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juris-Abkürzung:SGB 5
Fassung vom:11.12.2018 Fassungen
Gültig ab:01.01.2019
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 860-5
Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)
 
§ 11 Leistungsarten
(1) Versicherte haben nach den folgenden Vorschriften Anspruch auf Leistungen
1.
bei Schwangerschaft und Mutterschaft (§§ 24c bis 24i),
2.
zur Verhütung von Krankheiten und von deren Verschlimmerung sowie zur Empfängnisverhütung, bei Sterilisation und bei Schwangerschaftsabbruch (§§ 20 bis 24b),
3.
zur Erfassung von gesundheitlichen Risiken und Früherkennung von Krankheiten (§§ 25 und 26),
4.
zur Behandlung einer Krankheit (§§ 27 bis 52),
5.
des Persönlichen Budgets nach § 29 des Neunten Buches.
(2) Versicherte haben auch Anspruch auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation sowie auf unterhaltssichernde und andere ergänzende Leistungen, die notwendig sind, um eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern, auszugleichen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern. Leistungen der aktivierenden Pflege nach Eintritt von Pflegebedürftigkeit werden von den Pflegekassen erbracht. Die Leistungen nach Satz 1 werden unter Beachtung des Neunten Buches erbracht, soweit in diesem Buch nichts anderes bestimmt ist.
(3) Bei stationärer Behandlung umfassen die Leistungen auch die aus medizinischen Gründen notwendige Mitaufnahme einer Begleitperson des Versicherten oder bei stationärer Behandlung in einem Krankenhaus nach § 108 oder einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung nach § 107 Absatz 2 die Mitaufnahme einer Pflegekraft, soweit Versicherte ihre Pflege nach § 63b Absatz 6 Satz 1 des Zwölften Buches durch von ihnen beschäftigte besondere Pflegekräfte sicherstellen. Ist bei stationärer Behandlung die Anwesenheit einer Begleitperson aus medizinischen Gründen notwendig, eine Mitaufnahme in die stationäre Einrichtung jedoch nicht möglich, kann die Unterbringung der Begleitperson auch außerhalb des Krankenhauses oder der Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung erfolgen. Die Krankenkasse bestimmt nach den medizinischen Erfordernissen des Einzelfalls Art und Dauer der Leistungen für eine Unterbringung nach Satz 2 nach pflichtgemäßem Ermessen; die Kosten dieser Leistungen dürfen nicht höher sein als die für eine Mitaufnahme der Begleitperson in die stationäre Einrichtung nach Satz 1 anfallenden Kosten.
(4) Versicherte haben Anspruch auf ein Versorgungsmanagement insbesondere zur Lösung von Problemen beim Übergang in die verschiedenen Versorgungsbereiche; dies umfasst auch die fachärztliche Anschlussversorgung. Die betroffenen Leistungserbringer sorgen für eine sachgerechte Anschlussversorgung des Versicherten und übermitteln sich gegenseitig die erforderlichen Informationen. Sie sind zur Erfüllung dieser Aufgabe von den Krankenkassen zu unterstützen. In das Versorgungsmanagement sind die Pflegeeinrichtungen einzubeziehen; dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit Pflegeberatern und Pflegeberaterinnen nach § 7a des Elften Buches zu gewährleisten. Das Versorgungsmanagement und eine dazu erforderliche Übermittlung von Daten darf nur mit Einwilligung und nach vorheriger Information des Versicherten erfolgen. Soweit in Verträgen nach § 140a nicht bereits entsprechende Regelungen vereinbart sind, ist das Nähere im Rahmen von Verträgen mit sonstigen Leistungserbringern der gesetzlichen Krankenversicherung und mit Leistungserbringern nach dem Elften Buch sowie mit den Pflegekassen zu regeln.
(5) Auf Leistungen besteht kein Anspruch, wenn sie als Folge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung zu erbringen sind. Dies gilt auch in Fällen des § 12a des Siebten Buches.
