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Normgeber:Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz
Aktenzeichen:52-8604.13/8602.50
Erlassdatum:09.12.2010
Fassung vom:09.12.2010
Gültig ab:01.01.2011
Gültig bis:31.12.2024
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:790
Fundstelle:GABl. 2010, 568
 

Anlage 1: Verordnungsmuster Bannwald



Verordnungsmuster Bannwald



Verordnung der (Körperschafts-)Forstdirektion ...
über den Bannwald

»Name«
Vom ...



Auf Grund von § 32 Landeswaldgesetz (LWaldG) in der Fassung vom 31. August 1995 (GBl. S. 685), wird verordnet:



Allgemeine Vorschriften



§ 1

Erklärung zum Bannwald



Die in § 2 näher bezeichneten Flächen im Forstbezirk ... auf dem Gebiet der Gemeinde ..., Gemarkung ..., Landkreis ..., Regierungsbezirk ... werden zum Bannwald erklärt.

Der Bannwald führt die Bezeichnung

»Name«.



§ 2

Schutzgegenstand



(1) Der Bannwald hat eine Größe von rd. ... ha.1

(2) Beschreibung des Gebietes,2

Das Schutzgebiet im Staatswald/Gemeindewald/Privatwald ... liegt ca. ... m / km <Himmelsrichtung> von der Gemeinde ... und beinhaltet die Abteilungen ..., ..., ..., ... und ... des/der Distrikte(s) ....

(3) Die Grenzen des Bannwaldes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25000 mit durchgezogener schwarzer Linie mit Bürstensignatur sowie in Detailkarten im Maßstab 1 : 10000 mit durchgezogener schwarzer Linie mit Bürstensignatur eingetragen3. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung.

Die Verordnung mit Karten wird bei der Forstdirektion/Körperschaftsforstdirektion ..., beim staatlichen/kommunalen Forstamt in ... und bei der unteren Verwaltungsbehörde ... auf die Dauer von 3 Wochen, beginnend am Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.

(4) Die Verordnung mit Karten ist nach Ablauf der Auslegungsfrist bei den in Absatz 3 Satz 3 bezeichneten Stellen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.



§ 3

Schutzzweck



Schutzzweck des Bannwaldes ist es, die unbeeinflußte, spontane Entwicklung des Waldes4 mit seinen Tier- und Pflanzenarten (Schutz des Sukzessionsablaufs, Prozeßschutz) sowie die wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu gewährleisten.

Dies beinhaltet den Schutz der Lebensräume und -gemeinschaften, die sich im Gebiet befinden, sich im Verlauf der eigendynamischen Entwicklung des Waldbestandes innerhalb des Schutzgebietes ändern oder durch die eigendynamische Entwicklung entstehen.



§ 4

Verbote



(1) Im Bannwald sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung im Schutzgebiet oder seines Naturhaushaltes, zu einer nachhaltigen Störung oder zu einer Beeinträchtigung der wissenschaftlichen Erforschung des Bannwaldes führen oder führen können, insbesondere die im Absatz 2 genannten Handlungen.

(2) Insbesondere ist es verboten:

1.
den Waldbestand forstwirtschaftlich zu nutzen oder Holz anderweitig zu entnehmen;
2.
Pflanzen oder Pflanzenbestandteile einzubringen, zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören;
3.
Waldwege mit Ausnahme von Fußwegen anzulegen;
4.
den Wald außerhalb der Wege zu betreten.
(Weitere mögliche Verbote siehe Anm. 5).5


§ 5

Zulässige Handlungen



(1) Die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd/und der Fischerei/bleibt unberührt mit der Maßgabe, daß

1.
Hochsitze landschaftsgerecht aus naturbelassenen Rundhölzern errichtet werden,
2.
keine Wildäcker, Wildwiesen oder Fütterungen angelegt oder Schußschneisen freigehalten werden,
3.
für die natürliche Verjüngung der vorkommenden Waldgesellschaften angepaßte Wildbestände hergestellt werden.

(2) Die Verbote des § 4 gelten weiter nicht für folgende im Einvernehmen mit der höheren Forstbehörde durchgeführte Maßnahmen:

1.
für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen;
2.
für die Bekämpfung von Forstschädlingen, wenn diese angrenzende Wälder erheblich gefährden;
3.
für Zaunbauten, die zur Abschätzung des Verbißdruckes, zur Sicherung der natürlichen Verjüngung oder für wissenschaftliche Untersuchungen notwendig sind;
4.
für Verkehrssicherungsmaßnahmen;
5.
für Entnahmen von Pflanzen oder Pflanzenteilen in geringem Umfang im Rahmen der wissenschaftlichen Betreuung oder für Zwecke der Generhaltung.
(Weitere Alternativen siehe Anm. 6).6


§ 6

Wissenschaftliche Betreuung



Die wissenschaftliche Betreuung des Bannwaldes obliegt der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg.



§ 7

Befreiungen



Von den Vorschriften dieser Verordnung kann durch die höhere Forstbehörde Befreiung erteilt werden.



§ 8

Ordnungswidrigkeiten



Ordnungswidrig im Sinne des § 83 Abs. 3 LWaldG handelt, wer in dem Bannwald vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.



§ 9

Inkrafttreten



Diese Verordnung tritt am Tage nach Ablauf der Auslegungsfrist nach § 2 Abs. 3 in Kraft

(Bei Erweiterung eines bestehenden Bannwaldes siehe Anm. 7).7

..., den ...

Körperschafts-/Forstdirektion ...

Unterschrift ...





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