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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Aktenzeichen:31-6632.0/372
Erlassdatum:04.07.2012
Fassung vom:04.07.2012
Gültig ab:08.09.2012
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2208
Fundstelle:K. u. U. 2012, 136
Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums über die Zuerkennung von Studienberechtigungen

Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums über die Zuerkennung von Studienberechtigungen



Verwaltungsvorschrift vom 4. Juli 2012
Az: 31-6632.0/372



Fundstelle. K. u. U. 2012, S. 136





I.
Gleichstellung von Vorbildungen mit der nach dem
Schulgesetz erworbenen allgemeinen Hochschulreife



Den Inhabern der nach dem Schulgesetz erworbenen allgemeinen Hochschulreife sind gleichgestellt:



1.
Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die ein Studium an einer staatlichen Hochschule nach § 1 Absatz 2 Landeshochschulgesetz (LHG) oder an einer staatlich anerkannten Hochschule nach § 1 Absatz 3 LHG erfolgreich abgeschlossen haben. Dies gilt auch für ein entsprechendes Hochschulstudium außerhalb von Baden-Württemberg. Der erfolgreiche Abschluss eines künstlerischen Studiengangs an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule wird nur dann gleichgestellt, wenn nach der jeweiligen Studien- und Prüfungsordnung wissenschaftliche oder nicht rein künstlerische Studienanteile erbracht wurden, die mindestens 45 Leistungspunkten (ECTS) entsprechen; geeignete Nachweise sind von der Studienbewerberin oder dem Studienbewerber im Rahmen der Mitwirkungspflicht nach § 26 Absatz 2 Landesverwaltungsverfahrensgesetz (LVwVfG) vorzulegen. Abschlüsse an den Pop-, Film- und Theaterakademien stehen nach Maßgabe von § 1 Absatz 6 Akademiengesetz den Abschlüssen an den staatlichen Kunsthochschulen gleich.


2.
Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die ein mindestens dreijähriges Studium an der Berufsakademie Baden-Württemberg nach § 91 Absatz 6 LHG in der Fassung vom 1. Januar 2005 (GBl. S. 1) erfolgreich abgeschlossen haben. Dies gilt auch für Abschlüsse in Bachelorausbildungsgängen an Berufsakademien anderer Bundesländer, sofern sie gemäß dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15. Oktober 2004 in der jeweils geltenden Fassung akkreditiert sind.


3.
Studienbewerberinnen und Studienbewerber mit dem Zeugnis über die bestandene Abschlussprüfung der ehemaligen Staatlichen Höheren Verwaltungsfachschulen Kehl und Stuttgart sowie der Staatlichen Höheren Forstfachschule Rottenburg.


4.
Studienbewerberinnen und Studienbewerber mit dem Zeugnis über die bestandene Abschlussprüfung an einer ehemaligen öffentlichen oder staatlich anerkannten


Ingenieurschule


Höheren Wirtschaftsschule


Werkkunstschule


Höheren Fachschule für Sozialpädagogik und Sozialarbeit


sowie an der Staatlichen Höheren Fachschule für Hauswirtschaft und Bekleidungsindustrie Sigmaringen.


Der Nachweis über das Vorliegen der Voraussetzungen nach Nummer 4 wird durch eine Bescheinigung des Kultusministeriums geführt.




II.
Zuerkennung einer fachgebundenen Hochschulreife



1.
Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die einen künstlerischen Studiengang an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule im Sinne des § 1 Absatz 2 und 3 LHG erfolgreich abgeschlossen haben, denen die allgemeine Hochschulreife aber nicht zuerkannt werden kann, werden den Inhabern einer fachgebundenen Hochschulreife in dem bisherigen Studium fachlich entsprechenden Studiengängen gleichgestellt. Abschlüsse an den Pop-, Film- und Theaterakademien stehen nach Maßgabe von § 1 Absatz 6 Akademiengesetz den Abschlüssen an den staatlichen Kunsthochschulen gleich.


2.
Den Inhabern einer fachgebundenen Hochschulreife mit der Befähigung zum Studiengang Lehramt an Grundschulen sowie zum Studiengang Lehramt an Werkrealschulen, Hauptschulen sowie Realschulen an einer Pädagogischen Hochschule sind Studienbewerberinnen und Studienbewerber mit dem Zeugnis über die bestandene Laufbahnprüfung für Fachlehrerinnen und Fachlehrer für musisch-technische Fächer gleichgestellt.


3.
Den Inhabern einer fachgebundenen Hochschulreife mit der Befähigung zum Studiengang Lehramt Sonderpädagogik an einer Pädagogischen Hochschule sind Studienbewerberinnen und Studienbewerber mit dem Zeugnis über die bestandene Laufbahnprüfung für Fachlehrerinnen und Fachlehrer an Sonderschulen sowie Technische Lehrerinnen und Technische Lehrer an Sonderschulen gleichgestellt.


4.
Den Inhabern einer fachgebundenen Hochschulreife mit Befähigung zum Studium der Fächer Haushaltswissenschaft, Lebensmitteltechnologie, Ernährungswissenschaft sowie Agrarbiologie und Agrarökonomie sind Studienbewerberinnen und Studienbewerber mit dem Zeugnis über die bestandene Abschlussprüfung der ehemaligen Staatlichen Hauswirtschaftlichen Seminare gleichgestellt.




III.
Bewertung ausländischer Bildungsnachweise



Bei der Entscheidung über die Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Bildungsnachweise mit der deutschen Hochschulreife sind grundsätzlich die Bewertungsvorschläge der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen des Sekretariats der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland in der jeweils geltenden Fassung zu beachten.





IV.
Anerkennung von Studienzeiten zum Zwecke des
Weiterstudiums



Wer außerhalb von Baden-Württemberg an einer Hochschule im Sinne des § 1 Absatz 2 und 3 LHG mindestens ein Jahr nachweislich erfolgreich studiert hat, erwirbt damit die Berechtigung, sein Studium in dem gleichen oder in einem fachlich entsprechenden Studiengang an einer anderen Hochschule derselben Hochschulart fortzusetzen. Ein Probestudium, zu dem abweichend von den Voraussetzungen des § 59 Abs. 2 Satz 1 Nummer 1 LHG zugelassen wurde, wird in die Dauer nach Satz 1 nicht eingerechnet.





V.
Inkrafttreten



Diese Verwaltungsvorschrift tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verwaltungsvorschrift über die Zuerkennung von Studienberechtigungen vom 19. Oktober 2004 (K.u.U. S. 270) außer Kraft.





 


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