(6) Die Krankenkasse kann in ihrer Satzung zusätzliche vom Gemeinsamen Bundesausschuss nicht ausgeschlossene Leistungen in der fachlich gebotenen Qualität im Bereich der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation (§§ 23, 40), der Leistungen von Hebammen bei Schwangerschaft und Mutterschaft (§ 24d), der künstlichen Befruchtung (§ 27a), der zahnärztlichen Behandlung ohne die Versorgung mit Zahnersatz (§ 28 Absatz 2), bei der Versorgung mit nicht verschreibungspflichtigen apothekenpflichtigen Arzneimitteln (§ 34 Absatz 1 Satz 1), mit Heilmitteln (§ 32) und Hilfsmitteln (§ 33), im Bereich der häuslichen Krankenpflege (§ 37) und der Haushaltshilfe (§ 38) sowie Leistungen von nicht zugelassenen Leistungserbringern vorsehen. Die Satzung muss insbesondere die Art, die Dauer und den Umfang der Leistung bestimmen; sie hat hinreichende Anforderungen an die Qualität der Leistungserbringung zu regeln. Die zusätzlichen Leistungen sind von den Krankenkassen in ihrer Rechnungslegung gesondert auszuweisen.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 11 Abs. 1: Früherer Satz 2 aufgeh., früherer Satz 1 jetzt einziger Text gem. Art. 1 Nr. 3 G v. 14.11.2003 I 2190 mWv 1.1.2004
§ 11 Abs. 1 Nr. 1: IdF d. Art. 3 Nr. 1 Buchst. a G v. 23.10.2012 I 2246 mWv 30.10.2012
§ 11 Abs. 1 Nr. 2 (früher Satz 1 Nr. 2): IdF d. Art. 4 Nr. 1 G v. 21.8.1995 I 1050 mWv 1.10.1995, d. Art. 2 Nr. 1 Buchst. b G v. 1.11.1996 I 1631 mWv 1.1.1997 u. d. Art. 1 Nr. 7 Buchst. a G v. 22.12.1999 I 2626 mWv 1.1.2000
§ 11 Abs. 1 Nr. 3: IdF d. Art. 1 Nr. 3 G v. 17.7.2015 I 1368 mWv 25.7.2015
§ 11 Abs. 1 Nr. 4 (früher Satz 1 Nr. 4): IdF d. Art. 4 Nr. 1 Buchst. a nach Maßgabe des Vierten Teils (Art. 36 bis 52) G v. 26.5.1994 I 1014 mWv 1.4.1995 u. d. Art. 4 Nr. 2 G v. 27.12.2003 I 3022 mWv 1.7.2004
§ 11 Abs. 1 Nr. 5: Eingef. durch Art. 4 Nr. 2 G v. 27.12.2003 I 3022 mWv 1.7.2004; idF d. Art. 6 Nr. 4 G v. 23.12.2016 I 3234 mWv 1.1.2018
§ 11 Abs. 1: Früherer Satz 1 Nr. 5 aufgeh. durch Art. 4 Nr. 1 Buchst. a nach Maßgabe des Vierten Teils (Art. 36 bis 52) G v. 26.5.1994 I 1014 mWv 1.4.1995
§ 11 Abs. 2: IdF d. Art 4 Nr. 1 Buchst. b nach Maßgabe des Vierten Teils (Art. 36 bis 52) G v. 26.5.1994 I 1014 mWv 1.4.1995
§ 11 Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art 1 Nr. 7 Buchst. b G v. 22.12.1999 I 2626 mWv 1.1.2000 u. d. Art. 5 Nr. 6 Buchst. a nach Maßgabe d. Art. 67 G v. 19.6.2001 I 1046 mWv 1.7.2001
§ 11 Abs. 2 Satz 3: Eingef. durch Art. 5 Nr. 6 Buchst. b nach Maßgabe d. Art. 67 G v. 19.6.2001 I 1046 mWv 1.7.2001
§ 11 Abs. 3 Satz 1 (früher Abs. 3): IdF d. Art. 1 G v. 30.7.2009 I 2495 mWv 5.8.2009, d. Art. 1 Nr. 1 G v. 20.12.2012 I 2789 mWv 28.12.2012 u. d. Art. 13 Nr. 1 G v. 23.12.2016 I 3191 mWv 1.1.2017; jetzt Satz 1 gem. Art. 7 Nr. 0 G v. 11.12.2018 I 2394 mWv 1.1.2019
§ 11 Abs. 3 Satz 2 u. 3: Eingef. durch Art. 7 Nr. 0 G v. 11.12.2018 I 2394 mWv 1.1.2019
§ 11 Abs. 4: Eingef. durch Art. 1 Nr. 7 Buchst. a G v. 26.3.2007 I 378 mWv 1.4.2007
§ 11 Abs. 4 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. a DBuchst. aa G v. 22.12.2011 I 2983 mWv 1.1.2012
§ 11 Abs. 4 Satz 4: Eingef. durch Art. 6 Nr. 3 G v. 28.5.2008 I 874 mWv 1.7.2008
