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juris-Abkürzung:SGB 3
Fassung vom:18.12.2018 Fassungen
Gültig ab:01.01.2019
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 860-3
Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) - Arbeitsförderung - (Artikel 1 des Gesetzes vom 24. März 1997, BGBl. I S. 594)
 
§ 26 Sonstige Versicherungspflichtige
(1) Versicherungspflichtig sind
1.
Jugendliche, die in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation nach § 51 des Neunten Buches Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten, die ihnen eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglichen sollen, sowie Personen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe für eine Erwerbstätigkeit befähigt werden sollen,
2.
Personen, die nach Maßgabe des Wehrpflichtgesetzes, des § 58b des Soldatengesetzes oder des Zivildienstgesetzes Wehrdienst oder Zivildienst leisten und während dieser Zeit nicht als Beschäftigte versicherungspflichtig sind,
3.
(weggefallen)
3a.
(weggefallen)
4.
Gefangene, die Arbeitsentgelt, Ausbildungsbeihilfe oder Ausfallentschädigung (§§ 43 bis 45, 176 und 177 des Strafvollzugsgesetzes) erhalten oder Ausbildungsbeihilfe nur wegen des Vorrangs von Leistungen zur Förderung der Berufsausbildung nach diesem Buch nicht erhalten; das Versicherungspflichtverhältnis gilt während arbeitsfreier Sonnabende, Sonntage und gesetzlicher Feiertage als fortbestehend, wenn diese Tage innerhalb eines zusammenhängenden Arbeits- oder Ausbildungsabschnittes liegen. Gefangene im Sinne dieses Buches sind Personen, die im Vollzug von Untersuchungshaft, Freiheitsstrafen und freiheitsentziehenden Maßregeln der Besserung und Sicherung oder einstweilig nach § 126a Abs. 1 der Strafprozeßordnung untergebracht sind,
5.
Personen, die als nicht satzungsmäßige Mitglieder geistlicher Genossenschaften oder ähnlicher religiöser Gemeinschaften für den Dienst in einer solchen Genossenschaft oder ähnlichen religiösen Gemeinschaft außerschulisch ausgebildet werden.
(2) Versicherungspflichtig sind Personen in der Zeit, für die sie
1.
von einem Leistungsträger Mutterschaftsgeld, Krankengeld, Versorgungskrankengeld, Verletztengeld oder von einem Träger der medizinischen Rehabilitation Übergangsgeld beziehen,
2.
von einem privaten Krankenversicherungsunternehmen Krankentagegeld beziehen,
2a.
von einem privaten Krankenversicherungsunternehmen, von einem Beihilfeträger des Bundes, von einem sonstigen öffentlich-rechtlichen Träger von Kosten in Krankheitsfällen auf Bundesebene, von dem Träger der Heilfürsorge im Bereich des Bundes, von dem Träger der truppenärztlichen Versorgung oder von einem öffentlich-rechtlichen Träger von Kosten in Krankheitsfällen auf Landesebene, soweit Landesrecht dies vorsieht, Leistungen für den Ausfall von Arbeitseinkünften im Zusammenhang mit einer nach den §§ 8 und 8a des Transplantationsgesetzes erfolgenden Spende von Organen oder Geweben oder im Zusammenhang mit einer im Sinne von § 9 des Transfusionsgesetzes erfolgenden Spende von Blut zur Separation von Blutstammzellen oder anderen Blutbestandteilen beziehen,
2b.
von einer Pflegekasse, einem privaten Versicherungsunternehmen, der Festsetzungsstelle für die Beihilfe oder dem Dienstherrn Pflegeunterstützungsgeld beziehen oder
