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Amtliche Abkürzung:RPO II
Fassung vom:17.12.2015 Fassungen
Gültig ab:01.01.2016
Gültig bis:30.12.2024
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204-3
Verordnung des Kultusministeriums
über den Vorbereitungsdienst und die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen
(Realschullehrerprüfungsordnung II - RPO II)
Vom 21. Dezember 2007*

§ 2
Zulassungsvoraussetzungen

(1) Zum Vorbereitungsdienst wird zugelassen, wer

1.

die persönlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllt,

2.

ein Zeugnis über die allgemeine Hochschulreife besitzt oder über eine fachgebundene Hochschulreife, die zum Studium an einer Pädagogischen Hochschule befähigt (§ 58 Abs. 2 des Landeshochschulgesetzes (LHG); Gleiches gilt bei einer vom Kultusministerium als gleichwertig anerkannten Vorbildung im Sinne des § 58 Abs. 3 LHG oder dem Bestehen einer Eignungsprüfung nach § 59 Abs. 1 bis 3 LHG,

3.
a)

die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen in Baden-Württemberg nach der Realschullehrerprüfungsordnung I vom 16. Dezember 1999 (GBl. 2000 S. 49, ber. 2001 S. 385, 2002 S. 300, 2003 S. 91 - RPO I 1999) oder nach der Realschullehrerprüfungsordnung I vom 24. August 2003 (GBl. S. 583, ber. 2004 S. 94 - RPO I 2003), letztere in der jeweils geltenden Fassung, oder

b)

außerhalb Baden-Württembergs mit einer in Baden-Württemberg für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst zugelassenen Fächerverbindung nach der Realschullehrerprüfungsordnung I 1999 oder nach der Realschullehrerprüfungsordnung I 2003 eine Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen, an Haupt- und Realschulen, an Volks- und Realschulen, an Mittelschulen, an Regelschulen, an Sekundarschulen, das Lehramt für die Grund- und Mittelstufe, das Lehramt für die Sekundarstufe I, das Amt des Lehrers mit fachwissenschaftlicher Ausbildung in zwei Fächern oder eine gleichartige und gleichwertige Prüfung bestanden hat,

4.

nach ärztlichem Gesundheitszeugnis die gesundheitliche Eignung für die Übernahme in den Vorbereitungsdienst und die angestrebte Laufbahn besitzt oder als Schwerbehinderter über ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verfügt,

5.

als Bewerber mit dem Fach Sport seine Rettungsfähigkeit im Schwimmunterricht und

6.

ein Vereinspraktikum von mindestens 24 Übungsdoppelstunden in einem Zeitraum von drei bis sechs Monaten nachweist

7.

oder als sonstiger Bewerber ein Betriebs- oder Sozialpraktikum von mindestens vier Wochen oder eine vergleichbare sonstige praktische Tätigkeit mit Kindern oder Jugendlichen absolviert hat,

8.

in den letzten drei Jahren vor dem Zulassungstermin an einer Ausbildung in erster Hilfe im Umfang von acht Übungsdoppelstunden teilgenommen hat.

(2) Auch wenn Ausländer nicht Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sind, können sie zum Vorbereitungsdienst zugelassen werden, wenn sie die sonstigen Voraussetzungen des Absatzes 1 erfüllen.

(3) Wurde die in Absatz 1 Nr. 3 genannte Erste Staatsprüfung ganz oder teilweise mehr als vier Jahre vor dem Zulassungstermin abgelegt, so kann das örtlich zuständige Regierungspräsidium in einem Kolloquium überprüfen lassen, ob die Kenntnisse und Fähigkeiten für einen erfolgreichen Vorbereitungsdienst noch vorhanden sind. Auf die Überprüfung kann verzichtet werden, wenn der weiteren Ausbildung förderliche Tätigkeiten oder entsprechende Aus- oder Weiterbildung nachgewiesen werden. In Fächern mit fachpraktischer Prüfung kann die Überprüfung durch einen fachpraktischen Teil ergänzt werden.

(4) Das Regierungspräsidium bestimmt für die Überprüfung ein Seminar, das eine Kommission bildet. Sie besteht aus einem Vertreter der Kultusverwaltung als Vorsitzendem und aus einem Fachvertreter des Seminars. Der Vorsitzende ist gleichzeitig Fachprüfer, wenn mehr als ein Fach geprüft wird. Die Überprüfung dauert pro Fach etwa 30 Minuten und enthält fachdidaktische und erziehungswissenschaftliche Elemente. Die Dauer eines Fachpraktischen Teils wird durch das Seminar festgelegt.

(5) Die Leistungen werden unmittelbar nach der Überprüfung beurteilt und mit »bestanden« oder »nicht bestanden« bewertet. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. Er eröffnet dem Bewerber unmittelbar nach der Überprüfung das Ergebnis, auf Wunsch auch die tragenden Gründe der Bewertung, und unterrichtet unverzüglich das Regierungspräsidium. Die Überprüfung kann einmal binnen Jahresfrist wiederholt werden. § 16 gilt entsprechend.

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Fußnoten ausblendenFußnoten

*
Diese Verordnung gilt nur für Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter, deren Vorbereitungsdienst vor dem Zulassungstermin Februar 2016 begonnen hat. Wer im Zulassungstermin Februar 2016 in den Vorbereitungsdienst eingestellt worden ist, wird nach den Vorschriften der Werkreal-, Haupt- und Realschullehramtsprüfungsordnung II vom 3. November 2014 (GBl. S. 634) ausgebildet und geprüft.

 


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