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Amtliche Abkürzung:FreizügG/EU
Fassung vom:12.11.2020 Fassungen
Gültig ab:24.11.2020
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 26-13
Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern
Freizügigkeitsgesetz/EU
§ 3 Familienangehörige
(1) Familienangehörige der in § 2 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 genannten Unionsbürger haben das Recht nach § 2 Abs. 1, wenn sie den Unionsbürger begleiten oder ihm nachziehen. Für Familienangehörige der in § 2 Abs. 2 Nr. 5 genannten Unionsbürger gilt dies nach Maßgabe des § 4.
(2) Familienangehörige, die nicht Unionsbürger sind, behalten beim Tod des Unionsbürgers ein Aufenthaltsrecht, wenn sie die Voraussetzungen des § 2 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 oder Nr. 5 erfüllen und sich vor dem Tod des Unionsbürgers mindestens ein Jahr als seine Familienangehörigen im Bundesgebiet aufgehalten haben.
(3) Die Kinder eines freizügigkeitsberechtigten Unionsbürgers und der Elternteil, der die elterliche Sorge für die Kinder tatsächlich ausübt, behalten auch nach dem Tod oder Wegzug des Unionsbürgers, von dem sie ihr Aufenthaltsrecht ableiten, bis zum Abschluss einer Ausbildung ihr Aufenthaltsrecht, wenn sich die Kinder im Bundesgebiet aufhalten und eine Ausbildungseinrichtung besuchen.
(4) Ehegatten oder Lebenspartner, die nicht Unionsbürger sind, behalten bei Scheidung oder Aufhebung der Ehe oder Aufhebung der Lebenspartnerschaft ein Aufenthaltsrecht, wenn sie die für Unionsbürger geltenden Voraussetzungen des § 2 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 oder Nr. 5 erfüllen und wenn
1.
die Ehe oder die Lebenspartnerschaft bis zur Einleitung des gerichtlichen Scheidungs- oder Aufhebungsverfahrens mindestens drei Jahre bestanden hat, davon mindestens ein Jahr im Bundesgebiet,
2.
ihnen durch Vereinbarung der Ehegatten oder der Lebenspartner oder durch gerichtliche Entscheidung die elterliche Sorge für die Kinder des Unionsbürgers übertragen wurde,
3.
es zur Vermeidung einer besonderen Härte erforderlich ist, insbesondere weil dem Ehegatten oder dem Lebenspartner wegen der Beeinträchtigung seiner schutzwürdigen Belange ein Festhalten an der Ehe oder der Lebenspartnerschaft nicht zugemutet werden konnte, oder
4.
ihnen durch Vereinbarung der Ehegatten oder der Lebenspartner oder durch gerichtliche Entscheidung das Recht zum persönlichen Umgang mit dem minderjährigen Kind nur im Bundesgebiet eingeräumt wurde.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 3 Abs. 1: IdF d. Art. 2 Nr. 2 Buchst. a G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 3 Abs. 2 (früher Abs. 3): IdF d. Art. 2 Nr. 2 Buchst. c G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007, früherer Abs. 2 aufgeh., früherer Abs. 3 jetzt Abs. 2 u. früherer Satz 2 aufgeh., früherer Satz 1 jetzt einziger Text gem. Art. 1 Nr. 3 Buchst. a bis c G v. 12.11.2020 I 2416 mWv 24.11.2020
§ 3 Abs. 3 (früher Abs. 4): IdF d. Art. 2 Nr. 2 Buchst. c G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007, jetzt Abs. 3 gem. Art. 1 Nr. 3 Buchst. b G v. 12.11.2020 I 2416 mWv 24.11.2020
§ 3 Abs. 4 (früher Abs. 5): IdF d. Art. 2 Nr. 2 Buchst. c G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007, jetzt Abs. 4 u. früherer Satz 2 aufgeh., früherer Satz 1 jetzt einziger Text gem. Art. 1 Nr. 3 Buchst. b u. d G v. 12.11.2020 I 2416 mWv 24.11.2020
§ 3 Abs. 4 Eingangssatz: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. aa G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 3 Abs. 4 Nr. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. bb G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 3 Abs. 4 Nr. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. cc G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 3 Abs. 4 Nr. 3: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. dd G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 3 Abs. 4 Nr. 4: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. ee G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 3: Abs. 6 aufgeh. durch Art. 1 Nr. 2 Buchst. c G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013

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