im Technikunterricht

Strategien zur Individualisierung und Förderung des Lernens

 


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