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Amtliche Abkürzung:G 10
Fassung vom:23.12.2016 Fassungen
Gültig ab:31.12.2016
Gültig bis:31.12.2021
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 190-4
Gesetz zur Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses
Artikel 10-Gesetz
§ 7 Übermittlungen durch den Bundesnachrichtendienst
(1) Durch Beschränkungen nach § 5 erhobene personenbezogene Daten dürfen nach § 33 des BND-Gesetzes zur Unterrichtung über die in § 5 Abs. 1 Satz 3 genannten Gefahren übermittelt werden.
(2) Durch Beschränkungen nach § 5 erhobene personenbezogene Daten dürfen an die Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder sowie an den Militärischen Abschirmdienst übermittelt werden, wenn
1.
tatsächliche Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Daten erforderlich sind zur Sammlung und Auswertung von Informationen über Bestrebungen in der Bundesrepublik Deutschland, die durch Anwendung von Gewalt oder darauf gerichtete Vorbereitungshandlungen gegen die in § 3 Abs. 1 Nr. 1, 3 und 4 des Bundesverfassungsschutzgesetzes genannten Schutzgüter gerichtet sind,
2.
bestimmte Tatsachen den Verdacht sicherheitsgefährdender oder geheimdienstlicher Tätigkeiten für eine fremde Macht begründen oder
3.
im Falle des § 5 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit Satz 3 Nummer 8 tatsächliche Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Angriffe von Bestrebungen oder Tätigkeiten nach § 3 Absatz 1 des Bundesverfassungsschutzgesetzes ausgehen.
(3) Durch Beschränkungen nach § 5 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit Satz 3 Nr. 3 erhobene personenbezogene Daten dürfen an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) übermittelt werden, wenn tatsächliche Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Kenntnis dieser Daten erforderlich ist
1.
zur Aufklärung von Teilnehmern am Außenwirtschaftsverkehr über Umstände, die für die Einhaltung von Beschränkungen des Außenwirtschaftsverkehrs von Bedeutung sind, oder
2.
im Rahmen eines Verfahrens zur Erteilung einer ausfuhrrechtlichen Genehmigung oder zur Unterrichtung von Teilnehmern am Außenwirtschaftsverkehr, soweit hierdurch eine Genehmigungspflicht für die Ausfuhr von Gütern begründet wird.
(4) Durch Beschränkungen nach § 5 erhobene personenbezogene Daten dürfen zur Verhinderung von Straftaten an die mit polizeilichen Aufgaben betrauten Behörden übermittelt werden, wenn
1.
tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht bestehen, dass jemand
a)
Straftaten nach den §§ 89a, 89b, 89c Absatz 1 bis 4 oder § 129a, auch in Verbindung mit § 129b Abs. 1, sowie den §§ 146, 151 bis 152a oder § 261 des Strafgesetzbuches,
b)
vorsätzliche Straftaten nach den §§ 17 und 18 des Außenwirtschaftsgesetzes, §§ 19 bis 21 oder § 22a Abs. 1 Nr. 4, 5 und 7 des Gesetzes über die Kontrolle von Kriegswaffen oder
c)
Straftaten nach § 29a Abs. 1 Nr. 2, § 30 Abs. 1 Nr. 1, 4 oder § 30a des Betäubungsmittelgesetzes
plant oder begeht oder
2.
bestimmte Tatsachen den Verdacht begründen, dass jemand eine der in § 3 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 2, 5, 7 und 9, Satz 2 oder Absatz 1a dieses Gesetzes oder eine sonstige der in § 100a Absatz 2 der Strafprozessordnung genannten Straftaten plant oder begeht.
Die Daten dürfen zur Verfolgung von Straftaten an die zuständigen Behörden übermittelt werden, wenn bestimmte Tatsachen den Verdacht begründen, dass jemand eine in Satz 1 bezeichnete Straftat begeht oder begangen hat.
(4a) Durch Beschränkungen nach § 5 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit Satz 3 Nummer 8 erhobene personenbezogene Daten dürfen an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik übermittelt werden, wenn tatsächliche Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Daten erforderlich sind zur Abwehr von Gefahren für die Sicherheit der Informationstechnik des Bundes oder zur Sammlung und Auswertung von Informationen über Sicherheitsrisiken auch für andere Stellen und Dritte.
(5) Die Übermittlung ist nur zulässig, soweit sie zur Erfüllung der Aufgaben des Empfängers erforderlich ist. Sind mit personenbezogenen Daten, die übermittelt werden dürfen, weitere Daten des Betroffenen oder eines Dritten in Akten so verbunden, dass eine Trennung nicht oder nur mit unvertretbarem Aufwand möglich ist, ist die Übermittlung auch dieser Daten zulässig; eine Verwendung dieser Daten ist unzulässig. Über die Übermittlung entscheidet ein Bediensteter des Bundesnachrichtendienstes, der die Befähigung zum Richteramt hat. Die Übermittlung ist zu protokollieren.
(6) Der Empfänger darf die Daten nur für die Zwecke verwenden, zu deren Erfüllung sie ihm übermittelt worden sind. Er prüft unverzüglich und sodann in Abständen von höchstens sechs Monaten, ob die übermittelten Daten für diese Zwecke erforderlich sind. § 4 Abs. 6 Satz 4 und § 6 Abs. 1 Satz 2 und 3 gelten entsprechend.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 7 Abs. 1: IdF d. Art. 3 Abs. 3 Nr. 2 G v. 23.12.2016 I 3346 mWv 31.12.2016
§ 7 Abs. 2 Nr. 1: IdF d. Art. 4 Nr. 1 G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002 (Maßgaben vgl. Art. 22 Abs. 2 u. 3 G v. 9.1.2002 I 361 iVm Art. 2 G v. 5.1.2007 I 2) u. d. Art. 6 Nr. 6 Buchst. a DBuchst. aa G v. 17.11.2015 I 1938 mWv 21.11.2015
§ 7 Abs. 2 Nr. 2: IdF d. Art. 6 Nr. 6 Buchst. a DBuchst. bb G v. 17.11.2015 I 1938 mWv 21.11.2015
§ 7 Abs. 2 Nr. 3: Eingef. durch Art. 6 Nr. 6 Buchst. a DBuchst. cc G v. 17.11.2015 I 1938 mWv 21.11.2015
§ 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 Buchst. a: IdF d. Art. 5 Abs. 1 Nr. 2 G v. 22.8.2002 I 3390 mWv 30.8.2002, d. Art. 4 Abs. 1 Nr. 2 nach Maßgabe d. Art. 5 G v. 30.7.2009 I 2437 mWv 4.8.2009 u. d. Art. 2 Abs. 1 Nr. 2 G v. 12.6.2015 I 926 mWv 20.6.2015
§ 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b: IdF d. Art. 2 Abs. 4 G v. 6.6.2013 I 1482 mWv 1.9.2013
§ 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2: IdF d. Art. 6 Nr. 6 Buchst. b G v. 17.11.2015 I 1938 mWv 21.11.2015 u. d. Art. 2 Abs. 1 Nr. 2 G v. 22.12.2016 I 3150 mWv 1.1.2017
§ 7 Abs. 4a: Eingef. durch Art. 6 Nr. 6 Buchst. c G v. 17.11.2015 I 1938 mWv 21.11.2015
§ 7 Abs. 6 Satz 3: IdF d. Art. 1 Nr. 6 Buchst. b G v. 31.7.2009 I 2499 mWv 5.8.2009

