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Normgeber:Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Aktenzeichen:46-8871.00
Erlassdatum:11.05.2015
Fassung vom:11.05.2015
Gültig ab:01.08.2015
Gültig bis:31.07.2022
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:7815
Fundstelle:GABl. 2015, 451
 

1.3
Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen, der biologischen Vielfalt und des Landschaftsbildes


Bei der Neugestaltung des Flurneuordnungsgebietes sind im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten für die langfristige Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen wie Boden, Wasser, Luft und Klima und damit auch des Lebensraums von Mensch, Tier und Pflanze die folgenden Gesichtspunkte zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes, der Landschaftspflege und der Erholungsvorsorge zu beachten:


Die Lebensräume wild lebender Pflanzen und Tiere der besonders geschützten Arten sind zu erhalten,


geschützte und wertvolle Biotope sind in ihrem Bestand zu sichern; die für die ökologische Funktion und den Bestand notwendigen Randbereiche sind zu erhalten und ebenfalls zu sichern,


geschützte Flächen und Objekte im Sinne des gesetzlichen Natur- und Artenschutzes, des Landeswaldgesetzes und des Wasserrechtes sind in ihrem Bestand zu sichern,


Flächen von Naturschutzgebieten, Naturdenkmalen, gesetzlich geschützten Biotopen und wertvollen landschaftsprägenden Anlagen, insbesondere Schutzpflanzungen, sind möglichst in öffentliches Eigentum oder in das Eigentum eines anderen geeigneten Trägers (zum Beispiel einer Naturschutzvereinigung) zu übertragen,


landschaftsgestaltende und für den Artenschutz bedeutsame Anlagen und Strukturen wie Feldgehölze und uferbegleitende Gehölze, Schutzpflanzungen, Allee- und Solitärbäume sowie gesetzlich geschützte Biotope, insbesondere Feuchtgebiete, Halbtrocken- und Trockenrasen, die FFH-Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Lebensstätten der Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie sowie die Lebensstätten der Arten des Artenschutzprogrammes Baden-Württembergs sind zu erhalten, wiederherzustellen oder – wenn möglich – funktionsgerecht neu zu schaffen,


die für ein Biotopverbundsystem erforderlichen Flächen und Anlagen sollen im Rahmen der Flurneuordnung ausgewiesen und hergestellt werden,


die Voraussetzungen für die Erhaltung von Grenzertragsstandorten aus Gründen des Naturschutzes sollen geschaffen werden,


Gewässerentwicklungen wie Renaturierungen oder die Ausweisung von Schutzstreifen sollen entsprechend der europäischen Wasserrahmenrichtlinie unterstützt werden,


Maßnahmen zur dauerhaften Sicherung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie des Erholungswertes von Natur und Landschaft sind im Rahmen der Möglichkeiten zu fördern.



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