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Amtliche Abkürzung:MPAV
Fassung vom:21.04.2021 Fassungen
Gültig ab:26.05.2021
Dokumenttyp:Rechtsverordnung
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 7102-47-13
Verordnung zur Regelung der Abgabe von Medizinprodukten
Medizinprodukte-Abgabeverordnung
§ 3 Sonstige Abgabebeschränkungen
(1) Die Abgabestelle muss die betrieblichen Voraussetzungen für eine sachgerechte Lagerung der vorrätig gehaltenen Medizinprodukte erfüllen. Eine Abgabe von Medizinprodukten, die nicht zur Anwendung durch Laien vorgesehen sind, darf nur an Fachkreise nach § 3 Nummer 2 des Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetzes erfolgen, es sei denn, eine ärztliche oder zahnärztliche Verschreibung wird vorgelegt. Die Vorschriften der Apothekenbetriebsordnung über das Inverkehrbringen und die Lagerung von Medizinprodukten bleiben unberührt.
(2) Die Abgabestelle muss bei Bedarf eine fachliche Beratung gewährleisten für Medizinprodukte, die
1.
verschreibungspflichtig, aber nicht apothekenpflichtig sind,
2.
zur Anwendung durch Laien angeboten werden und nicht der Klasse I nach den Klassifizierungsregeln des Anhangs VIII der Verordnung (EU) 2017/745 angehören oder die
3.
In-vitro-Diagnostika zur Eigenanwendung sind.
Dies gilt nicht bei einer Abgabe an Fachkreise nach § 3 Nummer 2 des Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetzes.
(3) Die Sachkenntnis zur fachlichen Beratung wird bei Ärzten, Zahnärzten, Medizinprodukteberatern nach § 83 des Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetzes, Drogisten, Gesundheitshandwerkern gemäß Anlage A Nummer 33 bis 37 der Handwerksordnung und bei Leistungserbringern, die nachweislich die Anforderungen des § 126 Absatz 1 Satz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch erfüllen, für die jeweils von ihrer Ausbildung erfassten Gruppen von Medizinprodukten vorausgesetzt.
(4) In-vitro-Diagnostika, die für den direkten oder indirekten Nachweis eines Krankheitserregers für die Feststellung einer in § 24 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes genannten Krankheit oder einer Infektion mit einem in § 24 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes genannten Krankheitserreger bestimmt sind, dürfen nur abgegeben werden an:
1.
Ärzte,
2.
ambulante und stationäre Einrichtungen im Gesundheitswesen, Großhandel und Apotheken,
3.
Gesundheitsbehörden des Bundes, der Länder, der Gemeinden und Gemeindeverbände,
4.
Blutspendedienste, pharmazeutische Unternehmen,
5.
Beratungs- und Testeinrichtungen für besonders gefährdete Personengruppen.
Davon ausgenommen sind die in Anlage 3 aufgeführten In-vitro-Diagnostika.
(4a) Sofern der Deutsche Bundestag nach § 5 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat, dürfen In-vitro-Diagnostika, die für den direkten oder indirekten Nachweis eines Krankheitserregers für die Feststellung einer in § 24 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes genannten Krankheit oder einer Infektion mit einem in § 24 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes genannten Krankheitserreger bestimmt sind, abweichend von Absatz 4 auch an folgende natürliche Personen, Einrichtungen und Unternehmen abgegeben werden:
1.
Einrichtungen und Unternehmen nach § 23 Absatz 3 Satz 1 Nummer 11 des Infektionsschutzgesetzes,
2.
Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes sowie berufsbildende Schulen und Ausbildungseinrichtungen, Gemeinschaftseinrichtungen nach § 33 Nummer 2 des Infektionsschutzgesetzes und die in § 36 Absatz 1 Nummer 7 zweiter Halbsatz des Infektionsschutzgesetzes genannten Angebote in Einrichtungen zur Unterstützung im Alltag,
3.
ambulante Dienste der Eingliederungshilfe und
4.
Arbeitgeber im Sinne des § 2 Absatz 3 des Arbeitsschutzgesetzes, sofern sie nicht bereits durch die Nummern 1 bis 3 erfasst sind.