3.
von einem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung eine Rente wegen voller Erwerbsminderung beziehen,
wenn sie unmittelbar vor Beginn der Leistung versicherungspflichtig waren oder Anspruch auf eine laufende Entgeltersatzleistung nach diesem Buch hatten.
(2a) Versicherungspflichtig sind Personen in der Zeit, in der sie ein Kind, das das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erziehen, wenn sie
1.
unmittelbar vor der Kindererziehung versicherungspflichtig waren oder Anspruch auf eine laufende Entgeltersatzleistung nach diesem Buch hatten und
2.
sich mit dem Kind im Inland gewöhnlich aufhalten oder bei Aufenthalt im Ausland Anspruch auf Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz oder Bundeskindergeldgesetz haben oder ohne die Anwendung des § 64 oder § 65 des Einkommensteuergesetzes oder des § 3 oder § 4 des Bundeskindergeldgesetzes haben würden.
Satz 1 gilt nur für Kinder
1.
der oder des Erziehenden,
2.
seiner nicht dauernd getrennt lebenden Ehegattin oder ihres nicht dauernd getrennt lebenden Ehegatten oder
3.
ihrer nicht dauernd getrennt lebenden Lebenspartnerin oder seines nicht dauernd getrennt lebenden Lebenspartners.
Haben mehrere Personen ein Kind gemeinsam erzogen, besteht Versicherungspflicht nur für die Person, der nach den Regelungen des Rechts der gesetzlichen Rentenversicherung die Erziehungszeit zuzuordnen ist (§ 56 Abs. 2 des Sechsten Buches).
(2b) Versicherungspflichtig sind Personen in der Zeit, in der sie als Pflegeperson einen Pflegebedürftigen mit mindestens Pflegegrad 2 im Sinne des Elften Buches, der Leistungen aus der Pflegeversicherung nach dem Elften Buch oder Hilfe zur Pflege nach dem Zwölften Buch oder gleichartige Leistungen nach anderen Vorschriften bezieht, nicht erwerbsmäßig wenigstens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche, in seiner häuslichen Umgebung pflegen, wenn sie unmittelbar vor Beginn der Pflegetätigkeit versicherungspflichtig waren oder Anspruch auf eine laufende Entgeltersatzleistung nach diesem Buch hatten. Versicherungspflicht besteht auch, wenn die Voraussetzungen durch die Pflege mehrerer Pflegebedürftiger erfüllt werden.
(3) Nach Absatz 1 Nr. 1 ist nicht versicherungspflichtig, wer nach § 25 Abs. 1 versicherungspflichtig ist. Nach Absatz 1 Nr. 4 ist nicht versicherungspflichtig, wer nach anderen Vorschriften dieses Buches versicherungspflichtig ist. Versicherungspflichtig wegen des Bezuges von Mutterschaftsgeld nach Absatz 2 Nr. 1 ist nicht, wer nach Absatz 2a versicherungspflichtig ist. Nach Absatz 2 Nr. 2 ist nicht versicherungspflichtig, wer nach Absatz 2 Nr. 1 versicherungspflichtig ist oder während des Bezugs von Krankentagegeld Anspruch auf Entgeltersatzleistungen nach diesem Buch hat. Nach Absatz 2a und 2b ist nicht versicherungspflichtig, wer nach anderen Vorschriften dieses Buches versicherungspflichtig ist oder während der Zeit der Erziehung oder Pflege Anspruch auf Entgeltersatzleistungen nach diesem Buch hat; Satz 3 bleibt unberührt. Trifft eine Versicherungspflicht nach Absatz 2a mit einer Versicherungspflicht nach Absatz 2b zusammen, geht die Versicherungspflicht nach Absatz 2a vor.
(4) (weggefallen)

