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juris-Abkürzung:SGB 5
Fassung vom:06.05.2019 Fassungen
Gültig ab:11.05.2019
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 860-5
Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)
 
§ 140f Beteiligung von Interessenvertretungen der Patientinnen und Patienten
(1) Die für die Wahrnehmung der Interessen der Patientinnen und Patienten und der Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen maßgeblichen Organisationen sind in Fragen, die die Versorgung betreffen, nach Maßgabe der folgenden Vorschriften zu beteiligen.
(2) Im Gemeinsamen Bundesausschuss nach § 91 und in der Nationalen Präventionskonferenz nach § 20e Absatz 1 erhalten die für die Wahrnehmung der Interessen der Patientinnen und Patienten und der Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen auf Bundesebene maßgeblichen Organisationen ein Mitberatungsrecht; die Organisationen benennen hierzu sachkundige Personen. Das Mitberatungsrecht beinhaltet auch das Recht zur Anwesenheit bei der Beschlussfassung. Die Zahl der sachkundigen Personen soll höchstens der Zahl der von dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen entsandten Mitglieder in diesem Gremium entsprechen. Die sachkundigen Personen werden einvernehmlich von den in der Verordnung nach § 140g genannten oder nach der Verordnung anerkannten Organisationen benannt. Bei Beschlüssen des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 56 Abs. 1, § 92 Abs. 1 Satz 2, § 116b Abs. 4, § 135b Absatz 2 Satz 2, den §§ 136 bis 136b, 136d, 137a, 137b, 137c und 137f erhalten die Organisationen das Recht, Anträge zu stellen. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat über Anträge der Organisationen nach Satz 5 in der nächsten Sitzung des jeweiligen Gremiums zu beraten. Wenn über einen Antrag nicht entschieden werden kann, soll in der Sitzung das Verfahren hinsichtlich der weiteren Beratung und Entscheidung festgelegt werden. Entscheidungen über die Einrichtung einer Arbeitsgruppe und die Bestellung von Sachverständigen durch einen Unterausschuss sind nur im Einvernehmen mit den benannten Personen zu treffen. Dabei haben diese ihr Votum einheitlich abzugeben.
(3) Die auf Landesebene für die Wahrnehmung der Interessen der Patientinnen und Patienten und der Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen maßgeblichen Organisationen erhalten in
1.
den Landesausschüssen nach § 90 sowie den erweiterten Landesausschüssen nach § 116b Absatz 3,
2.
dem gemeinsamen Landesgremium nach § 90a,
3.
den Zulassungsausschüssen nach § 96 und den Berufungsausschüssen nach § 97, soweit Entscheidungen betroffen sind über
a)
die ausnahmeweise Besetzung zusätzlicher Vertragsarztsitze nach § 101 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3,
b)
die Befristung einer Zulassung nach § 19 Absatz 4 der Zulassungsverordnung für Vertragsärzte,
c)
die Ermächtigung von Ärzten und Einrichtungen,
4.
den Zulassungsausschüssen nach § 96, soweit Entscheidungen betroffen sind über
a)
die Durchführung eines Nachbesetzungsverfahrens nach § 103 Absatz 3a,
b)
die Ablehnung einer Nachbesetzung nach § 103 Absatz 4 Satz 9,
ein Mitberatungsrecht; die Organisationen benennen hierzu sachkundige Personen. Das Mitberatungsrecht beinhaltet auch das Recht zur Anwesenheit bei der Beschlussfassung. Die Zahl der sachkundigen Personen soll höchstens der Zahl der von den Krankenkassen entsandten Mitglieder in diesen Gremien entsprechen. Die sachkundigen Personen werden einvernehmlich von den in der Verordnung nach § 140g genannten oder nach der Verordnung anerkannten Organisationen benannt.
