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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Verkehr und Infrastruktur
Aktenzeichen:41-2611.2/89
Erlassdatum:17.09.2012
Fassung vom:16.12.2020
Gültig ab:01.02.2021
Gültig bis:31.01.2028
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2133-3
 

Zum Hauptdokument : Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau über die brandschutztechnische Prüfung im baurechtlichen Verfahren (VwV Brandschutzprüfung)



Anlage



Hinweise zu möglichen Inhalten einer brandschutztechnischen
Stellungnahme nach
Ziffer 4 bis 6



Die Baurechtsbehörde kann sich bei der Erstellung der brandschutztechnischen Stellungnahme insbesondere an der folgenden Liste orientieren.



1.

Allgemeines zum Bauvorhaben


□ •

Bezeichnung des Bauvorhabens


□ •

Ortsangabe (Adresse, Flurstück) mit Erschließung


□ •

Bauherr/Bauherrin, ggf. Verantwortung für den Betrieb


□ •

Brandschutzrelevante Merkmale der Umgebung (Einrichtungen mit erhöhter Brandgefahr oder mit besonderer Gefährdungslage im Brandfall)


□ •

Bezug auf genau bezeichneten Planungsstand


□ •

Bestimmungsgemäße Nutzung der Gesamtanlage


□ •

Bestimmungsgemäße Nutzer (Zahl, Bestimmtheit, brandschutzrelevante Besonderheiten)


□ •

Brandlasten (insbesondere auch von Lagerflächen)


□ •

Darstellung und Erläuterung der Schutzziele (Personenschutz, Denkmal-/Sachwertschutz, Umweltschutz usw.)


□ •

Rechtliche Anforderungen (Bauplanungs- und Bauordnungsrecht) (siehe auch Nr. 16)


□ •

Besondere Zündquellen


□ •

Besondere Gefahren, die im Brandfall ausgelöst werden


□ •

Definition kritischer Punkte im Bauablauf mit Zeitraum und Meldepflichten


□ •

Zusätzliche Bauvorlagen, besondere Pläne oder geeignete Darstellungsweisen für zu bestimmende Brandschutzmaßnahmen

2.

Flächen für die Feuerwehr


□ •

Objektspezifische Anforderungen an Zugänglichkeit


□ •

Zu- und Durchgänge


□ •

Zu- und Umfahrten


□ •

Aufstell- und Bewegungsflächen


□ •

Sicherstellung der Zugänglichkeit, ggf. gemäß Abstimmung mit Brandschutzdienststelle (z.B. Feuerwehrschlüsseldepot)


□ •

Verknüpfung mit Belangen des Objektschutzes

3.

Löschmittelversorgung


□ •

Löschmittelbedarf


□ •

Ggf. spezifische Anforderungen durch Brandschutzdienststelle


□ •

Verwendbare Löschwasserentnahmestellen und deren Leistungsfähigkeit bzw. Dokumentation der Auskünfte des Wasserversorgungsunternehmens (ggf. Hydrantenplan aus Lageplan)


□ •

Abgleich zwischen Löschwasserbedarf und -versorgung und geeignete Maßnahmen

4.

Löschmittelbeseitigung


□ •

Vorhandensein wassergefährdender Stoffe mit Angaben zu Menge, Wassergefährdungsklasse und Ort


□ •

Anforderungen zur Löschmittelrückhaltung aus einschlägigen Regelwerken


□ •

Ermittlung des erforderlichen Rückhaltevolumens bzw. Negativvermerk


□ •

Maßnahmen zur Löschmittelrückhaltung (Rückhalteräume, Löschwasserbarrieren)

5.

Tragkonstruktion


□ •

Feuerwiderstand der tragenden und aussteifenden Bauteile (Gebäudeklasse)

6.

System der äußeren und inneren Abschottungen


□ •

Äußere Abschottungen (brandschutztechnisch begründete Abstandsregelungen, Gebäudeabschlusswände als Brandwände, Dachöffnungen bzw. -aufbauten)


□ •

Abschottungssystem mit Größenangaben (Brandabschnitte, Brandbekämpfungsabschnitte, Rauchabschnitte, sowie sonstige abgetrennte Bereiche)


□ •

Innere Brandwände und Trennwände mit Anordnung und Verlauf


□ •

Maßnahmen gegen Brandausbreitung in vertikaler Richtung (Decken, Fassaden, geschossübergreifende Räume)


□ •

Öffnungsabschlüsse in trennenden Bauteilen (Türen, Fenster usw.)


