Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Suche

Erweiterte Suche Tipps und Tricks

Alle Dokumente

Suchmaske und Trefferliste maximieren
 


Hinweis

Dokument

  in html speichern drucken pdf Dokument Ansicht maximierenDokumentansicht maximieren
Einzelnorm
Aktuelle GesamtausgabeGesamtausgaben-Liste
Blättern zur vorhergehenden Norm Blättern im Gesetz Blättern zur nachfolgenden Norm
Amtliche Abkürzung:AO
Fassung vom:17.07.2017 Fassungen
Gültig ab:25.05.2018
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 610-1-3
Abgabenordnung
 
§ 139b Identifikationsnummer
(1) Eine natürliche Person darf nicht mehr als eine Identifikationsnummer erhalten. Jede Identifikationsnummer darf nur einmal vergeben werden.
(2) Die Finanzbehörden dürfen die Identifikationsnummer verarbeiten, wenn die Verarbeitung zur Erfüllung der ihnen obliegenden Aufgaben erforderlich ist oder eine Rechtsvorschrift die Verarbeitung der Identifikationsnummer ausdrücklich erlaubt oder anordnet. Andere öffentliche oder nicht-öffentliche Stellen dürfen ohne Einwilligung der betroffenen Person
1.
die Identifikationsnummer nur verarbeiten, soweit dies für Datenübermittlungen zwischen ihnen und den Finanzbehörden erforderlich ist oder eine Rechtsvorschrift die Verarbeitung der Identifikationsnummer ausdrücklich erlaubt oder anordnet,
2.
ihre Dateisysteme nur insoweit nach der Identifikationsnummer ordnen oder für den Zugriff erschließen, als dies für regelmäßige Datenübermittlungen zwischen ihnen und den Finanzbehörden erforderlich ist,
3.
eine rechtmäßig erhobene Identifikationsnummer eines Steuerpflichtigen zur Erfüllung aller Mitteilungspflichten gegenüber Finanzbehörden verwenden, soweit die Mitteilungspflicht denselben Steuerpflichtigen betrifft und die Verarbeitung nach Nummer 1 zulässig wäre,
4.
eine durch ein verbundenes Unternehmen im Sinne des § 15 des Aktiengesetzes oder ein Unternehmen einer kreditwirtschaftlichen Verbundgruppe rechtmäßig erhobene Identifikationsnummer eines Steuerpflichtigen zur Erfüllung aller steuerlichen Mitwirkungspflichten verwenden, soweit die Mitwirkungspflicht denselben Steuerpflichtigen betrifft und die verwendende Stelle zum selben Unternehmensverbund wie die Stelle gehört, die die Identifikationsnummer erhoben hat und die Verarbeitung nach Nummer 1 zulässig wäre.
(3) Das Bundeszentralamt für Steuern speichert zu natürlichen Personen folgende Daten:
1.
Identifikationsnummer,
2.
Wirtschafts-Identifikationsnummern,
3.
Familienname,
4.
frühere Namen,
5.
Vornamen,
6.
Doktorgrad,
7.
(weggefallen),
8.
Tag und Ort der Geburt,
9.
Geschlecht,
10.
gegenwärtige oder letzte bekannte Anschrift,
11.
zuständige Finanzbehörden,
12.
Auskunftssperren nach dem Bundesmeldegesetz,
13.
Sterbetag,
14.
Tag des Ein- und Auszugs.
(4) Die in Absatz 3 aufgeführten Daten werden gespeichert, um
1.
