Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Suche

Erweiterte Suche Tipps und Tricks

Alle Dokumente

Suchmaske und Trefferliste maximieren
 


Hinweis

Dokument

  in html speichern drucken pdf Dokument Ansicht maximierenDokumentansicht maximieren
Einzelvorschrift
Aktuelle Gesamtvorschrift
Blättern zur vorhergehenden Verwaltungsvorschrift Blättern in der Vorschrift Blättern zur nachfolgenden Verwaltungsvorschrift
Normgeber:Bundesministerium der Finanzen
Vorschrift:H 12 EStH 2002
Fassung vom:01.03.2003
Gültig ab:01.01.2002
Quelle:juris Logo
Normen:§ 4 Abs 3 EStG, § 4 EStG, § 5 EStG, § 4 Abs 1 EStG


 
R 12. Betriebsvermögensvergleich


S 2132 Betriebe der Land- und Forstwirtschaft
S 2132a (1) 1Bei einem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft ist
der Gewinn durch Betriebsvermögensvergleich nach
§ 4 Abs. 1 EStG zu ermitteln, wenn der Land- und
Forstwirt nach den §§ 140, 141 AO verpflichtet ist, für
diesen Betrieb Bücher zu führen und auf Grund jährlicher
Bestandsaufnahmen Abschlüsse zu machen. 2Werden für den
Betrieb freiwillig Bücher geführt und auf Grund
jährlicher Bestandsaufnahmen Abschlüsse gemacht, ist der
Gewinn durch Betriebsvermögensvergleich nach
§ 4 Abs. 1 EStG zu ermitteln, wenn der Antrag nach
§ 13a Abs. 2 EStG gestellt worden ist oder der Gewinn
aus anderen Gründen nicht nach § 13a EStG zu ermitteln
ist.


S 2164 Gewerbliche Betriebe
S 2150 (2) 1Bei einem gewerblichen Betrieb, für den die
Verpflichtung besteht, Bücher zu führen und auf Grund
jährlicher Bestandsaufnahmen Abschlüsse zu machen oder
für den freiwillig Bücher geführt und regelmäßig
Abschlüsse gemacht werden, muss der Gewerbetreibende den
Gewinn durch Betriebsvermögensvergleich nach § 5 EStG
ermitteln. 2Für Handelsschiffe im internationalen
Verkehr kann der Gewinn auf Antrag nach § 5a EStG
ermittelt werden. 3Werden für einen gewerblichen
Betrieb, für den Buchführungspflicht besteht, keine
Bücher geführt, oder ist die Buchführung nicht
ordnungsmäßig (>R 29 Abs. 2), so ist der Gewinn nach
§ 5 EStG unter Berücksichtigung der Verhältnisse des
Einzelfalles, unter Umständen unter Anwendung von
Richtsätzen, zu schätzen. 4Das Gleiche gilt, wenn für
einen gewerblichen Betrieb freiwillig Bücher geführt und
Abschlüsse gemacht werden, die Buchführung jedoch nicht
ordnungsmäßig ist, es sei denn, der Gewinn wird nach
§ 4 Abs. 3 EStG ermittelt. 5Bei gewerblichen Betrieben,
bei denen die Voraussetzungen der Sätze 1 bis 3 nicht
vorliegen, kann der Gewinn durch
Einnahmenüberschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG
ermittelt werden, wenn der Gewerbetreibende für diesen
Betrieb die für diese Gewinnermittlungsart ausreichenden
Aufzeichnungen hat (>R 16).


Personengesellschaften
(3) Absätze 1 und 2 gelten sinngemäß.


Beteiligung an einer ausländischen Personengesellschaft
(4) 1Sind unbeschränkt steuerpflichtige Personen an
einer ausländischen Personengesellschaft beteiligt, die
im Inland weder eine Betriebsstätte unterhält, noch
einen ständigen Vertreter bestellt hat, ist der Gewinn
der Personengesellschaft zur Ermittlung der Höhe der
Gewinnanteile der unbeschränkt steuerpflichtigen
Personen nach § 4 Abs. 1 oder 3 EStG zu ermitteln. 2Bei
der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 EStG sind alle
Geschäftsvorfälle unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung zu berücksichtigen, auch
wenn sie in einer ausländischen Währung ausgewiesen
sind. 3Das Ergebnis einer in ausländischer Währung
aufgestellten Steuerbilanz ist in DM oder Euro nach
einem Umrechnungsverfahren umzurechnen, das nicht gegen
die deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
verstößt. 4Für nach dem 31.12.2001 endende
Wirtschaftsjahre kommt nur noch eine Umrechnung in Euro
in Betracht.


Ordnungsmäßigkeit der Buchführung
(5) 1Für die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung bei
Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 EStG gelten R 29 bis 31
sinngemäß. 2§ 141 Abs. 1 und § 142 AO bleiben unberührt.








