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Amtliche Abkürzung:BGB
Fassung vom:06.06.2017 Fassungen
Gültig ab:10.06.2017
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 400-2
Bürgerliches Gesetzbuch
 
§ 506 Zahlungsaufschub, sonstige Finanzierungshilfe
(1) Die für Allgemein-Verbraucherdarlehensverträge geltenden Vorschriften der §§ 358 bis 360 und 491a bis 502 sowie 505a bis 505e sind mit Ausnahme des § 492 Abs. 4 und vorbehaltlich der Absätze 3 und 4 auf Verträge entsprechend anzuwenden, durch die ein Unternehmer einem Verbraucher einen entgeltlichen Zahlungsaufschub oder eine sonstige entgeltliche Finanzierungshilfe gewährt. Bezieht sich der entgeltliche Zahlungsaufschub oder die sonstige entgeltliche Finanzierungshilfe auf den Erwerb oder die Erhaltung des Eigentumsrechts an Grundstücken, an bestehenden oder zu errichtenden Gebäuden oder auf den Erwerb oder die Erhaltung von grundstücksgleichen Rechten oder ist der Anspruch des Unternehmers durch ein Grundpfandrecht oder eine Reallast besichert, so sind die für Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträge geltenden, in Satz 1 genannten Vorschriften sowie § 503 entsprechend anwendbar. Ein unentgeltlicher Zahlungsaufschub gilt als entgeltlicher Zahlungsaufschub gemäß Satz 2, wenn er davon abhängig gemacht wird, dass die Forderung durch ein Grundpfandrecht oder eine Reallast besichert wird.
(2) Verträge zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher über die entgeltliche Nutzung eines Gegenstandes gelten als entgeltliche Finanzierungshilfe, wenn vereinbart ist, dass
1.
der Verbraucher zum Erwerb des Gegenstandes verpflichtet ist,
2.
der Unternehmer vom Verbraucher den Erwerb des Gegenstandes verlangen kann oder
3.
der Verbraucher bei Beendigung des Vertrags für einen bestimmten Wert des Gegenstandes einzustehen hat.
Auf Verträge gemäß Satz 1 Nr. 3 sind § 500 Abs. 2 und § 502 nicht anzuwenden.
(3) Für Verträge, die die Lieferung einer bestimmten Sache oder die Erbringung einer bestimmten anderen Leistung gegen Teilzahlungen zum Gegenstand haben (Teilzahlungsgeschäfte), gelten vorbehaltlich des Absatzes 4 zusätzlich die in den §§ 507 und 508 geregelten Besonderheiten.
(4) Die Vorschriften dieses Untertitels sind in dem in § 491 Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 bis 5, Absatz 3 Satz 2 und Absatz 4 bestimmten Umfang nicht anzuwenden. Soweit nach der Vertragsart ein Nettodarlehensbetrag (§ 491 Absatz 2 Satz 2 Nummer 1) nicht vorhanden ist, tritt an seine Stelle der Barzahlungspreis oder, wenn der Unternehmer den Gegenstand für den Verbraucher erworben hat, der Anschaffungspreis.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 506: Früher § 499 gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 30 G v. 29.7.2009 I 2355 mWv 11.6.2010
§ 506 Abs. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 22 G v. 20.9.2013 I 3642 mWv 13.6.2014
§ 506 Abs. 1 Satz 1: Früher Abs. 1 einziger Text gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 29 Buchst. a DBuchst. aa u. bb G v. 11.3.2016 I 396 mWv 21.3.2016 u. d. Art. 6 Nr. 5 G v. 6.6.2017 I 1495 mWv 10.6.2017
§ 506 Abs. 1 Satz 2 u. 3: Eingef. durch Art. 1 Nr. 29 Buchst. a DBuchst. bb G v. 11.3.2016 I 396 mWv 21.3.2016
§ 506 Abs. 4 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 29 Buchst. b DBuchst. aa G v. 11.3.2016 I 396 mWv 21.3.2016
§ 506 Abs. 4 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 29 Buchst. b DBuchst. bb G v. 11.3.2016 I 396 mWv 21.3.2016

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