Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Suche

Erweiterte Suche Tipps und Tricks

Alle Dokumente

Suchmaske und Trefferliste maximieren
 


Trefferliste

Dokument

  in html speichern drucken pdf Dokument Ansicht maximierenDokumentansicht maximieren
Einzelnorm
Aktuelle GesamtausgabeGesamtausgaben-Liste
Blättern zur vorhergehenden Norm Blättern im Gesetz Blättern zur nachfolgenden Norm
Amtliche Abkürzung:StPO
Fassung vom:30.11.2020 Fassungen
Gültig ab:01.01.2021
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 312-2
Strafprozeßordnung
 
§ 97 Beschlagnahmeverbot
(1) Der Beschlagnahme unterliegen nicht
1.
schriftliche Mitteilungen zwischen dem Beschuldigten und den Personen, die nach § 52 oder § 53 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3b das Zeugnis verweigern dürfen;
2.
Aufzeichnungen, welche die in § 53 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3b Genannten über die ihnen vom Beschuldigten anvertrauten Mitteilungen oder über andere Umstände gemacht haben, auf die sich das Zeugnisverweigerungsrecht erstreckt;
3.
andere Gegenstände einschließlich der ärztlichen Untersuchungsbefunde, auf die sich das Zeugnisverweigerungsrecht der in § 53 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3b Genannten erstreckt.
(2) Diese Beschränkungen gelten nur, wenn die Gegenstände im Gewahrsam der zur Verweigerung des Zeugnisses Berechtigten sind, es sei denn, es handelt sich um eine elektronische Gesundheitskarte im Sinne des § 291a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch. Die Beschränkungen der Beschlagnahme gelten nicht, wenn bestimmte Tatsachen den Verdacht begründen, dass die zeugnisverweigerungsberechtigte Person an der Tat oder an einer Datenhehlerei, Begünstigung, Strafvereitelung oder Hehlerei beteiligt ist, oder wenn es sich um Gegenstände handelt, die durch eine Straftat hervorgebracht oder zur Begehung einer Straftat gebraucht oder bestimmt sind oder die aus einer Straftat herrühren.
(3) Die Absätze 1 und 2 sind entsprechend anzuwenden, soweit die Personen, die nach § 53a Absatz 1 Satz 1 an der beruflichen Tätigkeit der in § 53 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3b genannten Personen mitwirken, das Zeugnis verweigern dürfen.
(4) Soweit das Zeugnisverweigerungsrecht der in § 53 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 genannten Personen reicht, ist die Beschlagnahme von Gegenständen unzulässig. Dieser Beschlagnahmeschutz erstreckt sich auch auf Gegenstände, die von den in § 53 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 genannten Personen den an ihrer Berufstätigkeit nach § 53a Absatz 1 Satz 1 mitwirkenden Personen anvertraut sind. Satz 1 gilt entsprechend, soweit die Personen, die nach § 53a Absatz 1 Satz 1 an der beruflichen Tätigkeit der in § 53 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 genannten Personen mitwirken, das Zeugnis verweigern dürften.
(5) Soweit das Zeugnisverweigerungsrecht der in § 53 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 genannten Personen reicht, ist die Beschlagnahme von Verkörperungen eines Inhalts (§ 11 Absatz 3 des Strafgesetzbuches), die sich im Gewahrsam dieser Personen oder der Redaktion, des Verlages, der Druckerei oder der Rundfunkanstalt befinden, unzulässig. Absatz 2 Satz 2 und § 160a Abs. 4 Satz 2 gelten entsprechend, die Beteiligungsregelung in Absatz 2 Satz 2 jedoch nur dann, wenn die bestimmten Tatsachen einen dringenden Verdacht der Beteiligung begründen; die Beschlagnahme ist jedoch auch in diesen Fällen nur zulässig, wenn sie unter Berücksichtigung der Grundrechte aus Artikel 5 Abs. 1 Satz 2 des Grundgesetzes nicht außer Verhältnis zur Bedeutung der Sache steht und die Erforschung des Sachverhaltes oder die Ermittlung des Aufenthaltsortes des Täters auf andere Weise aussichtslos oder wesentlich erschwert wäre.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 97 Überschrift: Eingef. durch Art. 1 Nr. 13 G v. 17.7.2015 I 1332 mWv 25.7.2015
§ 97 Abs. 1 Nr. 1 bis 3: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. a G v. 23.7.1992 I 1366 mWv 31.7.1992 u. d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. a G v. 15.2.2002 I 682 mWv 23.2.2002
§ 97 Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 30 Nr. 1 G v. 14.11.2003 I 2190 mWv 1.1.2004 u. d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. a DBuchst. aa G v. 21.12.2007 I 3198 mWv 1.1.2008
§ 97 Abs. 2 Satz 2 (früher Satz 3): IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. a DBuchst. bb G v. 21.12.2007 I 3198 mWv 1.1.2008 u. d. Art. 1 Nr. 9 nach Maßgabe d. Art. 6 u. 7 G v. 10.12.2015 I 2218 mWv 18.12.2015; früherer Satz 2 aufgeh. durch u. früherer Satz 3 jetzt Satz 2 gem. Art. 2 Nr. 4 Buchst. a G v. 30.10.2017 I 3618 mWv 9.11.2017
§ 97 Abs. 3: IdF d. Art. 1 Nr. 2 G v. 26.6.2009 I 1597 mWv 1.8.2009 u. d. Art. 2 Nr. 4 Buchst. b G v. 30.10.2017 I 3618 mWv 9.11.2017
§ 97 Abs. 4: IdF d. Art. 1 Nr. 2 G v. 26.6.2009 I 1597 mWv 1.8.2009
§ 97 Abs. 4 Satz 2: IdF d. Art. 2 Nr. 4 Buchst. c DBuchst. aa G v. 30.10.2017 I 3618 mWv 9.11.2017
§ 97 Abs. 4 Satz 3: IdF d. Art. 2 Nr. 4 Buchst. c DBuchst. bb G v. 30.10.2017 I 3618 mWv 9.11.2017
§ 97 Abs. 5 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. d DBuchst. aa G v. 15.2.2002 I 682 mWv 23.2.2002 u. d. Art. 2 Nr. 2 G v. 30.11.2020 I 2600 mWv 1.1.2021
§ 97 Abs. 5 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. d DBuchst. bb G v. 15.2.2002 I 682 mWv 23.2.2002, d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. b G v. 21.12.2007 I 3198 mWv 1.1.2008, d. Art. 2 G v. 25.6.2012 I 1374 mWv 1.8.2012 u. d. Art. 1 Nr. 3 G v. 20.11.2019 I 1724 mWv 26.11.2019

Weitere Fassungen dieser Norm ausblendenWeitere Fassungen dieser Norm

§ 97 StPO wird von folgenden Dokumenten zitiert ausblenden§ 97 StPO wird von folgenden Dokumenten zitiert

Dieses Gesetz wurde von 17 Normen geändert ausblendenDieses Gesetz wurde von 17 Normen geändert

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten:
https://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=BJNR006290950BJNE016014360&psml=bsbawueprod.psml&max=true

Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
https://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=StPO+%C2%A7+97&psml=bsbawueprod.psml&max=true


Blättern zur vorhergehenden Norm Blättern im Gesetz Blättern zur nachfolgenden Norm