Weitere Fassungen dieser Norm ausblendenWeitere Fassungen dieser Norm

§ 7 G 10, vom 19.04.2021, gültig ab 01.01.2022
§ 7 G 10, vom 03.12.2015, gültig ab 10.01.2021 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 22.12.2016, gültig ab 10.01.2021 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 23.12.2016, gültig ab 10.01.2021 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 03.12.2020, gültig ab 10.01.2021 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 22.12.2016, gültig ab 01.01.2017 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 07.12.2011, gültig ab 10.01.2016 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 06.06.2013, gültig ab 10.01.2016 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 17.11.2015, gültig ab 10.01.2016 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 03.12.2015, gültig ab 10.01.2016 bis 31.12.2016
§ 7 G 10, vom 17.11.2015, gültig ab 21.11.2015 bis 09.01.2016
§ 7 G 10, vom 12.06.2015, gültig ab 20.06.2015 bis 20.11.2015
§ 7 G 10, vom 06.06.2013, gültig ab 01.09.2013 bis 19.06.2015
§ 7 G 10, vom 05.01.2007, gültig ab 10.01.2012 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 30.07.2009, gültig ab 10.01.2012 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 31.07.2009, gültig ab 10.01.2012 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 31.07.2009, gültig ab 05.08.2009 bis 31.08.2013
§ 7 G 10, vom 30.07.2009, gültig ab 04.08.2009 bis 04.08.2009
§ 7 G 10, vom 09.01.2002, gültig ab 11.01.2007 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 22.08.2002, gültig ab 11.01.2007 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 22.12.2003, gültig ab 11.01.2007 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 11.02.2005, gültig ab 11.01.2007 bis (gegenstandslos)
§ 7 G 10, vom 05.01.2007, gültig ab 11.01.2007 bis 03.08.2009
§ 7 G 10, vom 11.02.2005, gültig ab 19.02.2005 bis 10.01.2007
§ 7 G 10, vom 22.12.2003, gültig ab 28.12.2003 bis 18.02.2005
§ 7 G 10, vom 22.08.2002, gültig ab 30.08.2002 bis 27.12.2003
§ 7 G 10, vom 09.01.2002, gültig ab 01.01.2002 bis 29.08.2002
§ 7 G 10, vom 26.06.2001, gültig ab 29.06.2001 bis 31.12.2001

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