□ •

Raumabschließende Feuerwiderstandsdauer trennender Bauteile


□ •

Anforderungen an Baustoffe, Bekleidungen, Dämmstoffe, Fugen und Beläge von trennenden Bauteilen

7.

Flucht- und Rettungswege


□ •

Grundsystem der Evakuierung


□ •

Nachweis 1. und 2. Rettungsweg für jede Nutzungseinheit in jedem Geschoss mit Aufenthaltsraum


□ •

Länge des 1. Rettungswegs


□ •

Durchgangsbreite und -höhe der Rettungswege


□ •

Maßnahmen für besondere Personenkreise (u.a. Behinderte)


□ •

Ausbildung der Rettungswege (notwendige Flure, notwendige Treppen, notwendige Treppenräume, Ausgänge)


□ •

Türen und Fenster in Rettungswegen (Öffenbarkeit, elektrische Verriegelung, Feststellanlagen, Freilauftürschließer, automatische Schiebetüren, Erreichbarkeit anleiterbarer Stellen)


□ •

Kennzeichnung und (Sicherheits-)Beleuchtung, ggf. Fluchtleitsystem

8.

Höchstzulässige Nutzerzahl; nutzungsspezifische Gebäudeauslegung


□ •

Analyse der geplanten Nutzung hinsichtlich des Auftretens größerer Personenzahlen


□ •

Leistungsfähigkeit der Rettungswege bzw. des Evakuierungskonzepts mit maximalen Personenzahlen


□ •

Sonstige brandschutzbedingte Nutzungsbeschränkungen (u.a. Lagerhöhe, Lagerflächengröße, Ausschmückungen bei Versammlungsstätten, Brandlastfreiheit von Rettungswegen, Verortung von Brandlasten)

9.

Haustechnische Anlagen


□ •

Haustechnische Versorgung mit Zentralen, zugeordneten versorgten Bereichen und ggf. Leistungskenndaten (insbesondere bei brennbaren Leitungen, brennbaren Medien oder gesundheitsgefährdenden elektrischen Spannungen)


□ •

Schottung bei der Durchdringung von Bauteilen, an die Anforderungen bezüglich des Raumabschlusses gestellt werden


□ •

Anforderungen an Schächte und Kanäle (ggf. auch Unterdecken und Systemböden)


□ •

Aufzüge (mit Brandfallsteuerung bei Haltepunkten in mehr als einem Rauchabschnitt)


□ •

Feuerwehraufzug


□ •

Anforderungen an äußeren und inneren Blitzschutz mit Angabe der einzuhaltenden Regelwerke


□ •

Feuerungsanlagen, Heizräume einschließlich Brennstofflagerung und Brennstoffleitungen


□ •

Explosionsschutz (z.B. Pelletlagerung, Sauganlagen)


□ •

Lüftungsanlage (Art und Umfang, Standort der Zentrale, versorgte Bereiche, Verhinderung von Brand- und Rauchausbreitung, Baustoffe, Brandfallsteuerung)

10.

Rauch- und Wärmeabzug


□ •

Erfordernis nach Bauordnungsrecht


□ •

Grundsystem der Entrauchung und Wärmeableitung mit bauordnungsrechtlichen Anforderungen (z.B. für notwendige Treppenräume, Aufzugsschächte, Technikräume)


□ •

Entrauchungsmaßnahmen mit zugrundeliegenden Bemessungsvorschriften (ggf. Funktionserhalt) und Brandszenario


□ •

Querschnitt von natürlichen Entrauchungsmaßnahmen (mit Angabe der aerodynamisch wirksamen Fläche) bzw. Auslegungskriterien bei maschineller Entrauchung oder Differenzdrucksystemen


□ •

Spezifische Anforderungen an Komponenten der Entrauchungsanlage (Temperaturbeständigkeit von Brandgasventilatoren, Entrauchungs- oder Jalousieklappen)


□ •

Dimensionierung und Nachweis ausreichender Zuluftführung


□ •

Auslösung und Steuerung

11.

Brandmeldeanlagen und Alarmierungseinrichtungen


□ •

Erfordernis nach Bauordnungsrecht


□ •

Überwachungsumfang durch automatische (bzw. manuelle) Brandmelder, Regelwerke, ggf. Betriebsart (Aufschaltung zur Feuerwehr, Vermeidung von Fehlalarmen)


□ •

Alarmierungsbereiche, Art der Alarmierung (z.B. Signal, Sprachalarm, optisch), ggf. Sprechstellen und Zuordnung von Sicherheitsklassen


□ •

Anordnung von Zentralen, ggf. Unterzentralen, Feuerwehrtableaus, Feuerwehrbedienfeld und Auslöseeinrichtungen (manuell bzw. automatisch, Kenngröße der Melder: Ranch bzw. Temperatur)


□ •

Szenarienabhängige Matrix oder Verknüpfungsplan


□ •

Feuerwehr-Kommunikationssysteme (z.B. Gebäudefunkanlagen)


□ •

Gegensprechanlage zur Kommunikation mit Einsatzkräften

12.

