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Normgeber:Innenministerium
Aktenzeichen:III 6 - 4101 - 4/1
Erlassdatum:11.06.1981
Fassung vom:15.04.1983
Gültig ab:27.05.1983
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:9232
Fundstelle:GABl. 1981, 729
 

Anlage 14: Anweisung für das Führen der Unfalltypen-Steckkarten

Anweisung für das
Führen der Unfalltypen-Steckkarten



1.
Darstellung der Unfälle


Bei Unfalltypen-Steckkarten wird jeder Unfall durch eine Nadel markiert:


-
Die Farbe der Nadel gibt den Unfalltyp,


-
die Größe der Nadel die schwerste Unfallfolge und


-
zusätzliche Markierungszeichen (Kragen am Schaft der Nadel) geben besondere Umstände an, die bei der Entstehung oder im Verlauf des Unfalls eine Rolle gespielt haben.


In der Unfalltypen-Steckkarte soll der Zeitpunkt, zu dem eine Verbesserung durchgeführt wurde, an der entsprechenden Straßenstelle (z. B. durch eine Fahne mit Datum) vermerkt werden.


1.1
Unfalltyp


Zu unterscheiden sind folgende Unfalltypen:


Typ 1

(Fahrunfall): Grüne Nadel


(Verlust der Fahrzeugkontrolle infolge zu hoher Geschwindigkeit oder falscher Einschätzung des Straßenverlaufs, jedoch ohne Mitwirkung anderer Verkehrsteilnehmer; im Verlauf des Fahrunfalls kann es zu einem Zusammenstoß mit anderen Verkehrsteilnehmern kommen, so daß man nicht von einem Alleinunfall sprechen kann)



Typ 2

(Abbiege-Unfall): Gelbe Nadel


(Unfall infolge des Zusammentreffens eines Fahrzeuges, das nach rechts oder links abbiegen will, mit einem Verkehrsteilnehmer, der aus gleicher oder entgegengesetzter Richtung kommt)



Typ 3

(Einbiegen/Kreuzen-Unfall): Rote Nadel


(Unfall infolge des Zusammentreffens eines Wartepflichtigen, der in eine vorfahrtrechtlich übergeordnete Straße einbiegen oder diese kreuzen will, mit einem Bevorrechtigten)



Typ 4

(Überschreiten-Unfall): Weiße Nadel


(Unfall durch das Zusammentreffen eines Fahrzeuges mit einem Fußgänger, der die Fahrbahn überschreiten will)



Typ 5

(Unfall durch ruhenden Verkehr): Blaue Nadel


(Unfall durch das Zusammentreffen eines auf der Fahrbahn Fahrenden mit einem Fahrzeug des ruhenden Verkehrs)



Typ 6

(Unfall im Längsverkehr): Orangefarbige Nadel


(Unfall durch das Zusammentreffen von Verkehrsteilnehmern, die sich in gleicher oder in entgegengesetzter Richtung bewegen, wenn es sich nicht um einen Unfall nach Typ 1 bis 5 handelt)



Typ 7

(Sonstiger Unfall): Schwarze Nadel



1.2
Unfallfolgen
Unfälle mit nur Sachschaden werden durch Nadeln mit 4-mm-Köpfen, Unfälle mit Verletzten durch Nadeln mit 6-mm-Köpfen und Unfälle mit Getöteten durch Nadeln mit 8-mm-Köpfen markiert.


1.3
Sondermerkmale
Durch farbige Markierungszeichen (in der Regel Dreiecke, 5 mm breit, 15 mm lang) am Schaft der Nadel werden Unfälle gekennzeichnet,
an denen Fußgänger oder Radfahrer beteiligt waren (Fußgänger: weißes Dreieck - ausgenommen Unfälle beim Überschreiten; Radfahrer: hellgrünes Dreieck) oder
bei denen besondere Umstände vorlagen (Signalanlage außer Betrieb: graues Dreieck; Baum-Unfall: grünes Dreieck).
Durch andere Markierungszeichen können - sofern das zweckmäßig erscheint und die Übersichtlichkeit der Steckkarten nicht leidet - weitere Merkmale angegeben werden (z. B. Tiere oder Wild: braunes Dreieck; Alkohol: hellblaues Dreieck; Überschreiten der zulässigen Geschwindigkeit: lila Dreieck; Dunkelheit: schwarzes Dreieck). Besonders für Autobahnen empfiehlt es sich, das Vorhandensein von Nässe oder Winterglätte und von Baustellen zu vermerken. (Hierfür können runde Markierungszeichen, z. B. Nässe: blaue Kreisscheibe, Winterglätte: weiße Kreisscheibe, verwendet werden.)


1.4
Anordnen der Nadeln
Ereignen sich an einer Straßenstelle (z. B. an einer Kreuzung/Einmündung oder in einer Kurve) mehrere Unfälle, so sind die entsprechenden Nadeln in einer Reihe übereinander, untereinander oder nebeneinander so zu stecken, daß die Unfallhäufung an diesem Punkt auf einen Blick zu erkennen ist.
Die auf einer Nebenkarte gesteckten Unfälle sind auf der Hauptkarte nicht mehr zu vermerken.


2.
Typisierung der Unfälle
Die in der Unfalltypen-Steckkarte darzustellenden Eigenarten eines Unfalls nach den Nummern 1.1 bis 1.3 werden auf Grund der Unfallaufzeichnungen festgestellt und auf der Durchschrift der Verkehrsunfallanzeige, die in der Unfallblattsammlung nach dem Unfallort abgelegt wird, vermerkt. Diese Bearbeitung erfolgt zweckmäßigerweise unmittelbar nach Eingang der Unfallmeldung. Dann sollte auch gleich die Markierung der Unfälle in der Steckkarte vorgenommen werden.


3.
Karten
Für den Bereich der örtlichen Unfalluntersuchung (Landkreis, Teil eines Landkreises, Stadt) sind außer der Hauptkarte im Maßstab 1 : 25000, die das gesamte Gebiet umfaßt, Nebenkarten mit größerem Maßstab für solche Teile der Hauptkarte zu führen, wo diese wegen großer Unfallhäufigkeit unübersichtlich werden würde. Die Bereiche für die Nebenkarten gesteckt werden, sind auf der Hauptkarte (z. B. durch Markierungsschnur) zu kennzeichnen.


4.
Betrachtungszeitraum
In Unfalltypen-Steckkarten wird in der Regel das Unfallgeschehen während eines Kalenderjahres dargestellt. Die Unfalltypen-Steckkarte des Vorjahres bleibt als Arbeitsgrundlage und zu Vergleichszwecken noch ein Jahr erhalten. Bevor sie abgeräumt wird, sind davon Farbfotos (am besten Dias) - bei größeren Steckkarten von Ausschnitten - anzufertigen.







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