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Amtliche Abkürzung:UStG
Fassung vom:11.12.2018 Fassungen
Gültig ab:01.01.2019
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 611-10-14
Umsatzsteuergesetz
 
§ 14 Ausstellung von Rechnungen
(1) Rechnung ist jedes Dokument, mit dem über eine Lieferung oder sonstige Leistung abgerechnet wird, gleichgültig, wie dieses Dokument im Geschäftsverkehr bezeichnet wird. Die Echtheit der Herkunft der Rechnung, die Unversehrtheit ihres Inhalts und ihre Lesbarkeit müssen gewährleistet werden. Echtheit der Herkunft bedeutet die Sicherheit der Identität des Rechnungsausstellers. Unversehrtheit des Inhalts bedeutet, dass die nach diesem Gesetz erforderlichen Angaben nicht geändert wurden. Jeder Unternehmer legt fest, in welcher Weise die Echtheit der Herkunft, die Unversehrtheit des Inhalts und die Lesbarkeit der Rechnung gewährleistet werden. Dies kann durch jegliche innerbetriebliche Kontrollverfahren erreicht werden, die einen verlässlichen Prüfpfad zwischen Rechnung und Leistung schaffen können. Rechnungen sind auf Papier oder vorbehaltlich der Zustimmung des Empfängers elektronisch zu übermitteln. Eine elektronische Rechnung ist eine Rechnung, die in einem elektronischen Format ausgestellt und empfangen wird.
(2) Führt der Unternehmer eine Lieferung oder eine sonstige Leistung nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 aus, gilt Folgendes:
1.
führt der Unternehmer eine steuerpflichtige Werklieferung (§ 3 Abs. 4 Satz 1) oder sonstige Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück aus, ist er verpflichtet, innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung der Leistung eine Rechnung auszustellen;
2.
führt der Unternehmer eine andere als die in Nummer 1 genannte Leistung aus, ist er berechtigt, eine Rechnung auszustellen. Soweit er einen Umsatz an einen anderen Unternehmer für dessen Unternehmen oder an eine juristische Person, die nicht Unternehmer ist, ausführt, ist er verpflichtet, innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung der Leistung eine Rechnung auszustellen. Eine Verpflichtung zur Ausstellung einer Rechnung besteht nicht, wenn der Umsatz nach § 4 Nr. 8 bis 28 steuerfrei ist. § 14a bleibt unberührt.
Unbeschadet der Verpflichtungen nach Satz 1 Nr. 1 und 2 Satz 2 kann eine Rechnung von einem in Satz 1 Nr. 2 bezeichneten Leistungsempfänger für eine Lieferung oder sonstige Leistung des Unternehmers ausgestellt werden, sofern dies vorher vereinbart wurde (Gutschrift). Die Gutschrift verliert die Wirkung einer Rechnung, sobald der Empfänger der Gutschrift dem ihm übermittelten Dokument widerspricht. Eine Rechnung kann im Namen und für Rechnung des Unternehmers oder eines in Satz 1 Nr. 2 bezeichneten Leistungsempfängers von einem Dritten ausgestellt werden.
(3) Unbeschadet anderer nach Absatz 1 zulässiger Verfahren gelten bei einer elektronischen Rechnung die Echtheit der Herkunft und die Unversehrtheit des Inhalts als gewährleistet durch
1.
eine qualifizierte elektronische Signatur oder
2.
elektronischen Datenaustausch (EDI) nach Artikel 2 der Empfehlung 94/820/EG der Kommission vom 19. Oktober 1994 über die rechtlichen Aspekte des elektronischen Datenaustausches (ABl. L 338 vom 28.12.1994, S. 98), wenn in der Vereinbarung über diesen Datenaustausch der Einsatz von Verfahren vorgesehen ist, die die Echtheit der Herkunft und die Unversehrtheit der Daten gewährleisten.
(4) Eine Rechnung muss folgende Angaben enthalten:
1.
den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers,
2.
die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,
3.
das Ausstellungsdatum,
4.
eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer),
5.
die Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung,
6.
den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung; in den Fällen des Absatzes 5 Satz 1 den Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts oder eines Teils des Entgelts, sofern der Zeitpunkt der Vereinnahmung feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt,
7.
das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung (§ 10) sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist,
8.
den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt,
9.
in den Fällen des § 14b Abs. 1 Satz 5 einen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers und
10.
in den Fällen der Ausstellung der Rechnung durch den Leistungsempfänger oder durch einen von ihm beauftragten Dritten gemäß Absatz 2 Satz 2 die Angabe „Gutschrift”.
In den Fällen des § 10 Abs. 5 sind die Nummern 7 und 8 mit der Maßgabe anzuwenden, dass die Bemessungsgrundlage für die Leistung (§ 10 Abs. 4) und der darauf entfallende Steuerbetrag anzugeben sind. Unternehmer, die § 24 Abs. 1 bis 3 anwenden, sind jedoch auch in diesen Fällen nur zur Angabe des Entgelts und des darauf entfallenden Steuerbetrags berechtigt.
(5) Vereinnahmt der Unternehmer das Entgelt oder einen Teil des Entgelts für eine noch nicht ausgeführte Lieferung oder sonstige Leistung, gelten die Absätze 1 bis 4 sinngemäß. Wird eine Endrechnung erteilt, sind in ihr die vor Ausführung der Lieferung oder sonstigen Leistung vereinnahmten Teilentgelte und die auf sie entfallenden Steuerbeträge abzusetzen, wenn über die Teilentgelte Rechnungen im Sinne der Absätze 1 bis 4 ausgestellt worden sind.
(6) Das Bundesministerium der Finanzen kann mit Zustimmung des Bundesrates zur Vereinfachung des Besteuerungsverfahrens durch Rechtsverordnung bestimmen, in welchen Fällen und unter welchen Voraussetzungen
1.
Dokumente als Rechnungen anerkannt werden können,
2.
die nach Absatz 4 erforderlichen Angaben in mehreren Dokumenten enthalten sein können,
3.
Rechnungen bestimmte Angaben nach Absatz 4 nicht enthalten müssen,
4.
eine Verpflichtung des Unternehmers zur Ausstellung von Rechnungen mit gesondertem Steuerausweis (Absatz 4) entfällt oder
5.
Rechnungen berichtigt werden können.
(7) Führt der Unternehmer einen Umsatz im Inland aus, für den der Leistungsempfänger die Steuer nach § 13b schuldet, und hat der Unternehmer im Inland weder seinen Sitz noch seine Geschäftsleitung, eine Betriebsstätte, von der aus der Umsatz ausgeführt wird oder die an der Erbringung dieses Umsatzes beteiligt ist, oder in Ermangelung eines Sitzes seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland, so gelten abweichend von den Absätzen 1 bis 6 für die Rechnungserteilung die Vorschriften des Mitgliedstaats, in dem der Unternehmer seinen Sitz, seine Geschäftsleitung, eine Betriebsstätte, von der aus der Umsatz ausgeführt wird, oder in Ermangelung eines Sitzes seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat. Satz 1 gilt nicht, wenn eine Gutschrift gemäß Absatz 2 Satz 2 vereinbart worden ist. Nimmt der Unternehmer in einem anderen Mitgliedstaat an einem der besonderen Besteuerungsverfahren entsprechend Titel XII Kapitel 6 der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (ABl. L 347 vom 11.12.2006, S. 1) in der jeweils gültigen Fassung teil, so gelten für die in den besonderen Besteuerungsverfahren zu erklärenden Umsätze abweichend von den Absätzen 1 bis 6 für die Rechnungserteilung die Vorschriften des Mitgliedstaates, in dem der Unternehmer seine Teilnahme anzeigt.

