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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Arbeit und Soziales
Aktenzeichen:32-5255.2-45
Erlassdatum:02.12.2005
Fassung vom:13.09.2012
Gültig ab:31.12.2012
Gültig bis:31.12.2019
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:8061
Fundstelle:StAnz 2005, Nr. 48
Verwaltungsvorschrift des Sozialministeriums für die Förderung und Überwachung der Ausbildung durch Ausbildungsberaterinnen und -berater

Verwaltungsvorschrift des Sozialministeriums
für die Förderung und Überwachung der Ausbildung
durch Ausbildungsberaterinnen und –berater



Vom 2. Dezember 2005 - Az.: 32-5255.2-45 –



Fundstelle: StAnz 2005, Nr. 48

Geändert durch Verwaltungsvorschrift vom 13.09.2012 (GABl. 2012, S. 824)





Das Sozialministerium erlässt als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BBiG.IS.931) für den Bereich der landesunmittelbaren Sozialversicherungsträger in Baden-Württemberg nach § 9 in Verbindung mit § 76 BBiG und aufgrund des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom 21. Oktober 1999 folgende Verwaltungsvorschrift:



1.


1.1
Zur Förderung und Überwachung der Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten oder zum Sozialversicherungsfachangestellten bestellt die zuständige Stelle auf Vorschlag der jeweiligen Sozialversicherungsträger Ausbildungsberaterinnen und -berater.


1.2
Die Ausbildungsberaterinnen und -berater können hauptberuflich oder nebenberuflich bestellt werden. Die nebenberuflichen Ausbildungsberaterinnen und -berater sind in die Organisation des jeweiligen Sozialversicherungsträgers eingegliedert. Ihre unabhängige Fach- und Beratungskompetenz hat der jeweilige Sozialversicherungsträger sicherzustellen.


1.3
Die Ausbildungsberaterinnen und -berater werden im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes tätig und sind der zuständigen Stelle für ihre Tätigkeit verantwortlich.


1.4
Die Ausbildungsberaterinnen und -berater werden unter Angabe ihres Zuständigkeitsbereiches in geeigneter Weise bekannt gegeben.


1.5
Für die Amtszeit gilt die gleiche Regelung wie für die Mitglieder des Berufsbildungsausschusses. Die Ausbildungsberaterinnen und -berater können aus wichtigem Grunde (unter anderem bei Ausscheiden aus dem Dienst eines Sozialversicherungsträgers), nach Anhörung der an ihrer Berufung Beteiligten, abberufen werden.


2.
Ausbildungsberaterinnen und -berater müssen mindestens als Ausbilderinnen oder Ausbilder im Sinne des Berufsbildungsgesetzes geeignet sein und über eine mehrjährige Ausbildungs- und Berufserfahrung verfügen.


3.


3.1
Den Ausbildungsberaterinnen und -beratern obliegt


– die Beratung der an der Berufsausbildung Beteiligten,
– die Überwachung der Berufsausbildung.


Daraus ergeben sich insbesondere folgende Einzelaufgaben:


3.2
Beratung der an der Ausbildung beteiligten Ausbildenden und Ausbilderinnen beziehungsweise Ausbilder über die Voraussetzungen und Durchführung der Berufsausbildung, insbesondere über


– Ausbildungsplan,
– Konkretisierungen,
– Ausbildungspflichten,
– Auswahl und Ausstattung der Arbeitsplätze,
– methodische Fragen der Ausbildung am Arbeitsplatz,
– Bestellung von Ausbilderinnen und Ausbildern,
– Verkürzung und Verlängerung der Ausbildungszeit,
– Problemstellungen im Zusammenhang mit Prüfungen,
– Zusammenarbeit mit den an der Ausbildung Beteiligten
(zum Beispiel Berufsschulen, überbetriebliche Einrichtungen).


3.3
Beratung der an der Ausbildung beteiligten Auszubildenden über die Durchführung der Berufsausbildung, insbesondere über


– Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis,
– methodische Fragen der Ausbildung am Arbeitsplatz,
– Verkürzung und Verlängerung der Ausbildungszeit,
– Möglichkeiten bei Ausbildungsstörungen,
– Problemstellungen im Zusammenhang mit der Berufsschule oder
überbetrieblichen Einrichtungen,
– Problemstellungen im Zusammenhang mit Prüfungen.


3.4
Die Ausbildungsberaterinnen und -berater überwachen insbesondere


– die Eignung der Ausbildenden und Ausbilderinnen oder Ausbilder,

– die Eignung der Ausbildungsstätten,

– die räumlichen Voraussetzungen für eine sachgemäße Ausbildung,

– die Durchführung der Ausbildung.



4.


4.1
Die Ausbildungsberaterinnen und -berater führen in der Regel alle zwei Jahre je Ausbildungsstätte eine Beratung und Überwachung durch. Darüber hinaus werden die Ausbildungsberaterinnen und -berater aufgrund besonderer Veranlassung beziehungsweise Hinweise tätig.


4.2
Die zuständige Stelle stellt den Ausbildungsberaterinnen und -beratern die für eine sachgemäße Beratung notwendigen Daten und Unterlagen über


– Zahl der Auszubildenden,
– Prüfungsergebnisse,
– Personen, welche die Ausbildung abgebrochen haben zur Verfügung.


4.3
Die Ausbildungsberaterinnen und -berater führen Einzel- oder Gruppenberatungen durch. Sie sind berechtigt beziehungsweise verpflichtet, die für die Beratung und Überwachung der Ausbildung notwendigen Auskünfte zu verlangen, entsprechende Unterlagen einzusehen und die betrieblichen Ausbildungsplätze sowie die überbetriebliche Ausbildungsstätte zu besichtigen. Über die Beratung und Überwachung der Ausbildungsstätte ist ein Bericht zu erstellen. Eine Mehrfertigung erhalten die zuständige Stelle und der Ausbildungsbetrieb. Die zuständige Stelle wird gegebenenfalls nach § 76 BBiG tätig.


4.4
Die Ausbildungsberaterinnen und -berater sind zur Verschwiegenheit über alle dienstlichen Angelegenheiten verpflichtet.


5.


Die Zahl der Ausbildungsberaterinnen und -berater ist von jedem Sozialversicherungsträger so festzusetzen, dass die Ausbildungsstätten (siehe Nummer 4.1) in der Regel alle zwei Jahre aufgesucht und die Beratungs- und Überwachungsaufgaben umfassend wahrgenommen werden können.


6.


Die Ausbildungsberaterinnen und -berater berichten regelmäßig mindestens einmal jährlich schriftlich der zuständigen Stelle über die Tätigkeit und die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen. Die zuständige Stelle erstellt einen jährlichen Gesamtbericht für den Berufsbildungsausschuss. Der Berufsbildungsausschuss ist darüber hinaus berechtigt, Ausbildungsberaterinnen und -berater zur mündlichen Berichterstattung einzuladen.



7.


Diese Verwaltungsvorschrift tritt am 1. Januar 2006 in Kraft und am 31. Dezember 2019 außer Kraft.

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