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Normgeber:Innenministerium
Aktenzeichen:III 6 - 4101 - 4/1
Erlassdatum:11.06.1981
Fassung vom:15.04.1983
Gültig ab:27.05.1983
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:9232
Fundstelle:GABl. 1981, 729
 

Anlage 16: Leitfaden des Innenministeriums für die Fertigung von Unfalldiagrammen - Formblatt



Leitfaden des Innenministeriums
für die Fertigung von Unfalldiagrammen



1.
Fertigung der Unfalldiagramme


Das Unfallgeschehen an einem Punkt bzw. auf einer Strecke soll im Unfalldiagramm so dargestellt werden, daß auch von Laien schnell ein umfassender Überblick gewonnen werden kann, ohne daß ausführliche textliche Schilderungen erforderlich sind.


1.1
Signaturen im Unfalldiagramm


Im Unfalldiagramm soll die Situation im Augenblick des Zusammenstoßes dargestellt werden. Einzutragen sind aber nicht nur die unmittelbar an der Kollision Beteiligten, sondern alle Verkehrsteilnehmer, die irgendwie mit der Entstehung des Unfalls zu tun hatten, z. B.


-
der Fußgänger, der die Straße überschreiten wollte, wodurch es zu einem Auffahrunfall kam,


-
der Linksabbieger, der Anlaß war, daß ein nachfolgendes Fahrzeug bremste, so daß ein Auffahrunfall entstand,


-
die beiden einander überholenden Fahrzeuge, deretwegen ein aus der Gegenrichtung kommendes Fahrzeug von der Straße abkam.


Nur dadurch, daß auch solche »mittelbar beteiligten« Verkehrsteilnehmer ins Unfalldiagramm eingetragen werden, werden die wirklichen Eigenarten des Unfallgeschehens erkennbar (Abb. 2).


1.2
Unfalldiagramme für Punkte


Die Unfälle werden entsprechend Nr. 1 in eine vereinfachte Darstellung der betrachteten Straßenstelle eingetragen. Diese Lageplanskizze muß nicht maßstabgerecht sein; in vielen Fällen wird vielmehr eine Aufweitung der Straßenquerschnitte erforderlich sein.
Inseln sind stets einzuzeichnen, Fahrbahnmarkierungen zumindest dann, wenn ein Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen besteht.


Um die Auswertung des Unfalldiagramms zu erleichtern, soll das Unfallgeschehen in den Lageplan so eingetragen werden, daß Unfälle gleicher Art gruppenweise zusammengefaßt werden (z. B. Fahrunfälle; Unfälle infolge Vorfahrtmißachtung; Unfälle, die durch linksabbiegende Fahrzeuge ausgelöst wurden).
Die Sortierung nach Gruppen gleichartiger Unfälle ist vorzunehmen, auch wenn die einzelnen Unfälle dann nicht mehr genau am Ort des Geschehens eingetragen werden können (Abb. 4).


1.3
Unfalldiagramme für Strecken


Muß das Unfallgeschehen für einen längeren Streckenabschnitt dargestellt werden, so empfiehlt es sich, die Unfälle nicht mehr in den Lageplan der Straße einzuzeichnen, sondern - nach Typen geordnet - jeweils in Höhe der Unfallstelle neben dem Lageplan einzutragen.


1.4
Sonstige Ausgestaltung der Unfalldiagramme


Im Lageplan sind die wichtigsten Verkehrszeichen, die Straßennamen, Straßenziele und ein Nordpfeil einzutragen.
Weder der Lageplan noch die Signaturen und Verkehrszeichen müssen mit dem Lineal gezeichnet werden.


Die Unfälle sollen im Unfalldiagramm mit der lfd. Nummer der Unfalliste versehen werden: Nur so ist es möglich, weitere Angaben zu den einzelnen Unfällen (Datum, Uhrzeit, Folgen) den Unfallaufzeichnungen zu entnehmen.


2.
Betrachtungszeitraum


Unfalldiagramme sollten nicht nur für den Zeitraum eines Jahres gefertigt werden. Vielmehr empfiehlt es sich, sämtliche Unfälle zu berücksichtigen, für die die Unterlagen noch greifbar sind. Je länger der Betrachtungszeitraum bzw. je größer die Zahl der Unfälle ist, um so deutlicher lassen sich für die Unfallstelle typische Unfallhäufungen und damit Hinweise auf unfallbegünstigende Eigenarten der Unfallstelle finden.


In einem Diagramm darf das Unfallgeschehen aber nur für solche Zeiträume zusammengefaßt werden, während denen die bauliche Gestalt und die Verkehrsregelung der betrachteten Straße gleichgeblieben sind und der Verkehr sich nicht wesentlich geändert hat.


Abb. 1



Abbildung: Signaturen im Unfalldiagramm



Abbildung: Fahrzustand



Abb. 2



Abbildung zeigt zwei Kreuzungen aus denen hervorgeht, dass die Entstehung eines Unfalles ohne mittelbar Beteiligte unklar, die Entstehung eines Unfalles mit mittelbar Beteiligten erkennbar ist



Abb. 3



Abbildung: gesamter Kollisionsverlauf eines Unfalls an einer Kreuzung unübersichtlich dargestellt



Abbildung: vereinfachte Darstellung des Kollisionsverlaufs ohne Wege der Unfallbeteiligten nach dem Zusammenstoß übersichtlicher dargestellt



Abb. 4



Abbildung: a) Unfälle am Kollisionspunkt unübersichtlich gezeichnet;                   b) nach Unfallgruppen geordnetes Kollisionsdiagramm, das                        übersichtlicher gezeichnet ist







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