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juris-Abkürzung:BWahlG
Fassung vom:12.07.2012 Fassungen
Gültig ab:19.07.2012
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 111-1
Bundeswahlgesetz
 
§ 18 Wahlvorschlagsrecht, Beteiligungsanzeige
(1) Wahlvorschläge können von Parteien und nach Maßgabe des § 20 von Wahlberechtigten eingereicht werden.
(2) Parteien, die im Deutschen Bundestag oder einem Landtag seit deren letzter Wahl nicht auf Grund eigener Wahlvorschläge ununterbrochen mit mindestens fünf Abgeordneten vertreten waren, können als solche einen Wahlvorschlag nur einreichen, wenn sie spätestens am siebenundneunzigsten Tage vor der Wahl bis 18 Uhr dem Bundeswahlleiter ihre Beteiligung an der Wahl schriftlich angezeigt haben und der Bundeswahlausschuß ihre Parteieigenschaft festgestellt hat. In der Anzeige ist anzugeben, unter welchem Namen sich die Partei an der Wahl beteiligen will. Die Anzeige muß von mindestens drei Mitgliedern des Bundesvorstandes, darunter dem Vorsitzenden oder seinem Stellvertreter, persönlich und handschriftlich unterzeichnet sein. Hat eine Partei keinen Bundesvorstand, so tritt der Vorstand der jeweils obersten Parteiorganisation an die Stelle des Bundesvorstandes. Die schriftliche Satzung und das schriftliche Programm der Partei sowie ein Nachweis über die satzungsgemäße Bestellung des Vorstandes sind der Anzeige beizufügen. Der Anzeige sollen Nachweise über die Parteieigenschaft nach § 2 Absatz 1 Satz 1 des Parteiengesetzes beigefügt werden.
(3) Der Bundeswahlleiter hat die Anzeige nach Absatz 2 unverzüglich nach Eingang zu prüfen. Stellt er Mängel fest, so benachrichtigt er sofort den Vorstand und fordert ihn auf, behebbare Mängel zu beseitigen. Nach Ablauf der Anzeigefrist können nur noch Mängel an sich gültiger Anzeigen behoben werden. Eine gültige Anzeige liegt nicht vor, wenn
1.
die Form oder Frist des Absatzes 2 nicht gewahrt ist,
2.
die Parteibezeichnung fehlt,
3.
die nach Absatz 2 erforderlichen gültigen Unterschriften und die der Anzeige beizufügenden Anlagen fehlen, es sei denn, diese Anlagen können infolge von Umständen, die die Partei nicht zu vertreten hat, nicht rechtzeitig vorgelegt werden,
4.
die Vorstandsmitglieder mangelhaft bezeichnet sind, so daß ihre Person nicht feststeht.
Nach der Entscheidung über die Feststellung der Parteieigenschaft ist jede Mängelbeseitigung ausgeschlossen. Gegen Verfügungen des Bundeswahlleiters im Mängelbeseitigungsverfahren kann der Vorstand den Bundeswahlausschuß anrufen.
(4) Der Bundeswahlausschuß stellt spätestens am neunundsiebzigsten Tage vor der Wahl für alle Wahlorgane verbindlich fest,
1.
welche Parteien im Deutschen Bundestag oder in einem Landtag seit deren letzter Wahl auf Grund eigener Wahlvorschläge ununterbrochen mit mindestens fünf Abgeordneten vertreten waren,
2.
welche Vereinigungen, die nach Absatz 2 ihre Beteiligung angezeigt haben, für die Wahl als Parteien anzuerkennen sind; für die Ablehnung der Anerkennung als Partei für die Wahl ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.
Die Feststellung ist vom Bundeswahlleiter in der Sitzung des Bundeswahlausschusses bekannt zu geben. Sie ist öffentlich bekannt zu machen.
(4a) Gegen eine Feststellung nach Absatz 4, die sie an der Einreichung von Wahlvorschlägen hindert, kann eine Partei oder Vereinigung binnen vier Tagen nach Bekanntgabe Beschwerde zum Bundesverfassungsgericht erheben. In diesem Fall ist die Partei oder Vereinigung von den Wahlorganen bis zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, längstens bis zum Ablauf des neunundfünfzigsten Tages vor der Wahl wie eine wahlvorschlagsberechtigte Partei zu behandeln.
(5) Eine Partei kann in jedem Wahlkreis nur einen Kreiswahlvorschlag und in jedem Land nur eine Landesliste einreichen.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 18 Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. a DBuchst. aa G v. 12.7.2012 I 1501 mWv 19.7.2012
§ 18 Abs. 2 Satz 6: Eingef. durch Art. 1 Nr. 2 Buchst. a DBuchst. bb G v. 12.7.2012 I 1501 mWv 19.7.2012
§ 18 Abs. 4 Satz 1 Eingangssatz: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. aa G v. 12.7.2012 I 1501 mWv 19.7.2012
§ 18 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. bb G v. 12.7.2012 I 1501 mWv 19.7.2012
§ 18 Abs. 4 Satz 3 u. 4: Eingef. durch Art. 1 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. cc G v. 12.7.2012 I 1501 mWv 19.7.2012
§ 18 Abs. 4a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 2 Buchst. c G v. 12.7.2012 I 1501 mWv 19.7.2012

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Anlage 1 BWO, gültig ab 01.07.2019
§ 49b BWahlG, gültig ab 14.07.2018
Inhaltsübersicht BWO, gültig ab 31.03.2017
Anlage 1 BWO, gültig ab 31.03.2017 bis 30.06.2019
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§ 32 BWO, gültig ab 18.05.2013
§ 33 BWO, gültig ab 18.05.2013
§ 39 BWO, gültig ab 18.05.2013
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§ 33 BWO, gültig ab 11.12.2008 bis 17.05.2013
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Anlage 13 BWO, gültig ab 01.04.2008
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§ 49b BWahlG, gültig ab 18.09.2005 bis 13.07.2018
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Anlage 13 BWO, gültig ab 21.02.2002 bis (gegenstandslos)
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Anlage 20 BWO, gültig ab 21.02.2002 bis 31.03.2008
§ 20 BWahlG, gültig ab 05.05.2001
§ 27 BWahlG, gültig ab 05.05.2001
§ 52 BWahlG, gültig ab 05.05.2001 bis 20.03.2008
§ 49b BWahlG, gültig ab 01.01.1994 bis 17.09.2005
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§ 33 BWO, gültig ab 23.12.1993 bis 20.02.2002
§ 39 BWO, gültig ab 23.12.1993 bis 20.02.2002
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§ 52 BWahlG, gültig ab 28.07.1993 bis (gegenstandslos)
§ 52 BWahlG, gültig ab 28.07.1993 bis 04.05.2001
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