(4) Bei einer Änderung, Neufassung oder Aufhebung der in § 21 Abs. 2, § 112 Absatz 5, § 115 Abs. 5, § 126 Abs. 1 Satz 3, § 127 Absatz 8 und 9, §§ 132a, 132c Absatz 2, § 132d Abs. 2, § 133 Absatz 4 und § 217f Absatz 4a vorgesehenen Rahmenempfehlungen, Empfehlungen und Richtlinien des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, des Hilfsmittelverzeichnisses nach § 139 sowie bei der Bestimmung der Festbetragsgruppen nach § 36 Abs. 1 und der Festsetzung der Festbeträge nach § 36 Abs. 2 wirken die in der Verordnung nach § 140g genannten oder nach der Verordnung anerkannten Organisationen beratend mit. Das Mitberatungsrecht beinhaltet auch das Recht zur Anwesenheit bei der Beschlussfassung. Wird ihrem schriftlichen Anliegen nicht gefolgt, sind ihnen auf Verlangen die Gründe dafür schriftlich mitzuteilen.
(5) Die sachkundigen Personen erhalten Reisekosten nach dem Bundesreisekostengesetz oder nach den Vorschriften des Landes über Reisekostenvergütung, Ersatz des Verdienstausfalls in entsprechender Anwendung des § 41 Abs. 2 des Vierten Buches sowie einen Pauschbetrag für Zeitaufwand in Höhe eines Fünfzigstels der monatlichen Bezugsgröße (§ 18 des Vierten Buches) für jeden Kalendertag einer Sitzung. Der Anspruch richtet sich gegen die Gremien, in denen sie als sachkundige Personen mitberatend tätig sind.
(6) Die in der Verordnung nach § 140g genannten oder nach der Verordnung anerkannten Organisationen sowie die sachkundigen Personen werden bei der Durchführung ihres Mitberatungsrechts nach Absatz 2 vom Gemeinsamen Bundesausschuss durch geeignete Maßnahmen organisatorisch und inhaltlich unterstützt. Hierzu kann der Gemeinsame Bundesausschuss eine Stabstelle Patientenbeteiligung einrichten. Die Unterstützung erfolgt insbesondere durch Organisation von Fortbildung und Schulungen, Aufbereitung von Sitzungsunterlagen, koordinatorische Leitung des Benennungsverfahrens auf Bundesebene und bei der Ausübung des in Absatz 2 Satz 4 genannten Antragsrechts. Der Anspruch auf Unterstützung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss gilt ebenso für die Wahrnehmung der Antrags-, Beteiligungs- und Stellungnahmerechte nach § 137a Absatz 4 und 7, § 139a Absatz 5 sowie § 139b Absatz 1. Der Anspruch auf Übernahme von Reisekosten, Aufwandsentschädigung und Verdienstausfall nach Absatz 5 besteht auch für die Teilnahme der sachkundigen Personen an Koordinierungs- und Abstimmungstreffen sowie an Fortbildungen und Schulungen nach Satz 3.
(7) Die in der Verordnung nach § 140g genannten oder nach der Verordnung anerkannten Organisationen sowie die sachkundigen Personen werden bei der Durchführung ihres Mitberatungsrechts nach Absatz 3 von den Landesausschüssen nach § 90 unterstützt. Die Unterstützung erstreckt sich insbesondere auf die Übernahme von Reisekosten, Aufwandsentschädigung und Verdienstausfall entsprechend Absatz 5 für jährlich bis zu sechs Koordinierungs- und Abstimmungstreffen, auf Fortbildungen und Schulungen der sachkundigen Personen sowie auf die Durchführung des Benennungsverfahrens nach Absatz 3 Satz 4.
(8) Die in der Verordnung nach § 140g genannten oder nach der Verordnung nach § 140g anerkannten Organisationen erhalten für den Aufwand zur Koordinierung ihrer Beteiligungsrechte einen Betrag in Höhe von 120 Euro für jede neu für ein Gremium benannte sachkundige Person. Der Anspruch richtet sich gegen das jeweilige Gremium, in dem die sachkundige Person tätig ist. Der Anspruch ist durch den von den anerkannten Organisationen gebildeten Koordinierungsausschuss geltend zu machen.