(5) Das Robert Koch-Institut kann befristete Ausnahmen von den Absätzen 4 und 4a zulassen, wenn dies aus Gründen der öffentlichen Gesundheit erforderlich ist. Zugelassene Ausnahmen gibt das Robert Koch-Institut auf seinen Internetseiten sowie im Bundesanzeiger bekannt.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 3: Die Geltung dieser Fassung ist durch Art. 3 Abs. 2 V v. 2.12.2020 BAnz AT 03.12.2020 V1, dieser idF d. Art. 10 Abs. 9 G v. 29.3.2021 I 370 u. Art. 3 Abs. 2 V v. 15.1.2021 BAnz AT 19.1.2021 V1, dieser idF d. Art. 10 Abs. 10 G v. 29.3.2021 I 370 u. Art. 3 Abs. 2 V v. 1.2.2021 BAnz AT 02.02.2021 V1, dieser idF d. Art. 10 Abs. 11 G v. 29.3.2021 I 370 u. Art. 3 Abs. 2 V v. 12.3.2021 BAnz AT 15.03.2021 V1 über den 31.3.2021 hinaus bis zur Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite nach § 5 Abs. 4 Satz 1 G v. 20.7.2000 I 1045 (IfSG), dieser idF d. Art. 1 Nr. 1 Buchst. d DBuchst. aa G v. 29.3.2021 I 370 verlängert worden
§ 3 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 4 Nr. 2 V v. 19.12.2014 I 2371 mWv 30.12.2014 u. d. Art. 8 Nr. 3 Buchst. a V v. 21.4.2021 I 833 mWv 26.5.2021
§ 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2: IdF d. Art. 8 Nr. 3 Buchst. b DBuchst. aa V v. 21.4.2021 I 833 mWv 26.5.2021
§ 3 Abs. 2 Satz 2: IdF d. Art. 8 Nr. 3 Buchst. b DBuchst. bb V v. 21.4.2021 I 833 mWv 26.5.2021
§ 3 Abs. 3: IdF d. Art. 8 Nr. 3 Buchst. c V v. 21.4.2021 I 833 mWv 26.5.2021
§ 3 Abs. 4 Satz 1: Früherer Abs. 4, jetzt Abs. 4 Satz 1 gem. Art. 1 Nr. 1 V v. 21.9.2018 I 1385 mWv 29.9.2018
§ 3 Abs. 4 Satz 1 Eingangssatz: IdF d. Art. 3a G v. 10.2.2020 I 148 mWv 1.3.2020
§ 3 Abs. 4 Satz 1 Nr. 5: IdF d. Art. 3a G v. 10.2.2020 I 148 mWv 1.3.2020
§ 3 Abs. 4 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 1 V v. 21.9.2018 I 1385 mWv 29.9.2018
§ 3 Abs. 4a: Eingef. durch Art. 3 Nr. 1 Buchst. a G v. 18.11.2020 I 2397 mWv 19.11.2020
§ 3 Abs. 4a Eingangssatz: IdF d. Art. 1 Nr. 1 V v. 12.3.2021 BAnz AT 15.03.2021 V1 mWv 16.3.2021
§ 3 Abs. 4a Nr. 1 u. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 1 Buchst. a V v. 1.2.2021 BAnz AT 02.02.2021 V1 mWv 3.2.2021
§ 3 Abs. 4a Nr. 3: IdF d. Art. 1 Nr. 2 V v. 2.12.2020 BAnz AT 03.12.2020 V1 mWv 4.12.2020
§ 3 Abs. 4a Nr. 4: Eingef. durch Art. 1 Nr. 3 V v. 2.12.2020 BAnz AT 03.12.2020 V1 mWv 4.12.2020; idF d. Art. 1 Nr. 2 V v. 12.3.2021 BAnz AT 15.03.2021 V1 mWv 16.3.2021
§ 3 Abs. 5 Satz 1: IdF d. Art. 3 Nr. 1 Buchst. b G v. 18.11.2020 I 2397 mWv 19.11.2020

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