sicherzustellen, dass eine Person nur eine Identifikationsnummer erhält und eine Identifikationsnummer nicht mehrfach vergeben wird,
2.
die Identifikationsnummer eines Steuerpflichtigen festzustellen,
3.
zu erkennen, welche Finanzbehörden für einen Steuerpflichtigen zuständig sind,
4.
Daten, die auf Grund eines Gesetzes oder nach über- und zwischenstaatlichem Recht entgegenzunehmen sind, an die zuständigen Stellen weiterleiten zu können,
5.
den Finanzbehörden die Erfüllung der ihnen durch Rechtsvorschrift zugewiesenen Aufgaben zu ermöglichen.
(5) Die in Absatz 3 aufgeführten Daten dürfen nur für die in Absatz 4 genannten Zwecke verarbeitet werden. Auskunftssperren nach dem Bundesmeldegesetz sind zu beachten und im Fall einer zulässigen Datenübermittlung ebenfalls zu übermitteln. Der Dritte, an den die Daten übermittelt werden, hat die Übermittlungssperren ebenfalls zu beachten.
(6) Zum Zwecke der erstmaligen Zuteilung der Identifikationsnummer übermitteln die Meldebehörden dem Bundeszentralamt für Steuern für jeden in ihrem Zuständigkeitsbereich mit alleiniger Wohnung oder Hauptwohnung im Melderegister registrierten Einwohner folgende Daten:
1.
Familienname,
2.
frühere Namen,
3.
Vornamen,
4.
Doktorgrad,
5.
(weggefallen),
6.
Tag und Ort der Geburt,
7.
Geschlecht,
8.
gegenwärtige Anschrift der alleinigen Wohnung oder der Hauptwohnung,
9.
Tag des Ein- und Auszugs,
10.
Auskunftssperren nach dem Bundesmeldegesetz.
Hierzu haben die Meldebehörden jedem in ihrem Zuständigkeitsbereich mit alleiniger Wohnung oder Hauptwohnung registrierten Einwohner ein Vorläufiges Bearbeitungsmerkmal zu vergeben. Dieses übermitteln sie zusammen mit den Daten nach Satz 1 an das Bundeszentralamt für Steuern. Das Bundeszentralamt für Steuern teilt der zuständigen Meldebehörde die dem Steuerpflichtigen zugeteilte Identifikationsnummer zur Speicherung im Melderegister unter Angabe des Vorläufigen Bearbeitungsmerkmals mit und löscht das Vorläufige Bearbeitungsmerkmal anschließend.
(7) Die Meldebehörden haben im Falle der Speicherung einer Geburt im Melderegister sowie im Falle der Speicherung einer Person, für die bisher keine Identifikationsnummer zugeteilt worden ist, dem Bundeszentralamt für Steuern die Daten nach Absatz 6 Satz 1 zum Zwecke der Zuteilung der Identifikationsnummer zu übermitteln. Absatz 6 Satz 2 bis 5 gilt entsprechend.
(8) Die Meldebehörde teilt dem Bundeszentralamt für Steuern Änderungen der in Absatz 6 Satz 1 Nr. 1 bis 10 bezeichneten Daten sowie bei Sterbefällen den Sterbetag unter Angabe der Identifikationsnummer oder, sofern diese noch nicht zugeteilt wurde, unter Angabe des Vorläufigen Bearbeitungsmerkmals mit.
(9) Das Bundeszentralamt für Steuern unterrichtet die Meldebehörden, wenn ihm konkrete Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der ihm von den Meldebehörden übermittelten Daten vorliegen.