Fußnoten ausblendenFußnoten

(+++ § 26: Zur Anwendung vgl. § 434e F. ab 20.12.2001 +++)
§ 26 Abs. 1 Nr. 1: IdF d. Art. 3 Nr. 6 nach Maßgabe d. Art. 67 G v. 19.6.2001 I 1046 mWv 1.7.2001 u. d. Art. 5 Nr. 2 G v. 23.12.2016 I 3234 mWv 1.1.2018
§ 26 Abs. 1 Nr. 2: IdF d. Art. 14 Nr. 2 Buchst. a G v. 31.7.2008 I 1629 mWv 9.8.2008 u. d. Art. 2 Abs. 12 G v. 8.4.2013 I 730 mWv 13.4.2013
§ 26 Abs. 1 Nr. 3: Aufgeh. durch Art. 1 Nr. 17 Buchst. a DBuchst. bb G v. 23.12.2003 I 2848 mWv 1.2.2006
§ 26 Abs. 1 Nr. 3a: Aufgeh. durch Art. 14 Nr. 2 Buchst. b G v. 31.7.2008 I 1629 mWv 9.8.2008
§ 26 Abs. 1 Nr. 4 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. a G v. 18.7.2016 I 1710 mWv 1.8.2016 u. d. Art. 1 Nr. 4 G v. 18.12.2018 I 2651 mWv 1.1.2019
§ 26 Abs. 1 Nr. 5: Eingef. durch Art. 2 Nr. 1 G v. 22.12.1999 I 2626 mWv 1.1.2000
§ 26 Abs. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 1 Buchst. a G v. 19.11.2004 I 2902 mWv 1.1.2004
§ 26 Abs. 2 Nr. 2: IdF d. Art. 1c Nr. 1 Buchst. a G v. 21.7.2012 I 1601 mWv 1.8.2012
§ 26 Abs. 2 Nr. 2a: Eingef. durch Art. 1c Nr. 1 Buchst. b G v. 21.7.2012 I 1601 mWv 1.8.2012; idF d. Art. 3 Nr. 1 Buchst. a G v. 23.12.2014 I 2462 mWv 1.1.2015 u. d. Art. 3 Nr. 1 G v. 16.7.2015 I 1211 mWv 23.7.2015
§ 26 Abs. 2 Nr. 2b: Eingef. durch Art. 3 Nr. 1 Buchst. b G v. 23.12.2014 I 2462 mWv 1.1.2015
§ 26 Abs. 2 Schlusssatz: IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. b G v. 18.7.2016 I 1710 mWv 1.8.2016
§ 26 Abs. 2a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 10 Buchst. b G v. 10.12.2001 I 3443 mWv 1.1.2003
§ 26 Abs. 2a Satz 1 Nr. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. c G v. 18.7.2016 I 1710 mWv 1.8.2016
§ 26 Abs. 2a Satz 2: IdF d. Art. 2 Nr. 15 G v. 20.12.2011 I 2854 mWv 1.4.2012
§ 26 Abs. 2b: IdF d. Art. 3 Nr. 5 G v. 21.12.2015 I 2424 mWv 1.1.2017
§ 26 Abs. 3 Satz 3: Eingef. durch Art. 1 Nr. 10 Buchst. c DBuchst. aa G v. 10.12.2001 I 3443 mWv 1.1.2003
§ 26 Abs. 3 Satz 4: Früher Satz 3 gem. Art. 1 Nr. 10 Buchst. c DBuchst. aa G v. 10.12.2001 I 3443 mWv 1.1.2003; idF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. d G v. 18.7.2016 I 1710 mWv 1.8.2016
§ 26 Abs. 3 Satz 5: Eingef. durch Art. 1 Nr. 10 Buchst. c DBuchst. bb G v. 10.12.2001 I 3443 mWv 1.1.2003; idF d. Art. 4 Nr. 1 Buchst. b DBuchst. aa G v. 28.5.2008 I 874 mWv 1.7.2008
§ 26 Abs. 3 Satz 6: Eingef. durch Art. 4 Nr. 1 Buchst. b DBuchst. bb G v. 28.5.2008 I 874 mWv 1.7.2008
§ 26 Abs. 4: Aufgeh. durch Art. 1 Nr. 17 Buchst. b G v. 23.12.2003 I 2848 mWv 1.2.2006

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§ 26 SGB 3, vom 23.12.2016, gültig ab 01.01.2018 bis 31.12.2018
§ 26 SGB 3, vom 21.12.2015, gültig ab 01.01.2017 bis (gegenstandslos)
§ 26 SGB 3, vom 18.07.2016, gültig ab 01.01.2017 bis 31.12.2017
§ 26 SGB 3, vom 18.07.2016, gültig ab 01.08.2016 bis 31.12.2016
§ 26 SGB 3, vom 16.07.2015, gültig ab 23.07.2015 bis 31.07.2016
§ 26 SGB 3, vom 23.12.2014, gültig ab 01.01.2015 bis 22.07.2015
§ 26 SGB 3, vom 08.04.2013, gültig ab 13.04.2013 bis 31.12.2014
§ 26 SGB 3, vom 21.07.2012, gültig ab 01.08.2012 bis 12.04.2013
§ 26 SGB 3, vom 20.12.2011, gültig ab 01.04.2012 bis 31.07.2012
§ 26 SGB 3, vom 31.07.2008, gültig ab 09.08.2008 bis 31.03.2012
§ 26 SGB 3, vom 28.05.2008, gültig ab 01.07.2008 bis 08.08.2008
§ 26 SGB 3, vom 23.12.2003, gültig ab 01.02.2006 bis (gegenstandslos)
§ 26 SGB 3, vom 19.11.2004, gültig ab 01.02.2006 bis (gegenstandslos)
§ 26 SGB 3, vom 22.04.2005, gültig ab 01.02.2006 bis 30.06.2008
§ 26 SGB 3, vom 22.04.2005, gültig ab 30.04.2005 bis 31.01.2006
§ 26 SGB 3, vom 19.11.2004, gültig ab 01.01.2004 bis 29.04.2005
§ 26 SGB 3, vom 10.12.2001, gültig ab 01.01.2003 bis (gegenstandslos)
§ 26 SGB 3, vom 20.12.2001, gültig ab 01.01.2003 bis 31.12.2003
§ 26 SGB 3, vom 20.12.2001, gültig ab 01.01.2002 bis 31.12.2002
§ 26 SGB 3, vom 19.06.2001, gültig ab 01.07.2001 bis 31.12.2001
§ 26 SGB 3, vom 22.12.1999, gültig ab 01.01.2000 bis 30.06.2001
§ 26 SGB 3, vom 24.03.1997, gültig ab 01.01.1998 bis (gegenstandslos)
§ 26 SGB 3, vom 16.12.1997, gültig ab 01.01.1998 bis 31.12.1999

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