Fußnoten ausblendenFußnoten

(+++ § 14 Abs. 1 und 3: Zur Anwendung vgl. § 27 Abs. 18 +++)
(+++ § 14 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, Abs. 3 Nr. 2: Zur Anwendung vgl. § 27 Abs. 15 +++)
(+++ § 14 Abs. 7 Satz 3: Zur Anwendung vgl. § 27 Abs. 24 Satz 1 +++)
§ 14: Neugefasst durch Bek. v. 21.2.2005 I 386
§ 14 Abs. 1: IdF d. Art. 5 Nr. 1 Buchst. a G v. 1.11.2011 I 2131 mWv 1.7.2011
§ 14 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2: IdF d. Art. 8 Nr. 1 Buchst. a G v. 20.12.2008 I 2850 mWv 1.1.2009
§ 14 Abs. 3: IdF d. Art. 5 Nr. 1 Buchst. b G v. 1.11.2011 I 2131 mWv 1.7.2011
§ 14 Abs. 3 Nr. 1: IdF d. Art. 11 Abs. 35 G v. 18.7.2017 I 2745 mWv 29.7.2017
§ 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2: IdF d. Art. 4 Abs. 31 Nr. 3 G v. 22.9.2005 I 2809 mWv 1.1.2006
§ 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 6: IdF d. Art. 7 Nr. 7 G v. 13.12.2006 I 2878 mWv 19.12.2006
§ 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 8: IdF d. Art. 10 Nr. 7 Buchst. a DBuchst. aa G v. 26.6.2013 I 1809 mWv 30.6.2013
§ 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 9: IdF d. Art. 10 Nr. 7 Buchst. a DBuchst. bb G v. 26.6.2013 I 1809 mWv 30.6.2013
§ 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 10: Eingef. durch Art. 10 Nr. 7 Buchst. a DBuchst. cc G v. 26.6.2013 I 1809 mWv 30.6.2013
§ 14 Abs. 7: Eingef. durch Art. 10 Nr. 7 Buchst. b G v. 26.6.2013 I 1809 mWv 30.6.2013
§ 14 Abs. 7 Satz 3: Eingef. durch Art. 9 Nr. 5 G v. 11.12.2018 I 2338 mWv 1.1.2019