Fußnoten ausblendenFußnoten

3. UAbschn. (§§ 139a bis 139d): Eingef. durch Art. 8 Nr. 4 G v. 15.12.2003 I 2645 mWv 20.12.2003
§ 139b Abs. 2: IdF d. Art. 17 Nr. 20 Buchst. a G v. 17.7.2017 I 2541 mWv 25.5.2018
§ 139b Abs. 3 Eingangssatz: IdF d. Art. 4 Abs. 22 G v. 22.9.2005 I 2809 mWv 1.1.2006
§ 139b Abs. 3 Nr. 7: Aufgeh. durch Art. 8 G v. 20.7.2007 I 1566 mWv 1.11.2007
§ 139b Abs. 3 Nr. 11: IdF d. Art. 8 Nr. 4 Buchst. a G v. 9.12.2004 I 3310 mWv 16.12.2004
§ 139b Abs. 3 Nr. 12: Eingef. durch Art. 14 Nr. 4 Buchst. a DBuchst. aa G v. 20.12.2007 I 3150 mWv 29.12.2007; idF d. Art. 2 Abs. 10 G v. 3.5.2013 I 1084, dieser idF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b G v. 20.11.2014 I 1738 iVm Art. 4 G v. 3.5.2013 I 1084 idF d. Art. 1 Nr. 3 G v. 20.11.2014 I 1738 mWv 1.11.2015
§ 139b Abs. 3 Nr. 13: Früher Nr. 12 gemäß Art. 14 Nr. 4 Buchst. a DBuchst. bb G v. 20.12.2007 I 3150 mWv 29.12.2007; idF d. Art. 1 Nr. 4 Buchst. b DBuchst. aa G v. 22.12.2014 I 2417 mWv 31.12.2014
§ 139b Abs. 3 Nr. 14: Eingef. durch Art. 1 Nr. 4 Buchst. b DBuchst. bb G v. 22.12.2014 I 2417 mWv 31.12.2014
§ 139b Abs. 4 Nr. 3: IdF d. Art. 8 Nr. 4 Buchst. a G v. 9.12.2004 I 3310 mWv 16.12.2004
§ 139b Abs. 5 Satz 1: IdF d. Art. 17 Nr. 20 Buchst. b G v. 17.7.2017 I 2541 mWv 25.5.2018
§ 139b Abs. 5 Satz 2: Eingef. durch Art. 14 Nr. 4 Buchst. b G v. 20.12.2007 I 3150 mWv 29.12.2007; idF d. Art. 2 Abs. 10 G v. 3.5.2013 I 1084, dieser idF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b G v. 20.11.2014 I 1738 iVm Art. 4 G v. 3.5.2013 I 1084 idF d. Art. 1 Nr. 3 G v. 20.11.2014 I 1738 mWv 1.11.2015
§ 139b Abs. 5 Satz 3: Eingef. durch Art. 14 Nr. 4 Buchst. b G v. 20.12.2007 I 3150 mWv 29.12.2007
§ 139b Abs. 6: Früherer Satz 6 aufgeh. durch Art. 1 Nr. 4 Buchst. c G v. 22.12.2014 I 2417 mWv 31.12.2014
§ 139b Abs. 6 Satz 1: IdF d. Art. 4 Abs. 22 G v. 22.9.2005 I 2809 mWv 1.1.2006
§ 139b Abs. 6 Satz 1 Nr. 5: Aufgeh. durch Art. 8 G v. 20.7.2007 I 1566 mWv 1.11.2007
§ 139b Abs. 6 Satz 1 Nr. 8: IdF d. Art. 14 Nr. 4 Buchst. c DBuchst. aa G v. 20.12.2007 I 3150 mWv 29.12.2007
§ 139b Abs. 6 Satz 1 Nr. 9: Eingef. durch Art. 14 Nr. 4 Buchst. c DBuchst. aa G v. 20.12.2007 I 3150 mWv 29.12.2007
§ 139b Abs. 6 Satz 1 Nr. 10: Eingef. durch Art. 14 Nr. 4 Buchst. c DBuchst. aa G v. 20.12.2007 I 3150 mWv 29.12.2007; idF d. Art. 2 Abs. 10 G v. 3.5.2013 I 1084, dieser idF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b G v. 20.11.2014 I 1738 iVm Art. 4 G v. 3.5.2013 I 1084 idF d. Art. 1 Nr. 3 G v. 20.11.2014 I 1738 mWv 1.11.2015
§ 139b Abs. 6 Satz 2 bis 4 (früher Satz 2 bis 5): Früher Satz 2 u. 3 gem. u. idF d. Art. 10 Nr. 10 Buchst. a G v. 13.12.2006 I 2878 mWv 19.12.2006; früherer Satz 4 aufgeh., früherer Satz 5 jetzt Satz 4 gem. Art. 17 Nr. 20 Buchst. c G v. 17.7.2017 I 2541 mWv 25.5.2018
§ 139b Abs. 7 Satz 1: IdF d. Art. 4 Abs. 22 G v. 22.9.2005 I 2809 mWv 1.1.2006
§ 139b Abs. 7 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 4 Buchst. d G v. 22.12.2014 I 2417 mWv 31.12.2014
§ 139b Abs. 8: IdF d. Art. 4 Abs. 22 G v. 22.9.2005 I 2809 mWv 1.1.2006, d. Art. 10 Nr. 10 Buchst. c G v. 13.12.2006 I 2878 mWv 19.12.2006 u. d. Art. 14 Nr. 4 Buchst. e G v. 20.12.2007 I 3150 mWv 29.12.2007
§ 139b Abs. 9: Eingef. durch Art. 8 Nr. 4 Buchst. b G v. 9.12.2004 I 3310 mWv 16.12.2004; idF d. Art. 4 Abs. 22 G v. 22.9.2005 I 2809 mWv 1.1.2006

Weitere Fassungen dieser Norm ausblendenWeitere Fassungen dieser Norm

§ 139b AO wird von folgenden Dokumenten zitiert ausblenden§ 139b AO wird von folgenden Dokumenten zitiert

Dieses Gesetz wurde von 11 Normen geändert ausblendenDieses Gesetz wurde von 11 Normen geändert

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten:
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=BJNR006130976BJNE052711819&psml=bsbawueprod.psml&max=true

Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=AO+%C2%A7+139b&psml=bsbawueprod.psml&max=true


Blättern zur vorhergehenden Norm Blättern im Gesetz Blättern zur nachfolgenden Norm