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Normgeber:Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau
Aktenzeichen:5-2552.1/9
Erlassdatum:28.11.2019
Fassung vom:28.11.2019
Gültig ab:28.11.2019
Gültig bis:27.11.2026
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2139
Fundstelle:GABl. 2019, 377
 

Anlage 1
(zu Nummer 4.2 VwV-Denkmalförderung)



Liste der förderfähigen Ausgaben
des Wirtschaftsministeriums
im Rahmen der Denkmalförderung des Landes



Vorwort



Die allgemeinen Zuwendungsbestimmungen finden Sie in der VwV-Denkmalförderung. Die nachfolgende Zusammenstellung basiert auf diesen Vorgaben und dient der Ermittlung der zuwendungsfähigen Ausgaben. Zuwendungsfähige Ausgaben sind Ausgaben, die im Rahmen von Sicherungs-, Konservierungs- und Reparaturmaßnahmen an Kulturdenkmalen anfallen. Ziel dieser Zuwendungen ist es, schwerpunktmäßig Maßnahmen zu fördern, die dem Erhalt denkmalwerter Substanz dienen und ihren historischen Bestand sichern. In Einzelfällen können diese auch auf den Erhalt beziehungsweise die Wiederherstellung eines besonders schützenswerten Erscheinungsbildes ausgerichtet sein.



Ausgaben für üblichen Bauunterhalt, Nutzungserweiterungen und -änderungen sowie



deren Folgeausgaben sind nicht zuwendungsfähig. Ebenso wenig sind Abbruch- und Entsorgungsarbeiten, Reinigung und Dämmung zuwendungsfähig. Entsalzung und Entfeuchtung sowie Schwammbekämpfung sind nur unter Position 16 zuwendungsfähig.



Grundsätzlich können nur Maßnahmen anerkannt werden, die auf fachlichen Anforderungen des LAD beruhen beziehungsweise mit diesem abgestimmt sind. Voraussetzung für einen Zuschussantrag ist eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung für die anfallenden Maßnahmen.



Maßgeblich ist, dass qualifizierte, denkmalerfahrene Planer, Handwerker und Fachrestauratoren zum Einsatz kommen, die die Denkmalsubstanz unter Einsatz reparierender Konzepte und konservierender Verfahren weitestgehend erhalten und gegebenenfalls nach denkmalfachlichen Vorgaben des LAD wieder ablesbar machen.



Ermittlungsgrundlage für die Zuwendungen sind detaillierte gewerkebezogene Kostenberechnungen (Anlage 2 zum Zuwendungsantrag). Pauschalangebote, Angebote von Generalunternehmern und sonstige pauschale Angaben wie Unvorhergesehenes, Regiestunden und ähnliches werden nicht berücksichtigt. Werden Zuwendungen für Restaurierungs- oder Natursteinarbeiten beantragt, sind detaillierte gewerkebezogene Kostenvoranschläge durch Fachrestauratoren beziehungsweise Steinmetzbetriebe vorzulegen.



Leistungsbereiche



1.
Gerüstbauarbeiten


2.
Maurerarbeiten


3.
Beton- und Stahlbetonarbeiten


4.
Natur- und Kunstwerksteinarbeiten


5.
Zimmermannsarbeiten


6.
Stahl- und Metallbauarbeiten


7.
Dachdeckungsarbeiten


8.
Klempnerarbeiten


9.
Putz- und Stuckarbeiten


10.
Belagsarbeiten an Wand und Boden


11.
Schreinerarbeiten


12.
Schlosserarbeiten


13.
Fensterarbeiten


14.
Statische Sicherungsarbeiten


15.
Schutzbauten


16.
Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen


17.
Orgelwerke, Glocken und Uhrwerke


18.
Technische Kulturdenkmale


19.
Archäologische Kulturdenkmale


20.
Gartendenkmale


21.
Maßnahmen an Archivgut


22.
Kulturdenkmale ohne bzw. mit untergeordneter Nutzung


23.
Voruntersuchungen und Dokumentation


24.
Baunebenkosten


Art der zuwendungsfähigen Ausgaben

Anteil an Gesamt-
ausgaben
in %

1.

Gerüstbauarbeiten


1.1.

Mehrausgaben bei längerer Standzeit, höherer Tragfähigkeit des Gerüstes (Steinmetzarbeiten) oder bauwerksbezogenen beziehungsweise topographischen Erschwernissen

20

1.2.

Ausgaben für Gerüstbauarbeiten, die ausschließlich im Zusammenhang mit Restaurierungsarbeiten an denkmalrelevanter Ausstattung stehen

40

2.

Maurerarbeiten


Sichtmauerwerk und Lehmbaukonstruktionen (zum Beispiel Flechtwerk mit Lehmbewurf, Lehmwickel): Reparatur

40

3.