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§ 14 UStG wird von folgenden Dokumenten zitiert ausblenden§ 14 UStG wird von folgenden Dokumenten zitiert

§ 27 UStG, gültig ab 01.01.2019
§ 17a UStDV, gültig ab 20.07.2017
§ 4a UStG, gültig ab 01.01.2016
§ 27 UStG, gültig ab 01.01.2016 bis 31.12.2018
§ 27 UStG, gültig ab 01.01.2015 bis 31.12.2015
§ 17a UStDV, gültig ab 30.12.2014 bis 19.07.2017
§ 27 UStG, gültig ab 01.10.2014 bis 31.12.2014
§ 27 UStG, gültig ab 31.07.2014 bis 30.09.2014
§ 14a UStG, gültig ab 31.07.2014
§ 26a UStG, gültig ab 31.07.2014
§ 17a UStDV, gültig ab 01.10.2013 bis 29.12.2014
§ 15 UStG, gültig ab 30.06.2013
§ 26 UStG, gültig ab 30.06.2013
§ 14a UStG, gültig ab 30.06.2013 bis 30.07.2014
§ 26b UStG, gültig ab 30.06.2013
§ 17a UStDV, gültig ab 01.01.2012 bis 30.09.2013
§ 27 UStG, gültig ab 01.07.2011 bis 30.07.2014
§ 27b UStG, gültig ab 01.07.2011
§ 14b UStG, gültig ab 01.07.2011
§ 15 UStG, gültig ab 01.01.2011 bis 29.06.2013
§ 27 UStG, gültig ab 01.01.2011 bis 30.06.2011
§ 1 UStErstV, gültig ab 01.07.2010
§ 15 UStG, gültig ab 01.07.2010 bis 31.12.2010
§ 19 UStG, gültig ab 01.07.2010
§ 27 UStG, gültig ab 01.07.2010 bis 31.12.2010
§ 14a UStG, gültig ab 01.07.2010 bis 29.06.2013
§ 26a UStG, gültig ab 01.07.2010 bis 30.07.2014
§ 14b UStG, gültig ab 01.07.2010 bis 30.06.2011
Inhaltsübersicht UStDV, gültig ab 01.01.2010
§ 15 UStG, gültig ab 01.01.2010 bis 30.06.2010
§ 27 UStG, gültig ab 01.01.2010 bis (gegenstandslos)
§ 27 UStG, gültig ab 01.01.2010 bis 30.06.2010
§ 14a UStG, gültig ab 01.01.2010 bis 30.06.2010
§ 26a UStG, gültig ab 01.01.2010 bis 30.06.2010
§ 27 UStG, gültig ab 01.01.2009 bis 31.12.2009
§ 14b UStG, gültig ab 25.12.2008 bis 30.06.2010
§ 54d UrhG, gültig ab 01.01.2008
§ 27 UStG, gültig ab 01.01.2008 bis 31.12.2008
§ 24 UStG, gültig ab 29.12.2007
§ 24 UStG, gültig ab 01.01.2007 bis 28.12.2007
§ 27 UStG, gültig ab 01.01.2007 bis (gegenstandslos)
§ 27 UStG, gültig ab 01.01.2007 bis 31.12.2007
§ 15 UStG, gültig ab 19.12.2006 bis 31.12.2009
§ 27 UStG, gültig ab 19.12.2006 bis 31.12.2006
§ 27 UStG, gültig ab 01.07.2006 bis 18.12.2006
§ 2 EuSchulVorRV 1985, gültig ab 01.01.2006
§ 31 UStDV, gültig ab 01.01.2005
§ 34 UStDV, gültig ab 01.01.2005
Inhaltsübersicht UStDV, gültig ab 01.01.2005 bis 31.12.2009
§ 17a UStDV, gültig ab 01.01.2005 bis 31.12.2011
Dies sind die aktuellsten 50 zitierenden Gesetze

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