Anlagen und Einrichtungen zur Brandbekämpfung


□ •

Erfordernis nach Bauordnungsrecht, ggf. nach Arbeitsstättenrecht


□ •

Definition des Schutzumfangs


□ •

Wasser- oder Gaslöschanlagen mit Regelwerken (Schutzwert für Sprinkleranlagen)


□ •

Standort und Auslegung von Wandhydranten; Löschwasseranlagen


□ •

Erfordernis einer Druckerhöhungsanlage


□ •

Grundzüge der Ausstattung mit Handfeuerlöschern (Regelwerke, Löschmittel)


□ •

Sonderlöschmittel und Löschverfahren

13.

Sicherheitsstromversorgung


□ •

Erfordernis nach Bauordnungsrecht


□ •

Zusammenstellung der anzuschließenden Verbraucher (u. a. Sicherheitsbeleuchtung) jeweils mit erforderlicher Betriebsdauer


□ •

Anforderungen an Betriebsräume (z.B. für Batterien oder Stromerzeugungsaggregate)


□ •

Funktionserhalt elektrischer Leitungsanlagen (z.B. Verteiler)

14.

Feuerwehrpläne


□ •

Erfordernis nach Bauordnungsrecht (DIN 14095)


□ •

Besonderheiten des Brandschutzkonzepts, die für die Einsatzkräfte relevant sind

15.

Betriebliche Maßnahmen zur Brandverhütung


□ •

Bei Bauarbeiten (Dokumente für feuergefährliche Arbeiten, Schweißerlaubnis, Brandwache)


□ •

Erfordernis von Brandschutzbeauftragten bzw. Sicherheitsingenieuren (Qualifikationsanforderung, Tätigkeitsbeschreibung)


□ •

Erfordernis von betrieblichen Selbsthilfekräften


□ •

Erfordernis einer Brandschutzordnung (DIN 14096) und deren Inhalt bzw. Umfang; Einweisung neuer Nutzer bzw. Mitarbeiter


□ •

Erfordernis von Flucht- und Rettungswegplänen, ggf. mit Inhalt und Aushangsort


□ •

Erfordernis und Anforderungen an Werkfeuerwein; Betriebsfeuerwehr bzw. Hausfeuerwehr


□ •

Maßnahmen zur Evakuierung bzw. Räumung des Gebäudes; Festlegung von Sammelplätzen; anzusetzende Übungen


□ •

Besondere nutzungsbedingte Schutzmaßnahmen (z.B. Laborhygiene, Strahlenschutz)


□ •

Weitere Maßnahmen zur Brandverhütung (selbstverlöschende Abfalleimer, Materialwahl ohne Kunststoff u.a.)


□ •

Zusammenstellung der noch vorzulegenden Eignungsnachweise


□ •

Zusammenstellung der bauordnungsrechtlichen Prüfanforderungen an technische Anlagen (nach »Prüfgrundsätzen«, Qualifikation der Prüfenden, Fristen)


□ •

Zusammenstellung von Wartungs- bzw. Turnusprüfungen (Fristen, Verantwortlichkeit)


□ •

Pflichten der für den Betrieb Verantwortlichen

16.

Abweichungen nach § 56 LBO und Erleichterungen nach § 38 LBO


□ •

Vollständige Zusammenstellung im Abgleich zu den materiellen Anforderungen des Bauordnungsrechts mit den beabsichtigten ausgelichenden Maßnahmen


□ •

Erläuterungen, wenn ausgleichende Maßnahmen nicht für erforderlich erachtet werden


□ •

Hinweise auf ggf. notwendige Baulasten

17.

Verwendete Rechenverfahren


□ •

Rechenverfahren, die im Rahmen der Risikoanalyse für das Brandschutzkonzept oder einzelne Komponenten daraus verwendet wurden


□ •

Nachweis von Anwendungsbereichen und Eignung der Rechenverfahren für die objektspezifische Geometrie, Brandszenarien


□ •

Zusammenstellung der wesentlichen für die Berechnung erforderlichen Parameter


□ •

Geeignete und nachvollziehbare Darstellung der Ergebnisse einschließlich relevanter Zwischenergebnisse



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