Fußnoten ausblendenFußnoten


Dreizehnter Abschn. (§§ 140f bis 140h): Eingef. durch Art. 1 Nr. 118 G v. 14.11.2003 I 2190 mWv 1.1.2004
§ 140f Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 59 Buchst. a G v. 22.12.2011 I 2983 mWv 1.1.2012 u. d. Art. 1 Nr. 20 G v. 17.7.2015 I 1368 mWv 25.7.2015
§ 140f Abs. 2 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 15 Buchst. a G v. 22.12.2006 I 3439 mWv 1.1.2007
§ 140f Abs. 2 Satz 3: Früher Satz 2 gem. Art. 1 Nr. 15 Buchst. a G v. 22.12.2006 I 3439 mWv 1.1.2007; idF d. Art. 1 Nr. 122 Buchst. a DBuchst. aa G v. 26.3.2007 I 378 mWv 1.7.2008 u. d. Art. 1 Nr. 59 Buchst. b G v. 22.12.2011 I 2983 mWv 1.1.2012
§ 140f Abs. 2 Satz 4: Früher Satz 3 gem. Art. 1 Nr. 15 Buchst. a G v. 22.12.2006 I 3439 mWv 1.1.2007
§ 140f Abs. 2 Satz 5: Früher Satz 4 gem. Art. 1 Nr. 15 Buchst. a G v. 22.12.2006 I 3439 mWv 1.1.2007; idF d. Art. 1 Nr. 122 Buchst. a DBuchst. bb G v. 26.3.2007 I 378 mWv 1.7.2008 u. d. Art. 6 Nr. 19 G v. 10.12.2015 I 2229 mWv 1.1.2016
§ 140f Abs. 2 Satz 6 u. 7: Eingef. durch Art. 2 Nr. 10 Buchst. a G v. 20.2.2013 I 277 mWv 26.2.2013
§ 140f Abs. 2 Satz 8 u. 9: Eingef. durch Art. 1 Nr. 6e G v. 21.12.2015 I 2408 mWv 29.12.2015
§ 140f Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 10 Buchst. b G v. 20.2.2013 I 277 mWv 26.2.2013
§ 140f Abs. 3 Satz 1 Nr. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 70 Buchst. a G v. 16.7.2015 I 1211 mWv 23.7.2015
§ 140f Abs. 3 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 15 Buchst. b DBuchst. bb G v. 22.12.2006 I 3439 mWv 1.1.2007
§ 140f Abs. 3 Satz 3 u. 4: Früher Satz 2 u. 3 gem. Art. 1 Nr. 15 Buchst. b DBuchst. bb G v. 22.12.2006 I 3439 mWv 1.1.2007
§ 140f Abs. 4 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 122 Buchst. b DBuchst. aa G v. 26.3.2007 I 378 mWv 1.4.2007, d. Art. 1 Nr. 122 Buchst. b DBuchst. bb G v. 26.3.2007 I 378 mWv 1.7.2008, d. Art. 1 Nr. 2h G v. 15.12.2008 I 2426 mWv 1.1.2009, d. Art. 2 Nr. 10 Buchst. c G v. 20.2.2013 I 277 mWv 26.2.2013, d. Art. 2 Nr. 14 G v. 16.7.2015 I 1211 mWv 1.1.2017, d. Art. 1 Nr. 15 Buchst. a G v. 4.4.2017 I 778 mWv 11.4.2017 u. d. Art. 1 Nr. 80a G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 140f Abs. 4 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 15 Buchst. c G v. 22.12.2006 I 3439 mWv 1.1.2007
§ 140f Abs. 4 Satz 3: Früher Satz 2 gem. Art. 1 Nr. 15 Buchst. c G v. 22.12.2006 I 3439 mWv 1.1.2007
§ 140f Abs. 5 Satz 1: IdF d. Art. 9 G v. 26.5.2005 I 1418 mWv 1.9.2005 u. d. Art. 1 Nr. 15 Buchst. d G v. 22.12.2006 I 3439 mWv 1.1.2007
§ 140f Abs. 6: Eingef. durch Art. 1 Nr. 122 Buchst. c G v. 26.3.2007 I 378 mWv 1.4.2007
§ 140f Abs. 6 Satz 4 u. 5: Eingef. durch Art. 1 Nr. 15 Buchst. b G v. 4.4.2017 I 778 mWv 11.4.2017
§ 140f Abs. 7: Eingef. durch Art. 1 Nr. 70 Buchst. b G v. 16.7.2015 I 1211 mWv 23.7.2015
§ 140f Abs. 8: Eingef. durch Art. 1 Nr. 15 Buchst. c G v. 4.4.2017 I 778 mWv 11.4.2017

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§ 140f SGB 5, vom 04.04.2017, gültig ab 11.04.2017 bis 10.05.2019
§ 140f SGB 5, vom 16.07.2015, gültig ab 01.01.2017 bis (gegenstandslos)
§ 140f SGB 5, vom 17.07.2015, gültig ab 01.01.2017 bis (gegenstandslos)
§ 140f SGB 5, vom 10.12.2015, gültig ab 01.01.2017 bis (gegenstandslos)
§ 140f SGB 5, vom 21.12.2015, gültig ab 01.01.2017 bis 10.04.2017
§ 140f SGB 5, vom 10.12.2015, gültig ab 01.01.2016 bis (gegenstandslos)
§ 140f SGB 5, vom 21.12.2015, gültig ab 01.01.2016 bis 31.12.2016
§ 140f SGB 5, vom 21.12.2015, gültig ab 29.12.2015 bis 31.12.2015
§ 140f SGB 5, vom 17.07.2015, gültig ab 25.07.2015 bis 28.12.2015
§ 140f SGB 5, vom 16.07.2015, gültig ab 23.07.2015 bis 24.07.2015
§ 140f SGB 5, vom 20.02.2013, gültig ab 26.02.2013 bis 22.07.2015
§ 140f SGB 5, vom 22.12.2011, gültig ab 01.01.2012 bis 25.02.2013
§ 140f SGB 5, vom 15.12.2008, gültig ab 01.01.2009 bis 31.12.2011
§ 140f SGB 5, vom 26.03.2007, gültig ab 01.07.2008 bis (gegenstandslos)
§ 140f SGB 5, vom 28.05.2008, gültig ab 01.07.2008 bis 31.12.2008
§ 140f SGB 5, vom 26.03.2007, gültig ab 01.04.2007 bis 30.06.2008
§ 140f SGB 5, vom 22.12.2006, gültig ab 01.01.2007 bis 31.03.2007
§ 140f SGB 5, vom 26.05.2005, gültig ab 01.09.2005 bis 31.12.2006
§ 140f SGB 5, vom 14.11.2003, gültig ab 01.01.2004 bis (gegenstandslos) (eingefügt als)
§ 140f SGB 5, vom 14.11.2003, gültig ab 01.01.2004 bis 31.08.2005 (eingefügt als)
§ 140f SGB 5, vom 19.12.2001, gültig ab 31.12.2001 bis 31.12.2003
§ 140f SGB 5, vom 22.12.1999, gültig ab 01.01.2000 bis 30.12.2001

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