Beton- und Stahlbetonarbeiten


Sichtbetonflächen und Zierelemente: Reparatur auf der Grundlage einer Materialanalyse

60

4.

Natur- und Kunstwerksteinarbeiten

60

Natur- und Kunstwerksteine: Reparatur

5.

Zimmermannsarbeiten


5.1.

Holzkonstruktionen: Reparatur


5.2.

Holzschindelfassaden: Reparatur, Ergänzung und Wiederherstellung nach vorhandenem Bestand

60

5.3.

Zierelemente: Reparatur


6.

Stahl- und Metallbauarbeiten


Stahl- und Eisentragwerke: Reparatur einschließlich Oberflächenbehandlung

40

7.

Dachdeckungsarbeiten


7.1.

Dachdeckungen:
Erhaltung und Ergänzung

80

7.2.

Naturschiefer, Mönch- und Nonnenziegel, glasierte Ziegel, Sonderdachdeckungen, Sonderformate: Reparatur, Ergänzung und Wiederherstellung nach vorhandenem Bestand


8.

Klempnerarbeiten


Zier- und profilierte Werkstücke: Reparatur

60

9.

Putz- und Stuckarbeiten


9.1.

Putz an Sichtfachwerk oder Putz nach besonderer historischer Handwerkstechnik, Materialzusammensetzung oder Oberflächenstruktur: Reparatur

20

9.2.

Putz- und Stuckgliederungen: Reparatur

60

10.

Belagsarbeiten an Wand und Boden


Fliesen, Platten, Mosaik, Estrich und Terrazzo, Linoleum, Holzböden und Parkett: Reparatur

60

11.

Schreinerarbeiten


Holzausstattungen: Reparatur einschließlich Oberflächenbehandlung

80

12.

Schlosserarbeiten


Bauelemente: Reparatur einschließlich Oberflächenbehandlung

60

13.

Fensterarbeiten


13.1.

Fensterbestand: Reparatur einschließlich Oberflächenbehandlung

100

13.2.

Fenster: Ergänzung zu Kastenfenstern im Zuge einer Reparatur gemäß Position 13.1

40

13.3.

Fensterbestand: Reparatur und bauphysikalische Verbesserung einschließlich Oberflächenbehandlung

60

13.4.

Neue Fenster, soweit sie für das geschützte Erscheinungsbild von herausragender Bedeutung sind und denkmalfachlichen Vorgaben entsprechen (ohne Ein- und Ausbau)

40

13.5.

Schutzverglasungen von Fensterscheiben mit besonderer Bedeutung

40

14.

Statische Sicherungsarbeiten


Statische Sicherung, auf Grundlage einer denkmalfachlich abgestimmten statischen Voruntersuchung

40

15.

Schutzbauten


Schutzbauten, Schutzdächer, Einhausungen in angemessenem Umfang, die ausschließlich dem Erhalt des Kulturdenkmals dienen

40

16.

Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen


16.1.

Natur- und Kunstwerkstein, Putz, Stuck, Fassungen (innen wie außen), Wandmalereien, Holz (Intarsien, veredelte Holzoberflächen), Gemälde und Ausstattungsteile, Tapeten, Textilien, Gläser, Glasmalerei, Kacheln, Mosaike, Fliesen, Metall: Konservierung und Restaurierung durch Fachrestaurator

100


Typische Maßnahmen sind:


Befunderhebung, Bestandsuntersuchung


Substanzfestigung, -stabilisierung, Korrosionsschutz


Entsalzung innerhalb des zu konservierenden Bereichs


Hinterspritzen und Wiederbefestigen hohlliegender Bereiche


Niederlegen, Festigen von Malschichten


Differenzierte Reinigungen


Reduzierung und Abnahme von Schichten (Überzüge, Übermalungen, Überputzungen)


Kittung, kleinteilige plastische Ergänzungen


Farbergänzung, Retusche


Bekämpfung von Schädlingen und Mikroorganismen am zu konservierenden Objekt


Reversible Schutzbeschichtungen Oberflächen

16.2.

Wartung und Pflege auf der Grundlage von denkmalfachlich geforderten Wartungsverträgen

100

16.3.

Maßnahmen zur Klimastabilisierung und Einhausungen sowie fachgerechter Deponierung, die ausschließlich zum Schutz der Substanz erforderlich sind

60

16.4.

Maßnahmen zur Mauerwerksentfeuchtung und -entsalzung, die ausschließlich zum Schutz der bedeutenden Substanz (wie Wandmalereien, mittelalterliche Mörtel) erforderlich sind

60

16.5.

Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen zum Schutz von Ausstattung

40

Anmerkungen:


·

Handwerkliche Leistungen wie Maler-, Putz-, Schreiner- und Schlosserarbeiten, die von Restauratoren erbracht werden, werden nicht nach Position 16 behandelt.