 
H 12 Hinweise


Aufzeichnungs- und Buchführungspflichten
- von Angehörigen der freien Berufe,
>H 142
- für das steuerliche Sonderbetriebsvermögen einer
Personengesellschaft (>R 13 Abs. 2) nach
§ 141 Abs. 1 AO obliegen nicht dem einzelnen
Gesellschafter, sondern der Personengesellschaft
(>BFH vom 23.10.1990 - BStBl 1991 II S. 401);
Übertragung auf die Mitunternehmer ist nicht zulässig
(>BFH vom 11.3.1992 - BStBl II S. 797). Die
Gewinnermittlung für das Sonderbetriebsvermögen hat
hierbei nach dem gleichen Gewinnermittlungszeitraum
und nach der gleichen Gewinnermittlungsart wie bei der
Personengesellschaft zu erfolgen (>BFH vom 11.12.1986
- BStBl 1987 II S. 553 und vom 11.3.1992 -
BStBl II S. 797).


Gewinnermittlung
- Bei Beteiligung an ausländischer Personengesellschaft:
= >R 12 Abs. 4 und BFH vom 13.9.1989 -
BStBl 1990 II S. 57
= Für Zwecke der Anwendung des Progressionsvorbehalts
auf Gewinnanteile ist R 12 Abs. 4 entsprechend
anzuwenden (>BFH vom 22.5.1991 -
BStBl 1992 II S. 94).
- Bei Handelsschiffen im internationalen Verkehr:
>BMF vom 12.6.2002 (BStBl I S. 614)
- Bei Land- und Forstwirtschaft:
>R 127
>Buchführung in land- und forstwirtschaftlichen
Anhang 10 Betrieben >BMF vom 15.12.1981 (BStBl I S. 878)


Gewinnschätzung
Bei einem gewerblichen Betrieb, für den keine
Buchführungspflicht besteht, für den freiwillig keine
Bücher geführt werden und für den nicht festgestellt
werden kann, dass der Stpfl. die Gewinnermittlung nach
§ 4 Abs. 3 EStG gewählt hat (>BFH vom 30.9.1980 -
BStBl 1981 II S. 301), ist der Gewinn nach
§ 4 Abs. 1 EStG unter Berücksichtigung der Verhältnisse
des Einzelfalles, unter Umständen unter Anwendung von
Richtsätzen, zu schätzen; ist der Gewinn im Vorjahr nach
§ 4 Abs. 3 EStG ermittelt worden, so handelt es sich bei
der erstmaligen Anwendung von Richtsätzen um einen
Wechsel der Gewinnermittlungsart (>hierzu R 17 Abs. 1).
Hat der Stpfl. dagegen für den Betrieb zulässigerweise
die Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG gewählt, so
ist gegebenenfalls auch eine Gewinnschätzung in dieser
Gewinnermittlungsart durchzuführen (>BFH vom 2.3.1982 -
BStBl 1984 II S. 504).
>bei abweichendem Wirtschaftsjahr >R 25 Abs. 4
>bei Freiberuflern >H 25


Anwendende Verweise ausblendenAnwendende Verweise

AO 1977 § 140 (Zitierung)
AO 1977 § 141 Abs 1 (Zitierung)
AO 1977 § 141 Abs 1 (unberührt lassen)
AO 1977 § 141 (Zitierung)
AO 1977 § 142 (Zitierung)
AO 1977 § 142 (unberührt lassen)
EStG § 13a Abs 2 (Zitierung)
EStG § 13a (Zitierung)
EStG § 4 Abs 1 (Zitierung)
EStG § 4 Abs 3 (Zitierung)
EStG § 5 (Zitierung)
EStG § 5a (Zitierung)
EStH 2002 H 142 (Zitierung)
EStH 2002 H 25 (Zitierung)
EStR 2001 R 127 (Zitierung)
EStR 2001 R 13 Abs 2 (Zitierung)
EStR 2001 R 16 (Zitierung)
EStR 2001 R 17 Abs 1 (Zitierung)
EStR 2001 R 25 Abs 4 (Zitierung)
EStR 2001 R 29 Abs 2 (Zitierung)
VV DEU BMF 1981-12-15 IV B 4-S 2163-63/81 (Anwendung)
VV DEU BMF 2002-06-12 IV A 6-S 2133a-11/02 (Anwendung)

Sonstige Verweise ausblendenSonstige Verweise

Diese Verwaltungsvorschrift zitiert ausblendenDiese Verwaltungsvorschrift zitiert


 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten:
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=jv-FRNR100010003FRNE000230003&psml=bsbawueprod.psml&max=true

Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=EStH+H+12&psml=bsbawueprod.psml&max=true


Blättern zur vorhergehenden Verwaltungsvorschrift Blättern in der Vorschrift Blättern zur nachfolgenden Verwaltungsvorschrift