§ 11 Abs. 4 Satz 5 u. 6: Früher Satz 4 u. 5 gem. Art. 6 Nr. 3 G v. 28.5.2008 I 874 mWv 1.7.2008
§ 11 Abs. 4 Satz 6: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. a DBuchst. bb G v. 22.12.2011 I 2983 mWv 1.1.2012 u. d. Art. 1 Nr. 2 G v. 16.7.2015 I 1211 mWv 23.7.2015
§ 11 Abs. 5: Früher Abs. 4 gem. Art. 1 Nr. 7 Buchst. b G v. 26.3.2007 I 378 mWv 1.4.2007
§ 11 Abs. 5 Satz 2: Eingef. durch Art. 2 Nr. 1 G v. 21.7.2012 I 1601 mWv 1.8.2012
§ 11 Abs. 6: Eingef. durch Art. 1 Nr. 2 Buchst. b G v. 22.12.2011 I 2983 mWv 1.1.2012
§ 11 Abs. 6 Satz 1: IdF d. Art. 3 Nr. 1 Buchst. b G v. 23.10.2012 I 2246 mWv 30.10.2012

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§ 264 SGB 5, gültig ab 01.01.2020
§ 26c BVG, gültig ab 01.01.2020
§ 18 SGB 11, gültig ab 11.05.2019
§ 40 SGB 5, gültig ab 01.01.2019 bis 10.05.2019
§ 40 SGB 5, gültig ab 01.01.2018 bis (gegenstandslos)
§ 284 SGB 5, gültig ab 01.01.2018 bis (gegenstandslos)
§ 284 SGB 5, gültig ab 01.01.2018 bis 10.05.2019
§ 40 SGB 5, gültig ab 01.01.2018 bis 31.12.2018
§ 39 SGB 5, gültig ab 29.07.2017 bis 10.05.2019
§ 40 SGB 5, gültig ab 29.07.2017 bis 31.12.2017
§ 140a SGB 5, gültig ab 11.04.2017 bis 10.05.2019
§ 73b SGB 5, gültig ab 11.04.2017 bis 10.05.2019
§ 284 SGB 5, gültig ab 11.04.2017 bis 31.12.2017
§ 39 SGB 5, gültig ab 01.01.2017 bis 28.07.2017
§ 284 SGB 5, gültig ab 01.01.2017 bis (gegenstandslos)
§ 284 SGB 5, gültig ab 01.01.2017 bis (gegenstandslos)
§ 73b SGB 5, gültig ab 01.01.2017 bis 10.04.2017
§ 284 SGB 5, gültig ab 01.01.2017 bis 10.04.2017
§ 18 SGB 11, gültig ab 01.01.2017 bis (gegenstandslos)
§ 18 SGB 11, gültig ab 01.01.2017 bis (gegenstandslos)
§ 18 SGB 11, gültig ab 01.01.2017 bis 10.05.2019
§ 26c BVG, gültig ab 01.01.2017 bis 31.12.2019
§ 2 BPflV, gültig ab 01.01.2017
§ 40 SGB 5, gültig ab 14.12.2016 bis 28.07.2017
§ 2 KHEntgG, gültig ab 01.01.2016 bis (gegenstandslos)
§ 2 KHEntgG, gültig ab 01.01.2016
§ 2 BPflV, gültig ab 01.01.2016 bis 31.12.2016
§ 264 SGB 5, gültig ab 29.12.2015 bis 31.12.2019
§ 284 SGB 5, gültig ab 29.12.2015 bis 31.12.2016
§ 27 SGB 5, gültig ab 08.12.2015
§ 284 SGB 5, gültig ab 08.12.2015 bis 28.12.2015
§ 264 SGB 5, gültig ab 24.10.2015 bis 28.12.2015
§ 27 SGB 5, gültig ab 23.07.2015 bis 07.12.2015
§ 39 SGB 5, gültig ab 23.07.2015 bis 31.12.2016
§ 40 SGB 5, gültig ab 23.07.2015 bis 13.12.2016
§ 270 SGB 5, gültig ab 23.07.2015 bis 10.05.2019
§ 284 SGB 5, gültig ab 23.07.2015 bis 07.12.2015
§ 140a SGB 5, gültig ab 23.07.2015 bis 10.04.2017
§ 73b SGB 5, gültig ab 23.07.2015 bis 31.12.2016
§ 284 SGB 5, gültig ab 01.01.2015 bis 22.07.2015
§ 2 KHEntgG, gültig ab 01.01.2013 bis 31.12.2015
§ 2 BPflV, gültig ab 01.01.2013 bis 31.12.2015
§ 40 SGB 5, gültig ab 30.10.2012 bis 22.07.2015
§ 37 RSAV, gültig ab 26.10.2012
§ 27 SGB 5, gültig ab 01.08.2012 bis 22.07.2015
§ 37 RSAV, gültig ab 01.01.2012 bis 25.10.2012
§ 39 SGB 5, gültig ab 01.01.2012 bis 22.07.2015
§ 40 SGB 5, gültig ab 01.01.2012 bis 29.10.2012
§ 264 SGB 5, gültig ab 01.01.2012 bis 23.10.2015
§ 270 SGB 5, gültig ab 01.01.2012 bis 22.07.2015
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