·

Bewegliche Ausstattungen sind nur zuwendungsfähig, wenn



1.

es sich um ein im Denkmalbuch eingetragenes Kulturdenkmal (§§ 12 und 28 DSchG) handelt und / oder



2.

sie als Zubehör mit der Hauptsache eine Einheit beim Denkmalwert bilden.


17.

Orgelwerke, Glocken und Uhrwerke


Orgelwerke, Glocken und Uhrenwerke: Reparatur

60

Anmerkungen:


Die Erweiterung von Orgelwerken, der Nachguss von Glocken und die Modernisierung von Uhrwerken sind nicht zuwendungsfähig.


18.

Technische Kulturdenkmale


Technische Kulturdenkmale: Grundsätzlich für Reparatur und Sicherungsmaßnahmen


Darüber hinaus bedürfen Maßnahmen an technischen Kulturdenkmalen abhängig von den Erhaltungsforderungen und der vorgesehenen Nutzung einer Einzelfallentscheidung.

60

Anmerkungen:


Bewegliche technische Kulturdenkmale sind nur zuwendungsfähig, wenn sie in das Denkmalbuch (§§ 12 und 28 DSchG) eingetragen sind.


19.

Archäologische Kulturdenkmale


19.1.

Sicherung und Erhaltung

100

19.2.

Schutzbauten in angemessenem Umfang, die nur dem Erhalt archäologischer Befunde dienen


19.3.

Angemessene Darstellung der denkmalpflegerischen Bedeutung eines archäologischen Kulturdenkmals am Befund oder in seiner Umgebung


Anmerkungen:


Rekonstruktionen und bauliche Maßnahmen, die der Zugänglichkeit der archäologischen Befunde dienen, sind nicht zuwendungsfähig.


20.

Gartendenkmale


Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Maßnahmen auf der Grundlage eines mit dem LAD abgestimmten Parkpflegewerks respektive Voruntersuchung erfolgen.


20.1.

Besonders wertvoller Pflanzenbestand: aufwendige Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen

80

20.2.

Gartenarchitektonische und bauliche Bestandteile des Gartendenkmals (Treppen, Wege): Reparatur

40

20.3.

Turnusmäßige Pflegemaßnahmen bei Gartendenkmalen von besonderer Bedeutung (§§ 12 und 28 DSchG) auf der Grundlage eines Parkpflegewerks

40

21.

Maßnahmen an Archivgut


Privat- und Kirchenarchivgut: Restaurierung und Konservierung, einschließlich dessen fachgerechter Lagerung, sowie Maßnahmen zur Erschließung des Archivguts

100

Anmerkungen:


·

Nutzungsbedingte Ausgaben (Schutzverfilmungen et cetera) sind nicht förderfähig.


·

Maßnahmen an Archivgut, das dem Landesarchivgesetz unterliegt, sowie Maßnahmen, die eine anderweitige Förderung des Landes mit archivpflegerischer Zielsetzung erfahren, sind nicht zuwendungsfähig.

22.

Kulturdenkmale ohne beziehungsweise mit untergeordneter Nutzung


22.1.

Sicherungsmaßnahmen an Kulturdenkmalen, die nicht nutzbar sind (zum Beispiel Burgruinen)

80

22.2.

Sicherungsmaßnahmen an Kulturdenkmalen, die nicht genutzt werden beziehungsweise nur einer untergeordneten Nutzung dienen und in einem Zeitraum von mindestens zehn Jahren nach Sicherung keiner Nutzung beziehungsweise nur einer untergeordneten Nutzung zugeführt werden (zum Beispiel ungenutzte Scheune)

60

Anmerkungen:


Mauern mit Funktion siehe Position 2, Maurerarbeiten


23.

Voruntersuchungen und Dokumentation


23.1.

Bauaufnahmen entsprechend denkmalfachlicher Vorgaben



Genauigkeitsstufe II

40


Genauigkeitsstufe III

80


Genauigkeitsstufe IV

100

23.2.

Dokumentation und Raumbuch entsprechend denkmalfachlicher Vorgaben

100

23.3.

Gutachten entsprechend denkmalfachlicher Vorgaben

100

23.4.

Statische Voruntersuchungen entsprechend denkmalfachlicher Vorgaben

60

23.5.

Gutachten zur energetischen Sanierung von Kulturdenkmalen: Voraussetzung hierfür ist ein energetisches Gesamtkonzept, das sämtliche Bauteile des Gebäudes und die Haustechnik umfasst sowie von einem Energieberater für Baudenkmale erstellt wird.

60

23.6.

Materialanalysen entsprechend denkmalfachlicher Vorgaben

40

24.

Baunebenkosten


Leistungen von Architekten und Statikern werden grundsätzlich anteilig anerkannt, maximal zusammen jedoch 8 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.





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