Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Suche

Erweiterte Suche Tipps und Tricks

Alle Dokumente

Suchmaske und Trefferliste maximieren
 


Hinweis

Dokument

  in html speichern drucken pdf Dokument Ansicht maximierenDokumentansicht maximieren
Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Arbeit und Soziales
Sozialministerium
Aktenzeichen:32-5255.2-29
Erlassdatum:30.08.2006
Fassung vom:13.09.2012
Gültig ab:31.12.2012
Gültig bis:31.12.2019
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:8061
Fundstelle:StAnz 2006, Nr. 38
Verwaltungsvorschrift des Sozialministeriums über die Abkürzung von Ausbildungszeiten

Verwaltungsvorschrift des Sozialministeriums
über die Abkürzung von Ausbildungszeiten



Vom 30. August 2006 - Az.: 32-5255.2-29 -



Fundstelle: Staatsanzeiger 2006, Nr. 38

Geändert durch Verwaltungsvorschrift vom 13.09.2012 (GABl. 2012, S. 824)





29.09.2006 Das Sozialministerium erlässt als zuständige Stelle für die Berufsbildung bei den landesunmittelbaren Sozialversicherungsträgern nach Anhörung des Berufsbildungsausschusses nach § 9 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBI. I S. 931) in Verbindung mit § 8 Abs. 1 BBiG folgende Verwaltungsvorschrift:



1.


Die in der Ausbildungsordnung festgelegte Ausbildungsdauer ist auf Antrag zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass die oder der Auszubildende das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht (§ 8 Abs. 1 BBiG). Bei berechtigtem Interesse kann sich der Antrag auch auf die Verkürzung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit richten (Teilzeitberufsausbildung).

Hiervon kann entsprechend der Empfehlung des Bundesausschusses für Berufsbildung vom 25. Oktober 1974 über die Kriterien zur Abkürzung und Verlängerung der Ausbildungszeit in der Regel ausgegangen werden, wenn die oder der Ausbildende die Ausbildung in der gekürzten Zeit durchführen kann und die oder der Auszubildende - über die Hochschulreife, den schulischen Teil der Fachhochschulreife oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss verfügt,

-
berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten erworben hat, die im Wesentlichen mit den in der Ausbildungsordnung aufgeführten Lerninhalten übereinstimmen oder
-
hervorragende Leistungen während der Ausbildungszeit zeigt, die betrieblichen und schulischen Leistungen also mit mindestens „gut“ (2,4) sowie das Gesamtergebnis oder zwei Arbeiten der Zwischenprüfung mit mindestens 75 Punkten bewertet wurden.


2.


Bei Vorliegen dieser Voraussetzungen kürzt die zuständige Stelle die Ausbildungszeit wie folgt:

-
Hochschulreife, schulischer Teil Fachhochschulreife, höchstens um ein Jahr,
-
berufliche Vorkenntnisse in angemessenem Umfang,
-
hervorragende Leistungen um ein halbes Jahr.


3.


Mehrere Kürzungsmöglichkeiten können nebeneinander berücksichtigt werden. Die Ausbildungszeit muss jedoch mindestens 18 Monate betragen. Eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung nach § 45 BBiG bleibt zusätzlich möglich. Auf Nummer 2.2.3 der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Arbeit und Soziales zur Durchführung von Zwischen- und Abschlussprüfungen nach dem Berufsbildungsgesetz für Sozialversicherungsfachangestellte vom 31. Juli 2009 (StAnz. Nr. 30) wird verwiesen.



4.


Die Kürzung der Ausbildungszeit kann von der oder dem Auszubildenden beziehungsweise der oder dem Ausbildenden beantragt werden. In der Regel sollte ein solcher Antrag jedoch gemeinsam gestellt werden. Die Anträge sind zu Beginn der Ausbildung, spätestens jedoch mit Ablauf der Probezeit, bei der zuständigen Stelle einzureichen. Soll die Ausbildungszeit auf Grund hervorragender Leistungen gekürzt werden, ist der Antrag unverzüglich nach Bekanntgabe des Zwischenprüfungsergebnisses zu stellen.



Im Antrag sind der Kürzungsgrund und die beantragte Kürzungszeit anzugeben. Beizufügen sind gegebenenfalls folgende Nachweise:

-
Reifezeugnis, Zeugnis über den schulischen Teil der Fachhochschulreife,
-
Belege für den Erwerb einschlägiger beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten,
-
dienstliche Beurteilung der oder des Auszubildenden,
-
ein auf die gekürzte Ausbildungszeit abgestimmter Ausbildungsplan,
-
das letzte Zeugnis der Berufsschule.


Vor der Entscheidung werden die Beteiligten gehört.



5.


5.1 Diese Verwaltungsvorschrift tritt am 1. November 2006 in Kraft und am 31. Dezember 2019 außer Kraft.

5.2 Mit Inkrafttreten dieser Verwaltungsvorschrift treten die Richtlinien des Ministeriums für Arbeit und Soziales für die Abkürzung von Ausbildungszeiten vom 2. Dezember 2005 (StAnz. Nr. 48) außer Kraft.

Weitere Fassungen dieser Vorschrift ausblendenWeitere Fassungen dieser Vorschrift

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten:
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=VVBW-VVBW000008831&psml=bsbawueprod.psml&max=true

Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVBW-SM-20060830-SF&psml=bsbawueprod.psml&max=true