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Vorschrift
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Normgeber:Oberfinanzdirektion Karlsruhe
Aktenzeichen:S 7221
Fassung vom:03.08.2009
Gültig ab:03.08.2009
Quelle:juris Logo
Normen:Anlage 2 Nr 32 UStG, Anlage 2 Nr 33 UStG, § 12 Abs 2 Nr 1 UStG, Anlage 2 Nr 11 UStG
Karteifundstellen:USt-Kartei BW § 12 Abs 2 Nr 1 UStG S 7221 Karte 5
Zitiervorschlag:Oberfinanzdirektion Karlsruhe, 03.08.2009, S 7221, FMNR2f4070009 Zitiervorschlag

Umsatzsteuersatz für die Lieferung von Maische aus Weintrauben und anderen Früchten





Zum Umsatzsteuersatz für die Lieferung von Traubenmaische (Position 0806 des Zolltarifs) und von Maische von Früchten der Position 0809 des Zolltarifs (z.B. Kirschenmaische) gilt Folgendes:



1.
Lieferungen im Rahmen der Regelbesteuerung


Unvergorene und in natürlicher Gärung befindliche Maische von Früchten fallen als „Früchte, frisch“ bzw. „Maischen aus Früchten, frisch“ unter die steuersatzbegünstigten Positionen 0806 und 0809 des Zolltarifs (Nr. 11 der Anlage 2 zum UStG ). Nicht mehr in natürlicher Gärung befindliche Maischen (Maischen mit Beigabe von Reinzuchthefen, Gärsalzen und Säuren), fallen als Zubereitungen von Früchten oder als Lebensmittelzubereitungen unter die gleichfalls steuersatzbegünstigten Positionen 2008 und 2106 des Zolltarifs (Nr. 32 und 33 der Anlage 2 zum UStG ). Zur Herstellung von Fruchtsaft, Trinkmost, Likör, Wein bestimmte Maische unterliegt grundsätzlich dem ermäßigten Steuersatz (BMF-Schreiben vom 05.08.2004, BStBl I, 638, Tz. 52 Nr. 6 und 9 sowie Tz. 116 Nr. 6g ). Nach ihrer Beschaffenheit sind solche „Maischezubereitungen“ nicht für den Gebrauch als Getränk bestimmt und können auf diese Weise von den nicht begünstigten Getränken des Kapitels 22 Zolltarif unterschieden werden.



2.
Lieferungen im Rahmen der Durchschnittssatzbesteuerung


Alkoholfreie unvergorene Maische von Früchten ist ein Erzeugnis i.S. des § 24 Abs. 1 Nr. 3 UStG (Durchschnittssatz 10,7% = Zahllast 0%). Vergorene Maische von Früchten ist unabhängig von der zolltariflichen Einordnung eine alkoholische Flüssigkeit i.S. des § 24 Abs. 1 Nr. 2 UStG (Durchschnittssatz 19% = Zahllast 8,3% - BFH-Urteil vom 12.03.2008, XI R 65/06, BStBl II, 532). Wird „Maische“ ausnahmsweise als Getränk i.S. des Kapitels 22 Zolltarif geliefert, ist ebenfalls § 24 Abs. 1 Nr. 2 UStG anzuwenden.



Anwendende Verweise ausblendenAnwendende Verweise

UStG 1980 § 24 Abs 1 (Zitierung)
VV DEU BMF 2004-08-05 IV B 7-S 7220-46/04 Nr 11 (Anwendung)
VV DEU BMF 2004-08-05 IV B 7-S 7220-46/04 Nr 33 (Anwendung)

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